Hallo, ich bin mit dem Thema HSP noch nicht sehr vertraut, suche hier nach Kontakten, Anregungen oder einfach Informationen.
Zu meinem Hintergrund: Ich bin Ende 30, seit vielen Jahren verheiratet und habe drei Kinder. Ein schwaches Selbstwertgefühl, leichte Kränkbarkeit und eine romantisch-zärtliche Ader haben mir bisher das Leben eher schwer als leicht gemacht. Das passt nicht zu einem gestandenen Mann und macht mich zum Manipulations-Opfer meiner Umwelt.
In Gesellschaft anderer fühle ich mich überhaupt nicht wohl, bin leicht erschöpft und lebe sehr in mich zurückgezogen.
Ich habe mich immer für einen sehr sinnlichen Menschen gehalten und darunter gelitten, dass ich das nicht ausreichend genug ausleben konnte.
Vor ein paar Jahren haben meine Eheprobleme begonnen, vermutlich wegen meiner Sensibilität, die leicht zu Kränkung und Frust bei mir führt. Die Phase, als meine Kinder sehr klein waren, war für mich eine unerträgliche Belastung. All das wirft mir meine Frau vor und kann damit mittlerweile gar nicht umgehen.
Ich habe vor 4 Wochen eine Psychotherapie begonnen, bei der ich gar nicht wusste, welche "Krankheit" ich mir selbst attestieren sollte. Also habe ich erst mal alle meine Probleme aufgezählt. Die Psychologin hat sich das alles angehört und ein paar Vorschläge zur Therapie gemacht. Aber ich hatte irgendwie den Eindruck, solange ich nicht weiß, was mir wirklich fehlt, kann ich nicht an mir arbeiten. Ich hab nach Traumata in meiner Kindheit gesucht und keine gefunden.
Letzte Woche habe ich zufällig einen Beitrag über HSP gelesen und mich irgendwie darin sofort erleichtert wiedergefunden. Ich hab den Test unter hochsensibel.org gemacht und hatte 193 Punkte, ab 163 gilt man als hochsensibel. Diese Erkenntnis habe ich meiner Psychologin vorgestellt, aber die meine nur, es wäre völlig egal, weil mir das sowieso nicht weiter hilft. Es könnte genauso eine schizoide Störung sein oder anderes, es komme nur darauf an, wie man damit umgeht und wie man mir hilft. Sie hat ja ein Stück weit recht, aber ich fühle mich trotzdem wohler, wenn ich das Kind beim Namen nennen kann und mich mit irgendetwas identifizieren kann. HSP kann ich gut annehmen und erkenne darin auch die positive Seite meiner Kreativität, meines Einfühlungsvermögens, meiner Empathie und meiner sehr komplexen Denkweise.
Da ich mittlerweile kurz vor der Trennung von meiner Frau stehe, ist die Beschäftigung mit dem Thema HSP als Ursache für meine Situation ein Teil meines Reifungsprozesses.
Ich hoffe auf nette Kontakte, Menschen mit Verständnis und offenen Worten und regen Gedanken- und Gefühlsaustausch.
Liebe Grüße
Christian

,sei willkommen hier in unserer forumsgemeinde,wir sind alle hier feinfühlig und leicht verletzlich fragil eben.
lieben gruß aus wien stanzi

, ähem, nee Korrektur: sensibel und reflektiert, weil nur sensibel ist dann doch wirklich zu anstrengend, das hatte ich gerade), "höre" ich gern zu bei der sensiblen Männerwelt und staune, freue mich und lerne.
(ein Klischee, das in den meisten Fällen wirklich zutrifft, manno...