Seit einiger Zeit ist mir klar, dass ich intensiver meinen Stress-Quellen auf den Grund gehen muss und das auch gerne tuen möchte, um einen insgesamten sowie gesundheitlichen Ideal- bzw. einfach besseren Zustand herzustellen.
Hierfür ist Ruhe, Zeit für mich, mal fern von allen Geräuschen, Manipulationen, Suggestionen, Aufregern usw. Vieles konnte ich schon so bewirken, dass eine gewisse Ruhe automatisch hergestellt ist. Kopf und Herz und schließlich mein Gemüt brauchen aber mehr Sicherheit um mich herum, mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe. Die ich selbst auch ein bischen herstellen muss.
Genau das ist in gewisserweise das Problem. Ich muss anderen Menschen sagen, dass ich jetzt 10 Minuten (müsste eigentlich vom Gefühl her zeitlich unbegrenzt sein) für mich ALLEIN brauche, um mich wieder fassen, sammeln zu können und schauen, dass alles wieder ín mir aufgeräumt wird
Mittlerweile dient es auch dazu, mein Herzklopfen zu beruhigen - mit Autogenem Training.Manche Menschen habe große Probleme damit, wenn ich sage, ich brauche so und soviel Zeit mal ganz für mich alleine
Ich habe neulich jemand am Telefon versucht klar zu machen, dass bei uns bitte nicht so oft angerufen werden soll. Nicht gesagt habe ich, dass damit auch von der Person nicht die ganzen Probleme hier tonnenweise hier abgeladen werden (werden auch nicht abgeladen, es sind ewige und dem Anschein nach unlösbare emotionale Probleme).Mein Problem ist, dass ich gerne für die Person da sein möchte, das sie sich nicht zurückgewiesen fühlt usw. aber das ist das Problem, sie fühlt sich zurückgewiesen, wenn ich sage, sie soll nicht so oft anrufen. Also muss ich halt di eTechnik ausstecken immer mal wieder fü r ne Weile - was ich allerdings am liebsten ganz und für immer und zwar für alles und jeden tun würde. Im ganzen Haus.
Für Entspannung für mich sorgn zu wollen, heißt für mich auch, Mitleid mit den Leuten zu bekommen, die ich dem Anschein nach zurückweise. Mitleid kann auch ein ziemlich nagendes Gefühl sein. Ich habe schon als Kind tiefgreifende Mitleidsgefühle für andere Menschen gehabt. Mitleid kann dann auch noch mal zu einem grundsätzlichen moralischen Lebensthema ausarten, was dann widerum Angst bei mir erzeugt, dass ich wesentliche Menschen in meiner Umgebung vielleicht verlieren könnte. Was dann wiederum den Teufelskreis erzeugt, dass ich mich diesen Menschen er-gebe, ihnen was tue, mich mit ihnen treffe, mir ihre Problem anhöre. Ich versuche zwar, rationale Distanz zu wahren, um mein Herz zu schützen, aber letzendlich geht das Gehörte ja doch auch alles auch aufs Gemüt. Grad, wenn ich auch immer versuche möchte, die Probleme zu lösen oder Sorgen und Angst der Person zu nehmen..Meine HInweise auf BEratungsstellen, HIlfseinrichtungen ignoriert sie, sie ist sich sicher, dort nicht das zu finden, was sie sucht bzw. was sie zur Klärung des Problems bräuchte. Sclimm ist, dass die schlimmsten emotionalen Problemversursacher und Belaster aus meiner eigenen (Herkunfts-) Familie stammen, was die Tragweite der emotionalen Belastung noch schlimmer macht. Hier dann zu sagen, dass ich mich lösen soll ist demnch verdammt schwierig, weil es automatisch den beschriebenen Teufelskreis auslöst. Ich stelle fest, dass dieser TEufelskreis einen ziemlichen emotonalen Knoten um mein Herz schnürt, was so nicht gut ist.Stur die Distanz dann aufzubauen tut mir widerum auch schlecht, weil ich eben nicht stur bin. Ich meine, ich kann schon auch ehrgeizig sein und zielstrebig aber stur im Gefühl weniger. Da will ich aus meinem Herzen keine M*grube machen.
Der bei mir abgespeicherte Duktus ist, dass man immer was zu tun haben muss. Und auf dem Sofa liegen, ist ja auch sowas wie ein abfälliges Schimpfwort geworden "liegt den ganzen Tag auf dem Sofa" - Floskel. Und das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich mal nur Ruhe und Stille habe, rührt vielleicht auch daher.
Dann schicke ich diesen Beitrag mal los. Tschüss mal und viele liebe Grüße sanfte_wellness



