Hallo ihr Lieben,
ich eröffne heute einmal ein neues Thread, zum Thema Kinder von uns HS Eltern. Mit Sorgen, Nöten aber auch Freuden, die wir empfinden.
Wie die meisten wissen, habe ich einen wundervollen Sohn im Alter von 13 Jahren. Er ist sozusagen mein Ein und Alles.
Wie mein Sohn damals vor über 13,5 Jahren auf die Welt kam hatte ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl so etwas wie eine Familie zu haben. Ich wollte immer alles besser machen und nicht zulassen, dass ihm geschieht was mir widerfahren ist und dass er immer glücklich ist. Manchmal habe ich das Gefühl hier versagt zu haben, kennt ihr das auch?
Durch das was in den letzten zwei Jahren bei uns abgegangen ist, hat er leider sehr viel mit erlebt, sei es das Scheitern meiner Ehe und dass ich mich im letzten Jahr habe gehen lassen. Mein Sohn ist seinem Alter auch einiges voraus.
Mein heftiger Alkoholkonsum in dieser Zeit blieb ihm nicht verborgen. Ich schäme mich heute für so manche Dinge und habe manchmal auch das Gefühl nicht alles gegeben zu haben um ihn zu beschützen. Wenn ich so ein Resüme` ziehe hätte ich zum Beispiel während meiner Ehe bzw. schon vorher die Notbremse ziehen müssen. Mein Exmann konnte meinen Sohn nie so annehmen wie er ist bzw. ihm Wärme geben die er benötigt. Wenn wir zum Beispiel gekuschelt haben (mein Sohn und ich) gab es oft einen doofen Spruch. Am Ende war es so, dass wenn wir gekuschelt haben und mein Sohn bemerkte, dass mein Exmann kam ist er sofort aufgesprungen. Ich kann die Zeit allerdings nicht mehr zurück drehen und versuche nun einen Weg zu finden alles wieder einigermassen ins Lot zu bringen.
Mich plagt zum Beispiel auch häufig ein schlechtes Gewissen weil ich soviel arbeite und oft auch extrem mit mir selbst beschäftigt war.
Nun haben wir aktuell ziemliche Probleme in der Schule. Mein Sohn ist in der 7. Klasse Gymnasium und das letzte Halbjahreszeugnis war eine Katastrophe. Wir haben viele Gespräche geführt und er weiß, dass er einfach zu wenig getan hat für die Schule. Da ich arbeite kann ich natürlich auch nicht immer kontrollieren ob er jetzt genug dafür tut. Manchmal plagt mich echt das schlechte Gewissen.
Heute präsentierte er mir eine glatte Sechs in Mathe. Aber nur weil ich zum 10. Mal nach dem Ergebnis der Klausur gefragt habe. Ergebnis war wieder einmal Diskussion und Tränen. Zum Glück kam überraschend in dem Moment mein Stern und sein Sohn , wir haben einen langen Spaziergang mit Victor (meinem Hund) und den Kindern unternommen und jetzt sind die Wogen geglättet.
Dass er in Französisch erhebliche Probleme hat war mir bewußt aber nicht mit Mathe. Warum habe ich das nicht bemerkt? Ich weiß aus eigener Erfahrung wenn du den Anschluß in Mathe verpaßt hast, holst du das so schnell nicht mehr auf. Ich werde mich jetzt erstmal um eine Nachhilfe kümmern, weil ich selbst steige bei den Aufgaben auch nicht mehr durch.
Wie geht es euch mit euren Kindern bzw. was habt ihr erlebt mit Sorgen, Nöten, Problemen aber auch Freuden. Macht ihr euch auch soviel Gedanken?
Liebe Grüße
Eure Tammi
