Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflikten?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflikten?

Beitragvon bluesheep » Mi 4. Jan 2012, 11:55

Meine Vermutung: ja, weil Hochsensible jeden Ärger und jede Disharmonie viel schmerzlicher erfahren als "Normalos" (oder gar Menschen mit einem dicken Fell).
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich extrem harmoniebedürftig bin und Ärger und Streitereien für mich ein wahrer Horror sind. Als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener litt ich stark unter einer sozialen Phobie und hatte zudem nicht einen Funken Selbstvertrauen. Deswegen bin ich dann seinerzeit immer schnell weggelaufen oder habe mich abgeduckt, wenn es irgendwo Ärger gab. Später, als ich dann erste Erfolgserlebnisse in meinem Leben hatte und langsam Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein aufbauen konnte, wurde meine Reaktion in Konfliktsituationen gegenteilig: jedesmal wenn ich mich angegriffen fühlte, kam mir der Gedanke: "du musst dich wehren, du darfst dir nie wieder etwas gefallen lassen". Das führte dann dazu, dass ich bei jeder kleinen Stichelei (oder teilweise auch nur bei Mißverständnissen), gleich auf 180 war und mich selber total unter Druck gesetzt habe, mich (mit Worten) wehren zu müssen. Nachdem ich dann verschiedene Psychologie-Bücher und Ratgeber zum Thema Schlagefertigkeit gelesen hatte, wurde es etwas besser. Aber am liebsten würde ich immer noch jedem Konflikt, Streit und Ärger aus dem Weg gehen, weil meine Hypersensibilität eine ungeheure Belastung (auch körperlich) für mich darstellt. Wenn mich jemand kränkt oder beleidigt (oder wenn ich dies auch nur vermute) reagiere ich zuerst geschockt, dann wütend und anschließend grüble ich stunden- oder nächtelang darüber nach.
Wenn diese Kränkung von nahestehenden und befreundeten Personen (z.B. meiner Lebensgefährtin ausgeht), dann schlägt meine Wut ziemlich schnell in Enttäuschung, Verzweiflung und stundenlange Weinkrämpfe um. Ich ziehe mich dann zurück, kapsele mich ab und steigere mich so in meine Verzweiflung hinein, dass ich dann irgendwann manchmal sogar an Suizid denke. Aber zum Glück kommt ein Streit mit meiner Frau oder anderen Familienangehörigen nur sehr selten vor.
Ganz anders ist es, wenn ich mich von Fremden gekränkt oder beleidigt fühle.
Beispiel: vor einigen Monaten quatschte mich ein Typ auf der Strasse an und fragt ganz dreist: "kannst du mir mal einen Euro für ein Busticket schenken?". Nachdem ich höflich verneint hatte, beschimpfte er mich: "dann glotz nicht so blöd du A...loch!". Danach war ich zuerst schockiert und fassungslos. Dann merkte ich aber wie die Wut und der Hass in mir aufstieg. Ich versuchte mich mit Joggen abzureagieren, habe den Vorfall auch mit meiner Freundin besprochen, aber es half alles nichts. Als ich nachts schlafen wollte, merkte ich wie der Moment der Beleidigung immer wieder an meinem geistigen Auge vorbeizog und meine Wut ständig größer wurde. Vor lauter Hass atmete ich immer schneller und wurde schließlich so atemlos, dass ich kaum noch Luft bekam. Das Ganze wiederholte sich dann stundenlang, bis ich endlich kurz vor dem Morgengrauen total erschöpft einschlafen könnte
Solche Vorfälle wiederholen sich bei mir alle paar Wochen bis Monate. Zuletzt, als ich in einem Computerforum im Internet einen rein sachlichen Fachbeitrag geschrieben hatte und daraufhin dann von irgendeinem anonymen Typ grundlos angepöbelt und beschimpft wurde. Meine Reaktion war (wie immer) die Gleiche: zuerst Fassungslosigkeit, dann Wut (ich pöbelte zurück), dann Nachts ständig die Wiederholung der Beleidigungen vor meinem geistigen Auge, der Hass bis hin zur Atemlosigkeit usw.
Leider weiß ich immer noch nicht so recht, wie ich an meiner Überempfindlichkeit (viel) ändern könnte. Es ist mir auch nicht 100%ig klar, ob es an meiner Hypersensibilität liegt oder doch mehr an meiner Vergangenheit. Ich vermute mal, dass Andere, die nicht als Einzelkinder und (fast) ohne Freunde aufgewachsen sind (wie meine Wenigkeit), viel mehr Routine und Gelassenheit haben bei Streitereien!?
Sorry, wenn der Beitrag jetzt recht lang geworden ist.
Zurück zur Ausgangsfrage: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflikten?
Welche Erfahrungen haben andere hier?
Und was hat euch geholfen, gelassener und ruhiger mit (Alltags)Konflikten umzugehen?
Viele Grüße,
bluesheep
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon ellen71 » Mi 4. Jan 2012, 13:06

Solche Situationen kennt wohl jeder HSP.
Man muss lernen, damit umzugehen, so schwer das auch ist.
Natürlich hat jeder ein anderes Naturell und von da her hat jeder andere Schwerpunkte, an denen er arbeiten muss.
Ursache für Aufregungen und Stress ist oft auch der stark ausgeprägte Gerechtigkeits-Sinn, der bei HSP oft vorkommt.
Das ist ja an sich etwas sehr Positives. _grin_

Man muss sich im Geiste ein Konzept erstellen, wie man in Zukunft in solchen Situationen umgeht. Hilfreich kann es sein, dass man sich die typischen Situationen einmal aufschreibt oder aufzeichnet.
Situationen, in denen man regelmäßig die Nerven verliert, wütend wird, sich nicht mehr im Griff hat, nicht mehr "herunter" kommt, nicht schlafen kann usw.

Natürlich kann man nicht jedes Problem vermeiden und sämtlichen brenzligen Fällen aus dem Wege gehen. Aber gerade bei den Standard-Konstellationen im Alltag, z. B. in der eigenen Familie oder im weiteren persönlichen Umfeld, kann man ansetzen.
Man kennt ja die anderen Menschen schon, ihre Eigenheiten usw.

Dann kann man sich überlegen, wenn Situation X das nächste Mal auftritt, was mache ich bereits im Vorfeld? - Also Situationen, die man herannahen sieht wie eine dunkle Wolke.

Mögliche Lösungen (je nach Sachlage):
- sich zurückziehen, bevor sich die Sache hochschaukelt
- vor die Tür gehen, einen Spaziergang machen
- das Thema wechseln
- stark Negatives dadurch entkräften, indem man betont Positives erwähnt
- dem anderen den Wind aus den Segeln nehmen, dazu gehört auch ein diplomatisches Geschick
- überlegen: lohnt sich die Aufregung wirklich? Ist es nicht eine lächerliche Kleinigkeit?
- Ich-Botschaften statt: "Du bist an allem Schuld! Du hast, du machst, du kannst mich mal .... usw."
- Besonders bei Wetterumschwüngen darauf achten, dass Menschen wetterfühlig sein können und dadurch auch generell gereizt durch die Gegend laufen
- Den richtigen Zeitpunkt abwarten für Gespräche, die einem am Herzen liegen! Manchmal ist auch Geduld gefragt.
- Bereitwilligkeit zum Kompromiss signalisieren, auf den anderen zugehen mit einem konkreten Vorschlag. Da freut sich der andere, öffnet sich und der Frieden ist wiederhergestellt.
- Die Argumente des anderen verstehen und auf ihn eingehen. Mitgefühl zeigen.
Wünsche allen eine frohe Osterzeit!
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon felidae » Mi 4. Jan 2012, 13:13

Hallo

ich ziehe mich bei Streit und Konflikten anderer stark zurück, kann aber selbst auch sehr aufbrausend sein und laut werden, wenn ich überfordert bin. Es ist situationsabhängig.

Unter grundlosen Pöbeleien, Angriffen, Unwahrheiten und vor allem unter Abwertungen anderer Menschen leide ich massiv und das lässt mich auch oft nächtelang nicht schlafen. Ich selbst bin unfähig mich zu wehren. Wenn jemand mich verbal angreift, dann ist das wie ein Blitz der in mich fährt und ich bin wie gelähmt. Ich schweige, ziehe mich zurück und wehre mich nicht... weil ich es nicht kann.
Dann beschäftigt mich das ganze tagelang. Und andere sagen mir dann, ich soll mir das nicht so Herzen nehmen. Würde ich ja auch gerne... geht aber nicht. Ich gehe dann tagelang in einen geistigen Dialog mit diesem Menschen und erkläre mich. Nein, ich gebe dabei nicht die Wut oder Agression zurück, die ich empfangen habe, sondern relativiere das ganze dann geistig. Das ist sehr anstrengend, weil es sich auch über Tage hinziehen kann, ist aber bisher meine einzige Möglichkeit, meinen inneren Frieden einigermassen wiederzufinden.


LG
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon ellen71 » Mi 4. Jan 2012, 14:07

Das kenne ich auch nur zu gut ...
Dafür habe ich auch noch keine Patentlösung gefunden. _bash_
Wünsche allen eine frohe Osterzeit!
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon bluesheep » Mi 4. Jan 2012, 14:21

Vielen Dank für eure Antworten!
@fely: genauso wie du es beschreibst, geht es mir auch.
Und: "Das ist sehr anstrengend, weil es sich auch über Tage hinziehen kann" trifft den Nagel auf den Kopf, wobei anstrengend fast schon untertrieben ist. Hinterher, nach Tagen oder Wochen, wenn ich mich wieder beruhigt habe, bin ich dann jedesmal bestürzt, wieviel Zeit und (Lebens)energie ich mit irgendeiner Nebensächlichkeit und dem Ärger über einen völlig unwichtigen Zeitgenossen verschwendet habe.
Nach einer Lösung suche ich schon seit langem, aber völlig erfolglos.
@ellen, du schreibst: "Ursache für Aufregungen und Stress ist oft auch der stark ausgeprägte Gerechtigkeits-Sinn, der bei HSP oft vorkommt.Das ist ja an sich etwas sehr Positives". Du hast Recht, aber: wie kann man diesen ausgeprägten/übersteigertem Gerechtigkeits-Sinn einigermaßen in den Griff bekommen? Damit man wenigstens ein bißchen unbeteiligter, gelassen bleiben kann? Man kann ja nicht immer die Augen vor allem verschlossen halten.
Und sich zurückziehen ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Ich habe mich z.B. schon aus diversen Fachforen (Computer, Börse u.ä.) zurückgezogen, weil ich irgendwann mal eine (aus meiner Sicht) dumme oder beleidigende Antwort erhalten habe und mich mit der Streiterei darüber nicht aufhalten wollte. Oder habe ich eine böse Antwort geschrieben und mich dann abgemeldet. Die Konsequenz daraus ist, dass alle meine online-Kontakte entweder rein sachbezogen oder oberflächlich sind. Im realen Leben sieht es leider auch nicht viel besser aus. Das Ganze hat sich fast schon zu einer Art Konflikt-Phobie bei mir ausgeweitet. Ich weiß einfach nicht, wie ich vernünftig mit (echten oder nur eingebildeten) Beleidigungen umgehen soll, OHNE mich darüber fürchterlich aufzuregen und dabei enorem Stress zu empfinden. Auch in verschiedenen Psychologie- und Ratgeber-Büchern (zB "Gefühle verstehen, Probleme bewältigen" von Doris Wolf) habe ich keine Antwort gefunden, die mir weitergeholfen hätte.
Die Lösungen, welche du vorschlägst, wie z.B.:
- sich zurückziehen, bevor sich die Sache hochschaukelt
- vor die Tür gehen, einen Spaziergang machen
- sich überlegen: lohnt sich die Aufregung wirklich?
- Ich-Botschaften statt: ...
sind alle vernünftig und sehr sinnvoll.
Nur (die Frage habe ich schon sehr vielen Menschen gestellt, auch Psychologen): wie bekomme ich im Konfliktfall die negativen Emotionen herunter geschraubt? Wie vermeide ich es, dass ich mich über eine ganz banale und nebensächliche Situation 2-3 Tage lang ärgere, schlecht schlafe und mich (auch körperlich) völlig fertigmache? (weiter oben hatte ich mal ein Beispiel geschildert, wo ich mich über einen Typ, der mich grundlos auf der Straße beleidigt hat, endlos geärgert habe).
Mit Gedanken komme ich nicht dagegen an. Mit Ablenkung oder körperlicher Ausarbeitung auch nicht.
Die Illusion irgendwann mal ein dickes Fell zu bekommen, habe ich schon lange nicht mehr.
Aber in manchen Situationen (gerade bei negativen Vorfällen) möchte ich die Sensibilität doch irgendwie, wenigstens ein bißchen dämpfen.
Viele Grüße,
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon ellen71 » Mi 4. Jan 2012, 17:16

Wenn die negativen Gefühle schon da sind, bringst du sie nicht so einfach weg.
Daher ja mein Rat: schon frühzeitig darauf einstellen, dass es eventuell eine schwierige Situation werden könnte.
Also die Emotionen schon vorher so "einstimmen", dass es nachher nicht zum Krach kommt.
Menschen, mit denen man gar nicht "kann", weil die Chemie einfach nicht stimmt, sollte man weitgehend meiden. Man muss nicht mit allen befreundet sein und man kann auch nett und höflich sagen: Sorry, aber ich möchte mit dir/Ihnen keinen Kontakt.
Man sollte es auch akzeptieren, wenn andere einen nicht sympathisch finden. Das merkt man schon zu Beginn der Kommunikation, ob man miteinander reden kann oder nicht.

Bei Personen, denen man nicht aus dem Weg gehen kann, z. B. im beruflichen Umfeld, würde ich stets auf der Sach-Ebene bleiben und die Emotionen weitgehend ausblenden. Dann haben andere auch keine Angriffsfläche für Feindseligkeiten.
Wünsche allen eine frohe Osterzeit!
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon Zero-11 » Mi 4. Jan 2012, 18:05

Dagegen hat man leider keine Chance _hüüh_ auch Gegenstrategien bilden nur eine Illusion naja sonst wären wir auch keine HSPs icon_redface
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon Rhodesian Ridgeback » Fr 20. Jan 2012, 13:23

Mir gehen Konflikte und Streit auch sehr nahe und der einzige gangbare Weg ist für mich die Klärung, wenn ich in einen Streit oder Konflikt verwickelt bin.

Wenn ich nicht betroffen bin, versuche ich mit dem ganzen zu entziehen.

LG Rhodesian Ridgeback
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon sanfte_Wellness » Fr 27. Jan 2012, 08:17

Hallo blueheep,

ich kann nachvollziehen was du meinst. Meine eigene These besteht darin, dass soziale Phobie das Ergebnis verkannter, also nicht erkannter und nicht darauf Rücksicht genommene Hochsensibilität ist.

Eine Wandlung wie du sie beschreibst, dass du selbstbewusster geworden bist und dich um Verteidigung und Schlagfertigkeit bemüht hast, kenne ich auch von mir.

Die beschriebenen Problem-Situationen (Beleidigung) und die Problem-Reaktionen (Ärger, Schlaflosigkeit) kenne ich oder kann sie nachvollziehen (den Umgang mit Situationen zu lernen hat mir was gebracht, auch einfach das Auge / Gefühl für Problemmenschen / - situationen zu schulen, bzw. zu vertrauen und dann einfach aus dem Wege gehen).

Die nötigen Aufregungen, Kämpfe, der nötige Schutz um sein hochsensibles Wesen bringen meiner Ansicht nach, sehr viel Unruhe in einen und können dadurch auch intensive Ungleichgewichte herstellen. Auch hier meine ich wieder das bedauerliche Ergebnis meines Bluthochdrucks wieder zu finden.

Wie sieht es denn bei dir aus mit Bluthochdruck, bluesheep? Wenn alles in Ordnung ist,also normal 120 / 80, dann ist ja alles gut.

Oder was geht dir an die Nieren, steht dir bis oben (Nase) von was hast du die Nase voll.....

Hm, also Ärger erdulde ich nicht so gut...agressive lauten Stimmen verdschrecken mich..aber auch ich musste lernen, meien Stimme zu erheben. Musste aber auch lernen, nicht mehr agressiv zu werden, weil mir nicht klar war, dass manche Menschen nicht so fühlen, denken wie ich und das als Verletzung empfundene einfach aus dem Weg gehen. Am besgen von vornehrin. Heir habe ich so eine Glasmauer aufgebaut. Ich kannmir alles anhören (zumindest körperliche Präsenz ) muss aber nicht alles an mich ranlassen (auf Durchzug schalten)

Liebe Grüße sanfte_wellness _flöwer_
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Re: Leiden Hochsensible besonders stark unter Streit+Konflik

Beitragvon tootsie » Fr 27. Jan 2012, 14:34

Ich finde schon, Ellens Vorschlag mit dem "Ich-Botschaften" gut.

Also, direkt in dem Moment des Ärgerns (auch schon beim kleinsten Ärger), SOFORT raus damit und zwar sachlich, höflich und fair bleiben.

D.h. man könnte das sogar bei dem Mann auf der Strasse üben, der einen anpöbelt, indem man direkt sagt: "Ich lasse mich nicht gern beschimpfen und kann nicht verstehen, warum Sie das tun." Oder: "Ich fühle mich von Ihnen beleidigt und das gefällt mir nicht".

Wenn man das wirklcih immer durchcziehen würde, würde man zu einem ruhigen Selbstbewusst sein finden und es würde sich keine Wut, Ärger, Enttäuschung anstauen.

Ich glaube, das klappt. _schf_ Gelingen tut es mir nicht, weil ich oft erst später merke, dass es mich ärgert oder ich mich nicht traue, etwas zu sagen. HIer gilt es zum einen, mutiger zu werden und zum andern sich besser kennen zu lernen und den direkten Kontakt zu den Gefühlen zu stärken.

Viele Freitagsgrüsse!!!!!!!!!
Tootsie
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