hochsensibel und depressiv

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

Moderatoren: Hortensie, Eule

hochsensibel und depressiv

ja
96
72%
nein
37
28%
 
Abstimmungen insgesamt : 133

hochsensibel und depressiv

Beitragvon monika 2.0 » Fr 26. Aug 2016, 17:58

Hallo,

bin neu hier _Mij_ !

Habe seit ca. 13 Jahren Depressionen und nehme Antidepressiva.
Seit ca. 1 Jahr habe ich eine neue Arbeitsstelle in der ich oft überlastet war, so oft aufgrund fehlender Erfolge frustriert war, des weiteren war ich enttäuscht von der Führunsrige, ich war zu Anfang so voller Hoffnung das diese Firma anders wäre, leider ist dem nicht so. Dazu kamen auch noch Schulden und mein Freund ist seit einem Jahr arbeitlos. Durch die Schulden und die finanzielle Situation meines Freundes habe ich leider viel zu lange gekämpft - ich sah keinen Ausweg - ich musste durchhalten. Einen anderen Job mit dem Gehalt fand ich leider nicht.

Ich habe wirklich alles gegeben um durchzuhalten, habe mich intensiv mit dem Thema Resilienz auseindergesetzt, aber es half nichts, die Abwärtsspirale nahm seinen Lauf.
Ich hatte das Gefühl das die Antidepressiva nicht mehr wirkten, hatte ständig Selbstmordgedanken, war sehr weinerlich, das kleinste Problem führte zu Aggressionen (die ich in der Arbeit natürlich nicht nach aussen zeigen konnte). Als ich dann morgends schon nur bei dem Gedanken an die Arbeit zu weinen begann ging es nicht mehr anders als das ich mich krank schreiben habe lassen. Dadurch das Krankengeld aber nur ca. 60% des Einkommens ausmacht musste ich bei meinem Vater um Geld bitten. Das war das härteste für mich überhaupt. Ich habe immer die perfekte Tochter vorgegeben da ich mich für meine Geldprobleme immens geschämt habe, nun fiel diese Maske, er war sehr überrascht und gab mir das Geld.

Ich fühle mich seitdem noch viel schlechter, ich weiß das er sich das Geld hart erspart hat. Ich mit meinen 33 Jahren hätte mein Leben doch schon längst alleine bewältigen müssen, stattdessen habe ich weit über meine Verhältnisse gelebt um meine Umgebung so perfekt wie möglich zu haben, ich war der Meinung nur dann wäre mein Leben besser und ich würde mich endlich einmal wohl fühlen und mit meinem Leben zufrieden sein.
Tja dem war natürlich nicht so und dafür hatte ich dann auch noch Geldsorgen.
Mir dreht es eben wieder den Magen um wenn ich daran denke wieviel Kummer und Sorgen ich meinem Vater trotz meines Alters noch beschere.

In 2 Wochen fängt meine Therapie an aber momentan habe ich keinerlei Hoffnung das sich mein Leben nochmal bessert, ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, trotz neuer Medikamente.
Ich sehe einfach keinen Sinn in meinem Leben, ich musste immer nur kämpfen und stark sein, ganz gegen meine Natur.

Ich würde gerne wissen ob und wie es hier jemand der hochsensibel ist wie ich aus der Depression geschafft hat und trotz Kinderlosigkeit Sinn in seinem Leben sieht und wie die Freizeit gestaltet wird. Gibt es jemanden dem es so geht wie mir?
Ich gehe davon aus das für mich nach der Therapie nur Teilzeit in Frage kommt (wäre immer schon besser für mich gewesen). Mich interessiert aber so wenig das ich gar nicht weiß was ich in meiner Freizeit sinnvolles machen sollte!?!

smuld

Gruß Monika
monika 2.0
Neuling
 
Beiträge: 5
Registriert: Do 25. Aug 2016, 18:32

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Bruno » Fr 26. Aug 2016, 22:50

monika 2.0 hat geschrieben:Ich sehe einfach keinen Sinn in meinem Leben, ich musste immer nur kämpfen und stark sein, ganz gegen meine Natur.



hiho monika

mit diesem einen satz hast du dir deine antwort schon selbst gegeben.
ich vermute, daß die schon am bewußtsein nagende erkenntnis, was erforderlich wird, GEMÄß deiner natur zu leben, sehr angstbesetzt ist.

ich sehe für dich grundsätzlich zwei richtungen, in die dein leben führen kann:

a) du versuchst, dein altes leben wieder aufzunehmen, investierst viel kraft, um die notwendigen modifikationen vorzunehmen, was nur mäßige verbesserung zeitigen dürfte, bis du irgendwann bis auf 0 ausgebrannt bist und nichts mehr geht.

b) du hörst auf, den werten entsprechen zu wollen, die die welt dir vorzugeben scheinen, und bist es dir wert, ganz monika zu sein. die konnte ich nämlich in deinem post kaum entdecken, sorry.

es ist hart, das jemandem so undiplomatisch um die ohren zu hauen, den man noch nicht einmal kennt, ich weiß. vermutlich steht es mir auch nicht zu, ratschläge zu erteilen. ich tue es trotzdem, da du darum gebeten hast.

hier also ein 4-schritte-plan

- höre deinen gedanken zu und übe, sie wirklich wörtlich wahrzunehmen.
- achte darauf, wie häufig folgende floskeln vorkommen: ich sollte, ich muß/müßte, ich kann doch nicht, ich darf doch nicht, wie kann man denn, sowas geht doch nicht, was sollen die anderen sagen, etc.
- jedes mal, wenn so eine floskel in deinem kopf auftaucht, schrei sie innerlich an. hier ein paar vorschläge:
EINS GESCHISSEN;
YEAH, AND FUCK YOU TOO;
FAFATZ DIR;
WETTEN, DAß NICH?!
- jetzt brauchst du es "nur" noch in die tat umzusetzen: ich muß abwaschen? nope, ich gehe ein eis essen, so! man muß doch zur arbeit gehen? jupp, aber man ist nicht monika, und monika findet jetzt einen anderen weg. usw.

letztendlich bin ich allerdings kein therapeut, also ist das, was ich geschrieben habe, mit einem gerüttelt maß an vorsicht zu genießen. da deine therapie ja bald anfängt, ist das schon mal ein grund zu optimismus, obwohl die meisten erst ein paar therapeuten durchprobieren müssen, bevor sie den/die geeignete finden. ich hatte allerdings bei meiner ersten therapeutin schon den volltreffer.

also viel glück erstmal, halt uns auf dem laufenden, wenn du magst.

bruno
Zuletzt geändert von Bruno am Sa 27. Aug 2016, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
Bruno
Neuling
 
Beiträge: 46
Registriert: So 21. Aug 2016, 11:36

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Nefertiri » Fr 26. Aug 2016, 23:45

Ich habe auch schon immer Depressionen und durch eine Verhaltenstherapie bin ich heute glücklich und zufrieden in meinem Leben. Ich musste erst einmal lernen, wer ich selber bin, da ich auch immer für die anderen und deren empfundene Erwartungen gelebt habe. Heute ist die einzig wichtige Instanz für mein Leben meine eigene Wenigkeit. Ich habe immer noch mal kleine Schübe, vor allem im Winter oder nach Belastungen, aber ich habe das heute im Griff. Tabletten nehme ich nicht mehr, ich vertrage sie nicht so gut.

Kinderlos bin ich nicht, aber Kinder waren nie wichtig für mich. Ich habe trozdem zwei tolle Kinder, da das Schicksal manchmal eben auch Überraschungen mit sich bringt, aber sie sind nicht der Sinn meines Lebens. Ich suche auch gar keinen Sinn, ich bin es inzwischen zufrieden einfach nur zu sein. Warum muss ich denn einen "Wert" haben, ist es nicht großartig genug, dass ich überhaupt bin? Wieviele kosmische Zufälle mussten da zusammenkommen, dass gerade ich entstanden bin? Ist doch spannend!

Ich könnte mir vorstellen, dass die Interessen kommen, sollte es dir besser gehen. Ein Teil der Depression ist ja auch Antriebs- und Interessenslosigkeit. Aber vielleicht ist auch ein Jobwechsel angesagt? Für mich ist es wichtig, mich mit meiner Arbeit wohl zu fühlen, da verzichte ich auch mal auf etwas Geld oder andere Dinge.
Nefertiri
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 55
Registriert: Do 4. Sep 2014, 17:43

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Bruno » Sa 27. Aug 2016, 00:11

Nefertiri hat geschrieben: Ich suche auch gar keinen Sinn, ich bin es inzwischen zufrieden einfach nur zu sein. Warum muss ich denn einen "Wert" haben, ist es nicht großartig genug, dass ich überhaupt bin? Wieviele kosmische Zufälle mussten da zusammenkommen, dass gerade ich entstanden bin? Ist doch spannend!


smgp*
wunderschön in worte gefaßt, thx
Bruno
Neuling
 
Beiträge: 46
Registriert: So 21. Aug 2016, 11:36

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon TimC1980 » Sa 27. Aug 2016, 04:00

Ganz klare Sache. Zuerst sollte man sich besinnen wer man selber ist. Und was andere einem vorgeben darauf ist, bescheiden gesagt, geschissen. Niemand steckt in dir drin ausser du selbst. Ein HSP kann vielleicht einen Teil oder auch vielleicht alle deine Gefühle und Gedanken wahrnehmen und in ihrer Ganzheit erfassen. ABER. Selbst ein HSP stösst hier eine an seine Grenzen. Denn es gibt eins das niemand kann. Die Sicht deiner Perspektive zu teilen. Das kannst nur du selbst. Nur du selbst besitzt die Fähigkeit die Dinge aus deiner Sicht zu sehen. Und das ist es schliesslich denke ich was dich in deinem Inneren bewegt und dir schlechte Gedanken bringt. Du fragst dich wie andere dich sehen. Was für einen Kummer du deinem Vater noch machst. Du wirst dir nie ganz begreiflich machen können wie er das sieht. Weil für dich die gleiche Einschränkung besteht wie für alle anderen auch. Wir sind auf unsere eigene Perspektive beschränkt.
TimC1980
Full Member
 
Beiträge: 200
Registriert: So 22. Nov 2015, 01:05
Wohnort: Aachen

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Moneypenny » Sa 27. Aug 2016, 07:43

Hallo Monika _Mij_
ich denke, ich kann so einiges, was Du schreibst, aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen.
Ich habe im Grunde fast mein ganzes Leben das gemacht, von dem ich dachte, dass das halt so sein muss und dabei nie gelernt, meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und leben.
Als ich 7 war, liessen sich meine Eltern scheiden und ab da begann ich, anfangs wohl unbewusst, mich immer so zu verhalten, dass keine Missstimmung wegen mir aufkommen kann.
Beide Elternteile heirateten sehr schnell wieder und von harmonischer Stimmung konnte eigentlich nie mehr die Rede sein (heftige Streitereien inkl.). Daher wohl mein bis heute stark ausgeprägtes Harmoniebedürfnis )/898u
Ich habe mich fremdsteuern und fremdbestimmten lassen (mal mehr und mal weniger freiwillig) und meine Leidenschaften (u. a. malen und zeichnen) immer mehr verkümmern lassen, weil das ja "brotlose Kunst" ist. Überhaupt wurde mir immer schnell ausgeredet, wenn ich sagte, was ich gerne beruflich machen wollte. Das ging sehr gut, da ich kaum bis gar kein Selbstbewusstsein entwickelte.
Das ich ein überdurchschnittlich empfindsamer und vielseitig interessierter Mensch bin, war mir schon länger klar. Dass es dafür sogar einen Begriff (oder mehrere) gibt, weiß ich erst seit kurzem. Mir stand davon das meiste bisher im Weg U72(
Ich bin selbst seit 20 Jahren verheiratet und erst jetzt kapiere ich langsam, dass mein Mann meine Bedürfnisse gar nicht erfüllen kann, weil er völlig anders gestrickt ist und auch nichts dafür kann, dass es so ist.
Mit Ratschlägen erteilen habe ich übrigens sehr schlechte Erfahrungen gemacht, denn auf der Suche nach einer Richtung hat man mir so viele Ratschläge erteilt, dass es letztendlich zur Blockade führte und ich gar nicht mehr wusste, wo vorne und hinten ist _%_
Ich habe im Januar eine Langzeittherapie begonnen (gehe 1x die Woche hin) und wenn ich jetzt schon eines gelernt habe, ich brauche Geduld, denn was sich Jahrzehnte entwickelt hat, lässt sich nicht in ein paar Wochen ändern. Für mich besonders schwer, da Geduld nicht gerade eine Stärke von mir ist 647&/
Eines kann ich Dir vielleicht doch empfehlen, da Du mit 33 ja noch sehr jung bist. Beginne Deine Therapie und erwarte nicht zu schnell und zu viel auf einmal von Dir. Gib Dir Zeit. Vielleicht gibt es ja doch irgendwas, was Dir mal Spaß gemacht hat (malen, zeichnen, turnen what ever) und vielleicht findest Du einen kleinen Kurs mit Gleichgesinnten (z. B. VHS). Bin übrigens auch gerade dran, mir etwas zu suchen.
Wenn es Dir wieder etwas besser geht, käme vielleicht auch eine berufliche Reha in Frage? Aber lass' Dir nichts aufdrücken, schaue in Dich rein und schaue, was angeboten wird.
Ich arbeite selbst auch erst seit Januar wieder und fühle mich leider nicht sehr wohl dort (Handwerker-Firma, rauhe Art der Kommunikation, ewig unzufriedene Gesichter um mich herum etc.). Für mich extrem schwer auszuhalten OIO
Wenn es nicht mehr geht, dann ist das halt so und ich suche mir etwas anderes. Mein Lebenslauf ist eh schon wie ein Schweizer Käse wg. drei unverschuldeten Jobverlusten, pfft.
Es geht immer irgendwie weiter, auch wenn es sich zeitweise anfühlt, wie durch zähen Schlamm zu waten.

Lieben Gruß
Moneypenny
Moneypenny
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 56
Registriert: So 21. Aug 2016, 17:01

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon monika 2.0 » Mo 12. Sep 2016, 16:56

Hallo,

ich will heute einmal über den aktuellen Stand der Therapie berichten.

Seit letztem Montag gehe ich 3x pro Woche halbtags in eine Tagesstruktur.
Man hat 1-2 Therapien pro Halbtag.

Ich nehme derzeit an folgenden teil:
Depressionensbewältigungsgruppe
Ergotherapie kognitiv
Ergotherapie kochen
Unterstützung durch eine Sozialarbeiterin

Das ganze findet in einem Krankenhaus in der näherem Umgebung ambulant statt und dauert 8 Wochen.

Heute bin ich sehr enttäuscht nach Hause gekommen, ich sollte mir ein persönliches Wochenziel (vor ca. 20 anderen Patienten!) ausdenken und kommunizieren. Dieses Ziel soll erreichbar, von anderen unabhängig und stimmungsaufhellend sein (also keine Pflichten wie Hausarbeit).
Als erste Reaktion fühlte ich mich total unter Druck gesetzt und höchst unwohl.
Ich wollte doch unbedingt Abstand haben von dem ganzen 'ich muss', 'ich soll', ich wollte doch einfach wieder nach jahrelangem ständigen Druck entspannen und zur Ruhe kommen, meinem Körper einfach die Zeit geben die er benötigt um dann gestärkt wieder am Leben teilzunehmen. Und ich bin derzeit einfach noch nicht so weit wieder aktiv etwas gern zu machen.

Jedoch blieb mir keine andere Möglichkeit, die Schwestern und die Psychiaterin dort wollten auf Teufel komm raus ein Ziel nach deren Geschmack von mir hören.
Da ich früher sehr gerne gebacken habe, dies jedoch aufgrund der Depression (und der damit fehlenden Energie) vernachlässigt habe, nannte ich 'einen Kuchen backen' als mein Wochenziel (ich würde mir ein Rezept heraussuchen, einkaufen gehen, würde alles vorbereiten und dann das Küchlein backen). Für mich war das ein erreichbares Ziel das mir Freude bereiten würde.
Dann kam die niederschmetternde Reaktion der Schwester 'das ist doch kein Ziel, ich soll mir doch was gescheites überlegen!'. Ich fühlte mich total gedemütigt vor all den anderen, auch fühlte ich mich schlecht da ich mir wirklich Mühe beim suchen des Ziels gemacht habe. Natürlich flossen dann Tränen.
Die Schwestern und die Psychiaterin wollten dann unbedingt ein persönliches Gespräch mit mir. Da wurde es dann richtig schlimm. Von wegen ich verhalte mich wie eine Dreijährige, so unfähig und sensibel wie ich bin.
Da hatte ich dann mal die Nase voll von dem ganzen Theater. Eigentlich war mir sehr nach Abbruch dieser Tagesstruktur da die Betreuerinnen einfach nicht verstehen das Ruhe für mich lebenswichtig ist, von hochsensibel wollten die sowieso nichts hören. Sie haben gemeint man erreiche bei den Patienten nichts mit lieb sein, tätscheln und streicheln sondern nur mit beinhartem Aktionismus. Und sie wollten mir unbedingt eine Höherdosierung meiner Antidepressiva vorschreiben.
Danke auch mal für das respektieren meiner Persönlichkeit...

Echt, ich war froh das ich mit meinem Freund zu Hause darüber reden konnte, ansonsten wär ich irgendwo gegen eine Wand gefahren. Das Hochsensibilität einfach nirgends akzeptert wird, man müsse sich doch zusammenreissen und die Zähne zusammenbeissen, das Leben sei kein Wunschkonzert, ich müsste mir eine dickere Haut zulegen, etc. (habe ich immer wieder von meinen Vorgesetzten, meinen Freunden, meiner Familie und nun auch von meinen Therapeuten mehrfach gehört smop ).

Das ist mir ja auch alles klar, NUR ICH KANN MEINE HOCHSENSIBILITÄT NICHT ÄNDERN, wann wird das endlich auch von anderen akzepiert??? Wann werde ich endlich so akzeptiert wie ich bin? Es ist wirklich so traurig das selbst die Experten auf mir herumtrampeln.

Gruß
Monika
monika 2.0
Neuling
 
Beiträge: 5
Registriert: Do 25. Aug 2016, 18:32

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Moneypenny » Mo 12. Sep 2016, 19:13

Hallo Monika,
ich bin echt schockiert über das, was Du da schreibst und ich schwanke zwischen Wut und Unverständnis!
In was für eine Einrichtung bist Du denn da geraten? So kann man doch nicht mit Menschen umgehen, deren Psyche eh schon so angeschlagen ist. Wo haben die denn ihre Zulassung her?
Sorry, aber ich kann ja aufgrund eigener Erfahrungen ein bißchen mitreden, aber das geht definitiv gar nicht. Ich würde umgehend zu dem Arzt gehen, der das veranlasst hat und verlangen, die Einrichtung wechseln zu dürfen. Die Vorkommnisse unbedingt schriftlich festhalten und vorlegen.
Natürlich muss klar sein, dass jegliche Therapieform anstrengend und kein Zuckerschlecken ist, aber psychisch angeschlagenen Menschen auch noch Vorwürfe machen und sie noch niedermachen, ist für mich regelrecht skandalös und in höchstem Maße kontraproduktiv. Du musst das nicht über Dich ergehen lassen und ich denke, es gibt Stellen, die würde das auch interessieren, wie dort mit Patienten umgegangen wird.
Falls ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt habe mit meiner Antwort, bitte gerne darauf hinweisen, aber bei so etwas kommt mein Gerechtigkeitsgefühl erst so richtig in Fahrt OIO

Mitfühlende Grüße
Moneypenny
Moneypenny
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 56
Registriert: So 21. Aug 2016, 17:01

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon Hortensie » Mo 12. Sep 2016, 19:22

Liebe monika,

und wenn du hoch erhobenen Hauptes morgen wieder dorthin gehst und dein Ziel beibehältst? Du erklärst deine Wahl hier mit klaren Worten und einer guten Begründung.
Was ich für durchweg positiv halte: 1. das Ziel ist für dich erreichbar, 2. es macht dir Spaß zu backen, 3. du planst alles durch, also ist der Prozess bei dir angestoßen UND ...
4. deine Mitpatienten profitieren auch von deinem Ziel!

Ich drücke dich mal ganz fest und hoffe, dass ich dir etwas Mut zusprechen konnte! _Mij_

LG, Hortensie
pragmatisch und bodenständig
Hortensie
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 7746
Registriert: So 18. Mär 2012, 15:41
Wohnort: weit im Westen

Re: hochsensibel und depressiv

Beitragvon monika 2.0 » Di 13. Sep 2016, 03:59

Hortensie hat geschrieben:Liebe monika,

und wenn du hoch erhobenen Hauptes morgen wieder dorthin gehst und dein Ziel beibehältst? Du erklärst deine Wahl hier mit klaren Worten und einer guten Begründung.
Was ich für durchweg positiv halte: 1. das Ziel ist für dich erreichbar, 2. es macht dir Spaß zu backen, 3. du planst alles durch, also ist der Prozess bei dir angestoßen UND ...
4. deine Mitpatienten profitieren auch von deinem Ziel!

Ich drücke dich mal ganz fest und hoffe, dass ich dir etwas Mut zusprechen konnte! _Mij_

LG, Hortensie


_reib_
monika 2.0
Neuling
 
Beiträge: 5
Registriert: Do 25. Aug 2016, 18:32

Nächste


Ähnliche Beiträge


Zurück zu Hochsensibilität Allgemein

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron