Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Hallo, gut dass du hier bist - wir sind schon neugierig auf dich!

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Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Kiki » So 16. Okt 2011, 18:08

Hallo an Alle,
mein Name ist Kirsten (Spitzname Kiki) und ich bin seit 47 Jahren auf dieser schönen, aber etwas anstrengenden Welt. Ich freue mich den Weg in diese "Familie" von Gleichgesinnten gefunden zu haben.

Nach einem emotional wieder einmal komplett anstrengenden Urlaub mit Freunden bei Freunden in Griechenland, war mir klar, es muss einen Grund geben, warum die Welt für Andere so anders ist als für mich. Immer wieder gab es z.B. Stress, weil ich nicht stundenlang warten konnte, wenn ich Hunger hatte _bash_

Ich erinnerte mich daran, dass mir eine Freundin mal erzählte, dass es HSP gibt und dieser Hunger-ALARM eines der Merkmale ist. Und, obwohl ich wenig Lust verspürte eine weitere Baustelle aufzumachen (bin seit 20 Jahren in Therapie wegen Depressionen, Borderline- und Bipolar-II-Störung, Suchtverhalten, Zwängen, usw.), hab ich mich daran gesetzt und recherchiert.

Die Erkenntnis, dass ich eine HSP bin und sich damit ungefähr ALLE meine bisher nicht-therapierbaren Verhaltensweisen erklären lassen, hat mich fast umgehauen freüde

Habe dadurch derartig viel Hoffnung schöpfen können, dass ich mal eben von einer Krise mit suizidalen (echter Ausnahmefall, da auch ansonsten mein Leben gerade völlig im Umbruch ist) Gedanken in eine Pionier- und Aufbruchstimmung geraten bin, die mir einfach saugut tut!!

Werde mich hier erst mal etwas weiter umsehen, aber es brennt mir in den Fingern sozusagen, meine Fragen und Ideen mit Euch zu teilen und in den Austausch zu gehen. Spüre genau, hier (na ja, vielleicht nicht genau hier, sondern mehr im Thema HSP) liegt meine Zukunft. Das ganze Leiden und Lernen in den Jahren muss einfach einen Sinn gehabt haben.

Über PN´s freue ich mich immer und es gibt auch garantiert eine Antwort. Also bei Fragen an mich oder dem Wunsch nach persönlichem Austausch, einfach ran an die Tastatur. Ich freue mich!

Herzliche Grüße aus dem Norden,
Kirsten
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Kopfkino » Di 18. Okt 2011, 09:57

Hallo Kiki!

Schön, dass Du hergefunden hast! sm_06

Habe dadurch derartig viel Hoffnung schöpfen können, dass ich mal eben von einer Krise mit suizidalen (echter Ausnahmefall, da auch ansonsten mein Leben gerade völlig im Umbruch ist) Gedanken in eine Pionier- und Aufbruchstimmung geraten bin, die mir einfach saugut tut!!


Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man sich wieder so einen riesigen Schritt näher gekommen ist. Auch für mich war es eine sehr wichtige Entdeckung auf dem Weg zu mir selbst, da ich nun achtsamer mit mir bin und gewisse Andersartigkeiten meine Aufmerksamkeit bekommen und ich sorgsam mit mir umgehe. Es besteht aber noch Entwicklungsbedarf.
Projekt: Endlich leben, wie mein HS- Herz es benötigt. icon_winkle

Lg,

Kopfkino _flöwer_
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Kiki » Fr 21. Okt 2011, 00:39

Kopfkino hat geschrieben:
Projekt: Endlich leben, wie mein HS- Herz es benötigt.


Hallo Kopfkino, hallo an Alle,
ich hatte schon einmal vor ein paar Tagen eine Antwort hier verfasst - leider ist die im Cyber-Nirwana verschwunden (wohl das Problem mit dem automatischen Ausloggen bei langen Texten). Ich versuche, meine Gedanken nochmals zu fassen zu bekommen...
_jümp_

Das o.g. Projekt steht auch bei mir ganz oben auf der Liste. Meine derzeitige Lebensaufgabe sozusagen.

Seitdem ich von meinem HSP-Sein weiß, nehme ich die Welt ganz anders wahr und gebe mir anderen Raum zu Sein. Es hat vielem die Schwere genommen. Und es zeigt mir neue Wege. guckstduhier

Nee, meine ganzen ursprünglichen Gedanken kriege ich gerade nicht mehr gepackt. Schade. Aber trotzdem Danke an Kopfkino für diesen schönen Satz. Er begleitet mich gerade durch meine Tage. Und natürlich auch lieben Dank für das Willkommen. Tut gut, mich willkommen fühlen zu dürfen.

Liebe Grüße,
Kirsten
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon ja » Mo 28. Nov 2011, 20:56

guten abend kiki!


nun bereicherst du ja schon ein paar tage das forum,
ich hoffe du fühlst dich hier wohl und angenommen,

grüsschens,
ja.
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Kiki » Di 29. Nov 2011, 23:48

Liebe JA,
danke für das Wort "bereichern", fühle mich geehrt icon_redface .

Und ja, ich fühle mich hier sehr wohl und auch angenommen. Eure Beiträge und das überwiegend wirklich liebevolle Miteinander sind auch eine Bereicherung für mich und mein Leben.

Ich merke jedoch, dass ich mich durch die Diskussionen "wer oder was ist HSP, und vor allem was nicht" etwas gebremst fühle darin, mich in Gänze zu zeigen. Z.B. umgehe ich es seitdem konkret über Seelenverletzungen o.ä. zu sprechen und merke, wie ich diese Themen vermeide oder umschreibe.
Hoffe, dass ich diese Scheu wieder ablegen kann. _panik_

Nochmals herzlichen Dank für Deine interessierte Nachfrage und alles Gute für Dich.

Nordische Grüße
Kiki
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon ellen71 » Do 22. Dez 2011, 14:57

Finde das Thema Hunger bzw. Appetit interessant.
Aus religiösen Gründen wollte ich zweimal pro Woche einen Fasttag einlegen. - Klappte aber nicht.
Ich muss regelmäßig essen, wenn auch kleinere Portionen.
Und wenn ich Hunger habe, muss ich mir gleich was zubereiten. Wenn ich zwei Stunden warte, ist der Hunger weg und ich fühle mich seelisch leer.
Wünsche allen eine frohe Osterzeit!
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Jennifer » Do 22. Dez 2011, 17:15

Ich bin auch total ausgelaugt, wenn ich Hunger habe.. Gerade gestern gab es mal wieder eine Situation.. Wir waren in der Innenstadt, da dort jedoch das Mittagessen das 4-5fache kostet (nicht in D, wir befinden uns gerade in Barranquilla..) wollten meine Schwaegerinnen zunaechst zurueck in unser Viertel fahren..
Es war nur ein leichtes Hungergefuehl und die Hitze, aber ich war total ausgelaugt, die 45 Minuten Busfahrt verliefen mehr oder weniger apathisch, habe kein Wort gesprochen und nach einer Weile die Augen geschlossen, obwohl ich mir waehrend der Fahrt eigentlich gerne die suedamerikanische Stadt anschaue, um jeden Eindruck festzuhalten, doch da wurde es schlichtweg zu anstrengend, voellig ausgelaugt eben.
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon Kiki » So 8. Jan 2012, 20:06

Oops, ich bin ja hier noch 2 Antworten "schuldig" _biggrin_

Jo, das Thema Hunger/Essen ist wirklich ziemlich zentral in meinem Leben - diese direkte Verbindung vom Magen zur Seele...

Es gibt ja auch die medizinischen Erkenntnisse, dass Essen (vor allem bestimmte Speisen für Frauen bzw. Männer) auf den Serotoninspiegel und damit auf die Stimmung wirken. Das wird wohl bei den hungerbedingten Stimmungsschwankungen eine große Rolle spielen. Bei den HSP kommen dann die körperlichen Missempfindungen wie der knurrende, schmerzende Magen, Kälte, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Schwindel, o.ä. erschwerend hinzu und dann kann der abstürzenden Seele nichts mehr entgegen gesetzt werden.

Entdecke bei mir leider inzwischen auch sehr oft, dass ich Essen als "Tröster" einsetze. Die guten Gefühle, die ein leckeres Essen oder Naschi´s auslösen, sind wohl das direkte Pendant zum o.g. Absturz. Ich beobachte mich hier sehr genau, da ich 1. nicht unreflektiert einen "Ersatz" konsumieren will und 2. schaue, für was ich denn den Ersatz brauche.

Das Gute ist aber, dass ich als HSP meist auch kleine Mengen schon als GROSSEN Genuss empfinden kann, genau hin schmecke und mir mit viel Achtsamkeit auf der Zunge zergehen lasse. So hat die höhere Reizaufnahme hier wirklich etwas Gutes !!

In diesem Sinne: guten Appetit und am besten immer eine leckere Nussmischung gegen den kleinen Hunger zwischendurch in der Tasche (habe eine kleine Tupperdose immer dabei). Ich liebe es, mir dann jeweils eine andere Kombination von Nüssen in den Mund zu stecken und genau zu erschmecken, wie diese Kombination ihr jeweiliges Aroma entfaltet. Und der Hunger ist dann erst einmal etwas gezähmt und ich kann mit etwas mehr Ruhe die nächste Mahlzeit organisieren. Ganz klar hat bei mir aber die tägliche Essensplanung A-Priorität. Meist schon 1-2 Tage im Voraus, damit es keine Engpässe gibt. Und wenn ich unterwegs bin und nicht sichergestellt ist, dass es etwas gibt, nehme ich gern einen Eiweißmilchshake (z.B. Almased) und etwas Obst mit. Damit kann ich dann auch ganz gut eine Mahlzeit überbrücken. Ersatzweise Würstchen oder Käse und Gemüsesaft. Das ist bei mir im Urlaub im Süden häufig mein Mittag, wenn ich nur Halbpension gebucht habe.

Was macht Ihr denn so gegen den "Hunger-Überfall" ? Bin neugierig auf Eure Ideen _hello2_

Leckere Grüße an Alle,
Kirsten
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Re: Nordlicht auf der Suche nach Wissen

Beitragvon ellen71 » So 8. Jan 2012, 20:24

Also Nussmischung in der Tupperdose wäre mir etwas zu kalorienreich - außerdem problematisch für Allergiker.
Aber ansonsten stimme ich dir zu: lieber kleinere Portionen über den Tag verteilt, als große Mahlzeiten, die man dann kaum runter kriegt.

Am schlimmsten finde ich groß Essen gehen am späten Abend. Erstens bin ich da oft schon sehr müde und zweitens, bis das Essen endlich serviert wird, hab ich dann gar keinen Hunger mehr.
Hinterher schläft man schlecht oder liegt stundenlang wach.

Ich habe immer Obst daheim, esse zwischendurch gerne einen Apfel.
Sehr gerne auch Joghurt. Am liebsten Bircher-Müsli-Joghurt, das ist etwas ergiebiger.
Abends hat sich auch eine Schale Müsli mit warmer Milch gut bewährt. Habe festgestellt, dass ich darauf gut schlafe. Das wärmt den Magen und sättigt.

Tagsüber gerne mal ein Müsliriegel, gerne mit Blaubeeren, Kokos und Joghurttopping - himmlisch! _flöwer_
Oder auch lecker: Soft-Cranberries. Kann man gut dazu geben. Schmeckt super fruchtig!
Wünsche allen eine frohe Osterzeit!
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