HS und die Berufsfrage

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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HS und die Berufsfrage

Beitragvon tootsie » Fr 28. Okt 2011, 14:24

Hallo,
ich bin über das Buch von Lüllings "Hochsensible Lastenträger" auf das Thema HS gestoßen. Bin Christin und fand das Buch sehr erhellend.

Meine Herausforderungen sind:
- ich höre alles (werde von allem wach, schlafe schlecht)

- nehme die Stimmungen der anderen schnell und meist treffsicher wahr
--> deshalb eile ich oft als Erste zu Hilfe (und übertrete meine Zuständigkeiten und Kräftegrenzen)
--> deshalb bin ich sauer auf andere, die scheinbar tatenlos zusehen, wenn jemand leidet (in Wirklichkeit haben sie es oft einfach garnicht bemerkt. Das begreife ich aber jetzt erst.)
--> bin schlecht darin, mich abzugrenzen und Nein zu sagen. Werde dann sauer auf die andern (die können ja nichts dafür!).

- speichere viele Informationen ab, die ich bei Anfragen auch zur Hand habe und gegeneinander abwäge. Diese Eigenschaft hielt ich immer für selbstverständlich und setzte mich deshalb auch nicht durch, wenn jemand anderes meine Argumente (Gegenargumente, Warnungen) nicht ernst nahm. Später ärgere ich mich dann sehr über mich selbst (wenn sich meine Informationen/Meinung als richtig erweist), weil ich mich im entscheidenden Moment nicht durchgesetzt habe bzw. nicht auf meine (meist sehr fundierte) Ansicht verlassen habe. Fühle mich auch nicht ernst genommen, das ist sicher ein weiteres Problem...

- liebe Musik, Fotografie und eigentlich alles, was Gefühlen Ausdruck verleiht. Besonders Musik verleiht mir Flügel...
--> leide aber darunter, dass ich in diesen Feldern nicht mehr aktiv bin. Hab früher gemalt, musiziert, geschauspieltert. Würde gerne alles machen und mache zurzeit fast nichts mehr davon.

- liebe den Umgang mit Kindern sowie alten (oft weisen!), kranken (oft demütigen) und geistig behinderten (oft authentisch und lustig) Menschen.
--> leider arbeite ich aber nicht mit ihnen. Habe selbst noch keine Familie und auch keine Grosseltern. Ich frage mich, warum ich nicht einen Beruf ergreife, der damit zu tun hat.

- mein beruflicher Fleiß hält sich in Grenzen und manchmal hoffe ich, dass es keiner merkt. Denn eigentlich habe ich eine gute und grosszügige Ausbildung von meinen Eltern ermöglicht bekommen und ich habe den Eindruck, dass ich diese Ausbildung und Talente garnicht ausschöpfe. Am liebsten würde ich nur halbtags arbeiten, weil bei Schreibtischarbeiten meine Konzentration schon nach 3-4 Stunden nachlässt. Aber mit Anfang 30 ist mir das peinlich, dass ich anscheinend "faul" oder "langsam" bin.

Nur bei Arbeit mit Menschen bin ich unermüdlich, merke garnicht wie die Zeit vergeht und starte durch wie eine Kanone...
--------------------------------

MEIN HAUPTANLIEGEN:
Wie und wo finde ich meine Berufung?


Bin für alle Tipps dankbar! Ich bin auch bereit, Berufsfindungsseminare zu belegen oder mir Bücher anzuschaffen.

Ich will eigentlich aus der Kommunikationsagentur, wo ich arbeite weg. Mein Chef schummelt mir viel zu viel und denkt auch noch, dass ich es nicht merke. Meine Kollegin ist lieb, aber von einem total andern Stern. Ich arbeite hier als Selbständige, also rechne nur so viele Stunden ab, wie ich tatsächlich arbeite. Das erlaubt mir einen gewissen Freiraum.
Aber doch bin ich nicht glücklich. Alles plätschert vor sich hin. Viele Dienstleistungen, die wir anbieten, finde ich doof und überflüssig. Ich hätte ausserdem gerne ein Kollegium, wo man sich austauscht und mal zusammen Mittagessen geht oder ähnliches. Wir sind zu dritt und kommen gut aus, haben aber privat nichts gemein.

Mir fehlt der
- Umgang mit netten und fähigen Kollegen
- einen Beitrag zu etwas GUTEM leisten zu können
- einen motivierenden Chef zu haben, mit dem man GEMEINSAM arbeitet (er lässt mich immer so machen, wie ich will, aber da lerne ich nichts)
- im direkten Austausch mit Menschen zu sein

Ist jetzt wirklich lang geworden
Ich weiss, ich bin sehr anspruchsvoll mit dem, was ich suche, aber man sollte nie aufhören, nach den Sternen zu greifen, oder?

Viele Grüsse,
Eure Tootsie

Öhöm: leider krieg ich die süssen Smileys nicht hier in meinen Post rein. Habe keine Übung darin... schade (-:
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon Kopfkino » Fr 28. Okt 2011, 19:06

Hallo Tootsie! _hello_

Ja, die Frage nach dem "richtigen"/ passigen Job beschäftigt mich auch. Ich habe auch noch keinen grünen Zweig (beruflich gesehen) erreicht. Es verlangt noch nach Orientierung/ Reflektion. Aber ich bin guter Dinge, da ich mich auf dem richtigen Weg befinde, auf dem ich früher oder später auch auf diesen Schatz der Erkenntnis stoßen werde. Ich drücke die Daumen dass dies für Dich auch gelten wird. icon_winkle Deine Herangehensweise ist schon ganz pfiffig.

Herzlich willkommen im Forum! sm_06

Lg,

Kopfkino _flöwer_
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon Kopfkino » Fr 28. Okt 2011, 19:08

Ich weiss, ich bin sehr anspruchsvoll mit dem, was ich suche, aber man sollte nie aufhören, nach den Sternen zu greifen, oder?


_reib_
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon KönigsKind » Sa 29. Okt 2011, 22:48

tootsie hat geschrieben:Hallo,
ich bin über das Buch von Lüllings "Hochsensible Lastenträger" auf das Thema HS gestoßen. Bin Christin und fand das Buch sehr erhellend.

Meine Herausforderungen sind:
- ich höre alles (werde von allem wach, schlafe schlecht)

- nehme die Stimmungen der anderen schnell und meist treffsicher wahr
--> deshalb eile ich oft als Erste zu Hilfe (und übertrete meine Zuständigkeiten und Kräftegrenzen)
--> deshalb bin ich sauer auf andere, die scheinbar tatenlos zusehen, wenn jemand leidet (in Wirklichkeit haben sie es oft einfach garnicht bemerkt. Das begreife ich aber jetzt erst.)
--> bin schlecht darin, mich abzugrenzen und Nein zu sagen. Werde dann sauer auf die andern (die können ja nichts dafür!).

- speichere viele Informationen ab, die ich bei Anfragen auch zur Hand habe und gegeneinander abwäge. Diese Eigenschaft hielt ich immer für selbstverständlich und setzte mich deshalb auch nicht durch, wenn jemand anderes meine Argumente (Gegenargumente, Warnungen) nicht ernst nahm. Später ärgere ich mich dann sehr über mich selbst (wenn sich meine Informationen/Meinung als richtig erweist), weil ich mich im entscheidenden Moment nicht durchgesetzt habe bzw. nicht auf meine (meist sehr fundierte) Ansicht verlassen habe. Fühle mich auch nicht ernst genommen, das ist sicher ein weiteres Problem...

- liebe Musik, Fotografie und eigentlich alles, was Gefühlen Ausdruck verleiht. Besonders Musik verleiht mir Flügel...
--> leide aber darunter, dass ich in diesen Feldern nicht mehr aktiv bin. Hab früher gemalt, musiziert, geschauspieltert. Würde gerne alles machen und mache zurzeit fast nichts mehr davon.

- liebe den Umgang mit Kindern sowie alten (oft weisen!), kranken (oft demütigen) und geistig behinderten (oft authentisch und lustig) Menschen.
--> leider arbeite ich aber nicht mit ihnen. Habe selbst noch keine Familie und auch keine Grosseltern. Ich frage mich, warum ich nicht einen Beruf ergreife, der damit zu tun hat.

- mein beruflicher Fleiß hält sich in Grenzen und manchmal hoffe ich, dass es keiner merkt. Denn eigentlich habe ich eine gute und grosszügige Ausbildung von meinen Eltern ermöglicht bekommen und ich habe den Eindruck, dass ich diese Ausbildung und Talente garnicht ausschöpfe. Am liebsten würde ich nur halbtags arbeiten, weil bei Schreibtischarbeiten meine Konzentration schon nach 3-4 Stunden nachlässt. Aber mit Anfang 30 ist mir das peinlich, dass ich anscheinend "faul" oder "langsam" bin.

Nur bei Arbeit mit Menschen bin ich unermüdlich, merke garnicht wie die Zeit vergeht und starte durch wie eine Kanone...
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MEIN HAUPTANLIEGEN:
Wie und wo finde ich meine Berufung?


Bin für alle Tipps dankbar! Ich bin auch bereit, Berufsfindungsseminare zu belegen oder mir Bücher anzuschaffen.

Ich will eigentlich aus der Kommunikationsagentur, wo ich arbeite weg. Mein Chef schummelt mir viel zu viel und denkt auch noch, dass ich es nicht merke. Meine Kollegin ist lieb, aber von einem total andern Stern. Ich arbeite hier als Selbständige, also rechne nur so viele Stunden ab, wie ich tatsächlich arbeite. Das erlaubt mir einen gewissen Freiraum.
Aber doch bin ich nicht glücklich. Alles plätschert vor sich hin. Viele Dienstleistungen, die wir anbieten, finde ich doof und überflüssig. Ich hätte ausserdem gerne ein Kollegium, wo man sich austauscht und mal zusammen Mittagessen geht oder ähnliches. Wir sind zu dritt und kommen gut aus, haben aber privat nichts gemein.

Mir fehlt der
- Umgang mit netten und fähigen Kollegen
- einen Beitrag zu etwas GUTEM leisten zu können
- einen motivierenden Chef zu haben, mit dem man GEMEINSAM arbeitet (er lässt mich immer so machen, wie ich will, aber da lerne ich nichts)
- im direkten Austausch mit Menschen zu sein

Hey,
ich bin auch Christin und glaube an Gott und kenne das Buch auch. Es gibt so eine christliche Firma "x-pand" die u.a Bücher & Seminare über Berufung anbietet- vllt wäre das ja etwas für dich=) http://www.xpand.eu/de/berufungs-akadem ... bensplanun

Zum Thema Beruf hätte ich einen Vorschlag, was vielleicht etwas für dich sein könnte- " Ergotherapie" (http://berufenet.arbeitsagentur.de/beru ... t&status=K)
Das kann man entweder studieren oder eine Ausbildung machen.
Ich bin gerade in der Ausbildung dazu und finde es toll !


liebe den Umgang mit Kindern sowie alten (oft weisen!), kranken (oft demütigen) und geistig behinderten (oft authentisch und lustig) Menschen.


Bei Ergotherapie kann man entweder in einem Fachbereich z.B. in einer Werkstatt für Behinderte bzw. in der Arbeitstherapie oder in einer Einrichtung arbeiten.
Oder man hat eine Praxis bzw. arbeitet in einer und dort kommen Kinder mit Entwicklungsstörungen, Problemen mit der Händigkeit , AdHS;
sowie Behinderte (geistig und körperliche) und man arbeitet mit Schlaganfallpatienten, Ms-Patienten zusammen, oder in der Geriatrie und macht dort Wasch/Anziehtraining , Beschäftigung für alte Leute etc.

Das Kreative kommt in der Ergotherapie auch nicht zu kurz. Mithilfe von Filzen, Speckstein, Ton, Holz etc. versucht man, (verlorengegangene) Fähigkeiten von Patienten zu fördern

Allerdings arbeitet man eher alleine , also Therapeut- Patient, aber in einer Praxis sind meistens mehr Mitarbeiter, sodass man sich mit diesen über die Patienten austauschen kann.
Und man verdient nicht so viel..

Liebe Grüße von Königskind
Ich hoffe dir hilft meine Antwort zumindest ein bisschen..
PS: Guck mal in Psalm 25,4 :) Gott wird dir den richtigen Weg zeigen :)
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon tootsie » Mi 2. Nov 2011, 14:33

Hallo, ihr Lieben! Danke für die Begrüssung!

@ Kopfkino: Danke für die Ermutigung! Hab grad gesehn, dass wir fast gleich alt sind. Schön. Bin übrigens in Do geboren. Wohne aber nicht mehr in NRW.
Würd mich ja seeehr interessieren, was Du beruflich bisher so gemacht hast. Oder in welche Richtung Du tendierst.

@ Königskind: Ja, schön der Psalm. DANKE! Manchmal geht mir das Gottvertrauen flöten.
Du hast wohl eine Gabe zur Predigerin, wenn ich Deine Beiträge lese. Schön. (-;
Ergotherapie find ich schon interessant. Werd ich mir mal ansehen. Nach einer Berufsausbildung, Studium und dann einigen Jahren Berufserfahrung in der "Kopfarbeit", weiss ich nicht, ob es meiner "intellektuellen Neugier" entspricht. Mein Kopf liiiiebt die Herausforderung.
In meiner Freizeit mache ich Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Macht grossen Spass. Vielleicht reicht das auch schon als Ausgleich. Ach, ich weiss es nicht. Ich steck irgendwie fest. Kein vor, kein zurück. _nüxweiss_

Hab auch Deinen link über xpand gesehn. Habe ich auch schon auf der Liste von den Ratgebern, die ich bemühen will, wenn ich wieder mehr Zeit habe. Hast Du mal ein Seminar von denen mitgemacht?
Viel Segen für Deinen Tag!

Viele Grüsse an alle,
Tootsie
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon KönigsKind » Fr 4. Nov 2011, 23:00

Hi tootsie :)


Du hast wohl eine Gabe zur Predigerin, wenn ich Deine Beiträge lese. Schön. (-;

Danke, aber ich denk eher so als Ermutigerin=)
Ich war mal auf einer Jugendfreizeit und da hat xpand einen Seminar über die Berufswahl angeboten (und ich glaub auch über Liebe und Partnerschaft), allerdings ist es schon ein paar Jahre und ich weiß nicht mehr genau was es war. Aber ich glaube, die manchen es schon gut und weil es noch christlich ist, ist es doch optimal:). Ich habe auch ein Buch von xpand zuhause:" Explore" und es schon mal halb durchgearbeitet und mich doch ein bisschen besser dadurch kennengelernt:).
Ergotherapie find ich schon interessant. Werd ich mir mal ansehen. Nach einer Berufsausbildung, Studium und dann einigen Jahren Berufserfahrung in der "Kopfarbeit", weiss ich nicht, ob es meiner "intellektuellen Neugier" entspricht. Mein Kopf liiiiebt die Herausforderung.

Cool, vielleicht wird es ja dein neuer Beruf, wer weiß:)
In meiner Freizeit mache ich Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Macht grossen Spass. Vielleicht reicht das auch schon als Ausgleich. Ach, ich weiss es nicht. Ich steck irgendwie fest. Kein vor, kein zurück. _nüxweiss_

Cool, dass du dich für Menschen mit Behinderung engagiert, was machst du da genau, wenn man fragen darf?

Lg, KönigsKInd
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon tootsie » Sa 5. Nov 2011, 11:46

Hallo Königskind,

na klar darfst Du fragen... 1güt - Fahre im Sommer jeweils 1 Woche (als Studentin konnt ich auch mehrere Wochen) auf ein Sommerlager mit Menschen mit Behinderung. Meistens im Ausland. Das ist die beste Woche meines Jahres. Ich erhalte viele "Geschenke" von den Gästen, die mich ins Staunen versetzen. Natürlich: ich selbst im Gegenzug gebe auch viel Energie. Aber es ist eine Energie, die ich gerne investiere und ich fühle dabei: ich lebe!

Man lernt so viel von den behinderten Gästen. Z.B. Geduld. Ich war letztes Jahr mit einer Frau in der Campwoche zusammen, die starke Spastikerin war. Sie hat oft 10Mal wiederholen müssen, was sie mir sagen wollte. Immer wieder neue Anläufe... und ich musste immer nur sagen: "Hannah, entschuldige, aber ich habs schon wieder nicht verstanden". Und daraufhin lachte sie nur und sagte es in Engelsgeduld NOCH EINMAL. Wie ich sie dafür bewundert habe!

War auch auf Pilgerfahrt mit behinderten und alten Menschen.

Ausserdem hab ich einen Neffen mit Down Syndrom, den ich sehr liebe _floating_heart

Und dann ist da noch was. Schwer zu beschreiben. Ich fühle die Begegnung mit dem Versehrten in einem grösseren Rahmen, nämlich als eine direkte und unverfälschte Begegnung zweier Herzen. Und dies ist wiederum ist eine Begegnung mit dem Herrn. "Was ihr dem Geringsten tut...".

Und Du? Was bewegt Dich daran?

Wünsche Dir einen schönen Samstag! _flöwer_
Tootsie
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon Triiine » Mi 23. Nov 2011, 20:39

Hallo Tootsie,
ich bin auch neu hier und bin über genau da selbe Buch aus HSP aufmerksam geworden, nach GEsprächen mit einem Psychitherapeuten habe ich es gelesen und mich darin sehr schnell wieder gefunden. Ich bin auch Christin und kenne das mit der beruflichen Situation nur zu gut. Ich war auch lange auf der Suche und bins theoretisch immer noch...ich erzähle dir mal kurz von mir, vieleicht hilft dir das ein bissl weiter
Ich bin 23 Jahre alt und habe vor 5 Jahren meinen realschulabschluss gemacht. Anschließend wollte ich Ergotherapeutin lernen wurde aber von keiner staatlichen Schule angenommen wegen meiner 4 in Mathe icon_redface und eine privatschule konnte ich mir nicht leisten. So lernte ich Krankenschwester, die theorie und auch die Praxis machten mir viel Freude, ich liebe Menschen und ich bin happy wenn ich Ihnen dienen kann. In der Ausbildung schaffte ich es nur einsen zu schreiben was in der Schule nie möglich war. Auf Station kam ich mit den Patienten und auch dem Personal stets gut zurecht doch alle Kollegen sagten ich müsse mir in härteres Fell zulegen sonst würde ich kaputt gehen und da ich das nicht schaffte passierte dies auch. Nach einem Jahr war ich so fertig weil nichts im Krankenhaus so lief wie ich es für richtig erkannt hatte und ich fast täglich mit Patienten weinen musste.... Ich erlitt einen Zusammenbruch und beschloss die Ausbildung abzubrechen doch mein Ausbilder überredete mich zumindest das Examen in der Krankenpflegehilfe zu machen und somit die Sache abzuschließen, Ich ging darauf ein, machte das Examen mit 1 und beschloss zunächst mit meinem damaligen Verlobten eine Bibelschulausbildung zu absolvieren doch diese musste ich nach einem Monat abbrechen weil ich aufgrund von Magersucht in eine Klinik aber das ist eine andere Geschichte.
Nachdem ich entlassen wurde begann ich zunächst in einer Schule für geistig behinderte Kinder zu arbeiten was mir sehr gut gefiel denn ich entdeckte das Gott mir wirklich ein Herz für diese Kinder geschenkt hat und ich in dieser Arbeit förmlich aufgehe. Jetzt arbeite ich in einer Wohnstätte für geistig und körperlich behinderte Menschen habe aber noch immer keine höhre Ausbildung. Ich beschäftige mich privat viel mit der förderung der mir anvertrauten Menschen, bringe mir selbst die Blindenschrift bei und lerne Gebärdensprache. Durch meine geringe Ausbildung habe ich viel Zeit für die Menschen, muss keine Tabletten stellen o.ä. auch wenn mein Ego oft drückt ich bin Gott sehr dankbar für alles und ich wünsche Dir das du auch einen Beruf findest in dem du wachsen kannst
Was hälst du denn von Heilerziehungspflegerin?
Sei ganz lieb Gegrüßt
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon tootsie » Do 24. Nov 2011, 14:51

Hallo Triiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiine,

danke für den Tipp! Hatte noch nie von Heilerziehungspflege gehört. Hab mich grad mal schlau gemacht. Sehr interessant. Hätte das mal vor 10 Jahren machen sollen.

Nun habe ich ein abgeschlossenes Studium und eine Berufsausbildung und ich weiss nicht, ob es Spass macht, nochmal mit Leuten um die 20 3 Jahre auf der Schulbank zu sitzen. Ich fürchte, da würde ich ungeduldig werden. Aber wer weiss???!!

Ich habs auf meine Ideen-Liste gesetzt und bedanke mich auch für Deinen vertrauensvollen Bericht aus Deinem Leben. Hier gibts ne Diskussionsrunde zu "Glaube und HSP" - vielleicht interessant für Dich?

Lieben Gruss _hello_ _hello_ _hello_ _hello_ ,
Tootsie
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Re: HS und die Berufsfrage

Beitragvon KönigsKind » Sa 10. Dez 2011, 23:00

@tootsie:
Ich finde Ergotherapie toll, weil ich dann später mit unterschiedlichen Menschen arbeiten kann, ihnen helfen kann auf eine kreative Weise:) Und wenn ich dann mal einen Bereich ein bisschen satt habe, kann ich in einen anderen wechseln. Ich weiß noch nicht genau in welchem Bereich ich mal arbeiten werde.
Soviele Erfahrungen mit behinderten Menschen habe ich ehrlich gesagt noch nicht, aber das wird irgendwann kommen:)
Jesus sagt ja mal in der Bibel: "Die gesunden brauchen keinen Arzt"- ich möchte gerne kranken Menschen helfen und ihnen( wenn möglich von Gott erzählen,der sie so liebt wie sie sind; )

@ Triine: Kostet denn eine Heilerzieherausbildung nicht auch Schulgeld? Cool, dass du auch Christin bist:) Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Ergo und einer Heilerzieherin?

Be blessed:)
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