Ich stelle mich vor..

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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Ich stelle mich vor..

Beitragvon timecoat » So 11. Mär 2018, 22:15

Guten Abend zusammen,

erlaubt mir mich euch kurz Vorzustellen. Mein Name ist Gabriel, 36 Jahre alt und so vermute ich, schon seid ich mich in
dieser Welt eingefunden habe, Hochsensibel. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht Aufgrund von Recherchen auf diesem Forum
wiedergefunden habe. Im besten Falle war es ein Glücklicher Zufall und ich bin sehr froh darüber hier die Gedanken und Gefühle
von Menschen zu lesen, die ihren Mut dazu fanden, sich Auszutauschen.

Meine eigenen Erfahrungen mit meiner Hochsensibilität, decken sich mit sehr vielen Erfahrungsberichten, die ich hier gelesen habe
und es ist wie Balsam für die Seele, sie auf sich wirken zu lassen. Doch Gleichzeitig unterscheiden sich meine Erfahrungen auch sehr
Stark. Irgendwie, und dieses Wort ist absolut realistisch gewählt, ist es mir in meinem Leben gelungen einen Beruf auszuüben, der auf
der einen Seite ein Übermaß an Menschlicher Empathie erfordert und gleichzeitig eine Abschottung der Gefühlswelt voraussetzt.

Wie es auch sei, ich freue mich sehr darauf, mich mit euch auszutauschen und mein Leben mit euren Erfahrungen zu Bereichern.

Beste Grüße

Gabriel
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Re: Ich stelle mich vor..

Beitragvon Anatomica » So 11. Mär 2018, 23:18

Hallo Gabriel,

ich bin sehr neugierig was denn dein Beruf ist, wenn du darüber reden möchtest. Wenn nicht kann ich das natürlich verstehen.
Mein Job ich für mich zum Beispiel sehr wichtig, es ist genau das was ich machen wollte. Oder zumindest auf dem richtigen Weg dahin.
Trotz dessen ist es manchmal schwer, denn eigentlich ist mein Job genau das Gegenteil was man als HSP (ich verallgemeinere hier mal die Grundzüge) als angenehm empfindet.
Es ist stressig, ich kann wenig schlafen, habe mit anstrengenden Menschen und manchmal auch mit unangenehmen neuen Situation zutun die mich sehr stressen.
Ich arbeite im Rettungsdienst, wieso gerade dies mein Wunsch war weiß ich auch nicht. Manchmal denke ich, dass es die Herausforderung ist. Zu sehen wie ich in Situationen reagiere die mich aus meiner sicheren Zone holen. Aber manchmal ist es trotzdem zu viel.
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Re: Ich stelle mich vor..

Beitragvon timecoat » Mo 12. Mär 2018, 12:36

Hallo Anatomica,

ich war eine sehr lange Zeit als NA beschäftigt. Ich habe meinen Job seid November letzten Jahres auf Eis gelegt um mir eine Auszeit von allem zu nehmen. Ortswechsel und einen eher weniger Anspruchsvollen Job waren fürs erste die Folge dieser Entscheidung.

Ich hatte eine Grenze erreicht, die ich so weder Ignorieren noch Tolerieren konnte. Es gibt wenige Jobs, die eine 0% Toleranzgrenze was Fehler betrifft haben und in meinem Fall kommt sogar noch eine Unerträgliche Selbstverständlichkeit hinzu. Im laufe der Jahre musste ich lernen, dass viele den Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid nicht kennen und ich wäre beinahe an diesem Detail Seelisch zerbrochen.
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Re: Ich stelle mich vor..

Beitragvon Anatomica » Mo 12. Mär 2018, 13:27

Das es so schwierig für dich war tut mir leid ich hoffe du bist glücklich jetzt und hast dich erholt.

Ich möchte auch Notärztin werden bzw Chirurgin. Seit ich denken kann möchte ich Ärztin werden.
Ich habe aber große Angst ob ich dem gewachsen bin, da ich schon jetzt merke wie schwer es mir fällt zu sehen wie manche Menschen mit anderen um gehen.
Das ganze Leid und der Schmerz trifft mich heftiger als andere und es ist immer noch schwierig damit umzugehen. Mein Freund arbeitet ebenfalls im Rettungsdienst und ist ein riesige hilfe aber trotzdem bleibt die Angst.
Es ist das einzige was ich immer wollte und die Vorstellung nicht mehr zu wissen womit ich mich identifizieren kann ist ziemlich gruselig
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Re: Ich stelle mich vor..

Beitragvon timecoat » Mo 12. Mär 2018, 14:58

Es ist sicher keine einfache Entscheidung. Doch ich möchte dich gern dazu ermutigen, vielleicht deinen Blickwinkel etwas zu verändern.Schau, der Beruf als Arzt ist sicherlich ein Ehrenwerter und es hat in unserer Gesellschaft einen gewissen Ruf. Es gibt kaum etwas, was so Erstrebenswert ist, als zu Heilen. Aber die Realität ist in vielen Fällen eine andere.

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass es die Dinge sind, mit denen du nicht Rechnest, die dich in diesem Job an deine Grenzen bringen. Doch das würde jetzt den Rahmen sprengen, hier ins Detail zu gehen. Was ich dir aber gern mitgeben möchte ist, dass ich
In keiner Weise deine Wunsch Negieren möchte und das nur, weil meine Erfahrungen sehr Unterschiedlich waren.
Du solltest auf dein Herz hören, doch Vergiss bitte nicht, dass es Unendlich viele Möglichkeiten gibt, Menschen zu helfen und das zu seiner Berufung zu machen. Gerade deine Empathie und dein
Einfühlungsvermögen, bieten dir so viele Möglichkeiten.

Ich möchte dir ans Herz legen, nicht die Frage zu stellen, ob du etwas schaffen kannst oder nicht, sondern eher, gibt es noch andere Alternativen,die dir das geben, was du dir an deinem Ziel Arzt zu werden erhoffst.

" Bitte um Vergebung, aber nie um Erlaubnis"
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