Vorstellung Feather

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Vorstellung Feather

Beitragvon Featherinthewind » Mi 20. Sep 2017, 16:57

Zuerst einmal wünsche ich euch allen einen guten Abend _moin_

Ich befürchte ja fast, dass jeder der das hier liest sich gefühlt meine halbe Lebensgeschichte antun muss [*]
Es ist einfach so viel, das ich noch verarbeiten muss, seit ich herausgefunden habe, dass ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Hochsensible bin... Also wenn meine Vorstellung irgendwie über das Ziel hinausschießt, sagt bitte einfach Bescheid. U72(

Seit ich ein Baby bin hab ich eine Reihe an ungewöhnlichen Verhaltensweisen gehabt. Ich musste als Säugling deutlich mehr schlafen als andere Babys und war praktisch permanent erschöpft. Sprechen lernte ich ungewöhnlich früh (ungefähr mit einem 3/4 Jahr), wobei ich dann auch noch die Babysprache komplett übersprang. Im Kindergarten war mir dann sehr schnell langweilig und ich fühlte mich teils sozial überfordert- deshalb, und auch weil ich zu dem Zeitpunkt bereits flüssig lesen konnte, schulte man mich bereits mit fünf Jahren ein. Die Psychologin, die das damals genehmigte, sprach bereits die deutliche Mahnung aus, dass ich zwar mit den Leistungen sicher gut klar kommen würde aber ich sozial noch nicht weit genug war.

Tatsächlich machte ich aber in den ersten Jahren kaum Probleme.
Mitten in der ersten Klasse zog meine Familie nach Bayern (vorher hatten wir in Norddeutschland gewohnt), aber auch an die neuen Anforderungen gewöhnte ich mich schnell. In der dritten Klasse dann das erste Desaster. Mitten im Unterricht rastete ich einfach aus. Das passierte regelmäßig und niemand konnte sich einen Reim darauf machen. Das einzige, was ich persönlich noch weiß war, dass ich mich in solchen Situationen einfach komplett fertig mit mir und der Welt fühlte. Ich war überfordert.
Kaum hatten wir aber einen Lehrerwechsel (die Klasse wurde mit der neuen Lehrkraft viel ruhiger) war "das Problem" weg.
Seit diesen "Anfällen" erwarten meine Eltern Jahr für Jahr dass ich mich anpasse. Ich habe grundsätzlich "verschiedene Probleme" in den Griff zu bekommen, denn ich bin ja schließlich dran schuld.
Nachdem verschiedene "Freundinnen" versuchten mich zu "therapieren", was mir dann Zugang zu der Klassengemeinschaft ermöglichte, hörte auch das Mobbing auf, das mich davor aufgrund meines Alters und meiner "Beklopptheit" immerzu verfolgte.
Ich schaffte problemlos den Übergang aufs Gymnasium. Nachdem ich anfangs noch mehr oder minder gewalttätige Auseinandersetzungen mit den (offensichtlich immer wiederkehrenden) Mobbern hatte, lernte ich schnell, dass ich mich anzupassen hatte, wenn das denn mal aufhören sollte. Entsprechend diesem Lernprozess fanden meine Eltern immer wieder weitere Punkte an mir, die ihnen nicht passten und die ich doch bitte ändern sollte. Ich wurde zum Chamäleon. Jemand möchte, dass ich diese und jene Eigenschaft anlege, ich schaffe es mich so zu verhalten als hätte ich das getan. Es gibt nachher keine Komplimente, kein Lob aber ich erspare mir unnötige Diskussionen. Meine Leistungen wurden mit jedem Jahr besser, parallel dazu (das sieht dann aber keiner) meine Klassengemeinschaft harmonischer und ruhiger.
So in der Schule.
Daheim jedoch fühlte ich mich sehr häufig hoffnungslos überfordert. Ich hörte mir Tag für Tag an, dass ich "zwar ganz okay als Tochter sei aber der und der Punkt störte noch. Ob ich mich bitte darum kümmern würde."
Teils kam ich von der Schule und brauchte so dringend eine Pause ALLEINE, aber meine Mutter kam mit dieser Sache, den Hausaufgaben und zig anderen Dingen. Ich wurde sofort überreizt. Nach kurzer Zeit endete es in einem Streit, den ich danach so sehr bereute, dass ich vor lauter schlechtem Gewissen keinen Schritt mehr tun konnte. Ich versuchte mein Problem in Worte zu fassen.
Je nachdem WAS mich überreizte versuchte ich es meinen Eltern zu erklären. "Mum, ich KANN nicht mehr", "Ich hab so viele Gedanken im Kopf dass ich nicht mehr klar denken kann" und "VERSUCHT doch mal mich zu verstehen" waren da regelmäßige Rechtfertigungsversuche im Streit.
Da aber ausnahmslos jeder Streit in Strafen ausartete ("Du hast zu viele Gedanken im Kopf- muss vom Handy kommen. Eine Woche Verbot", "Du "Kannst" irgendwie immer dann nicht, wenn du mal was tun sollst. Vielleicht sollten wir dir mehr Hausarbeit geben, du bist ja so verwöhnt."), beließ ich es bei einfachen Wutanfällen, weil mir einfach alles zu viel wurde und verschwand dann.

Inzwischen bin ich, wie gesagt, in der 11. Klasse und obwohl ich wirklich versucht habe, meinen Bedürfnissen (damals konnte ich sie halt nicht benennen) nachzugehen, fühle ich mich mehr und mehr abgestumpft.
Ich hatte auch eine Identitätsfindungskrise, wie wahrscheinlich jeder hier. Ich WUSSTE einfach dass es einen Grund für mein andersartiges Verhalten geben musste. Lange Zeit stufte ich mich einfach als hochbegabt ein, was aber nur meinen (sehr) hohen Bedarf nach Diskussionen, meine sehr guten Zensuren und vielleicht meine Naivität in Sachen Sarkasmus/Sprüchen erklärte. Mein Vater stufte mich als autistisch ein, was mir persönlich sehr wehgetan hat. Ich verstand/verstehe doch die meisten Menschen ohne Mühe und verdanke dieser "Einfühlsamen Seite" auch die meisten meiner Freunde!
Irgendwann klickte ich durch Zufall (oder Intuition, wie ich es nennen würde) auf einen Forenbeitrag irgendeines Forums, bei dem die Person ihre Hochsensibilität beschrieb. Auf merkwürdige Art und Weise fühlte ich mich sofort angesprochen und machte sofort den verlinkten Test (zartbesaitet, wen es interessiert ^^). Das Ergebnis: 295 Punkte von 300.
Und das, obwohl ich mich an viele Punkte aus meiner Kindheit erst später erinnerte - Dinge, die mir einfach entfallen waren, weil ich so sehr abstumpfte.
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Featherinthewind » Mi 20. Sep 2017, 16:58

Es hat nicht sehr lang gedauert und ich hatte die ersten 4 Kapitel des Buches "Zartbesaitet" gelesen, mich in nahezu jedem Punkt zu 100% wiedergefunden und gewusst: das bin ich.

Ich habe fast geheult vor Freude. Ich konnte endlich erklären wieso ich eine so enge Verbindung zur Natur habe (mein Zimmer ist ein halber Dschungel), ich ein derartig ausgeprägtes Helfersyndrom habe (ich schwebe auf Wolke 7 wenn ich jemandem geholfen habe- egal wie lächerlich diese Hilfe ausfällt), ich in anderen lese wie in einem Buch während sie mich im Gegenzug Tag für Tag mit groben Bemerkungen verletzen. Ich konnte verstehen warum ich so eine ausgeprägte Stressanfälligkeit habe und auf Gerüche, Geschmäcker und optische Reize so stark reagiere.
Ich verbringe den halben Tag in meiner Gedankenwelt, aber auch das war nicht mehr schlimm. Ich verstand, dass das drückende Gefühl gegen Ende des Unterrichts einfach Überreizung ist. Dass auch alle anderen Eigenschaften von mir nicht schlimm sind. Und ich kann endlich aufhören mich ständig anpassen zu wollen.

Das einzig traurige ist, dass ich mit keiner meiner Freundinnen über alles reden könnte. Ich habe einer, die jene Themen versteht und eine andere mit der ich lachen kann. Ich spüre dass sie anders sind, ebenso wie mein Vater und wahrscheinlich meine Schwester und Mutter. Daher erhoffe ich mir hier ein paar Gleichgesinnte ^^

Nun kann ich natürlich bis ich ausziehe mein Leben nur begrenzt an meine HS anpassen, was mich deutlich stört.

Aber... die Zeit wird es bringen.

Danke fürs Zuhören^^

GlG Feather
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Katze » Mi 20. Sep 2017, 18:00

Hey Feather,
Da hast du aber eine extreme Geschichte hinter dir... Super, dass du hergefunden hast!
Ich hatte zwar immer Glück mit meiner HS, kann deine Probleme aber echt gut nachvollziehen (Empathie und so). Geht es dir denn jetzt besser, weil du einen Begriff dafür hast? Beziehungsweise willst du etwas ändern? Vielleicht aufhören, Chamäleon zu sein?
Dieses Gefühl, wenn man über HS stolpert und dann auf einmal ein Wort hat, eine Erklärung, einen Grund-gigantisch, oder?
Herzliche Grüße,
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Nachtkerze » Mi 20. Sep 2017, 18:02

Hallo Featherinthewind,
herzlich Willkommen im Forum!
Ich habe gerade interessiert deine Vorstellung gelesen, einiges hat mich an meine Kindheit und Jugend erinnert. Starkes Schlafbedürfnis seit Babyalter bis heute, die Erwartung von außen, doch bitte anders zu sein, das Gefühl, nicht richtig zu sein, die Fähigkeit, sich allen beliebigen Situationen bestens anpassen zu können und sich dabei selbst zu verlieren...
Wahnsinn, wie reflektiert du in deinen jungen Jahren schon bist! Hätte ich in deinem Alter die Möglichkeit gehabt, mich zu informieren, wie das heute möglich ist, wäre mir einiges an bitteren Erfahrungen erspart geblieben. Sehe es als riesengroße Chance, schon in jungen Jahren zu lernen, dass du so wie du bist, gut und liebenswert bist, völlig egal, was andere über dich sagen. Ich musste dafür über dreißig werden. :-)
Einen interessanten Austausch dir!
Viele Grüße Nachtkerze big_haekeln
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Featherinthewind » Mi 20. Sep 2017, 19:33

Oh Mann...

Das ist echt absolut unerwartet, dass ihr so bald antwortet... :))))
Ein dickes fettes Danke dafür ^-^
Und auch dafür dass ihr es einfach versteht... ich fühl mich so gut wie lang nicht mehr!

@Katze
So bis jetzt ist mir das noch gar nicht richtig aufgefallen(also dass das extrem ist); man denkt immer andere habens noch viel schlimmer... aber wenn man selbst praktisch sein Leben so liest sind da wirklich ein paar vermeidbare Dinge dabei;)

Zu deinen Fragen:

Viel besser. Es ist mir einfach sehr schwer gefallen; dieser Zwiespalt zwischen dem Bedürfnis sich zu akzeptieren und der, sich anderen anzupassen- jetzt kann ich das einfach mit gutem Gewissen streichen. Das ist mir sehr viel Wert.

Ich kann es sicherlich versuchen. Mein persönliches Ziel wäre jetzt mal Selbstfindung und schauen, wieviel von meiner gespielten Rolle wirklich "Ich" bin bzw. Welche Teile von mir ich einfach verdrängt habe.

Das beste Gefühl überhaupt... als wäre man plötzlich geerdet worden.
Wie kommst du mit deinen Mitmenschen zurecht, wenn ich das mal so fragen darf?

@Nachtkerze
Ja... es ist ein furchtbares Gefühl immer anders sein zu müssen. Das mit dem Schlafen hab ich übrigens auch noch^^ ich schlafe 8, 9 Stunden und merke dass es trotzdem bei weitem nicht genug ist. Deshalb bin ich auch Fraktion Langschläfer:D

Die Anpassungssache scheint echt so ein Ding von uns HSlern zu sein ;) naja die meisten von uns können ja auch die Reaktionen und Meinungen von anderen sehr gut abschätzen.
Das traurige ist wirklich dass man sich verliert. Man merkt es nicht, aber man fühlt sich wie ein gepuzzelter Mensch mit Tarnkleidung. Sich selbst auszugraben ist echt hart...
Danke sehr ^^
Das kann ich mir sehr gut vorstellen -.- ich finde es so traurig, dass praktisch keiner Bescheid weiss! Und wem man sagt "hey, ich bin übrigens Hochsensibel" der lacht einen aus und glaubt man hält sich für was besseres (weiss ich aus Erfahrung)
Das sehe ich tatsächlich als Chance. Ich wünschte ich hätte es noch früher gemerkt, dann hätte ich mir wohl fast 10 Jahre Selbstscham wegen der Grundschulsache gespart;)

Danke sehr!!! Ich bin überzeugt dass ich den haben werde :))

Ganz liebe Grüße euch beiden :D

Feather
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Katze » Mi 20. Sep 2017, 19:46

Wie ich mit meinen Mitmenschen zurechtkomme? Gute Frage eigentlich... Wie immer gibt es die, mit denen man klarkommt und die, die man nicht leiden kann. Ich habe eine Handvoll Freunde, wenige, aber sehr enge. Und ich mag alle von ihnen <3. Dann gibt es den Haufen Menschen, mit denen ich gut reden kann, die ich aber eher in die Kategorie "Bekannte" stecke-kurzer Smalltalk, Gruppenarbeiten und sowas, aber nicht mehr. Und das unvermeidbare Häufchen von Leuten, denen ich aus dem Weg gehe-die ich einfach zickig, oberflächlich, nervig oder kräftezehrend finde. Aus dem Weg gehen eben.
An sonsten gebe ich mir Mühe, mit allen gut klar zu kommen und die richtige Mischung zwischen Empathie und Abgrenzung, Distanz und Nähe zu waren.
Die, die mich kennen, akzeptieren mich, die, die mich nicht kennen, lasse ich in Ruhe.
Wie kommt du denn klar, Feather?
Und jetzt muss ich Schluss machen. Langschläfer in der Schulzeit...
Herzliche Grüße
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Golbin » Mi 20. Sep 2017, 20:33

Hallo Feather,

herzlich WIllkommen im Forum, auch wenn jetzt schon viele Antworten sind.

Du hast eine lange Lebensgeschichte. Aus dem, was du schreibst, scheinst du schon viel über dich, deine Bedürfnisse, dein Umfeld und dein Leben nachgedacht zu haben. Damit bist du weiter als manch ein Mensch mit 50. Du weißt sehr viel über dich. Das ist aus meiner SIcht gut. Ich möchte dich gern ermutigen, deinen Weg weiterzugehen und deiner Wahrnehmung zu vertrauen.

Ich hoffe, du findest gier im Forum und auch an anderer Stelle, viele Informationen, die dir weiterhelfen. Besonders für deine Sehnsucht nach Ruhe (keine Reize, kein Stress, usw.) und für deine Andersartigkeit kannst
du aus meiner Sicht hier viel finden. Wenn du magst, stöbere einfach mal in Ruhe herum. Es gibt hier ganz tolle Geschichten, und das Beste an denen ist, dass sie real sind.

Zu zwei anderen Punkt möchte ich dir Inhaltlich Rückmeldung geben. Du schreibt, dir reicht dein Schlaf nciht. Ich kenen das von mir, weil ich oft sehr lebhaft, wild und abentuerreich träume. Dann wache ich auf und bin wie gerädert. Ich habe mir wache Ruhephasen zugelegt, Spaziergängen, Musik und Tasse Kaffee, Schreiben, Lesen. Ein Leben mit wenigeR Schalf und mehr Ruhe finde ich persnölcih erholsamer und ausgeglichener als eines mit mehr Schlaf.

Der andere Punkt ist die Überreizung, gerade nach der Schule Hier mag ein kleines Ritual helfen. WEnn du eine verständnisvolle Mutter hast, kannst du es sogsar mit ihr absprechen. WEnn man nach Hause kommt, macht man etwas für sich, oft das gleiche. Das kann ein Kaffee sein, eine Viertelstunde Musik oder ein SPielchen auf dem Handy. Es wird zu einem Ankommensritual, das entspannt. Ich mache das nach der Arbeit mit meiner Frau beim Kaffee. Wir erzählen abwechselnd wie der Tag war. Ganz ruhig und entspannt. Jeder weiß ein wenig wie der Tag des anderen gelaufen ist und somit auch wie er drauf ist. Dein Ritual muss nicht zu zweit sein, das kann auch etwas für dich allein sein.

Viele Grüße
Wolfgang aka Golbin
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Deine Wahrnehmung zeigt dir deine Welt.
Toleranz ist zu akzeptieren, dass dieselbe Welt für uns unterschiedlich ist.
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Featherinthewind » Mi 20. Sep 2017, 21:44

@Golbin

Danke sehr^^

Ich freue mich trotzdem über jede Antwort! :D

Ja, das stimmt wohl- für mich persönlich ist Selbstreflexion seit jeher ein wichtiger Bestandteil meines Lebens gewesen. Besonders natürlich wegen unserer Andersartigkeit... _wol_

Danke ein weiteres Mal... ich fühle mich tatsächlich schon bestärkt und das macht mich wirklich sehr glücklich #bäh#

Ich bin mir zu 100% sicher dass dieses Forum mehr Inspiration und Informationen für mich bietet als sonst irgendwas... und die Community hier ist echt der Hammer will ich mal so gesagt haben _läch_

Meine Träume sind da sehr ähnlich... das Problem ist bei mir dann im speziellen, dass ich alle 2h einfach regelmäßig aufwache. Doofe Geschichte besonders mit einem hohen Schlafbedürfnis 647&/
Den Tipp werde ich mir definitiv zu Herzen nehmen!!
Mir ist auch schon aufgefallen dass z.B. abendliches Schmökern in einem Buch durchaus meine Müdigkeit am nächsten Tag verringert... Interessant: So würde ich mir einen ruhigen Moment auch vorstellen _grin_

Aaah...ein Vorschlag ganz nach meinem Geschmack! Ich habe nämlich eine ausgeprägte Vorliebe für Rituale ^^
Ja, ich denke das liesse sich umsetzen xD
Ich komme zwar sehr unregelmäßig aus der Schule, aber da lässt sich sicher was machen ^-^

Die beiden Tipps sind wirklich Gold wert;)

Ganz liebe Grüße

Feather

PS: ist deine Frau auch HS wenn man fragen darf? ^^
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon blauesklavier » Do 21. Sep 2017, 06:42

Hallo feather,

danke für deinen sehr lesenswerten Beitrag.

Ich finde es klasse, dass du alles so klar beschreiben kannst und ich freue mich, dass du so zeitig herausgefunden hast, dass du HS bist. Ich habe dafür auch deutlich länger gebraucht. Also sei bitte nicht traurig, dass du es JETZT erst herausgefunden hast. Es ist der Schlüssel, um sich besser kennen zu lernen.

Für mich ist Selbstfindung im Übrigen ein lebenslanger Prozess. Zumindest glaube ich, dass es einer ist, da ich immer wieder neues entdecke, manchmal über mich hinaus wachse. Die Basis ist aber erst einmal, dass man seine Grundzüge kennt.

Ich muss mich regelmäßig "beruhigen", dass es okay ist, wenn ich schneller k.o. bin als die anderen. Und dass es okay ist eine Pause zu machen. Und dass 9h Schlaf okay sind. Und dass ich eben mit weniger Zeit klar kommen muss. Ich finde das nicht immer leicht. Aber: Ich merke, je mehr ich nach meinen Bedürfnissen gehe, umso besser geht es mir.

Du findest deinen Weg.

Liebe Grüße,
blauesklavier
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Re: Vorstellung Feather

Beitragvon Katze » Do 21. Sep 2017, 14:16

Hallo Feather,
Ich mache das auch so mit einem Ritual nach der Schule-bei mir ist es eine gewisse Zeit lesen (irgendwas, nur nichts für die Schule.) Ich habe auch die Theorie, das wir HS nochmal "anders" lesen-Emphatie, Stimmungen usw.
Und mit dem Schlafen könntest du mal probieren, dir feste Zeiten einzurichten (falls du sie noch nicht hast) und davor mindestens eine halbe Stunde "nichts" zu tun-lesen, Musik hören, Meditieren, Yoga, was für dich eben passt.
Herzliche Grüße,
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