Hallo und einen wunderschönen Abend an alle,
vorab ich wusste nicht genau, wohin mit dem Posting. Hatte zuerst überlegt, ihn bei Spiritualität einzustellen, aber da finde ich, passt er dann auch wieder nicht hin und leicht zu erklären ist es auch nicht, was ich meine (oder vielleicht liegt es an meinen ungeordneten Gedanken).
Also, das Problem ist folgendes: ich habe des öfteren den Eindruck, dass zwischen meiner Wahrnehmung anderer Menschen und dem, was diese mir dann tatsächlich vermitteln (wollen), eine gewisse Diskrepanz liegt. Mal anders ausgedrückt, jemand erzählt mir irgendetwas, meist geht es dabei um Empfindungen und Gefühle, aber ich habe den Eindruck, dass derjenige eigentlich etwas ganz anderes empfindet. Früher habe ich dann eher meinen eigenen Gefühlen misstraut, weil mir das auch dann auf Nachfrage immer so vermittelt wurde, möglichst noch völlig entrüstet, so nach dem Motto "wie kannst Du nur denken, dass..." und "sei doch nicht so empfindlich", etc. bis ich irgendwann meine Gefühle für völlig "falsch" gehalten habe und daraus resultierend auch lange Zeit keinen guten Zugang zu meinen eigenen Gefühlen hatte. Auch wenn mir das damals nicht so sehr bewusst geworden ist, war ich dann häufig (vor allem als Kind) total verwirrt, weil ich ja eigentlich etwas anderes wahrgenommen hatte.
Durch eine Therapie habe ich dann wieder den Zugang zu meinen Gefühlen gefunden und habe dann auch festgestellt, dass ich meiner eigenen Wahrnehmung durchaus trauen kann. Das vieles sich bewahrheitet, was ich ursprünglich wahrnehme. Ich vertraue sogar mehr meiner eigenen Wahrnehmung als dem was mir andere so vermitteln (wollen). Allerdings bleiben dann gewisse Zweifel, vor allem wenn meine eigenen Gefühle ins Spiel kommen... ich frage mich dann, ob ich Dinge wirklich wahrnehme, oder sie nicht vielmehr auf andere
projiziere.
Als konkretes Beispiel - habe ich z.B. den Eindruck, dass jemand mich mehr als nur gern mag, dies aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zugeben mag, aus Angst oder wie auch immer. Ich habe dann regelrecht den Eindruck, die Liebe des anderen spüren zu können, auch wenn der andere vielleicht meilenweit entfernt ist, spüre ich dann z.B. plötzlich, dass der andere an mich denkt - auch wenn ich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt war.
Ich bin nicht jemand, der besonders esoterisch veranlagt ist. Ich frage mich dann häufig, ob das Ganze bloss reines Wunschdenken ist? Oder kann ich meiner Wahrnehmung trauen?
Habe andere schon Ähnliches erlebt? Ich hoffe, der Beitrag klingt nicht zu konfus...
yingyang

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und es läuft eine Art Gedankenband mit, der das Gesagte psychologisch und pädagogisch, zu dem ich schlichtwegen Zugang habe (auch schon viel gelesen, gehört und selbst ge- , be- und durchdacht), der alles hinterfragt und bedenkt.
Liebe Grüße sanfte_wellness

