Hallo ihr,
ich bin auch neu hier. Irgendwann ist mir "HSP" schonmal begegnet und ich dachte: "Haha, ich doch nicht. Ich bin taktlos, unsensibel, egoistisch und total durchgedreht."
Am Wochenende wurde ich in einem anderen Forum direkt angesprochen, habe daraufhin den Test gemacht und 284 Punkte. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich lese hier einige Dinge, die ich kenne:
- Beeinflussbarkeit durch Stimmungen anderer,
- Gewissenhaftigkeit und Perfektionismus,
- Kreativität,
- Probleme mit Menschenmengen,
- Schmerz- und Lärmemfpindlichkeit.
In meiner Kindheit wurden Gefühle komplett "überformt": Wir hatten die Gefühle zu haben, die unsere Eltern gerade von uns erwarteten, meist sollten wir fröhlich sein. Etwas anderes wurde nicht geduldet.
Ich habe mich immer "falsch" gefühlt, Angst vor anderen Menschen gehabt. Letztlich zog ich mich sehr zurück, um mich zu schützen.
Da ich auch noch andere unschöne Dinge erlebt habe, habe ich es immer auf mich geschoben und gedacht, dass ich mich eben verändern und zusammenreißen muss, damit alles gut ist.
Dazu passte auch, dass ich immer wieder zu hören bekam: "Nun hab dich nicht so!", "Du musst mal unempfindlicher sein!", "Legen Sie sich doch mal ein dickes Fell zu." - Selbst im Coaching wurde mir letzteres schon gesagt - ohne einen wirklich guten Tipp, wie ich das anstellen solle.
Jahrzehntelang habe ich mir selber und meinen Empfindungen nicht getraut. Derzeit sortiere ich gerade mein Leben neu und naja, nun überlege ich eben, ob ich hochsensibel sein könnte, das würde zumindest einiges erklären.
Viele Grüße,
Schwefelfell

