... Wir müssen krank werden, krank werden um daraus zu lernen. ...
... Ein Schlaganfall bedeutet Blockade in der höchsten Ebene. Die Aufforderung heisst, Kommunikation und Wege der Lebenskraft überdenken ...
...Wer nicht an sich arbeitet, an dem wird gearbeitet oder man könnte auch sagen, das Schicksal ist der beste Therapeut ...
...Nun gibt es auch ganz hartnäckige Menschen, welche sich vehement weigern, das Leben so anzunehmen wie es ist, oder sich dem Lebensfluss hinzugeben. Statt dessen lassen sie sich von Ängsten, Sorgen und ihrem Ego leiten. Machen das, was ihnen andere Leute sagen oder machen aus Trotz genau das Gegenteil. Beides ist nicht wirklich sehr intelligent...
Für mich liest sich das alles sehr dogmatisch.
Soll die Einleitung, wie wenig von anderen Quellen anerkannt wird, den Leser überzeugen, wenn darauf hin eine eigene "Lehre" oder Überzeugung, die nicht belegbar ist, in markigen Tatsachensätzen vorgelegt wird?
Mir fehlt da jegliche Relativierung, um es ernst nehmen zu können, auch wenn ich die Tendenz teile, dass sehr viel Verantwortung für sich selbst übernommen werden kann und sicherlich da manche mehr tun als andere.
Die Ausschließlichkeit mit der Krankheit und Schlimmes aber in die Verantwortung des Einzelnen geschoben werden, der sogar verhöhnt wird, weigert er sich, diese "Wahrheit" anzuerkennen, puuuhh, da kann ich nicht mit.
Auch Verdrängung kann ihren Sinn haben und schützen, persönliche Entwicklung muss nicht immer bis zur Erleuchtung gehen und manch einer lebt mit Grenzen besser und sicherer als ein anderer, der mehr persönliche Freiheit braucht.
...Ich selber habe es schon erlebt, dass Patienten richtig gehend aggressiv werden, wenn man sie auf die Bedeutung ihrer Krankheit hinweist. Das Gespräch ist dann sehr oft schnell beendet. Es will nicht darüber geredet werden. Arbeit an sich selber, muss den einen Menschen entsetzlich gegen den Strich laufen. Oder tut das weh?....
Ganz ehrlich: ich wäre jemand, der bei diesem Menschen sogar sehr blocken würde.
Ja er würde mich auch aggressiv machen in seiner Art, mir zu demonstrieren, wie viel ich noch an mir arbeiten müsste (was er ja schon alles hinter sich hat) und mir mein Leben zu erklären.
Und gar nicht mal weil mich die Beschäftigung mit mir selbst stören würde, oder sollte es so sein, würde ich es auch keinem anderen gestatten, mich durch wohlfeile Überzeugungen dazu zu zwingen, sollte ich dazu meine Zeit benötigen.
Ob und wann ich dazu bereit wäre, kann mir niemand aufdrängen, sondern es gehört zu mir und meinem Umgang mit allem, was mir zustößt.