Mein Leben in der Seifenblase

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Mein Leben in der Seifenblase

Beitragvon Caedys » Di 19. Jun 2018, 09:59

Hallo liebe Community,

ich wollte mich auch kurz als Neuling hier im Forum vorstellen, auch wenn ich nicht so recht weiß, wie genau ich das jetzt machen soll.

Um mal auf das Wesentliche Bezug zu nehmen: Meine Hochsensibilität wurde im Rahmen einer Verhaltenstherapie vor ca. 6 Jahren "entdeckt". Die Erkenntnis war für mich von enormer Tragweite, denn ich hadere schon mein Leben lang mit mir selbst und habe nie begriffen, warum ich mich so derartig stark vom "Rest" unterscheide, so schwer Anschluss finde, fast immerzu alleine und sehr schnell überfordert bin von Dingen, die für die Allgemeinheit als normal oder spaßig gelten. Das Nicht-Wissen was mit mir los ist und auch das Unverständnis der Umwelt auf meine "Eigenartigkeit" hat mich dann wohl auch in die Depression getrieben, weil ich mich einfach "fehlerhaft" gefühlt habe. Ich lebe wie in einer Seifenblase und fühle mich oft abgeschnitten von dem, was mich umgibt. Teilweise ist es aber auch genau anders herum. Dann fühle ich mich nicht abgeschnitten, sondern ausgeliefert. Schutzlos. So als ob ich ohne schützende Haut oder Hülle unter den Menschen ausgesetzt bin und deren bloße Anwesenheit um mich herum meine offen liegenden Nerven strapaziert. Da wird an manchen Tagen schon der Weg durch die Menge am Bahngleis zum Spießrutenlauf und der Wunsch sich vor allem und jedem zu verstecken ist riesig.

Erst durch die "Diagnose" (was es in dem Sinne ja nicht ist, aber ihr wisst sicher wie ich es meine) habe ich da etwas mehr Seelenfrieden gefunden. Denn nun hat meine "Eigenartigkeit" einen Namen, das Thema wurde greifbarer und ich habe durch entsprechende Lektüre usw. gelernt worauf ich achten muss, um nicht von der Reizüberflutung weg gespült zu werden. Mein Ruhepol ist die Natur. Im Wald spazieren, in der Wiese liegen, einfach im Grünen sein und alles was es zu sehen und zu hören gibt in mich aufsaugen. Das gibt mir Halt und ich fühle mich für den Moment sicher und bei mir angekommen anstatt - wie sonst so häufig - alleine und verloren in der Welt.

Ja, das mal so als grober Einstieg. Nun werde ich mich hier mal ein wenig umsehen und bin gespannt, was ich so von euch anderen HSPs erfahren und auch lernen kann.

Liebe Grüße

Caedys
“It's rather easy to shine in the light, but to glow in the dark...that's mastery!”(Rick Beneteau)
Caedys
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Re: Mein Leben in der Seifenblase

Beitragvon Träumerle » Di 19. Jun 2018, 15:53

Hallo Caedys,

Schön, dass du hier bist :-)

Vielleicht gelingt es dir ja, wenn du hier vorbei schaust, dass du deine Seifenblase kurz mal zum Platzen bringen kannst, denn das ist dieser tolle Ort hier wirklich wert :-) .

Einen schönen Austausch und alles Gute auch für dein Leben allgemein.

Liebe Grüße,
Träumerle
Ich weiß, ich bin ein HSP,
da ich die Welt ganz anders seh'.
Ich tue dies auf meine Weise,
nämlich ruhig und auch sehr leise.

Für mich ist's eine große Gabe,
wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
Träumerle
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