Hallo,
schon als Kind wurde mir permanent gesagt, dass ich zu sensibel sei. Meine Eltern und wesentlich robuster gebauten Geschwister konnten wenig damit anfangen. Ich fühlte mich häufig fehl am Platze und hätte viel dafür gegeben, so wie sie zu sein.
Heute weiß ich, dass ich hochsensibel bin und dass es viele von meiner Sorte gibt.
Ich meide große Menschenansammlungen, gehe dann zum Einkaufen, wenn die Läden nicht so voll sind, sehe kaum fern und höre nur 1 x am Tag die Nachrichten. Das ist ausreichend, um über die wichtigsten Dinge auf der Welt informiert zu sein. Im Urlaub ziehe ich mich gern auf eine ruhige Insel oder in die Berge zurück oder segle mit wenigen Freunden. So schön, so gut und eigentlich habe ich gehoff, mein glückliches Leben so weiterführen zu können.
Meine Arbeit konnte ich immer selbst organisieren, war völlig autark und hörte nur ab und zu im Rahmen von Beurteilungen, dass ich wohl gute Leistungen erbringe. Nun steht an meinem Arbeitsplatz eine große Umstrukturierung an und es werden Arbeits- und Lenkungskreis gebildet. Als ich vor 3 Wochen an einer solchen Sitzung teilnehmen musste, wurde mir klar, dass sich Zeiten (zumindest die beruflichen) ändern werden. Ich bilde jetzt ein "Team" mit Leuten, die ich nicht kenne und die mir im ersten Augenblick auch nicht sonderlich sympathisch waren. Vielleicht ändert sich meine Einschätzung ja noch. Dennoch bin ich sehr beunruhigt. Teamarbeit war schon immer ein Horror für mich...
Ich kann mit diesen lauten und ständig quasselnden Mitmenschen nichts anfangen. Ändern werde ich mich mit Sicherheit nicht mehr und habe auch kein Interesse daran, mich an allem anzupassen, war gerade mal "in" ist. Anpassung ist m. E. manipuliertes dahinsiechen.
Wer hat ähnliche Erfahrung im Beruf gemacht?
LG
Ramona

. Bin nur gerade etwas verwirrt. Heißt Du nun Ramona oder Renate? Zwei Beiträge, zwei Namen???
Aber in der Regel lasse ich mich auf keine Diskussionen ein, bleibe still. Auseinandersetzungen und Kompromisse sind mir zuwider, erscheinen mir auch als zeitraubend. WEnn es kalt ist, ziehe ich mir einen Pulli mehr an, dafür gibt es Kleidung.

