Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

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Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon eterna infano » Fr 18. Feb 2011, 14:35

Hallo,

wie habt ihr eure Schulzeit erlebt? Was waren eure Leiblingsfächer, welche mochtet ihr gar nicht? Hattet ihr Lieblingslehrer? Hatte eure HS einen Einfruss auf euren schulischen Erfolg.

Ich muss sagen, dass ich im Unterricht oft vor mich hingeträumt habe, nämlich immer dann, wenn es mir zu viel wurde, wenn ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, weil ich viele Fächer bzw. Lehrer langweilig fand oder ich einfach schon zu müde war. Nachmittagsunterricht fand ich daher ziemlich schlimm, ich war dann meistens schon erschöpft und wollte nur nach Hause. In Physik und Chemie hatte ich einen sehr guten Lehrer, das hat wahrscheinlich meine Berufswahl maßgeblich beeinflusst. Meine Deutschlehrerin mochte ich auch sehr. Bildnerische Erziehung zählte neben Physik und Chemie und Biologie auch zu meinen Lieblingfächern. Im Turnunterricht waren Laufen und Weitsprung so ziemlich die einzigen Dinge, die ich beherrschte. _läch_
Ich fand in der Schule aber auch sehr gute Freundinnen, zu denen ich auch heute noch teilweise Kontakt habe.
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Mohnblume » Fr 18. Feb 2011, 15:49

Also ich fand meine Schulzeit einfach uninteressant. Ich mochte kein einziges Fach wirklich und es waren überhaupt keine Begabungen zu erkennen - ich war überall durchschnittlich oder gar unterdurchschnittlich (Mathe, Physik, Chemie).

Sprachen, Bio und Erdkunde hätte ich gemocht, aber die Art wie der Stoff beigebracht wurde, ließ mich meist schnell das Interesse verlieren.
In den Sprachen wurde so lange auf der Grammatik rumgeritten, dass ich die Lust an der Sprache komplett verlor. Heute liebe ich es, englisch und französisch zu sprechen. Und den Schüleraustausch nach Frankreich, an dem ich 2 x teilgenommen hatte, fand ich toll.

In Erdkunde lief es immer gleich ab. Bei jedem neuen Land lernte man die Hauptstadt auswendig, dann die Flüsse und Bodenschätze und dann war man durch. Voll langweilig !
Unser Musiklehrer war der volle A ... Er hielt alle unmusikalischen Schüler für blöd und führte jeden vor der Klasse vor, der nicht im Chor sang und kein Instrument spielte. Ich musste Töne auf dem Klavier "nachsingen" oder ein Lied vortragen. Anscheinend um meine Note zu verbessern. Dabei wusste dieser Typ genau, dass ich weder das eine noch das andere konnte.

Sport war grässlich. Im Sommer mochte ich die Bundesjugendspiele, aber im Winter das Geräteturnen war für mich ein Graus.

Leider spürte ich jede Ungerechtigkeit und jede Machtausübung seitens der Lehrer. Da lernt man schon früh, wie die Welt so funktioniert. Grusel ! Leider ist es ja später im Berufsleben auch noch so. Vitamin B und Machtspiele.

Lieben Gruß,
Mohnblume
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon mainzerin1979 » Fr 18. Feb 2011, 16:01

schule, schönes thema _yessa_

ich bin immer gerne in die schule gegangen. in der grundschule waren ja fast meine ganzen freunde vom kindergarten dabei, da hatte ich keine angst hinzugehen. wir haben uns immer gegenseitig abgeholt und sind zusammen zur schule gelaufen. aber richtige erinnerungen an die grundschule habe ich keine mehr.

danach ging es zur realschule. erst wollte ich auf ein mädchengymnasium in mainz, wo meine allerallerliebste kindergartenfreundin (die ich heute noch habe) angenommen wurde, und ich nicht. das war grauenhaft für mich. ich war am boden zerstört, denn unsere zeugnisse waren nahezu identisch. aber: katholische schule = kind mit geschiedenen eltern - geht gar nicht! _nüxweiss_ aber im nachhinein hatte ich die tollste zeit auf der realschule. ich habe es geliebt. mein lieblingsfach war immer englisch. sport mochte ich auch sehr. und geschichte. mit naturwissenschaft konnte ich nicht viel anfangen. bin froh, dass ich die grundrechenarten beherrsche _clown_ _clown_ _clown_ für mich war kunst ganz schlimm. ich kann es einfach nicht. überhaupt nicht mein ding und ich habe es regelrecht gehasst. wir hatten halt auch so ne richtige tussi da als lehrerin.

nach der realschule gings aufs gymnasium, berufliches gymnasium mit schwerpunkt BWL. da gabs dann so fächer wie rechnungswesen etc. und die 2. fremdsprache. französisch! _flöp_ _flöp_ hui, da ist die kleine mainzerin aber sang und klanglos untergegangen, also: 11. klasse wiederholt. icon_redface aber danach hat es "klick" gemacht im kopf. ich war plötzlich gut in rechnungswesen, weil ich es kapiert habe und ich habe dann italienisch gelernt, statt französisch. siehe da 13 punkte! 1güt 1güt 1güt

das abi war so lala. auf dem gymnasium wurden die prüfungen immer in der aula geschrieben. der lehrer hat die leute verteilt, also platz aussuchen war nicht. meistens hatte ich glück. aber in einer arbeit musste ich direkt gegenüber vom pult sitzen und ich konnte nichts! habe mich sooo beobachtet gefühlt. das war schlimm.
in den abi-klausuren hatte ich glück. es war bestanden und gut ist. hat nie wieder jemand nach gefragt. _läch_ _läch_

als fazit würde ich sagen: meine realschulzeit war die beste. klar, im teenie-alter, der erste kuss, der erste freund. hihi. mit meiner allerersten großen liebe habe ich heute noch kontakt. _dans_

liebe grüße, mainzerin
Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. - Voltaire
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Nicky » Fr 18. Feb 2011, 16:26

Meine Schulzeit war ziemlich durchschnittlich.
Ich hatte das Pech, dass ich in der 1. Klasse mit völlig fremden Schülern zusammensein musste, weil wir kurz vor der Einschulung umgezogen sind und ich daher keinen meiner Kindergartenfreunde mehr sehen konnte.
Das hat mich auch geprägt und war sehr schlimm für mich als HSP-Kind.

In der Sekundarstufe war es dann auch nicht wirklich besser.
Da hat es sich bei eigentlich 1:1 zugetragen wie bei Mohnblume. _grin_
Mehr kann ich eigentlich dazu gar nicht sagen.

Ich habe mich in der Schulzeit immer eher zurückgezogen und wollte nicht allzu viel in meiner Freizeit mit meinen Mitschülern zu tun haben.
Nur vereinzelt habe ich mich ab und an mit anderen getroffen.

Während des Unterrichts fiel ich entweder durch extreme Mitarbeit oder herzliches Desinteresse auf. _grinsevil_
Ich habe viel geträumt, und war schnell abgelenkt.

Liebe Grüße

Nicky
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Lesley » Fr 18. Feb 2011, 22:59

Meine Grundschulzeit war relativ normal. In der Gymnasiumszeit hatte ich dann schon eher den Ruf eines "Freaks" weg, weil ich nicht so gesellig war. Ich mochte keine Klassenfahrten (das Saufen in den höheren Klassenstufen ging mir völlig ab) und Diskos fand ich zu laut und Zeitverschwendung. icon_redface
Meine Lieblingsfächer waren Französisch und Englisch.
Gar nicht mochte ich Chemie und Geschichte.

Lieben Gruß
Lesley
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon eterna infano » Sa 19. Feb 2011, 14:04

Das tut mir Leid Mohnblume. Vor allem die Sache mit deinem Musiklehrer. Das war ja wirklich ein A. _fluch_

Ich bin nach der Grundschule in die Handelsschule gegangen und dort war es bei meinen Mitschülern auch sehr üblich, viel auszugehen und zu saufen. Ich war einmal mit in einer Disko und es war so laut und laaaangweilig. Ich kann dich absolut gut verstehen, Lesley.

Die schönste Schulzeit hatte ich am Abendgymnasium, an dem ich auch meine Matura (=Abi, bin ja eine Österreicherin icon_winkle )gemacht habe. freüde
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Tammika » So 20. Feb 2011, 12:24

Guten Morgen ihr Lieben,

an meine Grundschulzeit kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch ich hatte einen weiten Fußmarsch. Und trotz meiner Unkreativität habe ich einmal bei einem Malwettbewerb gewonnen.

Meine schlimmste Zeit war nach dem Wechsel auf die Realschule, ich wurde von meinen Mitschülern extrem gehänselt und gemobbt aufgrund meiner Kleidung. Da ich das 5. Kind in der Pflegefamilie war musste ich die getragenen Klamotten meiner Pflegegeschwister auftragen. Wie die nach einigen Jahren aussahen könnt ihr euch vorstellen. Mein Spitzname war "Ratte" oder gar "Mülltonne". War mein Leiden innerhalb der Pflegefamilie noch nicht groß genug habe ich auch in der Schule keine Anerkennung bekommen. Außerdem durfte ich nach der Schule auch nicht zum "spielen" raus sondern musste meiner Pflegemutter bei der Arbeit (Putzfrau in zwei großen Behörden) und dann im Haushalt helfen. Dadurch konnte ich keinerlei soziale Kontakte aufbauen.

Mathe war ein verhasstes Fach auf der Realschule, ich habe die Gleichungen einfach nicht kapiert. Einmal gab ich auch ein leeres Blatt bei einer Klassenarbeit ab. Nachdem ich dann nach der 6. Klasse sitzen geblieben wäre bin ich auf die Hauptschule gewechselt. Dort war alles entspannter, ich war ja nicht doof im Kopf und der Stoff war relativ einfach für mich. Ich habe einen entspannten Hauptschulabschluss gemacht.

Bei einem Klassentreffen vor etwa drei Jahren haben mir meine einige damalige Mitschüler mitgeteilt, dass sie Mitleid mit mir hatten weil ich war ja nur "das angenommene" Kind und die Familie hatte wenig Geld.

Mein Glück war, dass das Jugendamt monatlich Geld an die Pflegefamilie bezahlt hat (damals 400!!! DM pro Monat) und ich "durfte" nach der Hauptschule auf die Wirtschaftsschule gehen und konnte so die Fachschulreife erreichen.

An diese Zeit erinnere ich mich gerne, ich war immer der Klassenclown und dadurch "beliebt". Meine Art nach Anerkennung zu haschen. Die Wirtschaftsschule hat mir später den Weg geebnet. In der Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin aufgrund EDV, Wirtschaftswesen, Rechnungswesen u. S. hatte ich sehr große Vorkenntnisse. Heute ärgere ich mich manchmal darüber, dass ich nicht noch das Abi habe machen dürfen. Leider konnte ich mich später auch nie dazu aufraffen, es nachzuholen. Ich bewundere die Leute, die heute aufs Abendgymnasium gehen und den Stoff durchziehen.

Ich glaube ich habe grade das Thema verfehlt ???

Mein Lieblingsfach war immer Geschichte, ich habe das richtig gehend in mich aufgesaugt insbesonder die Zeit des 2. Weltkrieges.

Verhasste Fächer waren wie oben erwähnt Mathe und dann noch Chemie. Während meiner Ausbildung war STENO ein komplett ätzendes Fach. Ich konnte das einfach nicht weil ich eben so unkreativ war.

LG eure Tammi
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon bonbon » So 20. Feb 2011, 14:07

Hallo,

das ist ja echt interessant, wie unterschiedlich die Schulzeit von den Einzelnen gesehen wird.

Ich bin immer gerne in die Schule gegangen. Und ich habe sowohl die Grundschulzeit, als die Zeit auf dem Gymnasium in guter, wohlwollender Erinnerung. Irgendwie hat mir jedes Fach Spaß gemacht. In Mathe und Sport war ich nicht so gut. Mathe, weil ich zu blumig und ausschweifend denke und mich nicht an kühle Logik und Zahlen halten konnte; Sport, weil ich einfach unsportlich, steif und lahm war.

Besonders die Oberstufenzeit fand ich klasse. Da konnte man ja seine Fächer einigermaßen nach seinen Neigungen und Können wählen, bzw. abwählen. Am Liebsten mochte ich Biologie, Chemie und Religion. Naturwissenschaften mag ich sowie allgemein gerne. Religion mochte ich nicht deshalb, weil ich religiös bin, sondern weil ich gerne philosophische Ideengänge mag. Und ab der 8. Klasse ging es in Religion bei uns nicht mehr nur um Christentum, sondern um ALLE Weltreligionen, Philosophie und Ethik. Und das finde ich voll spannend.

Vielleicht sehe ich das alles etwas verklärt, aber mir erschien es alles wie eine einzige riesige Ideenschmiede in der man viele verschiedene Themenbereiche (Kunst, Kultur, Geschichte, Sprachen, Natur- und Geisteswissenschaften) kennenlernte und in alles reinschnuppern konnte. Ist natürlich nur meine persönliche Ansicht. Ich hatte besonders in der Oberstufe aber auch größtenteils Glück mit meinen Lehrern.

Ansonsten war ich als Kind dort eher ein Außenseiter. Irgendwie sind mir anscheinend manche Sozialisierungsaktionen der anderen Kinder nicht so plausibel gewesen. Mir ging es auch ein wenig so, wie Tammika. Meine Familie war etwas chaotisch. Ich mußte auch die alten Klamotten meines Bruders anziehen und war allein schon vom äußeren Erscheinungsbild immer etwas abgerissen und ungepflegt.
Aber irgendwie ist mir das nicht so stark in Erinnerung, wie all die verschiedenen Fächer, die ich genossen habe. Ich bin anscheinend doch ein ziemlicher Kopfmensch und liebe vielen geistigen Input.

Liebe Grüße
Bonbon
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Nicky » So 20. Feb 2011, 19:30

Wenn ich könnte, würde ich meine schulische Laufbahn gerne nochmal verändern und statt nach der 10. Klasse eine Berufsausbildung zu machen, ein Gymnasium besuchen.
Aber das geht ja jetzt leider nicht mehr.

Wahrscheinlich sollte es so sein. _yessa_

Liebe Grüße

Nicky
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Re: Schulzeit - wie habt ihr sie erlebt?

Beitragvon Hamlet » Do 24. Feb 2011, 18:15

Meine Grundschulzeit war toll. Ich hatte viele Freunde und am Nachmittag konnte man spielen. Da haben sich die anderen Kinder noch auf Phantasiespiele eingelassen. Super.
Mathe war damals schon für mich schwierig. Aber nicht weil ich es nicht verstanden hätte, sonder weil ich immer von den Textaufgaben abgelenkt war. Ich habe mir immer Geschichten ausgedacht. Das gleiche Problem habe ich während des Diktats in Deutsch gehabt. Jedes Wort hat in meinem Kopf ein Bild erzeugt und am Ende hatte ich eine ganze Geschichte…nur leider habe ich nicht auf die Worte geachtet.

Später dann…im Gymnasium war es etwas schwieriger. Ich war eher eine mittelmäßige Schülerin. Viele Dinge empfand ich als langweilig und hatte lange Zeit Komplexe deswegen, weil ich mich für dumm hielt. Deutsch und Geschichte mochte ich sehr. Waren dann später auch meine Leistungskurse. Ich hatte immer Freunde. Nur wurde ich mit der Zeit wählerischer und suchte mir passende Freunde.

Heute im Studium ist es wesentlich einfacher. Ich studiere Theaterwissenschaften, Rechtswissenschaften und Neuere Deutsche Literatur. Alles macht Spaß und entspricht meinen Neigungen. Nur meine Phantasie spielt mir oft einen Streich. Denn die Worte erzeugen noch immer Bilder in meinem Kopf und wenn die „Geschichte“ nicht logisch ist, dann bin ich verwirrt. War letztens in einer Juraklausur so. Die Geschichte war völlig unlogisch konstruiert. Na ja, habe die Klausur zwar bestanden, aber das Ergebnis entsprach nicht meinen Fähigkeiten.

Mein Freund unterstützt mich da sehr. Er merkt sehr schnell, wenn ich abgelenkt bin und mir wieder eine „Geschichte ausdenke“, so wie er es nennt.


Liebe Grüße, Hamlet
"Als ich jünger war, konnte ich mich an alles erinnern, egal ob es wirklich passiert war oder nicht."
Mark Twain

"Und ich wär hier so gerne zu Hause,denn die Erde ist mein Lieblingsplanet.
Doch ich werde hier nie so zu Hause sein,wie die Freunde der Realität"
Funny van Dannen
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