Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

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Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Marvin » Fr 9. Feb 2018, 00:04

Was wäre wenn ... ihr über eure eigene Sensibilität und Begabung selbst entscheiden könntet?

Sicher, es handelt sich um ein theoretisches Konstrukt und eine solche bewusste Entscheidung ist wider allem uns Verständlichen und das ist sicher auch gut so, denn ansonsten wäre das Leben vermutlich viel zu langweilig und ohne Überraschung, wenn man über einen so grundlegenden Wesenszug frei entscheiden könnte und ihn nicht selbst herausfinden müsste - und eigentlich hasse ich den Konjunktiv Irrealis - aber die Philosophie lebt von solchen theoretischen Konstrukten und das macht der Freude am Denken keinen Abbruch, dass es dann letztlich nur ein Gedankenspiel ist.

Ich möchte ein möglichst einfaches Gedankenexperiment auf logischen Mechanismen konstruieren. Ja, je mehr Logik ins Spiel kommt, desto mehr leidet die Menschlichkeit darunter, aber desto einfacher kann es auch verstanden werden und desto weniger muss nebensächlich interpretiert werden und man kann sich auf bestimmte Aspekte konzentrieren.

  • Die Wissenschaftliche Klassifizierung sei mir egal, weil ich sie nicht genau kenne. Begabung bezeichne ich einfach mal als logische, mathematische, bildlich-räumliche Intelligenz und Sensibilität als Größe für Emotionale, soziale, kommunikative, intrapersonelle, ästhetische Intelligenz
  • Sowohl Sensibilität als auch Begabung seien keine Naturmaße, sondern immer in Relation zur Norm der Gesellschaft zu betrachten. Hochbegabung und Hochsensibilität sind demnach nicht natürlich besondere Begabungen, sondern dadurch besonders, dass sie zum normalen Menschen relativ besonders sind. Man nimmt mehr auf, erfährt mehr, interpretiert mehr, erfasst logisch mehr, denkt weiter und schneller als die meisten 'normalen' Menschen. Sowohl Schwierigkeiten, als auch Vorteile ergeben sich dadurch auch nur relativ zur Gesellschaft und die Größe von Schwierigkeit oder Vorteil sei proportional zur Größe (oder 'Höhe') der Begabung und Sensibilität.
  • Als Voraussetzung für dieses Gedankenexperiment setze ich weiterhin, dass ein schönes Leben zu jedem Zeitpunkt unabhängig von Sensibilität und Begabung möglich ist, je mehr man von der Norm jedoch abweicht, desto schwieriger ist es, einen Weg herauszufinden, schön zu leben und desto weniger andere potenzielle Menschen hat man, die einen auf gleicher Ebene in der Lage sind zu verstehen. Dafür ergeben sich durch die größere Einsamkeit mehr Vorteile, da man im Gegenzug immer mehr Menschen, die weniger begabt sind, annäherungsweise verstehen kann.

Hier zwei kleine Beispiele, bitte nicht daran festhalten, sondern eine eigene Person konstruieren! :):
Person A entscheidet sich dafür, mit einer Begabung und Sensibilität leben zu wollen, die der Norm entspricht. Eine Anpassung an die Gesellschaft ist denkbar einfach, kein Gefühl der Andersartigkeit, kein unnötig weites Denken, denn glücklich kann es sich auch ohne all die größeren Zweifel, Gedanken und der Reflexion leben.
Person B entscheidet sich dafür, mit einer besonders hohen Begabung und einer besonders hohen Sensibilität leben zu wollen, um mehr sein und erfahren zu können als die Norm. Entweder, um anderen Menschen besser helfen zu können oder, um für sich eigene Vorteile daraus zu ziehen (Karriere, Anerkennung, etc.)
Der raffinierte Kapitalist wählt für sich folgendes Wesen: Besonders Hochbegabt und besonders wenig sensibel. Dann stehen der Gründung und Leitung eines Multimilliardenkonzernes keine Skrupel oder Gedanken bezüglich Einhaltung der Menschenwürde eine Rolle. U72( smuup

Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr könntet? Woran macht ihr eine Entscheidung fest? Daran, wie euer Leben wäre oder etwa daran, wie ihr den anderen Menschen gegenüber auftreten könntet? Oder möchten wir möglicherweise alle normal sein, wenn das möglich wäre? Ich denke sicher nicht, das wäre auch zu langweilig.
Zuletzt geändert von Marvin am Fr 9. Feb 2018, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Neongrau » Fr 9. Feb 2018, 08:10

Hallo Marvin,

das ist eine interessante Frage, die ich mir in dieser Art in Momenten des Haderns mit meiner Sensibilität auch schon öfter gestellt habe. "Wäre es nicht einfacher, ganz 'normal' zu sein?" oder "Wäre ich als 'normalerer' Mensch vielleicht deutlich glücklicher?" - vorausgesetzt, Normalität bezeichnet hier den gesellschaftlichen Durchschnitt an Begabung und Sensibilität, so wie du es bezeichnet hast. Die Probleme des Lebens selbst sind natürlich objektiv gesehen für Menschen aller Begabungs- und Sensibilitätsstufen gleich, aber deren subjektive Wahrnehmung und der daraus folgende Umgang mit diesen Problemen ist grundlegend anders. So kam ich immer zu dem Schluss, dass es natürlich einfacher wäre, nie über so viele Kleinigkeiten und Detials nachdenken zu müssen; im Umgang mit anderen Menschen nicht so viele Nuancen des Verhaltens wahrzunehmen und daraus Interpretationen zu schließen, die die Situation vielleicht viel schwieriger machen als sie ist oder sein könnte. Andererseits wöllte ich diese Gabe nie abgeben, denn ich vermute, sobald man sie richtig kennengelernt hat und die eigenen Lebensumstände entsprechend angepasst hat, kann man daraus auch viel Gutes gewinnen. Vielleicht ist es für sensiblere Menschen schwieriger, Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen, da ein gleiches Level an Sensibilität gewisserweise Voraussetzung ist, und das die Menge an möglichen Kontakten schon einschränkt - aber hat man erstmal so eine Beziehung gefunden und aufgebaut, wirkt diese glaube ich noch mal viel intensiver und tiefgehender als die mit einem 'normalen' Menschen. Das sind natürlich alles Gedankenspiele - weder hatte ich bisher so eine tiefe Beziehung zu einem gleichsensiblen Menschen, noch weiß ich wie sich für einen 'normalen' Menschen eine Beziehung zu einem anderen 'normalen' Menschen anfühlt. Ich persönlich wüsste eine tiefe Beziehung zu einem anderen 'gleichartrigen' Menschen mittlerweile jedenfalls sehr zu schätzen, weil ich eben gelernt habe, dass das alles andere als normal und selbstverständlich ist. (Unter Beziehung verstand ich hier gleichermaßen Freundschaften und Partnerschaften.)

Viele Grüße,
Neongrau
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Intro » Fr 9. Feb 2018, 09:33

Marvin hat geschrieben:...Person B entscheidet sich dafür, mit einer besonders hohen Begabung und einer besonders hohen Sensibilität leben zu wollen, um entweder aus egoistischer oder altruistischer Motivation, mehr sein und erfahren zu können als die Norm.


Vermutlich eine Kombination aus A und B, wobei ich einen größeren Anteil von B wählen würde, A nur zur Tarnung. Was nun mit egoistisch und altruistische gemeint sein soll, ist mir nicht klar. Wahrscheinlich machst du Hochsensibilität auf einer Skala von altruistisch bis egoistisch aus:
Marvin hat geschrieben:Ich möchte ein möglichst einfaches Gedankenexperiment auf logischen Mechanismen konstruieren….
...und Sensibilität als Größe für Emotionale, soziale, kommunikative, intrapersonelle, ästhetische Intelligenz...
Problematisch dabei ist, auf welchem Skalenniveau du hier konstruieren wisst, denn ganz logisch ist es nicht, denn wie willst du messen? Ethikskala gibt es streng logisch genommen nicht. icon_winkle Du klammerst hier folgende Sorten von Hochsensibilität aus, die ich für greifbarer halte.
a) Wenn du jemanden ein Musikstück vorspielst und nach den Akkorden oder der Tonart fragst, kannst du das messen bzw. nachweisen, ob derjenige richtig gehört hat.
b) Du kannst auch nach Akkordumkehrungen, Kadenzen und Frequenzverhältnissen fragen und die Antworten beurteilen.
c) Fragst du jemanden nach einem Druckverfahren, kann ein besonders sehbegabter Mensch dir bestimmt schnell sagen ob normaler Offsetdruck oder Lichtdruck vorliegt.
…Da fällt mir jede Menge ein….

Lese ich einen Comic, sehe ich darin Musik, denn die Struktur und der gesamte Aufbau sind eine Komposition. Schnelligkeit und Bewegungsrichtung werden als kleine Panels dargestellt, die Teilstücke eines großen Panels sind. Dann spielen Goldener Schnitt und andere imaginäre Linien und Formen mit hinein, die eine gewisse Ästhetik ausmachen. Drei kleine Panels, die eine kurze hektische Bewegung oder ein inhaltliches kurzes Intervall einer Handlung darstellen sollen, wären also so etwas wie eine Triole, usw. Oder nehmen wir mal Filmmontage. Paradebeispiele Bernhard Wickis Die Brücke oder Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin.
Ich kann mich mit Möglichkeit A als "normal" tarnen, indem ich mir alle Jahre wieder couch-potato-fleetzig mit ner Tüte Chips The Draughtsman's Contract oder LAnnée dernière à Marienbad reinziehen und sehe immer wieder neue interessante Strukturen und (Erzähl-) Ebenen. Früher war mir gar nicht klar, dass andere das nicht sehen und genießen können und den Contract als kitschigen Blödsinn wahrnehmen. Erst als ich die Bücher von Rudolf Arnheim las, wurde mir klar, dass ich damit nicht alleine bin und fand es sehr faszinierend, wie gut der Mann das in Worte fassen konnte, was man nur sehen oder fühlen konnte, oder dass er noch mehr sah und auch noch Parallelen zu anderen Kunstrichtungen zog.
Den Drang, diese Wahrnehmung mit anderen "tiefgründig" zu teilen, habe ich gar nicht so sehr. Entweder andere sehen das auch, oder nicht. Mir reicht der Genuss und unachtsames Fastfood auf dem Sofa. Als Einsamkeit empfinde ich das jedenfalls nicht, sondern als Bereicherung.
Stehe ich damit auf der Ethikskala nun als Megaegoistin da, da ich diesen Genuss auch ganz gerne für mich alleine habe und mir andere sowieso einen ganz großen Knall unterstellen, nur weil die nicht sehen, was abgeht? icon_winkle
Intro
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Marvin » Fr 9. Feb 2018, 13:36

Intro hat geschrieben:Vermutlich eine Kombination aus A und B, wobei ich einen größeren Anteil von B wählen würde, A nur zur Tarnung. Was nun mit egoistisch und altruistische gemeint sein soll, ist mir nicht klar. Wahrscheinlich machst du Hochsensibilität auf einer Skala von altruistisch bis egoistisch aus:


Wenn es um Tarnung geht, kannst du ja trotzdem Person B sein, schließlich lebt man doch damit, sich die ganze Zeit als normal zu tarnen, bis man Menschen gefunden hat, die einem ähnlicher sind und vor denen man dann mehr man selbst sein kann.
Ich meine die Motivation hinter der Entscheidung über Sensibilität und Begabung, nicht die Hochsensibilität an sich, wenn ich sage aus altruistischer oder egoistischer Motivation. Ich könnte ja sagen, ich möchte unbedingt sehr viel begabter und sensibler sein, weil ich den normaleren Menschen sehr viel besser helfen können will, indem ich nicht nur logisch schneller nachvollziehen kann, sondern mich auch in sie hineinfühlen kann. Andersrum könnte man sagen, dass man das aus egoistischer Motivation können will, damit man sich "besser als die anderen" fühlen kann, als etwas Besonderes und Wichtigeres fühlen kann und seine Fähigkeiten für sich auszunutzen weiß (Karriere, Ruhm, Anerkennung durch die 'Normaleren' etc.).


Intro hat geschrieben:Problematisch dabei ist, auf welchem Skalenniveau du hier konstruieren wisst, denn ganz logisch ist es nicht, denn wie willst du messen? Ethikskala gibt es streng logisch genommen nicht. icon_winkle Du klammerst hier folgende Sorten von Hochsensibilität aus, die ich für greifbarer halte.
a) Wenn du jemanden ein Musikstück vorspielst und nach den Akkorden oder der Tonart fragst, kannst du das messen bzw. nachweisen, ob derjenige richtig gehört hat.
b) Du kannst auch nach Akkordumkehrungen, Kadenzen und Frequenzverhältnissen fragen und die Antworten beurteilen.
c) Fragst du jemanden nach einem Druckverfahren, kann ein besonders sehbegabter Mensch dir bestimmt schnell sagen ob normaler Offsetdruck oder Lichtdruck vorliegt.
…Da fällt mir jede Menge ein….

Das habe ich ja versucht zu umgehen, indem ich das Messen dadurch völlig ausgeklammert habe, dass ich vorausgesetzt habe, Sensibilität und Begabung seien nur in Relation zur Norm zu betrachten und nicht in irgendeinem Verhältnis zur Natur. Mir ging es eigentlich nur darum, ein Experiment auf einfachen logischen Axiomen zu konstruieren, um möglichst direkten Zugang dazu zu bieten, damit mehr Kraft und Energie für das schönere Denken aufgewendet werden kann.

Intro hat geschrieben:Stehe ich damit auf der Ethikskala nun als Megaegoistin da, da ich diesen Genuss auch ganz gerne für mich alleine habe und mir andere sowieso einen ganz großen Knall unterstellen, nur weil die nicht sehen, was abgeht? icon_winkle

Mir ist völlig klar, dass es so etwas wie eine objektive Ethikskala nicht geben kann _läch_ , deswegen finde ich die subjektiven Einschätzungen und die ersten Gedanken, die einem dabei kommen sehr viel interessanter, so wie die von Neongrau oder die deinen im unteren Textabschnitt, die ich sehr interessant finde. Ich streiche lieber mal die Abstufungen, das ist dann wohl doch zu viel des Guten und lenkt zu sehr ab.
Außerdem sieht ja nur jeder für sich. Das was du siehst, auch wenn es mehr ist und vielschichtiger, tiefgründiger, ist ja nicht näher an so etwas wie einer objektiven Realität, denn so eine gibt es schlicht nicht. Trotzdem zu sagen, dass es die anderen sehr viel langweiliger haben müssen, wenn sie nicht so viel sehen, finde ich übrigens völlig legitim icon_winkle
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Liebe Grüße
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Marvin » Fr 9. Feb 2018, 14:04

Hallo Neongrau,

in deinem Text kann ich mich fast völlig wiederfinden.

Natürlich wollte ich nicht sagen, dass es für normalere Menschen nicht auch schwierig ist, herauszufinden, wie man glücklich leben kann, das ist für jeden schwierig, sonst könnte es ja auch nicht irgendwann schön sein.
Ich bin dabei davon ausgegangen, dass ein glückliches Leben nicht in absoluter Einsamkeit möglich wäre, da man dann völlig alleine mit seinen Gedanken und Gefühlen wäre und auch nichts von anderen Menschen erfahren könnte (Musik, Filme, Werke, Romane, Gedichte, usw. sind ja auch manifestierte Gedanken von anderen Menschen, im Prinzip führt man ohne jede Form von Kommunikation und Gesellschaft doch nur ein sehr langweiliges und einsames Leben, oder nicht?) Und wenn ein glückliches Leben nur in Gesellschaft möglich ist, dann ist es dann doch schwieriger für Menschen, die anders sind als die Norm (dazu zählen übrigens selbstverständlich auch Homosexuelle, Transsexuelle und alle Menschen, die nicht in der Lage sind, sich mit der Norm identifizieren zu können und sich deshalb anders fühlen), so eine für sich passende Form des Lebens herauszufinden, weil die Anzahl der Menschen, bei denen man sich wiederum 'normal' fühlen kann - also eine Normverschiebung, z.B. wenn man eine komplett seperierte Gesellschaft der Hochsensiblen konstruieren würde (was für mich keine schöne Vorstellung ist) - sehr viel geringer ist, als die für die anderen Menschen.

Neongrau hat geschrieben: aber hat man erstmal so eine Beziehung gefunden und aufgebaut, wirkt diese glaube ich noch mal viel intensiver und tiefgehender als die mit einem 'normalen' Menschen. Das sind natürlich alles Gedankenspiele - weder hatte ich bisher so eine tiefe Beziehung zu einem gleichsensiblen Menschen, noch weiß ich wie sich für einen 'normalen' Menschen eine Beziehung zu einem anderen 'normalen' Menschen anfühlt. Ich persönlich wüsste eine tiefe Beziehung zu einem anderen 'gleichartrigen' Menschen mittlerweile jedenfalls sehr zu schätzen, weil ich eben gelernt habe, dass das alles andere als normal und selbstverständlich ist. (Unter Beziehung verstand ich hier gleichermaßen Freundschaften und Partnerschaften.)

Hör auf, meine Gedanken zu stehlen und sie als deine eigenen zu titulieren! _läch_ . Bin genau in der gleichen Situation, keine Erfahrung, ob sowas dann wirklich stimmt, wenn man so eine tiefergehende Beziehung aufbauen kann, aber der große Wunsch ist schon in mir vorhanden. Ich habe, wo es mir sehr schlecht ging, alle meine Freundschaften richtig zu schätzen gelernt, auch wenn es keine so tiefergehenden sind, da für mich subjektiv alle Formen von Beziehungen zu Menschen niemals als selbstverständlich erschienen. Ich habe immer gedacht, ich müsste in absoluter Einsamkeit leben und die alltäglichen Interaktionen würde ich einfach zur Tarnung mitmachen.
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Neongrau » Fr 9. Feb 2018, 17:21

Hallo Marvin,

Probleme sind ja auch subjektiv, und wenn etwas für mich ein kleines Problem darstellt, kann es für andere Menschen ein existenzielles Problem bedeuten. Es ist zwar immer einfach zu denken "wäre ich normaler, wäre ich viel eher glücklich", aber wahrscheinlich träfe das gar nicht zu. Die Probleme die erst durch hohe Sensibilität entstehen wären für einen 'normalen' Menschen zwar gar nicht vorhanden, aber dafür ist an deren Stelle Raum für andere Probleme, die subjektiv genau so schwer sein können. Glück ist wahrscheinlich zum Teil auch unabhängig von der eigenen Sensibilität, sondern hängt auch mit dem eigenen Verhalten gegenüber Problemen zusammen.

Marvin hat geschrieben:Ich bin dabei davon ausgegangen, dass ein glückliches Leben nicht in absoluter Einsamkeit möglich wäre, da man dann völlig alleine mit seinen Gedanken und Gefühlen wäre und auch nichts von anderen Menschen erfahren könnte (Musik, Filme, Werke, Romane, Gedichte, usw. sind ja auch manifestierte Gedanken von anderen Menschen, im Prinzip führt man ohne jede Form von Kommunikation und Gesellschaft doch nur ein sehr langweiliges und einsames Leben, oder nicht?) Und wenn ein glückliches Leben nur in Gesellschaft möglich ist, dann ist es dann doch schwieriger für Menschen, die anders sind als die Norm...


Meiner Meinung nach ist der Begriff des "glücklichen Lebens" ohnehin relativ unglücklich gewählt - gibt es sowas denn überhaupt? Welches Leben als Ganzes ist denn schon glücklich? Braucht man zum Glücklichsein nicht sogar zwangsweise auch Zeiten des Unglücks, oder zumindest des Nicht-Glücks - Momente, in denen man einfach vor sich hinlebt oder einer Routine verfällt, vielleicht das tägliche Arbeiten oder Erledigen von Pflichten, die eben nicht glücklich machen? Würde man Glück überhaupt noch als solches wahrnehmen, wenn es ständig anwesend wäre? Ich finde ein "ausgeglichenes Leben" trifft es mehr - ein Leben, in dem man natürlich Dinge hat die einen glücklich machen, und die einen eben auch durch unglückliche Zeiten, die auch zum Leben gehören, tragen können.

Ist man einsam, weil man sich anders fühlt, und dadurch weniger Gleichgesinnte in der Gesellschaft findet - oder fühlt man sich anders weil man einsam ist, und dadurch so wenig kommuniziert dass man gar nicht herausfinden kann, dass andere Menschen einem vielleicht doch ähnlicher sind als man dachte? Will man jemanden finden der die eigene Andersartigkeit teilt ist es natürlich schwerer, wenn man 'anderser' (_läch_) ist als der Durchschnitt. Und ich glaube es geht letztendlich darum, Menschen zu finden bei denen man das Gefühl hat, verstanden zu werden. Deswegen kann ich zum Beispiel oberflächlichen Kontakten überhaupt nichts abgewinnen.

Marvin hat geschrieben:Hör auf, meine Gedanken zu stehlen und sie als deine eigenen zu titulieren! _läch_ . Bin genau in der gleichen Situation, keine Erfahrung, ob sowas dann wirklich stimmt, wenn man so eine tiefergehende Beziehung aufbauen kann, aber der große Wunsch ist schon in mir vorhanden. Ich habe, wo es mir sehr schlecht ging, alle meine Freundschaften richtig zu schätzen gelernt, auch wenn es keine so tiefergehenden sind, da für mich subjektiv alle Formen von Beziehungen zu Menschen niemals als selbstverständlich erschienen. Ich habe immer gedacht, ich müsste in absoluter Einsamkeit leben und die alltäglichen Interaktionen würde ich einfach zur Tarnung mitmachen.


Da musst du deine Gedanken schon rechtlich schützen lassen. _läch_
Nein, selbstverständlich erschienen mir Beziehungen zu Menschen auch nie, allerdings finde ich auch in schlechten Zeiten keinen Trost in allen Kontakten, die keine tiefergehenden Freundschaften sind. Ich hielt mich vor meiner langen Reise (auf der ich auch mal einen Monat lang ganz alleine unterwegs war) auch für einen totalen Einsiedler. Allerdings habe ich schnell festgestellt dass "sogar" ich andere Menschen brauche - seien es nur einer oder zwei. Und diesen Großen Wunsch teile ich auch, allerdings habe ich durch viel Nachdenken über dessen Unwahrscheinlichkeit schon viel Resignation aufgebaut und Hoffnung verloren. Aber man weiß ja nie.

Viele Grüße,
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Intro » Sa 10. Feb 2018, 12:16

Neongrau hat geschrieben:
Ist man einsam, weil man sich anders fühlt, und dadurch weniger Gleichgesinnte in der Gesellschaft findet - oder fühlt man sich anders weil man einsam ist, und dadurch so wenig kommuniziert dass man gar nicht herausfinden kann, dass andere Menschen einem vielleicht doch ähnlicher sind als man dachte? Will man jemanden finden der die eigene Andersartigkeit teilt ist es natürlich schwerer, wenn man 'anderser' (_läch_) ist als der Durchschnitt. Und ich glaube es geht letztendlich darum, Menschen zu finden bei denen man das Gefühl hat, verstanden zu werden. Deswegen kann ich zum Beispiel oberflächlichen Kontakten überhaupt nichts abgewinnen

Marvin hat geschrieben:Hör auf, meine Gedanken zu stehlen und sie als deine eigenen zu titulieren! _läch_ . Bin genau in der gleichen Situation, keine Erfahrung, ob sowas dann wirklich stimmt, wenn man so eine tiefergehende Beziehung aufbauen kann, aber der große Wunsch ist schon in mir vorhanden. Ich habe, wo es mir sehr schlecht ging, alle meine Freundschaften richtig zu schätzen gelernt, auch wenn es keine so tiefergehenden sind, da für mich subjektiv alle Formen von Beziehungen zu Menschen niemals als selbstverständlich erschienen. Ich habe immer gedacht, ich müsste in absoluter Einsamkeit leben und die alltäglichen Interaktionen würde ich einfach zur Tarnung mitmachen.


Da musst du deine Gedanken schon rechtlich schützen lassen. _läch_
Nein, selbstverständlich erschienen mir Beziehungen zu Menschen auch nie, allerdings finde ich auch in schlechten Zeiten keinen Trost in allen Kontakten, die keine tiefergehenden Freundschaften sind. Ich hielt mich vor meiner langen Reise (auf der ich auch mal einen Monat lang ganz alleine unterwegs war) auch für einen totalen Einsiedler. Allerdings habe ich schnell festgestellt dass "sogar" ich andere Menschen brauche - seien es nur einer oder zwei. Und diesen Großen Wunsch teile ich auch, allerdings habe ich durch viel Nachdenken über dessen Unwahrscheinlichkeit schon viel Resignation aufgebaut und Hoffnung verloren. Aber man weiß ja nie.

Nur kurz, da ich gleich weg muss:
Da seid ihr euch aber ähnlich. Und nicht nur darin. _läch_
Eigentlich möchte ich hier jetzt keine Resignation unterstützen, aber mich beschäftigt das immer wieder mit den Ähnlichkeiten, die sich so viele wünschen. War bei mir auch eine Phase. Die Wahrscheinlichkeit, einen Menschen mit einem ähnlichen Lebenslauf zu finden ist erstens gering. Ich bezweifle, dass man sich nur aufgrund seiner Ähnlichkeiten gut verstehen kann, denn so erlebe ich es jeden Tag. Zudem wäre mir das viel zu langweilig, einen "Zwilling" zu haben. icon_winkle Auch hier im Forum siehrt man duch recht schnell, wie unterschiedlich Hochsensible drauf sind.
Ich muss mich nicht krampfhaft verstellen um mit anderen klar zu kommen, auch wenn ich wahrscheinlich einer bestimmten Gruppe Hochsensibler angehöre. Zweitens habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die glauben wollen, dass sie jemanden ähnlich sind und dann klammern, da sie in Wirklichkeit Probleme mit sich selbst haben und diese nicht angehen, sondern eher verschieben. Wenn diese Menschen dann auf ein Gegenüber mit Helfersyndrom stoßen, dann führt das wahrscheinlich wieder zu dieser Energievampirgeschichten.

Was oben steht bedeutet mit anderen Worten doch nichts anderes, dass ein Gegenüber, welches den anderen nicht versteht = oberflächlich ist. Oder dass ein Gegenüber, das nicht dasselbe Schicksal teilt, nur oberflächlich sein kann... Auch hier beiße ich mich gerade etwas fest: Warum diese hohe Erwartungshaltung an einen potenziellen Freund? Es gibt Menschen, die sich lieber an andere klammern, anstatt eigenständig einen Lösungsweg für Probleme zu suchen. Diese Leute schütten ihre unverarbeiteten Traumata oder Vertrauenprobleme über Freunde aus, die keine Profis sind. Profis wie Psychologen wären da doch der bessere Ansprechpartner. Oder eine Selbsthilfegruppe.
Marvin hat geschrieben:Und wenn ein glückliches Leben nur in Gesellschaft möglich ist, dann ist es dann doch schwieriger für Menschen, die anders sind als die Norm (dazu zählen übrigens selbstverständlich auch Homosexuelle, Transsexuelle und alle Menschen, die nicht in der Lage sind, sich mit der Norm identifizieren zu können und sich deshalb anders fühlen), so eine für sich passende Form des Lebens herauszufinden, weil die Anzahl der Menschen, bei denen man sich wiederum 'normal' fühlen kann - also eine Normverschiebung, z.B. wenn man eine komplett seperierte Gesellschaft der Hochsensiblen konstruieren würde (was für mich keine schöne Vorstellung ist) - sehr viel geringer ist, als die für die anderen Menschen.

Menschen, die zu einer (anderen) Minderheit gehören, haben nicht automatisch Verständnis für andere Minderheiten. In der Nachbarschaft eines Freundes war ein schwules Paar, das die Nachbarn und die Eigentümergemeinschaft mit ihrer Spießigkeit und Egozentrik gehörig genervt hat. Bei den beiden war nichts mehr davon übrig geblieben, wofür die eigene Gruppe einst gekämpft hatte. Auch hier fallen mir viele weitere Beispiele ein.
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Katha21 » Sa 10. Feb 2018, 12:53

Marvin hat geschrieben:Was wäre wenn ... ihr über eure eigene Sensibilität und Begabung selbst entscheiden könntet?

Sicher, es handelt sich um ein theoretisches Konstrukt und eine solche bewusste Entscheidung ist wider allem uns Verständlichen und das ist sicher auch gut so, denn ansonsten wäre das Leben vermutlich viel zu langweilig und ohne Überraschung, wenn man über einen so grundlegenden Wesenszug frei entscheiden könnte und ihn nicht selbst herausfinden müsste - und eigentlich hasse ich den Konjunktiv Irrealis - aber die Philosophie lebt von solchen theoretischen Konstrukten und das macht der Freude am Denken keinen Abbruch, dass es dann letztlich nur ein Gedankenspiel ist.

Ich möchte ein möglichst einfaches Gedankenexperiment auf logischen Mechanismen konstruieren. Ja, je mehr Logik ins Spiel kommt, desto mehr leidet die Menschlichkeit darunter, aber desto einfacher kann es auch verstanden werden und desto weniger muss nebensächlich interpretiert werden und man kann sich auf bestimmte Aspekte konzentrieren.

  • Die Wissenschaftliche Klassifizierung sei mir egal, weil ich sie nicht genau kenne. Begabung bezeichne ich einfach mal als logische, mathematische, bildlich-räumliche Intelligenz und Sensibilität als Größe für Emotionale, soziale, kommunikative, intrapersonelle, ästhetische Intelligenz
  • Sowohl Sensibilität als auch Begabung seien keine Naturmaße, sondern immer in Relation zur Norm der Gesellschaft zu betrachten. Hochbegabung und Hochsensibilität sind demnach nicht natürlich besondere Begabungen, sondern dadurch besonders, dass sie zum normalen Menschen relativ besonders sind. Man nimmt mehr auf, erfährt mehr, interpretiert mehr, erfasst logisch mehr, denkt weiter und schneller als die meisten 'normalen' Menschen. Sowohl Schwierigkeiten, als auch Vorteile ergeben sich dadurch auch nur relativ zur Gesellschaft und die Größe von Schwierigkeit oder Vorteil sei proportional zur Größe (oder 'Höhe') der Begabung und Sensibilität.
  • Als Voraussetzung für dieses Gedankenexperiment setze ich weiterhin, dass ein schönes Leben zu jedem Zeitpunkt unabhängig von Sensibilität und Begabung möglich ist, je mehr man von der Norm jedoch abweicht, desto schwieriger ist es, einen Weg herauszufinden, schön zu leben und desto weniger andere potenzielle Menschen hat man, die einen auf gleicher Ebene in der Lage sind zu verstehen. Dafür ergeben sich durch die größere Einsamkeit mehr Vorteile, da man im Gegenzug immer mehr Menschen, die weniger begabt sind, annäherungsweise verstehen kann.

Hier zwei kleine Beispiele, bitte nicht daran festhalten, sondern eine eigene Person konstruieren! :):
Person A entscheidet sich dafür, mit einer Begabung und Sensibilität leben zu wollen, die der Norm entspricht. Eine Anpassung an die Gesellschaft ist denkbar einfach, kein Gefühl der Andersartigkeit, kein unnötig weites Denken, denn glücklich kann es sich auch ohne all die größeren Zweifel, Gedanken und der Reflexion leben.
Person B entscheidet sich dafür, mit einer besonders hohen Begabung und einer besonders hohen Sensibilität leben zu wollen, um mehr sein und erfahren zu können als die Norm. Entweder, um anderen Menschen besser helfen zu können oder, um für sich eigene Vorteile daraus zu ziehen (Karriere, Anerkennung, etc.)
Der raffinierte Kapitalist wählt für sich folgendes Wesen: Besonders Hochbegabt und besonders wenig sensibel. Dann stehen der Gründung und Leitung eines Multimilliardenkonzernes keine Skrupel oder Gedanken bezüglich Einhaltung der Menschenwürde eine Rolle. U72( smuup

Wie würdet ihr euch entscheiden, wenn ihr könntet? Woran macht ihr eine Entscheidung fest? Daran, wie euer Leben wäre oder etwa daran, wie ihr den anderen Menschen gegenüber auftreten könntet? Oder möchten wir möglicherweise alle normal sein, wenn das möglich wäre? Ich denke sicher nicht, das wäre auch zu langweilig.


Am besten man passt sich an die Umgebung an, denn die Umgebung kann dir sagen in welches Konstrukt du hineinpasst, willst du allerdings wo anders hin brauchst du ein anderes.weiß man aber jetzt noch nicht, weil du ja nicht weißt wo du noch hinmusst

LG Katha21
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Re: Was wäre wenn ... man über Sensibilität und Begabung

Beitragvon Neongrau » Sa 10. Feb 2018, 17:14

Intro hat geschrieben:Warum diese hohe Erwartungshaltung an einen potenziellen Freund?


Meine eigene Erwartungshaltung ist mir schon bewusst, und ich weiß, dass diese beim Finden von potenziellen Freunden eher im Weg stehen könnte. Allerdings würde ich trotzdem noch eine Unterscheidung treffen:

Intro hat geschrieben:Die Wahrscheinlichkeit, einen Menschen mit einem ähnlichen Lebenslauf zu finden ist erstens gering. Ich bezweifle, dass man sich nur aufgrund seiner Ähnlichkeiten gut verstehen kann, denn so erlebe ich es jeden Tag. Zudem wäre mir das viel zu langweilig, einen "Zwilling" zu haben. [...] Was oben steht bedeutet mit anderen Worten doch nichts anderes, dass ein Gegenüber, welches den anderen nicht versteht = oberflächlich ist. Oder dass ein Gegenüber, das nicht dasselbe Schicksal teilt, nur oberflächlich sein kann.


Meine Erwartungshaltung bezieht sich tatsächlich eher darauf, dass ein anderer Mensch mich versteht, vielleicht einige meiner Gedanken / Gefühle / Probleme teilt, aber das muss nicht sein. In meiner früheren Jugend hatte ich auch lange Zeit einen sehr guten Freund, mit dem mich nichts außer das gegenseitige Verständnis verbunden hat - von unseren Interessen, Stärken und Meinungen her hätten wir unterschiedlicher nicht sein können. Und ein "Zwilling" ist auch gar nicht das, was ich will - um Gottes Willen, ich glaube, mit mir selbst würde ich niemals klarkommen. _läch_ Zweck von Freundschaften ist ja eben auch der Austausch von unterschiedlichen Meinungen, Sichtweisen, Lebenssituationen. Wichtig finde ich noch, dass ich nie einen anderen Menschen als oberflächlich bezeichnen würde - höchstens der Kontakt mit ihm kann mir persönlich, subjektiv, oberflächlich erscheinen. Als oberflächlich bezeichne ich dann alle Kontakte, die eben keine besondere Tiefe erlangen, weil gegenseitiges Verständnis oder die gleiche Wellenlänge fehlt. Aber an sich ist kein Mensch oberflächlich. Und für nicht-oberflächliche Kontakte ist ein gleiches Schicksal keine Bedingung, finde ich.

Außerdem gibt es da noch den Unterschied zwischen dem mit Problemen Leben, und dem Lösen von solchen. Beziehungen zu Menschen, die mich verstehen, suche ich vor allem um mit meinen Problemen / Gefühlen besser Leben zu können. Es ist doch ein grundlegender Wunsch des Menschen, sich mit seinen Gefühlen / Problemen nicht alleine zu fühlen. Natürlich können Menschen, die die eigene Erfahrung teilweise teilen, auch gute Lösungsansätze parat haben, aber die Lösung selbst liegt entweder in einem selbst, oder wie du sagt, in guten psychologischen Händen. Der Psychologe widerum muss mich nicht verstehen, sondern mir gutes Handwerkszeug mitgeben, damit ich meine Probleme selbst lösen kann - denn die eigenen Probleme löst man nur selbst und in sich. In diesem Beitrag ging es bisher um ähnliche Themen:

http://www.treffpunkt-hochsensibilität.de/11590502nx46300/hochsensibilitaet-allgemein-f8/bedeutung-von-tiefe-in-bezug-auf-hochsensibilitaet-t9929.html

Viele Grüße,
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