Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

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Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Rosenlaub » Di 28. Nov 2017, 09:33

15.000 Wissenschaftler sprechen eindringliche "Warnung an die Menschheit" aus - https://motherboard.vice.com/de/article ... chheit-aus

Interessiert sich hier eigentlich jemand für solche Fragen wie Bienensterben, Plastikvermüllung der Ozeane, Artensterben, Abholzung der "Grünen Lungen" unseres Planeten, Glyphosat und Neonicotinoide bis hin zur Kinderarbeit im Kongo um z.B. Seltene Erden für "unsere" Smartphones zu gewinnen?
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon abstract » Di 28. Nov 2017, 21:41

Auf jeden Fall! Ist zwar nicht meine erste Priorität, da mir alltägliche Einschränkungen wichtiger sind, und Aron hat ja geschrieben, dass Hochsensible ein besonderes Gespür für gesellschaftliche Dinge und Zusammenhänge haben, somit auch eine besondere Verantwortung, immer wieder auf Missstände hinzuweisen. Sprach Aron nicht sogar von "Sehern"? Vielleicht sind das heutzutage diejenigen, die über Missstände gut informiert sind und darüber aufklären wollen?
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Natty » Mi 29. Nov 2017, 21:26

Ja, das ist alles erschreckend. Schwierig, diese Entwicklungen aufzuhalten und umzukehren, glaube ich.

Liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Rosenlaub » Mi 29. Nov 2017, 21:41

Wir brauchen wohl einen neuen Gesellschaftsvertrag oder wir brauchen gar keinen mehr, weil es keine Gesellschaften mehr gibt.
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Natty » Mi 29. Nov 2017, 21:49

Mehr Selbstlosigkeit, weniger Egoismus, mehr Rücksichtnahme brauchen wir. Ich habe den Eindruck, wir sind in unserem Land aber im Durchschnitt gerade in die gegenteilige Richtung unterwegs.

Liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Rosenlaub » Mi 29. Nov 2017, 21:59

Das ist dann wohl der soziologische Preis für eine Gesellschaft die auf Egoismus, Gier und Wohhlstand als Narrative und "Werte" setzt.
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Natty » Mi 29. Nov 2017, 22:11

Es geht uns anscheinend schon zu lange zu gut. Das könnte der Auslöser sein, überlege ich.

Liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Golbin » Mi 29. Nov 2017, 23:01

Hallo,

ja, das ist ein wichtiges Thema. Es erfordert jedoch Weitsicht, EInsicht und Engagement. Wir haben ein Wirtschaftssystem, das vom Verkauf lebt und in dem "man" erfolgreich ist, wenn man mit Gewinn verkauft. Es geht nicht mehr um Notwendigkeiten wie Nahrung oder um Erleichterungen im Alltag (wie GeschirrspüleR). Es werden künstliche Nachfragen erschaffen, Waren versätzlich schlecht produziert, damit sie kaputtgehen und es wird billig hergestellt, egal ob wertvolles Erdöl verschendet wird. Bei der Entsorgung ist es auch billiger, die Meere vollzumüllen.

Solange dieses Denken und das aHandeln danach Vorrang hat, geht es leider weiter. Natty schreibt es so gut: "Mehr Selbstlosigkeit, weniger Egoismus, mehr Rücksichtnahme brauchen wir."" Teile ich. Heißt es nicht, HSPs können leicht persönliche Vorteile für Vorteile der Gemeinschaft aufgeben? Sind HSPs nicht dafür da, um in einer GEmeinschaft Gerechtigkeit und Ästhetik zu definieren? Nun, aktuell ziehen sich HSPs lieber zuürck, die Egoisten und Ellenbogennutzer setzen sich durch. Auch in der Umwelt.

Hinzu kommt bei der Umwelt auch der Wirtschaftsaspekt und eine SCheinmoral. Wir beurteilen Tiere nach Aussehne (Warum wirbt niemand mit einem Krokodil gegen Handtaschen? Das bringt wohl nur wenig Spenden). Leider ist auch in der Ökologie nicht die Ratonalittät und die Erkenntnis an erster Stelle.

viele Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Natty » Mi 29. Nov 2017, 23:28

Golbin hat geschrieben: Heißt es nicht, HSPs können leicht persönliche Vorteile für Vorteile der Gemeinschaft aufgeben? Sind HSPs nicht dafür da, um in einer GEmeinschaft Gerechtigkeit und Ästhetik zu definieren?

Ich glaube inzwischen, daß unter den Menschen, welche die Menschheit zum Guten vorangebracht haben, ein großer Anteil HSP ist.

Golbin hat geschrieben: Nun, aktuell ziehen sich HSPs lieber zuürck, die Egoisten und Ellenbogennutzer setzen sich durch. Auch in der Umwelt.

Das glaube ich auch.

Liebe Grüße
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Re: Die Zerstörung unserer Umwelt - ist das ein Thema?

Beitragvon Velvet » Do 30. Nov 2017, 06:38

Zitat Rosenlaub:

Interessiert sich hier eigentlich jemand für solche Fragen wie Bienensterben, Plastikvermüllung der Ozeane, Artensterben, Abholzung der "Grünen Lungen" unseres Planeten, Glyphosat und Neonicotinoide bis hin zur Kinderarbeit im Kongo um z.B. Seltene Erden für "unsere" Smartphones zu gewinnen?


Ja. Und ich gebe ehrlich zu, dass ich vollkommen überfordert bin mit all diesen Thematiken. Und die, die du aufgezählt hast, sind ja nur ein kleiner Bruchteil dessen, wo sich mMn so deutlich zeigt, dass der Menschheit insgesamt wohl die Reife fehlt, die wenigstens verhindern würde, dass sie sich selbst den Ast absägt, auf dem sie sitzt. Dieses Verhalten ist in der Natur wohl einzigartig. Aber solange es noch irgendwie funktioniert mit dem Leben und Überleben, sehe ich zumindest kurzfristig nicht wirklich die Möglichkeit eines Entwicklungsschritts. Jedenfalls nicht nach vorn.

Ich versuche mir immer ein Bild aus der Distanz zu machen, auch, um insgesamt mehr einbeziehen zu können in mein Blickfeld. Es hilft mir, zu ertragen, wie Mensch agiert.
Und ich bin tatsächlich der Überzeugung, dass immer erst sein Überleben direkt bedroht sein muss, bevor er willig ist, seine Energie in Veränderung zu investieren. Veränderung macht Angst und ist außerordentlich unbequem und kraftzehrend. Da braucht es schon einen sehr triftigen Grund für ihn, in Bewegung zu kommen.

All dies sind aber unheimlich lange Entstehungs-und Werdungsprozesse, die mit unserer menschlichen Vorstellung von Zeit nichts zu tun haben. Uns gibt es erdgeschichtlich gesehen einen Wimpernschlag lang hier. Und wir unterliegen Naturgesetzen. Wir hätten es zwar gern umgekehrt und wollen uns diese Unabhängigkeit gern beweisen, in dem wir versuchen, uns die Natur untertan zu machen, aber letztendlich ist sie es, die über unsere Existenz entscheidet. Vielleicht ist das einer der Aspekte, den wir (noch?) nicht anerkennen wollen und einer der Gründe, warum wir derart rücksichtslos und augenscheinlich selbstmörderisch agieren.

Vielleicht sind es aber auch einfach nur meine persönlichen Gedankenmodelle, um mir so viel Furchtbares erträglicher zu machen. Ich fühle mich dem immensen Leid, was wir uns gegenseitig, der Tier- und Pflanzenwelt etc. antun, gegenüber ohnmächtig und hilflos. Daraus entsteht dann bei mir wieder ein Fokus auf´s "Kleine", auf das, was ich tatsächlich in der Lage bin zu tun in meinem beschränkten Radius, meiner persönlichen Welt. Und das tue ich dann. Auch, wenn ich mir bewusst bin, dass dies weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber ein bisschen Trost, der mir zudem ermöglicht, der Natur zu vertrauen und vor allem, mich an ihrer ja ebenso vorhandenen unbändigen und überwältigenden Schönheit zu erfreuen. Auch die, die trotz allem dem Menschen innewohnt :)


...im Übrigen glaube ich eher, dass Hochsensible so viel mit sich selbst und ihrer Verortung auf der Welt zu tun haben, dass gerade sie eher weniger als "Retter der Welt" infrage kommen...ganz persönliche Meinung...

Zitat Golbin:
Heißt es nicht, HSPs können leicht persönliche Vorteile für Vorteile der Gemeinschaft aufgeben? Sind HSPs nicht dafür da, um in einer GEmeinschaft Gerechtigkeit und Ästhetik zu definieren? Nun, aktuell ziehen sich HSPs lieber zuürck, die Egoisten und Ellenbogennutzer setzen sich durch. Auch in der Umwelt.


Hallo Golbin, worauf beruhen denn diese Aussagen? Ich hab´das noch nie so gehört. Und kenne ziemlich viele Egoisten und Ellenbogennutzer, die gleichsam hochsensibel sind. Das finde ich interessant.
Velvet
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