Hallo an alle :)

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Hallo an alle :)

Beitragvon Mokona » Fr 9. Mär 2018, 00:21

Hallo Ihr Lieben,

Ich habe vor kurzem dieses Forum gefunden und schon ein bisschen gestöbert.
Ich bin 34 Jahre, weiblich, und vermute dass ich Hochsensibel bin, ich weiß es aber nicht.
Mich würde interessieren, ob es anderen ähnlich erging.
Der HSP Test auf „zartbesaitet“ ergab 288 von 300 Punkten und ich fand mich in vielem wieder, aber nicht in allem.
Ich bin seit etwa einem halben Jahr in Therapeutischer Behandlung, nachdem ich über 1,5 Jahre von Arzt zu Arzt lief, weil ich u.a. plötzlich ständig weinen musste,
oft eine unglaubliche, ungerechtfertigte, Wut empfand (die ich von mir nicht kannte. Ich war nie wütend, oder habe mich lautstark aufgeregt), jede Nacht sehr schwitzte, mir nichts mehr merken konnte und einiges mehr.
Der Therapeut stellte eine Belastungsstörung, bzw. ein Burn-Out fest, und vermutet bei mir eine Vermeidende Persönlichkeitsstörung.
Aber eben hier bin ich mir unsicher, ob es nicht doch ‚nur‘ eine Hochsensibilität ist,
und keine vermeidende Persönlichkeitsstörung.
Seit ich klein bin, wurde mir immer wieder gesagt ich sei zu sensibel, ich soll mir ‚das nicht so zu Herzen nehmen‘, ich sei zu schwach, würde mir immer zu viele Gedanken machen, soll lauter reden, mehr unter Menschen gehen, usw..
Aber ich saß immer lieber an meinem Schreibtisch und habe gemalt. Ich bin gerne alleine und habe gerne meine Ruhe. Ich mag die Stille, und brauche Zeit für mich.
Immer dachte ich, ich sei nicht normal, ich muss mehr so sein wie die Anderen...und mit mir würde etwas nicht stimmen.
Ich habe inzwischen die Abteilung innerhalb der Firma gewechselt und meine Arbeitsstunden reduziert.
Ich laufe jeden Mittag alleine im Wald spazieren und versuche Kraft zu tanken.
Mir geht es inzwischen besser, aber noch nicht wieder gut.
Ich lebe nun seit ein paar Monaten mit meinem Freund zusammen und habe noch keinen Weg gefunden mich Zuhause irgendwie zurückziehen zu können.
Sobald ich mir etwas Zeit für mich nehme, habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht für ihn da bin.
Ich würde gerne wieder malen, nähen, lernen, aber das sind alles Dinge, die ich alleine machen würde, und ihn quasi dafür wegstoßen muss, was ich nicht kann, weil ich ihn nicht verletzen möchte.
Wenn es ihm schlecht geht, war häufiger der Fall ist, geht es mir auch schlecht.
Ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass das nicht mein Schmerz ist, und ich nicht traurig sein muss,
aber das gelingt mir noch nicht. Ich fahre quasi ständig die Gefühlsachterbahn mit.
Ich würde gerne an mir arbeiten, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll.

Liebe Grüße,
Mokona
Mokona
Neuling
 
Beiträge: 2
Registriert: Do 8. Mär 2018, 11:55

Re: Hallo an alle :)

Beitragvon Velvet » Fr 9. Mär 2018, 08:05

Herzlich willkommen hier, Mokona :)!

Nur ganz kurz von mir einen Eindruck: ich denke, du solltest die Diagnosen, die dir gestellt wurden, schon ernst nehmen. "Nur" HS drückt sich nicht auf diese Art und Weise aus, oft ist sie eine Begleit/Nebenerscheinung anderer Störungen. Lediglich zu lernen mit ihr umzugehen, ist dann nicht so wirklich ausschlaggebend für eine Lebensverbesserung bei den Symptomen, die du beschrieben hast.

Mir tut es leid zu lesen, dass du keinen Ort für dich hast. Ich kann deine Gefühle gut nachempfinden, auch, was das schlechte Gewissen betrifft. Für mich ist es das wichtigste überhaupt, auch mal alleinsein zu können, einen eigenen Raum zu haben, in den ich mich zurückziehen kann. Ich konnte das schlechte Gewissen, das ich dabei hatte mithilfe fachlicher Unterstützung ganz gut einschränken. Das hing- und hängt mit ganz vielen persönlichen Lebens-Thematiken zusammen und es lohnt sich sehr, sich das gemeinsam mit einem Therapeuten/in anzusehen und aufzudröseln. Das jedenfalls ist meine Erfahrung, die mir insgesamt das Leben wirklich erleichtert hat. Es ist ein langer und anstrengender Weg und ich bereue nicht, ihn gegangen zu sein.

Viel Kraft für dich wünsche ich dir!
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"But there was nothing out there. Nothing at all. Nothing but desert. Nothing but the silent world. That's why. And no man sees. No woman hears. No one is there. Everything is there." Edward Abbey
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