Pflanzen verstehen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Pflanzen verstehen

Beitragvon Balto » Mo 1. Sep 2014, 14:14

Kann das jemand von euch zufällig auch?

Dass ich bei Tieren jeglicher Art wahrnehmen kann, wie es ihnen geht, was sie gerade empfinden, weiß ich schon seit gut 9 Jahren mindestens. Heute habe ich etwas erstaunt bemerkt, dass ich ebenso wahrnehmen kann, wie es Pflanzen geht.

Ich weiß nicht, wie man es nennt, denn wahrzunehmen wie es Pflanzen geht, erfüllt keine Kriterien der Empathie. Pflanzen haben weder Mimik, noch Gestik oder können sich über Laute mitteilen. Nichts, woran man deren Gemütszustand normaler Weise erkennen könnte.

Meldet euch bitte, falls jemand hier ist, der ebenfalls Pflanzen verstehen kann. Ich würde mich sehr gerne mit anderen darüber austauschen.

Freundliche Grüße, Balto.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon DieSeerose » Mo 1. Sep 2014, 14:46

Hallo Balto,

ich kann das zwar nicht, aber einer meiner Kinder hat sich immer sehr intensiv mit Pflanzen ausgetauscht. Er sagte dann immer, die Pflanzen hätten eine Energie und je nachdem wie die Energie sich verhält, merkt man, ob es der Pflanze gut geht oder ob ihr etwas nicht gefällt. Auch, ob sie sich gesund fühlt, krank ist oder bald stirbt.
Von außen schienen unsere Blumen und Pflanzen immer frisch und gesund zu sein, also nichts davon zu merken, dass es einer nicht gut ging. Aber genau die Pflanze, die er benannt hat, war es dann auch.
Die verweigerte dann z. B. einfach das Wasser oder vertrocknete plötzlich, verlor ihre Blüten oder ging einfach ein, ohne dass es einen besonderen Grund dafür gegeben hätte. Aber er wusste es schon tagelang vorher und war richtig traurig, 'weil die schöne Blume uns bald verlässt'.

Liebe Grüße
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Carolyn » Mo 1. Sep 2014, 17:08

Hm, ich würde es nicht als Empathie bezeichnen. Ich sehe zwar oft Pflanzen in Lokalen oder bei Kollegen im Büro, deren Anblick mir regelrecht weh tut, wo ich mich extrem konzentrieren muss, um sie nicht auszuputzen und zu pflegen und ich erkenne auch, wie es ihr geht, aber das ist eher mein "Pflanzenverstand" als Empathie. Glaube ich zumindest.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Balto » Di 2. Sep 2014, 07:18

Schönes Beispiel, mit den von außen gesund wirkenden Pflanzen!

Ich vermute, meine Mutter scheint dies auch zu können, vorgestern meinte sie noch, dass dem Chlorophytum im Garten irgend etwas nicht gefallen würde. Vielleicht ist dieses "Pflanzen verstehen" ja dieser bekannte "grüne Daumen" wer weiß.

Auf Grund der wenigen Rückmeldungen, scheint "Pflanzen verstehen" jedenfalls wohl nicht typisch für Hochsensibilität zu sein. Oder was meinst du Seerose? Schließlich weiß ich nicht, ob dein kleiner vielleicht auch hochsensibel ist.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon DieSeerose » Di 2. Sep 2014, 12:33

Hallo Balto, das sind meine Kleinen-inzwischen Großen eigentlich beide. Aber bei jedem kommt es unterschiedlich raus. Früher kannte ich den Begriff ja nicht, aber es scheint so zu sein.
Ich glaube auch, dass dieses Verstehen von Pflanzen der grüne Daumen ist. Einem Onkel von mir ging es ähnlich, er hat sich sehr viel mit seinen Pflanzen beschäftigt und sogar mit ihnen gesprochen. Er wusste auch immer, was der Pflanze gefiel oder nicht gefiel. Beispielsweise mochte eine seiner exotischen Pflanzen immer gern eine Blattdusche, eine andere der selben Art und mit selbem Aussehen überhaupt nicht. Und er war ständig am Umtopfen oder im Garten am Umpflanzen, weil er meinte, dass sich einer nicht mit dem anderen verträgt.
Manches haben wir früher nicht verstanden, aber vermutlich war er auch ein Pflanzenflüsterer.

Liebe Grüße
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon atemlos » Di 2. Sep 2014, 13:20

Tiere und Pflanzen tragen keine Masken, oder verstellen sich auf eine Art wie es Menschen tun. Sie tun was in ihrer Natur liegt, sind authentisch und "ehrlich", was ich bei Menschen oft vermisse. Ob Pflanzen einen Gemütszustand haben oder ihn nach außen zeigen, kann ich nicht sagen. Ich hab einen Grünen Daumen und "kommuniziere" mit Pflanzen insofern, dass ich versuche ihnen die richtigen Bedingungen zu geben um zu gedeihen. Mir tuts auch leid, wenn ich sehe wenn jemand eine Topfpflanze z.B. aus Faulheit vertrocknen lässt. Glaub aber nicht dass man das Empathie nennen kann.

Was verstehst du denn bei Pflanzen? Ob sie Wasser oder sonstwas brauchen? Oder ob sie heute lieber klassische Musik anstatt Pop hören wollen?

Balto hat geschrieben:Auf Grund der wenigen Rückmeldungen, scheint "Pflanzen verstehen" jedenfalls wohl nicht typisch für Hochsensibilität zu sein.

Kann nur so sein... smasz
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Balto » Di 2. Sep 2014, 15:57

Was ich bei Pflanzen merke ist nur, wenn ihnen etwas nicht zusagt. Oft fühlen sich auch gesund wachsende Pflanzen nicht wohl, sei es weil sie neue Erde bräuchten, der Standort nicht optimal ist, sie anderes Wasser möchten,...usw. Sie teilen mir leider nicht mit, was nicht stimmt, ich merke nur, dass etwas nicht stimmt.

Dass sich Pflanzen untereinander nicht leiden könnten, habe ich bisher gar nicht in Betracht gezogen. Aber warum auch nicht, es macht Sinn. Seerose, dein Onkel hatte wohl ein sehr großes Gespür für Pflanzen, vielleicht haben deine Kids ja etwas davon vererbt bekommen.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Carolyn » Di 2. Sep 2014, 17:03

Der grüne Daumen hat aber auch viel mit Wissen und genauer Beobachtung zu tun. Dass sich manche Pflanzen nicht vertragen, andere aber gegenseitig unterstützen, ist z.B. bei Bäumen und Pilzen ja bekannt. Im Garten findet sich das unter "gute Nachbarn - schlechte Nachbarn". Das hat mit Mikroorganismen, Stoffwechselprodukten, einseitigem Nährstoffverbrauch, ph-Wert, Durchlässigkeit des Bodens usw. zu tun.
Mir sagt man einen grünen Daumen nach (ich sehe das weit kritischer). Bei Pflanzen, die ich einigermaßen kenne, sehe ich (natürlich), wie es der Pflanze geht. An der Stellung der Blätter, an Zahl, Farbe und Größe der Blätter, an zuviel oder zu wenig Seitentrieben, an Länge und Stabilität der Triebe, an der Wuchsform usw. usf. Kann sein, dass ich das, was andere über eine extra Portion Sensibilität wahrnehmen ohne es einordnen zu können, einfach bewusst und per Verstand wahrnehme und daher nicht als Teil der HS empfinde. Empathie bedeutete für mich aber, etwas zu erspüren, für das es keine äußeren Anzeichen gibt. Bei mir ist es keine Empathie. Sondern Wissen und Erfahrung gepaart mit Aufmerksamkeit.

Wäre interessant, ob ich das, was Du von Pflanzen erspürst, anhand äußerer Anzeichen erklären kann.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Balto » Mi 3. Sep 2014, 07:06

Was ich spüre, kann man nicht an äußeren Anzeichen erklären, da man es den Pflanzen äußerlich nicht ansieht. Bäume und Pilze ja, was ich meinte war die Sichtweise von Seerose's Onkel, wenn sich ein Ficus Benjamini nicht neben einem Ficus elastica verträgt. So, wie wir mit manchen Menschen einfach nicht grün sind.
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Re: Pflanzen verstehen

Beitragvon Naturfee » Mi 3. Sep 2014, 09:44

Was Du beschreibst, kenne ich auch.
Es gibt bei der schönen Gabe aber auch eine heftige Schattenseite. Jedenfalls bei mir. Wenn ich einen Waldspaziergang mache und in der Gegend Bäume abgeholzt werden, muss ich mich zwingen, meinen Focus auf irgendetwas anderes zu richten. Ich habe das Gefühl, dass die Bäume vor der Motorsäge fliehen wollen, aber sie können es ja nicht. Ich habe nach einiger Zeit das Gefühl, dass sie schreien und spüre förmlich ihre Verzweiflung und ihre Schmerzen.
Wenn ich mir Blumen in einem Blumenfeld hole ist es mir schon passiert, dass ich mehrere Sonnenblumen nicht abgeschnitten habe, weil sie mich gebeten hatten, sie am Leben zu lassen.
Ich sage das nicht öffentlich der breiten Masse, sonst holen mich bald ein paar nette Menschen mit weißen Kitteln ab... ;-)
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