ich nutze gerade (hoffentlich sinnvoll) die Zeit und Ruhe im Urlaub bei meinen Schwiegereltern, um mich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Nach einer turbulenten Woche mit sehr viel Herzschmerz und grosser Enttaeuschung finde ich langsam wieder zu mir.
Ich bin diesen Monat 29 geworden, verheiratet, habe 3 Kinder.
Mein Mann ist deutlich juenger als ich, meine 2 aeltesten stammen aus erster Ehe und leben nicht bei mir, doch wir haben Kontakt. Das Juengste hat das Down Syndrom.
Ja, ich habe mich immer anders gefuehlt. Als Kind war ich sehr zurueckgezogen, viele hielten mich fuer arrogant, weil ich kaum mit anderen geredet habe. Innerlich herrschte aber immer ein tobendes Unwetter.
In meiner ersten Ehe habe ich mich weitgehend den Umstaenden angepasst, mein damaliger Mann als auch Schwiegermutter waren sehr dominant. Ich trennte mich nach 5 Jahren, da er gewalttaetig und Alkoholiker war/ist.
Uebers Internet lernte ich dann meinen Kolumbianer kennen, er ist sehr ruhig und harmonisch, leider zeigt er auch wenig seine Gefuehle.
Als mein Sohn geboren wurde, war es ein tiefer Einschnitt im Leben. Er kam mit einem Herzfehler auf die Welt, Nebenerscheinung des Down Syndroms. Wir verbrachten Monate im Krankenhaus. Er wurde operiert und entwickelt sich prima inzwischen. Im April wird er 3. Ich allerdings habe seit dieser Zeit massive Probleme mit mir selbst und meiner Umwelt. Ich habe das Gefuehl, meine Mitmenschen zu ueberfordern, aber auch das Gefuehl, selbst aufpassen zu muessen, nicht zu zerbrechen in manch schwieriger Situation. Andererseits ist es schoen, das Leben so intensiv zu spueren, doch oft wird es dann doch zuviel, aber es ist schwierig auszuweichen. Manchmal hilft nur eine Dusche oder der Rueckzug ins Bett, wenigstens fuer einige Minuten, um mich selbst zu sammeln.
Ich koennte noch so viel dazu schreiben, aber das geht wohl ueber die "Vorstellung" hinaus
Also ich freue mich auf einen regen Austausch.
LG

