Ich habe heute mal im Internet nach "Ängsten bei Kindern" gesucht, vielmehr nach eventuellen Ratgebern...
Auf der Suche danach, kam ich als erstes auf einen Beitrag von "Kristallkindern" über viele weitere Seiten dann zu Hochsensibilität, und schließlich zu diesem Forum hier.
Kurz zu mir: Ich bin Mama(40) von einem 11 jährigen Sohn. Seit 2007 vom Kindsvater getrennt, seit 2008 in einer neuen Beziehung lebend. Wir wohnen in einer gemeinsamen Wohnung.
Was mich hier bewegt hat zu schreiben.....nun, ich glaube selbst hochsensibel zu sein, und ein ebensolches Kind zu haben.
Mein Sohn wird schon immer als "Sensibelchen" bezeichnet. Er ist irgendwie kein "typischer Junge"...
Er liebt z.Bsp. die schönen Dinge wie, Musik, Kunst, singt gerne...sein Zimmer gleicht einem Lichtermeer...er liebt die Gemütlichkeit.Sport macht er nur, weil es ein Pflichtfach in der Schule ist...
Auch sonst traut er sich nur wenig zu....wenn gleich er dann wieder manchmal zu spontanem Mut neigt. (Beispiel: an einem Rundflug mit dem Hubschrauber teilnehmen; ohne Mama!)
Zu viel Unruhe und Hektik lehnt er ab, es scheint ihn teilweise zu erschöpfen.
Nach unserem Umzug in einen anderen Stadtteil, dauerte es gut ein halbes Jahr, bis er feste Freundschaften gefunden hatte.
Ich sehe ihn oft als einen "Träumer"...und andersrum wird ihm nachgesagt, er rede zu erwachsen...er mache sich zu viele Gedanken um andere...
Und...wir haben ein Problem, das viel mehr andere als eines empfinden, weniger ich...
Es gibt seid er ca. 1 Jahr alt war Schlafprobleme. Diese äußern sich so, dass er immerwieder Momente hat, wo er nicht alleine schlafen möchte. Mein Sohn "kämpft" dann so lange mit mir, bis ich schließlich bei ihm schlafe, oder er bei mir. Wenn er weiß, dass ich die Nacht bei ihm verbringe, schläft er SOFORT friedlich ein.
Dann gibt es wieder Wochen, da klappt das alleine schlafen super.
Ich fühle mich in diesen Momenten, in denen er mich braucht, teils etwas hilflos....denn....ich weiß das es aus pädagogischer Sicht besser wäre, ihn allein schlafen zu lassen, zumindest wird mir das immer wieder nahegelegt...kann dem aber nicht standhalten...denn, liege ich bei ihm...verspüre ich wohl die gleiche innere Ruhe wie mein Sohn.
Dieses Bedürfniss nach nächtlicher Nähe, tritt meist dann bei meinem Sohn auf, wenn er etwas erlebt hat, das er wohl abends nicht schafft zu verarbeiten.
Es ist schwer mit außenstehenden darüber zu reden...denn die meisten glauben wohl, man verstecke sich hinter einer "neuen Erfindung" - Hochsensibilität....doch wenn ich hier die Beiträge mitlese, fühle ich mich irgendwie verstanden.
Meine Frage an euch ist.....habt ihr selbst Erfahrungen mit hochsensiblen Kindern gemacht, oder erinnert ihr euch an die eigenen Gefühle in eurer Kindheit?
Und...wie gehe ich mit der eventuellen Hochsensibiltät meines Sohnes um?
Sage ich ihm, dass ich glaube, das er hochsensibel ist? Fällt es ihm so vielleicht leichter, sich selbst besser anzunehmen?
Ich würde mich sehr freuen hier eure Erfahrungen zu lesen, und mich einfach mal verstanden zu fühlen...
Liebe Grüße
sensibelmum



