das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon sanfte_Wellness » Mo 12. Dez 2011, 11:31

Hallo zusammen!

Anke hat ein Video von youtube in den Weihnachtsthread 2011 gestellt - danke Anke! _yessa_ - , diese anschauend stoße ich neben der Video-Auswahl auf ein tolles Ballett-Video (ich mag Ballett total gerne), dass ich schon kannte. Weil es so toll ist, schaute ich es mir an. Da wurde ich aufmerksam auf dieses Video:

http://www.youtube.com/watch?v=UTrb6i7g ... re=related

Ich habe es mir fasziniert angesehen...vom GEfühl her, von den Tanzfiguren....also, mir kamen wirklich vor Rührung die Tränen und einigen im Pbulikum geht es ähnlich!!!!

Ich muss sagen, dass ich froh war, nicht im Publikum zu sitzen, denn es wäre mir sehr peinlich und unangenehm gewesen, wenn andere meine Rührungs-Tränen gesehen hätten!

Vor TV mit anderen fällt mir das sehr schwer, und ich halte es zurück, ich will lieber allein damit sein. Die Abschiedsszene von Nils Holgersohn als er sich von den Wildgänsen verabschiedet, war auch so total rührungstraurig. Ich saß in einer Gruppe von Kindern, denen ging es nicht anders, es war mir so peinlich, dass eine andere Erwachsene meine wässrigen Augen sah und mir das auch bestätigte.

Damals, als Kind, bei der Zeichentrickserie Heidi von Johanna Spyri musste ich jedesmal vor Abschiedsschmerz und Heimweh weinen, wenn die Heidi sehnsuchtsvoll Ausschau nach den Bergen gehalten hatte oder Albträume vor Heimweh hatte! Schon, als sie nach Frankfurt kam. Und ihr Heimweh nach der Großmutter, und das sie für diese die guten, weichen Brötchen gesammelt hatte, um sie ihr mitzubringen..oh je....das war sehr, sehr traurig - und ohne dass es mir bewusst war, verschwand ich als Kind lieber ins Bad, um meine Tränen nicht zu zeigen.

Ich frage mich, ob ich ein unverarbeitetes Trauma in mir habe.

Hier ist noch ein total schönes Video: http://www.youtube.com/watch?v=0dSeYecM ... re=related

Wie geht ihr um mit Rührungstränen? Auch in Alltagssituuationen? Als ich in einer Weihnachtsshow für ERwachseen Erwachsene Kling Glöckchen klingelingeling singen hörte...wurde ich sehr rührig traurig und sentimental...ich frage mich, ob das eine ERinnerung an die schöne aber vergange Kindheit ist...

Oder sonstige Erlebnisse im realen Alltag (vielleicht sollte ich weniger TV sehen und youtuben und wa _gruebel_ s auch immer....)

Liebe Grüße sanfte_wellness 1alie wub
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon Benostel » Mo 12. Dez 2011, 13:02

Guten Morgen sanfte_Wellness,

was für ein schönes Thema....

Jajajaja, ich kenne das auch... ein falsches Lied im Radio, Freude einen Menschen wiederzusehen... ich heule mir die Seele aus dem Leib... es überwältigt mich, die Atmung verändert sich, ich schlucke und heule los...
Besonders schlimm ist es bei einer Oper, einem Chor oder sonst wo, es ist egal ob ich live dabei bin oder es im fernsehen sehe, es haut mich um....

Fernsehen ist nochmal eine andere Qualität, wir haben uns gestern "Die unendliche Geschichte" angesehen und ich habe geheult, wie ein Schlosshund, von 3Kindern und 3Erwachsenen, war ich die Einzige, die um Artax geweint hat.

Schindlers Liste, am Ende, wo sie ihm den Ring überreichen...Philadelphia, wenn er sich im Gericht das Hemd auszieht...ich heule und heule...

Es ist mir mittlerweile egal, wer dabei ist, ich bin ich, so klar und rein vom Charakter, das meine Mitmenschen auch sehr gut diese Gefühlsregung mitbekommen dürfen, sie bekommen ja, sowie so alles ungefiltert von mir ab. _lüpe_ Liebe, Wut, Frust, Traurigkeit, geballte Ladung Emotionen...ich lass es raus und denke hinterher darüber nach, es ist nicht immer der beste Weg aber ich kann es nicht ändern.

Ob es ein Kindheitstrauma ist? Nein, das Glaube ich nicht, ich denke Du erlebst diese Momente so intensiv, das Dein Körper keine angemessenere Reaktion findet um mit den ganzen Emotionen in der schnelle zu verarbeiten, so erlebe ich es zumindest. Die Tränen sind das einzige Ventil, was den Druck wieder abbaut!
Alles Liebe
Doro
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon stanzi » Mo 12. Dez 2011, 13:42

ganz tolle videos danke euch stanzi _yessa_
In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen ist schon wieder ein Irrsinn. Voltaire:rolleyes:
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon Anke » Mo 12. Dez 2011, 15:13

Oh ja, ich habe bei dem Weihnachts-Flash Mob-Video geheult wie ein Schlosshund big_cry2
Kenne das nur zu gut, ich heule mit, wenn ich andere Menschen heulen sehen, wenn ich gerührt bin (das bin ich schon, wenn ich viele Leute demonstrieren sehe für etwas, das auch mir wichtig ist), oder auch sonst bei starken Emotionen, die ich miterlebe / sehe / höre / lese...

Mein Mann ist dann nicht selten ein wenig amüsiert...
Ich halte das auch nicht für ein Trauma oder ähnliches, die Emotionen springen uns einfach ganz besonders an!


Ganz liebe Grüße
Anke
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon Nicky » Di 13. Dez 2011, 12:38

Hallo ihr Lieben,

also ich habe mal so für mich festgestellt, dass ich, je älter ich werde, umso öfter vor Rührung weinen muss.

Ich finde, dass das eine sehr schöne Gabe ist. Denn Gefühle so ausdrücken zu können, das kann nicht jeder.


Liebe Grüße

Nicky
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In jedem von uns steckt die Macht, sein Leben so zu gestalten wie man es sich wünscht!
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon BurningDiamond » Di 13. Dez 2011, 14:43

Das find ich mal ein schoenes Thema.

Ich auch eher eine "weinerliche" Person, lasse das aber selten andere sehen,

so weine ich manchmal einfach so, oder wohl eher, wenn ich ueber die Welt nachdenke.

Ich finde das teils irgendwie sogar befreiend fuer mich.
Ich mal Lieder, mit emotionalen Texten oder emotionalen Elementen, da ruehrt es mich teils sehr schnell.

Ich weiss nicht wie ich gestern drauf kam, aber ich fand die Titelmelodie von "David der Klabauter", dies war ein Trickfilm aus meiner Kindeszeit, als ich das Lied hoerte kamen mir sofort wieder die Traenen.

Ganz Liebe Gruesse
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon hope2010 » Di 13. Dez 2011, 15:03

Mir geht es genau so, wie vielen von euch auch. Man würde wohl sagen "Sie hat zu nahm am Wasser gebaut"...

Ich weine oft wegen Rührung, sei es durch ein Gedicht, eine gute Meldung in den Nachrichten (was ja leider sehr selten vorkommt) oder bei einem Film mit Happy End.

Aber auch wenn ich Traurig bin, weine ich oft.

Zeigen tue ich das selten, es passiert meistens wenn ich gerade alleine bin.

Euch noch einen schönen Tag Liebe Grüße
Wege entstehen dadurch das Wir sie gehen
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon bumblebee » Di 13. Dez 2011, 20:55

geht mir auch so. Sehe super gerne Gesangsshows an, weil ich mit den Sängern dann in deren Welt versinke. Wenn Menschen im Fernsehen so richtig vor Freude strahlen und ich die Situaton gut finde, kriege ich Freudetränen und lache mit. Wenn ein trauriger Bericht im Fernsehen kommt, der auf die Details eingeht, vor allem bei Reportagen über den zweiten Weltkrieg und bei Reportagen übers Tierleid, bin ich mitunter zu Tode betrübt und von der Welt nur noch angeekelt. Bei der unendlichen Geschichte habe ich auch geweint, wo das Einhorn im Moor versunken ist. Auch aus Gedanken an Tatsachen und Erinnerungen weine ich, wenn sie traurig sind. Soetwas kann mich regelrecht fertig machen.
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon sanfte_Wellness » Fr 16. Dez 2011, 16:22

Hallo Benostel,

was für ein schönes Thema....


Freut mich, dass es dir gefällt - und auch, dass es für andere, ein interssante und sie betreffendes Thema ist. _yessa_

Hallo stanzi,

ganz tolle videos danke euch stanzi
. Gern geschehen... _yessa_
Hallo Nicky,

Ich finde, dass das eine sehr schöne Gabe ist


Hm, ich weiß nicht...ich finde es eher peinlich....????? Also, zumindest vor meiner engsten Verwandtschaft möchte ich meine Tränen, vor allem Rührungstränen, die so offensichtlich keinen tatsächlichen Grund haben zu scheinen sind mir peinlich, vor meinem Partner geht das eher und vor Fremden am besten _hüüh_ Vor Fremden kann ich mich am besten abgrenzen, da kann ich denken, dass es mir egal ist, was die nun von mir denken und in der Regel interessiert es sie auch nicht.

Im Rahmen meiner Zahnarztphobie hatte ich mal wieder ein enttäuschendes Erlebnis, allerdings vor schon längerer Zeit, da bin ich anschließend in ein Café und habe meinen Tränen freien Lauf gelassen. Ich saß nahe am Theken- und Kassenbereich. Eine Frau war erstaunt und schaute sich um, während ihre Kollegin mit erhobener Hand abwehrte, so nach dem Motto, ach lass, was interessiert es uns, ist doch ihre Sache, da brauchst du dich nciht drum zu kümmern, lassen wir sie doch usw...also das fand ich stark....wäre sowieso am liebsten in der letzten Ecke gesessen, aber es eilte und es war dort kein Platz mehr. Solches Verhalten fand ich halt schon krass...ich hätte wenigstens gefragt, ob ich was helfen könnte...aber genau so ein Verhalten anderer hat aber auch meine entsprechende Einstellung gegenüber Menschen geprägt _nüxweiss_ Ich wollte einfach meine Tränen rauslassen, weil auch ich gemerkt habe, dass es heilsamer ist, sie rauszulassen, als dass sich ein Stau in mir bildet und sich die Emotionen verhärten mit der Zeit.

Hallo Bumblebee
Bei der unendlichen Geschichte habe ich auch geweint, wo das Einhorn im Moor versunken ist.


Wahrscheinlich wäre ich hier auch sehr traurig gewesen, das hört sich ja schon ganz traurig an.

Liebe Grüße sanfte_wellness
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Re: das Gefühl von Rührung - weinen vor Rührung

Beitragvon sanfte_Wellness » Fr 16. Dez 2011, 16:30

Die Serie "Unsere kleine Farm" mag ich eigentlich total gerne und ich finde es schön, dass Kabel 1 diese Serie täglich laufen lässt. Viele Folgen habe ich damals nicht einmal als Kind gesehen. Die Serie mag ich total gerne. Ich mag die Farben, die eher Naturtöne, die insesamte Schlichtheit, Naturbezogenheit und die insgesamte Emotionalität.

Die Rührungstränen gerade von Charles Ingalls alias Michael London sowie von seiner Film-Frau und den Kindern sind mir damals als Kind kaum aufgefallen. Aber diese Serie als Erwachsene betrachtet empfinde ich es manchmal zuviel der Rührungstränen, wobei sie im jeweiligen Szenen-Zusammenhang immer gerechtfertigt sind und von mir nachvollzogen, bzw. teilweise ebenso empfunden werden kann.

Manchmal ist dieses Gefühl der Rührung zuviel für mich. Dann tut es mir nicht gut. Es ängstigt mich auch manchmal. Es zeigt mir dann nämlich, die Zerbrechlichkeit von Menschen, Leben und all seinen Zusammenhängen und Veränderungen auf, was mir dann Angst machen kann.

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