vor kurzer Zeit habe ich ein Buch gelesen "Was Hochsensible glücklich macht". Da wusste ich noch nicht, dass ich wirklich dazu gehöre, geahnt habe ich es wohl schon sehr lange. Als ich dieses Buch, was ich nur empfehlen kann, gelesen habe, habe ich erst einmal geweint, weil ich traurig darüber war, dass ich es nicht schon früher herausgefunden habe. Ich habe immer versucht anders zu sein, denn ich war immer zu sensibel, zu lieb, zu still, zu einsam, zu ängstlich, zu scheu und und und. Ich habe immer gedacht, ich muss so werden wie die anderen und jetzt habe ich erkannt, dass man das wohl nicht therapieren kann und dass es so viele gute Seiten hat.
Ich habe noch ein Buch danach gelesen. Es heißt: Still, die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt. Es ist auch empfehlenswert. Jetzt weiß ich, dass ich wohl auch eher in die introvertierte Ecke gehöre.
Ich bin noch immer ein wenig traurig darüber, dass ich dies nicht mit 20 herausgefunden habe, dann hätte ich vielleicht mehr zu mir stehen können, statt ständig zu versuchen anders zu sein.
Ich habe einige Texte von Euch gelesen und es ist erstaunlich, wie oft ich mich dort wiederfinde.
Ich bin aber auch ein humorvoller Mensch, der bin ich aber meist nur, wenn ich mit engen Freunden zusammen bin. Ich habe hier etwas über das Verliebtsein gelesen, ich weiß nicht mehr wer es geschrieben hat, da fiel mir etwas über diese extremen Gefühle beim Verliebtsein ein, was ich in einem Buch gelesen habe, vielleicht gefällt es Euch und bringt Euch ein wenig zum Schmunzeln:
Zitat aus Eat, Pray, Love
Abgesehen davon habe ich bei Männern ein Abgrenzungsproblem. Oder vielleicht ist das nicht ganz richtig ausgedrückt. Um ein Problem zu haben, müsste ja erst mal eine Abgrenzung erfolgt sein, nicht wahr? Ich aber gehe völlig in dem geliebten Menschen auf. Ich bin eine durchlässige Membran. Wenn ich jemanden liebe, kann er alles von mir haben. Meine Zeit, meine Hingabe, meinen Arsch, mein Geld, meine Familie, meinen Hund, das Geld meines Hundes, die Zeit meines Hundes - alles. Wenn ich jemanden liebe, lade ich mir all seinen Kummer auf, übernehme all seine Schulden(und zwar jeglicher Art), beschütze ihn vor seiner eigenen Unsicherheit, projiziere alle möglichen guten Eigenschaften auf ihn, die er nie wirklich entwickelt hat, und kaufe Weihnachtsgeschenke für seine gesamte Familie. Ich schenke ihm Sonne und Regen, und wenn beides nicht erhältlich ist, überreiche ich ihm einen Sonnen- und Regengutschein. Das alles und mehr gebe ich, bis ich so erschöpft und ausgelaugt bin, dass die einzige Möglichkeit, meine Batterie wieder aufzuladen, darin besteht, mich in jemand anderes zu verknallen.
Ich freue mich sehr auch Euch.
Würdet ihr mir vielleicht schreiben, woher ihr kommt und gibt es vielleicht auch Treffen von Hochsensiblen?
Jetzt wünsche ich Euch erst einmal süsse Träume
Würde mich freuen, von Euch zu hören.
Ganz liebe Grüße aus Düren
Eure Schmusekatze

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