spirituell leben

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spirituell leben

Beitragvon Nicky » Mi 9. Mär 2011, 13:42

Hallo ihr Lieben,

wie könnte für euch ein spirituelles Leben aussehen?

Liebe Grüße

Nicky
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In jedem von uns steckt die Macht, sein Leben so zu gestalten wie man es sich wünscht!
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Re: spirituell leben

Beitragvon Viola cornuta » Mi 9. Mär 2011, 14:47

Hm, spannende Frage.
Was ist Spirituell?
Wikipedia: "Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche) bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit."

Für mich geht Spiritualität eher in Richtung gelebte Werte. Dabei sind für mich Werte wie Dankbarkeit, Respekt, Verantwortung wichtig.

Was mir besondern wichtig ist ist der Respekt vor dem Leben. Dazu gehört für mich auch der Wunsch, über das Leben so korrekt wie möglich Bescheid zu wissen, keinem Irrglauben anzuhängen. Das Leben selbst ist viel zu kostbar und faszinierend als daß ich falsche vorstellungen davon haben wollen würde.
Von daher sehe ich meine Arbeit und allgemein die Beschäftigung mit Lebendigem auch als spirituellen Teil meines Lebens.

Zu gelebter Spiritualität gehört für mich auch, ausser dem Versuch, mir Wissen über das Leben anzueignen, zuzulassen und zu akzeptieren daß es Dinge gibt die ich nicht verstehe (n kann). Aus diesem Grunde bin ich persönlich ein wenig allergisch gegen Pseudowissenschaften, denn die versuchen Dinge auf eine vereinfachte und meist falsche Art zu erklären.

Ausserdem finde ich den Respekt vor mir selbst auch wichtig. Denn wie soll ich meine Umwelt respektieren und gut behandeln, wenn ich nicht mal mich selbst gut behandeln und respektieren kann?
Da passt das Christliche Gebot "liebe Deinen nächsten wie Dich selbst" auch sehr gut. Wenn man sich selbst verachtet, missbraucht und misshandelt, tut man das auch seinen Nächsten an, oft unbemerkt, aber es ist so. Wenn man sich selbst achtet und auf sich hört, dann wird man auch sensibler für seine Umwelt.

Was mir auch wichtig ist (und manchmal schwer fällt) ist zu akzeptieren daß jeder seine eigenen Vorstellungen und Glaubensrichtung hat und haben darf.

Was für mich ein Tabu ist, ist fremden Menschen meinen Glauben aufzuzwingen, und im Umkehrschluss finde ich es ist auch eine Übertretung von Grenzen, wenn jemand das bei mir versucht, und wehre mich entsprechend.

Ich persönlich bin nicht religiös, und finde, daß die Religion, so wie sie sich mir in meiner Umgebung darstellt, soziale und spirituelle Funktionen hat. Diese beiden Funktionen habe ich für mich persönlich aber getrennt, ich habe nicht das Bedürfnis danach mit jemandem zusammen spirituell zu sein.

Ein weiteres spirituelles Tabu von mir ist Gewalt. Verbale, physische und sonstige. Ich habe nichts dagegen zum Beispiel in Life-rollenspielen, oder im Kampfsport, Kämpfe zu simulieren, wenn ich weiß daß meine Gegner dabei keinen Schaden abbekommen. Aber Gewalt mit dem Ziel jemandem zu schaden ist für mich ein spirituelles No-Go.
Wobei man da differenzieren muss: Wir tun jeden Tag Lebewesen Gewalt an. Selbst der Ökologischste Veganer lebt auf Kosten von anderen Lebensformen.
Das ist für mich okay, das ist ein Ökosystem. Davon kann man sich meiner Meinung nach nicht trennen, nur entfremden. Ich persönlich finde es beispielsweise in Ordnung, Fleisch zu essen, wenn man auf die Herkunft achtet, auf die Qualität, und dankbar sich dessen bewusst ist daß ein Tier gestorben ist. Ausserdem sollte man finde ich versuchen, der Natur etwas zurückzugeben dafür daß sie uns ernährt. Wie ist jedem überlassen, das kann Müll im Wald aufsammeln sein, Engagement in sozialen Projekten oder ein ganz anderer Weg. Und sei es daß man viele viele Pflanzen hegt und pflegt, um die Luft zu verbessern. Es geht nicht um das quantitative Engagement, sondern um die Einstellung.

Nicht in Ordnung finde ich es wenn man sich gedankenlos irgendein Stück Wurst kauft, verdrängt daß es mal ein Tier war, Tiere quält (und sei es durch nicht artgerechte Haltung zum eigenen Amüsement). Allerdings ist es für mich auch nicht in Ordnung irgendwelche Nudeln zu essen ohne sich bewusst zu machen daß der Rohstoff dafür auch aus der Erde gewachsen ist.

Ist das spirituelles Leben? Ich weiss nicht ob man das so nennen kann, das ist aber meine Version davon.

Lieben Gruß!
Viola
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Re: spirituell leben

Beitragvon Lesley » Mi 9. Mär 2011, 20:57

Liebe Nicky,

das ist eine interessante Frage. Für mich ist ein spirituelles Leben ein Leben im Einklang mit sich selber und mit der Umwelt. Wie genau das aussehen soll, tja.... ich denke, dass weiß ich auch nicht so genau. Wahrscheinlich kann man sowas auch nicht ins Detail planen sondern weiß in einem bestimmten Moment, dass es gerade ein guter Moment war.

Lieben Gruß
Lesley
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Re: spirituell leben

Beitragvon Nicky » Do 10. Mär 2011, 20:11

Hallo ihr Lieben,

für mich persönlich sieht ein spirituelles Leben so aus, dass ich ganz bei mir bin und mich nicht mehr von der Außenwelt beeinflussen lasse.
Außerdem sich Spiritualität als die Freiheit das zu tun, was für einen selbst das Beste ist, dar.

Ich hoffe, dass ich irgendwann mal in den Genuss komme, so ein Leben zu führen.

Liebe Grüße

Nicky
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Re: spirituell leben

Beitragvon Kopfkino » Mi 10. Aug 2011, 10:12

Hallo zusammen!

Diese Thematik interessiert mich sehr, da ich selbst irgendwie nicht die Verknüpfung hinbekomme. Ich weiß dass ich vielleicht einfach noch nicht die Reife erreicht habe und noch zu viele Unsicherheiten in meinem Inneren trage. Ich arbeite an einem wesentlichen spirituellen Ideal, eines von vielen, nämlich dem der Nächstenliebe. Es ist kein Problem, dies zu leben wenn einem der Mensch eh sympathisch ist, aber wenn das Gegenteil der Fall ist, sieht es schon anders aus. Ich meine damit auch nicht, dass man alles toll finden soll was andere Menschen tun, aber das man den Aspekt der jedem Meschen inne wohnt, welcher uns alle vereint, das reine Wesen wertschätzt und "Liebe" walten läßt. Ich stoße mich im Alltag oft daran, dass ich dieses so nicht in Harmonie bringen kann. Der Egoismus eines Menschen bringt mich manchmal wahrlich zur Weißglut, und das obwohl ich weiß, dass meine emotionale Beteiligung an der Stelle to much ist. Ungerechtigkeit bringt mich ebenso auf die Palme, auch wenn ich selbst nicht betroffen bin. Es gibt so gewisse Charakterzüge die ich nicht "sein" lassen kann und es mir so vergegenwärtige wie es eben ist. Im Endeffekt stehen sich die Menschen die diese Eigenschaften leben, selbst im Weg. Vielleicht ist es ja auch mein eigener Egoismus, der da spricht. D.h. der Grund meiner Aufregung ist -auch- der, dass ich solche Menschen als störend in dem Fluß der Entwicklung empfinde, was eben auch nur in dem Gefühl verankert ist. Ja, da ist sicherlich was dran. Wie könnte ich diesen Kreislauf bewußt aufbrechen? Ich weiß zwar, dass ich an meinem Ego arbeiten muß und den vielen geistigen Verhaftungen, die sich angesammelt haben, aber wie? Ich übe mich darin meinen Geist zu beruhigen, um klarer sehen zu können und irgenwann mal in der Freiheit des Geistes leben zu können. Ich habe wohl auch eine Vorstellung davon, aber habe ich diese Begegnungen wie oben beschrieben, kippt dieses Bild, ist nicht mehr greifbar. Ich empfinde mich manchmal als beschränkt, also ich merke die Schranken meines Geistes schmerzlich. Es ist wohl aber auch so, dass ich vieles der Einsichten die ich habe, nicht über die Mauer im Inneren transportiert bekomme. Die Mauer an der ich arbeite, die ich über viele Jahre stabilisiert habe, bildlich dargestellt. Ich glaube aber auch, bzw. ich bin mir sicher, dass ich noch an der Liebe zu mir selbst arbeiten muß. Da greift das Gesetzt der Resonanz.
Wir leben überwiegend im Bewußtsein des Hier und Jetzt. Es gibt da aber noch das Unterbewußtsein und das Über- Bewußtsein. Durch eine Visualisierungsübung habe ich neulich erfahren dürfen, wie es sich verhält/ anfühlt wenn die Informationen in diesen Bereichen fließend sind. Das Unterbewußtsein, der Sitz des kollektiven Unbewußten (von C. G. Jung so benannt), Speicherort des Weltgedächtnisses. Das Über- Bewußtsein, der Ort wo die Wahrhaftigkeit Zuhause ist, der göttliche Funke. Wir tragen alles Wissen in uns, wir müssen nur lernen die entsprechenden Türen durchgängiger zu machen. Diesen Gedanken finde ich unwahrscheinlich inspirierend.

Welche spirituelle Ideale habt Ihr und was tut Ihr um dem Leben einzuhauchen bzw. wie lebt Ihr sie?

Lg,

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Re: spirituell leben

Beitragvon Nicky » Mi 10. Aug 2011, 17:07

Ich arbeite auch immer wieder daran, mein Bewusstsein spirituell einzusetzen. Manchmal gelingt es, aber oft bin ich noch zu sehr in meinen alten Gedankenmustern gefangen, dass es mir schwer fällt bei mir selbst zu bleiben. Sicher habe ich bestimmt schon große Fortschritte in meiner Bewusstseinsarbeit gemacht, aber ich lasse mich noch zu sehr von äußeren Einflüssen aus der Ruhe bringe.
Das hat zur Folge, dass ich oft unter depressiven Erscheinungen leide und mir dadurch selbst im Weg stehe.

Aber ich übe weiter mein Bewusstsein zu öffnen und hoffe, dass ich bald einen großen Schritt weiter sein werde.

Liebe Grüße

Nicky
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Re: spirituell leben

Beitragvon Zeitreisender » Do 11. Aug 2011, 01:08

Hallo Nicky,

ich bezeichne mich gerne als Trockenknödel, weil ich die esoterische Schiene die letzten dreißig Jahre eher vernachlässigt habe und mich mehr den Grundlagen allen Sens gewidmet habe. Astrophysik, Quatenmechnik, abstrakte Philosophie, Evolutionstendenzen usw. Und siehe da, stoße ich doch nach der größten Misere meines Lebens vor 5 Monaten auf viele Anhaltspunkte für eine Ordnung hinter der Fassade des Materiellen.
Da war ein Paradigmenwechsel in mir vor sich gegangen, der mich erst einmal zum Buddhismus geführt hat, dann zu allen anderen Glaubensrichtungen und auch dort stehen die Hinweise zwischen den Zeilen, dass eine schöpferische Kraft am wirken ist. Diese Hinweise sind älter als der Materialismus und decken sich mit neuesten Forschungen.
Inzwischen danke ich morgens für die Nacht, abends für den Tag und zwischendurch kontemplatiere ich Gedanken, die Güte, Barmherzigkeit, Verständnis, Einfühlungsvermögen, Glauben und Vertrauen in die Entscheidungen der Schöpfungsgesetzmäßigkeiten beinhalten.
In meinem Flur steht mein Krafttier, ich trage ein Amulett mit einer Bedeutung und entwickel ein Gefühl für Glücksmomente.
Ich esse nur noch, wenn ich wirklich Hunger habe, dann aber ausgesuchte Lebensmittel, lasse Fleisch von skrupellosen Gewalttätern weg, esse also kaum Fleisch, werde immer wacher für Lüge und Ausbeutung und der Prozess verselbstständigt sich von Woche zu Woche. Jetzt passe ich auf, dass ich nicht versuche übers Wasser zu gehen, denn meine Grundlagenforschung geht ständig weiter. Aber ohne Spiritualität will ich nicht mehr leben, denn es gibt Halt und Kraft von "oben".

ZR
Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen. Augustinus
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Re: spirituell leben

Beitragvon Kopfkino » Do 11. Aug 2011, 10:42

Hallo Ihr!

@ Nicki: Ich weiß ganz gut wovon Du schreibst, ich lasse mich auch noch sehr oft aus dem Gleichgewicht bringen. Wie oben im Beitrag beschrieben, was aber auch damit zu tun hat, dass ich noch nicht gut geerdet bin und natürlich auch mit der HS, die ich jetzt erst als Aspekt meines Wesens entdeckt habe, neben den Unsicherheiten die ich sonst noch so in mir trage. Ich habe mit meiner PT auch schon darüber gesprochen, dass ich in naher Zukunft ganz gern Strategien an die Hand bekommen möchte, auf die ich im Alltag zurückgreifen kann. Ich meditiere und versuche mich an Techniken mit denen man sich erden kann. Mittlerweile ist es auch so, dass wenn ich mich niedersetze um zur Ruhe zu kommen, ich sehr schnell in den Zustand komme und ich habe auch schon gemerkt, dass ich etwas standfester geworden bin. Das mit den alten Gedankenmustern ist auch ein wichtiger Punkt. Da kann man wirklich nur mit viel Geduld und Achtsamkeit dran arbeiten. Es dauert einfach etwas, diese Muster die man über Jahre hinweg aufrecht erhalten hat, die einem das Leben für eine gewisse Zeit erleichtert haben, uns aber im Hier und Jetzt eher im Weg stehen, abzulegen.

@ Zeitreisender: Ich gehe einen ganz ähnlichen Weg. Ich versuche auch immer mehr, die Verhaftungen und Täuschungen aus meinem Leben zu streichen und mehr Wahrhaftigkeit zu leben. Kein Augen verschließen mehr vor dem Elend etc. aus egoistischen Gründen, oder wie auch immer. Ich danke auch jeden Tag auf´s Neue und spreche mein Vertrauen zu dem göttlichen Plan aus. Leben kann so einfach sein, wenn man die wenigen wichtigen Wahrheiten lebt. Leider ist es immer noch nicht der Weg der Allgemeinheit, aber ich glaube fest daran dass sich das sehr bald ändern wird.

Lg,

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Re: spirituell leben

Beitragvon Sensi » Do 11. Aug 2011, 16:50

Kopfkino hat geschrieben:Hallo zusammen!


Wir leben überwiegend im Bewußtsein des Hier und Jetzt.

Lg,
Kopfkino


Ich glaube, die meisten leben leider nicht im Bewußtsein des Hier und Jetzt.

Aber das macht für mich Spiritualität aus; im Jetzt zu "sein"; nicht so viel denken, einfach sein.
Oder wie Ayya Khema (eine buddhistische Nonne, die leider nicht mehr lebt) immer sagte: "Nicht so viel denken, mehr lieben".
Ich finde dieser Satz bringt es auf den Punkt.
Und das lieben schließt auch sich selbst mit ein.
Sich selbst auch wertzuschätzen; das mußte ich auch erst in einem langen schmerzhaften Prozeß lernen.
Das was wir immer und immer wieder denken, tritt irgendwann ein (Ursache und Wirkung).

Liebe Grüße
Sensi
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Re: spirituell leben

Beitragvon Kopfkino » Do 11. Aug 2011, 17:28

Damit war rein die Bewußtseinsebene gemeint, wie sich diese gestaltet ist ausgeschlossen. Ob offenen Auges oder blind, von dem Moment getragen in friedvoller Gelassenheit voller Vetrauen und Zuversicht oder kämpfend, davon ist nicht die Rede. Ich finde Deine Ausführungen sehr erstrebenswert, und das ist im Grunde auch das was ich meinte, als ich schrieb dass das Leben eigentlich sehr einfach sein könnte, wenn man die wenigen Wahrheiten lebt. Diese Wahrheiten die jeder in sich trägt und die man mit dem Herzen verstehen muß.
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