Schreib-, Lese-und Hörblockaden

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Schreib-, Lese-und Hörblockaden

Beitragvon winterrose » Sa 12. Nov 2011, 13:00

Hallo ihr Lieben!
Leider habe ich hier schon lange nichts mehr geschrieben und auch keine Mails an meine Freunde. Mein "Grübelkopf" läuft zwar wie immer auf Hochtouren, aber die Gedanken wollen einfach nicht raus. Und wenn ich dann länger nichts geschrieben habe, habe ich das Schreiben ganz "verlernt" und traue mich überhaupt nicht mehr an die Tasten. Dann brauche ich ein Schockerlebnis (z.B. in letzter Zeit diverse Streitthemen im Forum), das rüttelt mich auf und ich schreibe dann mal Mails oder PN, aber einen Tag später ist es damit meistens schon wieder vorbei. Das kenne ich von mir überhaupt nicht, ich war jahrelang eine begeisterte Riesenmail-Schreiberin.
Als ich noch keinen Computer hatte oder in der Bibliothek schreiben konnte, habe ich dafür abends stundenlang gelesen. Ich war schon mein ganzes Leben lang eine Leseratte und es war gar kein Problem für mich, einen 1000-Seiten-Wälzer am Stück zu lesen. Aber auch damit ist es jetzt vorbei: abends nach der Arbeit brauche ich es gleich gar nicht mehr zu versuchen, deshalb freue ich mich auf viele entspannte Lesestunden am Wochenende...aber dann schaffe ich vielleicht 10-20 Seiten und das strengt mich so an, daß ich danach erst mal mindestens eine Stunde schlafen muß.
Damit aber noch nicht genug: ich habe mein ganzes Leben immer sehr gerne Musik gehört und ich konnte mir gar nicht vorstellen, mal einen Tag ohne Musik zu sein, mein kleiner CD-Player oder jetzt der MP3-Player mußte überall mit hin: auch das ist schon seit Monaten vorbei, es herrscht nur noch "himmlische Ruhe" in meiner Wohnung, ich ertrage nicht einmal mehr die Balladen meiner LieblingsCDs. Allerdings muß ich dazu sagen, ich habe seit über 20 Jahren einen sehr lauten Musikgeschmack, ich liebe Heavy Metal! icon_redface
Was ist nur auf einmal mit mir los? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Viele liebe Grüße von Winterrose.
PS: Gestern war so ein Tag, an dem ich aufgerüttelt wurde. Deshalb kann ich heute hier wieder mal schreiben.
Glück ist nicht die Abwesenheit von Schwierigkeiten,sondern ihre Bewältigung.
Die Abwesenheit von Schwierigkeiten nennt man Langeweile.

Wenn ein Mensch weint, bedeutet das nicht, dass er schwach ist. Nein, es bedeutet einfach, daß er momentan mehr fühlt, als sein Herz ertragen kann.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
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Re: Schreib-, Lese-und Hörblockaden

Beitragvon Andromeda » Sa 12. Nov 2011, 20:00

Ha! Ich schon wieder..... _grin_

Wenn ich voll "agro" bin, dann höre ich Prodigy oder Savatage http://www.youtube.com/watch?v=yQZYTnxzeRk im Auto. Wenn ich dann auf unserem Parplatz bin, habe ich mich mich ausgetobt.
Das ist besser, als mir beim Überquillen der Emotionen eins auf die Glocke zu geben (kommt eben auch vor).

Als Blockade würde ich das nicht bezeichnen. Ist die Moulinette im Hirn an? _grin_ Ich habe mehrere _läch_
Neuerdings bin ich Vormittag GANZ alleine im Haus (naja, meine Katze ist noch da icon_winkle ).
Dann ist es totenstill.

Ich liebe das!
Deshalb bin ich bei gespürten Anfängen einer Panikttacke oder Aggressionsattacke gern im Auto. Alles ist still. Den Kopf auf dem Lenkrad. Augenzu und Stille geniessen!

Was ich total bescheuert finde, sind meine Blockaden, was das Fernstudium angeht: Ich habe oft Wochen/Monate zwischen den Einsendeaufgaben, weil ich meine Gedanken nicht beruhigen kann und die Konzentration flöten geht...

Alles L I E B E,
Andromeda
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Re: Schreib-, Lese-und Hörblockaden

Beitragvon piano » So 13. Nov 2011, 12:00

Hallo Winterrose,
geht mir ähnlich.Auch ich war schon seit meiner Kindheit ne Leseratte, ich habe Bücher verschlungen, aber seit einigen Jahren habe ich immer nur so Momente, wo ich lesen kann und die werden leider immer seltener. Hab wohl seit 2 Jahren kein Buch mehr gelesen, obwohl ich so gern wollte, aber ich kann nicht. Nach paar Seiten merk ich, das ich den Inhalt gar nicht erfasst hab und nach ner Zeit geb ich auf icon_redface
Mit Musik ist es nicht ganz so schlimm, aber was ich überhaupt nicht mehr ertrage ist Radio, dieses Gebabbel....schrecklich!!Früher hörte ich auch gern Heavy Metal (Metallica...herrlich:-), kann ich heut nicht mehr. Ich bevorzuge heute eher die sanften Töne, viel Klassik auch, aber die meiste Zeit lebe ich in Stille, also ein sehr grosses Ruhebedürfnis. Warum das so ist, weiss ich nicht, kann nur vermuten, das man mit dem Älterwerden einfach mehr verarbeiten muss und ein dementsprechendes Ruhebedürfnis entwickelt, zumal unsere Gesellschaft um uns herum scheinbar auch immer lauter, schneller,usw wird.
Hoffe, das sich das bei mir irgendwann mal wieder legt, hätte nämlich sooooo viele Bücher, die ich gerne lesen würde wollen _yessa_
Vielleicht gehts jetzt mal über die Winterzeit.....
Hab schönen Sonntag und auch alle Mitleser/schreiber _läch_
LG,piano
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Re: Schreib-, Lese-und Hörblockaden

Beitragvon dala » Di 15. Nov 2011, 17:12

Hallo Winterrose,

immer mit der Ruhe ;). Wie lange hält denn dieser Zustand schon an? Hattest du vorher eine besonders "aufregende" Zeit?
Ich selbst kann für mich immer deutlicher die Phasen mit einem gewissen Ruhebedürfnis identifizieren.
So habe ich gestern einen total langen Tag gehabt, der zwar nicht so sehr körperlich anstrengend, aber doch voller Reize war (Freunde treffen, intensives Arbeiten, Herumfahren und unter Menschen sein). Heute dagegen geht arbeitsmäßig gar nichts mehr, obwohl ich engagiert und gut ausgeruht aufgewacht bin. Ich hänge nur herum und beschäftige mich mit allem anderen als der Arbeit. Keine Musik, kein Lesen, kein Telefon, kein Licht. Nur ein herrlicher grauer, ruhiger Tag.

Ich hab solche Phasen auch mal länger - etliche Monate, in denen mich z.B. (neue) Musik überhaupt nicht mehr interessiert oder wo ich mich aus dem Sozialleben total zurückziehe. Vielleicht ist es einfach ein Schutzmechanismus in dieser reizüberfluteten Welt. Und oft sind auch die freien Tage sehr weit ausgeplant, weil man *unbedingt mal wieder etwas mit den Eltern / Freunden / Bekannten unternehmen muss*. Ich glaube es strengt einfach an, und deshalb versuche ich mir diesen Druck zu nehmen.

Genieß die Ruhe ertsmal, bevor du dir schon wieder Sorgen machst. Vieles bringt die Zeit.

ps:mit dem lesen ist es übrigens ganz ähnlich bei mir. früher eine totale leseratte, mittlerweile nur noch genussleser, mehr als ein kapitel im richtigen Buch zur richtigen Zeit ist bei mir schon seit 10 jahren nicht mehr drin. ich schaffe sehr wenige ganze bücher im jahr. aber dafür lese ich sehr gründlich.
dala
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