HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Was gibt es neues und interessantes? Diskussionen zum Ursprung von Hochsensibilität!

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HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 22. Sep 2017, 10:27

Hallo zusammen,

aus immer wiederkehrenden Anlässen stößt mir (seit ich hier im Forum bin) das Thema Esoterik + HS auf. Ich hatte mir erst überlegt, ob ich das Thema mit in den „dunkle Seiten“-Thread einbringen soll (zumal ja auch dort Zusammenhänge zu „Religiösem“ leicht angeklungen waren), aber das hätte das Ganze dort dann doch zu sehr in eine Richtung überdehnt, so dass ich es jetzt hier separat bei „Religion und Spiritualität“ unterbringe.

In anderen Strängen hier, in denen ich Glaubens-Themen erlebt habe, sind einige Diskussionen eher unglücklich verlaufen, insbesondere wenn derlei Ansichten dort auch hinterfragt wurden. Das habe ich bedauert, allerdings: es wurde dann leider auch gar nicht mehr weiter darüber diskutiert.

Es gab die These, dass sich unter den Usern hier im HS-Forum oder unter Menschen, die sich als "hochsensibel" sehen, womöglich besonders viele esoterisch befasste Menschen tummeln. Ich weiß nicht, ob das stimmt (Statistik?), trotzdem habe ich auch den subjektiven Eindruck, dass esoterisch-glaubensmäßige Überzeugungen hier sehr viel häufiger zur Sprache kommen als je in meinem sonstigen Umfeld „draußen“.

Jetzt kann man solche Beiträge einfach ignorieren, oder aber man kann dagegen angehen - oder auch, was ich gerne tue, versuchen, für solche Zusammenhänge Erklärungen zu suchen.

Zunächst einmal:
Esoterik (von altgriechisch ἐσωτερικός esōterikós „innerlich“) ist in der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs eine für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis bestimmte philosophische Lehre, im Gegensatz zu Exoterik als öffentlichem Wissen. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, etwa synonym mit Mystik, oder auf ein „höheres“, „absolutes“ Wissen. Im Rahmen der „Esoterikwelle“ wird der Begriff seit den späten 1970er Jahren darüber hinaus in sehr freier Weise für ein breites Spektrum verschiedenartiger Lehren und Praktiken gebraucht. (Wikipedia)

Ich selbst stamme aus einem nicht religiös orientierten Elternhaus. Meine Berührungspunkte mit esoterischen Richtungen erschöpfen sich in einem sehr rudimentären Kennenlernen von I Ging, Tarot, Astrologie – und das vor 1000 Jahren, und nur weil Freunde das toll fanden. Aber ich konnte mit alledem nichts anfangen. Ich bin also mitnichten mit einem inner circle der Glaubens-Eso-Szene vertraut.
(Und so fände ich es z. B. auch interessant, wenn sich hier jemand schon intensiver und aus persönlicher Erfahrung damit befasst hat, dann Abstand davon gesucht hat und davon berichten könnte, wie er das sieht ...)

Und der Zusammenhang mit HS? – Da gab es in einem anderen Strang schon ein paar spannende Hypothesen (kann man ja hier, an dafür passender Stelle, vielleicht gerne noch mal schreiben :-) ).
Warum diese nicht weiterspinnen, bzw. natürlich auch warum diese überhaupt weiterspinnen?

Nach meiner Ansicht lohnt es sich, Dingen auf den Grund gehen zu wollen und nicht nur dabei stehen zu bleiben „Ist doch jedem seine Sache“ (obwohl es so stimmt, wenn derjenige es ausschließlich zu seiner Sache macht), sondern zusätzlich (!) zu überlegen und zu spekulieren:
a) Über welche Wege es zu solchen möglichen Esoterik-HS-Verbindungen kommen kann?
b) Wozu diese Verbindungen womöglich dienen?
c) Was sie womöglich für Konsequenzen für den Einzelnen und auch für seinen Umgang mit anderen haben?

(Nur nebenbei: Wertfreie Betrachtung?? Sorry, da kenne ich mich zu gut, kann ich in diesem Fall für mich nicht wirklich garantieren icon_winkle .)

Ich interessiere mich eben für Menschen und auch dafür, was sie sich für eine Welt- und Selbstsicht zusammenbasteln, auch wenn mich das Ergebnis persönlich manchmal erschreckt (und das meine ich leider nicht ironisch).
Umgekehrt brauchen die Vertreter dieser hier angesprochenen Ansichten ja nicht mitlesen, wenn sie sich dadurch verletzt fühlen würden. Oder sie haben sogar Lust, sich zu beteiligen?

Ich fange mal mit einem ersten Erklärungsversuch an:
Ich könnte mir vorstellen, dass esoterisch Interessierte sich speziell vom vermarkteten HS-Konzept angezogen fühlen könnten, da von dessen Verkäufern immer wieder auch Annahmen und Schlussfolgerungen angeboten werden, die als Magnet dienen könnten: Als HSP habe man eine quasi natürliche Neigung zur „Spiritualität“, erlebe tiefere und mehr Sinneswahrnehmungen als dies „Normale“ tun, von einem „open mind“ für Energien, Schwingungen, Übersinnlichem ist die Rede, HSPs hätten ein tieferes oder höheres Bewusstsein … Kurz s. o.: Im Rahmen der „Esoterikwelle“ wird der Begriff (Esoterik) seit den späten 1970er Jahren darüber hinaus in sehr freier Weise für ein breites Spektrum verschiedenartiger Lehren und Praktiken gebraucht. - In sehr freier Weise! Warum also nicht auch im Zusammenhang mit der Hochsensibilitätstheorie?

Ich interessiere mich sehr für eure Antworten zu diesem Thema
und grüße euch!

Anima
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon Unabell » Fr 22. Sep 2017, 11:08

Hi!!
Ich beteilige mich gerne!!
Doch ich weiss nicht, ob ich dir irgendwie hilfreich bin.

Ich weiss nämlich von allem eigentlich gar nix.

Ich weiss nur, was ich aus Erfahrung weiss, und was sich im Laufe meines Lebens bei mir entwickelt hat.
Wie ich die Welt wahrnehme und wie ich sie sehe.

Von esotherikern im Allgemeinen habe ich einst beschlossen Abstand zu nehmen. Zumindest die, die ich eine Zeit lang kennen lernte, waren irgendwie durchgeknallt.
Aber das sind wohl nicht alle.
Ich habe vor ein paar Monaten eine nette Frau kennengelernt, die vollkommen korrekt in meiner Ansicht ist.
Ein für mich seltener Fall.

Ich weiss nicht. Ich kann mit vielen Begriffen nicht so viel anfangen. Denn so viele Durchgeknallte gibt es, die sich als etwas bezeichnen. Oder etwas verfolgen aus Mode?

Ich weiss nicht.

Mittlerweile..wenn mich jemand darauf anspricht, sage ich schon, dass ich esoterisch veranlagt bin.
Aber ich sage es deshalb, weil es dann am besten verständlich ist, dass ich die Welt anders sehe, und wahrnehme und betrachte...
Und das Universum usw.
Aber Bücher habe ich darüber keine gelesen.
Und alles, was ich weiss, weiss ich nur aufgrund meiner Lebensjahre.
Und was in meinem Leben geschah.

Ich glaube auch nicht, dass man durch lesen Erfahrungen macht.
Ich glaube einfach, dass es Menschen gibt, die Schwingungen wahrnehmen.
Das tut man, oder tut es nicht?
Usw..
Ich verstehe sehr gut den Zusammenhang zwischen Hs und so genannter Esothetik.

Ich werde ja auch in diesen Begriff gesteckt, wenn ich von meiner Wahrnehmung Berichte. Doch Begriffe, die ich benutze gab ich den Vorkommnissen selber.
Es war ja niemand da, der mir sagen könnte, wie man es nennt.
So habe ich die Wörter Schwingungen, Energien, Halle, Raum in einem Raum, ...sehen, hinter der Stirn.. hören,, wie aus einer Halle...zsw benützt.

Bei esotherikern , die bewandert sind, scheint es tatsächlich bekannt zu sein, was ich beschreibe.

Zusammenhang gibt es bestimmt.
Doch sind nicht alle esos Hs.
Obgleich wohl viele Hs esos sind.
Glaube ich zumindest.......
Gruss.
Unabell
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon abstract » Fr 22. Sep 2017, 16:10

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Ich fange mal mit einem ersten Erklärungsversuch an:
Ich könnte mir vorstellen, dass esoterisch Interessierte sich speziell vom vermarkteten HS-Konzept angezogen fühlen könnten, da von dessen Verkäufern immer wieder auch Annahmen und Schlussfolgerungen angeboten werden, die als Magnet dienen könnten: Als HSP habe man eine quasi natürliche Neigung zur „Spiritualität“, erlebe tiefere und mehr Sinneswahrnehmungen als dies „Normale“ tun, von einem „open mind“ für Energien, Schwingungen, Übersinnlichem ist die Rede, HSPs hätten ein tieferes oder höheres Bewusstsein … Kurz s. o.: Im Rahmen der „Esoterikwelle“ wird der Begriff (Esoterik) seit den späten 1970er Jahren darüber hinaus in sehr freier Weise für ein breites Spektrum verschiedenartiger Lehren und Praktiken gebraucht. - In sehr freier Weise! Warum also nicht auch im Zusammenhang mit der Hochsensibilitätstheorie?

In der Medienwirkungsforschung gibt es das "Elaboration Likelihood Model". Es passt hier zwar nicht 1:1 und ist auch nicht dazu bestimmt, Vorhersagen im Verhalten zu geben, aber so könnte man einen Grund erklären, warum ausgerechnet viele HSP sich von Esoterik angezogen fühlen. Dabei geht es um die Verarbeitung von Informationen und zwei Routen. Bei Wikipedia steht dazu:

"Periphere Verarbeitung
Hierbei sind die Argumente und deren Qualität nebensächlich; stattdessen werden periphere Hinweisreize verwendet. Zu diesen gehören Merkmale des Senders wie dessen Attraktivität, (vermutete) Kompetenz oder Bekanntheit, die Länge der Kommunikation usw. (Wie oben bereits angemerkt, ist eine genauere Unterscheidung bzw. Interpretation solcher Hinweisreize vonnöten, um klarzustellen, ob diese tatsächlich direkt für die Einstellungsänderung herangezogen werden oder wie oben ausgeführt lediglich ein Aufmerksamkeitssignal darstellen, welches dann die zentrale Route aktiviert). Die periphere Verarbeitung ist diejenige, die von uns am häufigsten angewandt wird, wenn wir uns dessen auch meist gar nicht bewusst sind (- > klassische Konditionierung). Bestimmte heuristische Verfahren ersparen uns Zeit und kognitiven Aufwand.

Voraussetzung
keine ausreichenden Fähigkeiten, keine ausreichende Motivation und geringe Relevanz des Themas. Bezüglich Motivation hat sich die persönliche „Betroffenheit“ als ziemlich relevant für das Heranziehen peripherer Hinweisreize herausgestellt. Menschen, die von einem Thema wenig betroffen sind, stützen sich eher auf periphere Hinweisreize (zum Beispiel die Quellenangabe eines Artikels und deren Sachbezug oder die Anzahl der Argumente), als auf die Stärke (Qualität) der Argumente.


Bedürfnis nach Kognition (need for cognition)
„Ein Persönlichkeitsmerkmal, nach dem man Individuen im Hinblick darauf differenzieren kann, wie viel und wie gern sie über Themen und Probleme nachdenken“.

Personen mit einem hohen NC macht es Spaß, sich gedanklich intensiv mit einer Vielfalt von Situationen und Themen auseinanderzusetzen (kognitive Aktivitäten), wobei für sie die Argumente und die Qualität der Mitteilung im Vordergrund stehen. Bei der Konfrontation mit persuasiven Botschaften neigen Personen mit einem hohen Kognitionsbedürfnis eher zu inhaltsrelevantem Nachdenken, weisen eine stärkere Verarbeitung von Botschaften über den zentralen Weg auf und sind weniger anfällig für den Einfluss peripherer Hinweisreize (Personenmerkmale etc.) als Personen mit einem niedrigen Kognitionsbedürfnis. Daraus ergibt sich als Konsequenz für Menschen mit einem hohen NC, dass sie ihre Einstellungen eher durch ein aufmerksames Wahrnehmen der Argumentationsführung bilden werden und dass die Meinungsäußerung der anderen Person eine stabile Einstellungsänderung bewirken kann. Eine Vorhersage des Verhaltens ist jedoch trotzdem nur bedingt möglich, d. h. nur auf spezifische Verhaltensweisen anwendbar.

Personen mit niedrigem NC sind im Allgemeinen hingegen wenig motiviert und besitzen keine ausreichenden Fähigkeiten, sich einer kognitiven Anstrengung zu unterziehen. Für sie sind die Argumente und deren Qualität vollkommen nebensächlich und auch dem Thema kommt eine geringe Relevanz zu, stattdessen werden periphere Hinweisreize (Personenmerkmale wie zum Beispiel Attraktivität, Glaubwürdigkeit etc.) bevorzugt. Für diesen Verarbeitungstyp resultiert nur eine schwache, instabile Einstellungsänderung auf die gewollte Einstellungsänderung der Mitteilung. Daher ist auch nur eine schlechte Vorhersage des Verhaltens möglich.

Zentrale und periphere Prozesse können auch gleichzeitig auftreten (Petty & Wegener, 1998a), das Zusammenspiel der genauen Mechanismen und Bedingungen wurde jedoch in dieser Theorie nicht erläutert (expliziter siehe aktuelle Zwei-Prozess-Theorie)."

Wenn nun Personen, die sich eher von ihren Gefühlen, Schwingungen, Stimmungen usw. leiten lassen und in erster Linie die periphere Route der Informationsverarbeitung bevorzugen, kann es sein, dass sie sich von Inhalten wie Gefühle, Auftreten eine Gurus usw. sehr angezogen fühlen oder auch beeinflussen lassen. Habe schon oft irgendwo gelesen "Ich lese zwar nicht, aber mein Gefühl sagt mit, das..." usw. Bei Esoterik geht es ja auch vermeintlich um die ganz großen spirituellen Gefühle. Jedenfalls wird es umgangssprachlich oft so ausgelegt.
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon Herbststurm » Fr 22. Sep 2017, 17:10

@anima
ich werde mich nicht aktiv an der diskussion beteiligen...dies vorne weg....aber habe mich etwas angesprochen gefühlt.

ich möchte nur folgendes dazu sagen:
ich bin ja reiki-meister und reiki-lehrer.
ich unterscheide ganz klar zwischen esoterik und spiritualität. hat für mich ganz klar nix miteinander zu tun.
und reiki ist ganz klar im bereich spiritualität anzuordnen, wenn man es denn unbedingt in einer schublade beerdigen will ;-).

esoteriker sind menschen, die glauben, dass man andere menschen zu dingen überreden und in dinge herein zwingen muss...und das mag ich nicht und zu esoterikern mag ich mich auch nicht weiter äussern.

spirituell schaffende sind menschen, die wissen, dass jeder mensch einen freien willen hat und dieser als höchstes gut zu betrachten ist...und sie werden deinen weg begleiten solange du das willst und nur wenn du das auch von dir aus aus freien stücken willst. sie werden sich dir nie aufzwingen, sie werden dich nicht manipulieren, weil sie wissen, dass du genau dort, wo du heute stehst genau am richtigen ort für dich bist und dass du, wenn du deinen weg fortsetzen wirst, genau den richtigen finden wirst...und das kann nun eben der spirituell schaffende sein oder jemand ganz anderes, wie bspw. die schulmedizin, die dich eine weile begleitet..
ich erlebe mit reiki oft situationen, wo menschen schon einen riesigen weg hinter sich haben und so viele wege ausprobiert haben und dann auch noch reiki ausprobieren. und am ende unserer begegnung sage ich jedem immer, dass er nun in sich hinein hören soll und hinein fühlen soll und dann selber entscheidet, ob ihn sein weg wieder zu mir oder nicht mehr zu mir führen wird (und bei mir ist das keine masche...ich meine das wirklich so).
und so geschieht, was eben auch geschehen soll: es gibt menschen, die kommen nicht mehr und andere kommen wieder. es gibt menschen, die suchen weiter und andere, die finden....aber mit ihrem willen, mit ihrer entscheidung. und ich freue mich für alle, die zu mir finden und ich freue mich für alle, die weiter ziehen...denn, wenn reiki nicht ihr weg ist, dann wird es sie auch nicht weiter bringen und da sie sich ja auf einen entwicklungsweg (egal welcher art ob physischer oder psychischer art) begeben möchten, bin ich froh, wenn sie weiter suchen, bis sie finden, was passt.
und das schöne an spirituell schaffenden ist ja, dass man sie schnell erkennt: es sind die, die dir keine heilung versprechen, es sind die, die deine grenzen respektieren und es sind die, die dir sagen, was ihr angebot kann und was du selber tun musst.

und um das ganze an einem für mich aktuellen beispiel aus meinem persönlichen lebenserfahrungsschatz zu verdeutlichen: ich habe mich kürzlich gerade einer operation unterzogen, von der mich viele esoteriker abbringen wollten....ich aber als reiki-meister und reiki-lehrer an meine schaffensgrenzen gestossen bin und mich daher für klassische schulmedizin entschieden habe....war für mich nicht einfach, aber wer sagt, dass das leben immer einfach sein muss ;-) (ach ja, ich weiss wer...aber über die schreibe ich ja nicht mehr (sorry für den sarkasmus))...tja und dann habe ich auch noch einen chirurgen gehabt, der so gar nicht meinem weltbild eines schulmediziners entsprochen hat...tja, da hat reiki mich doch gleich auch noch was zum thema schubladendenken was lernen lassen...und dieser mann hatte doch tatsächlich noch die menschlichkeit, mich nicht nur als fleischberg auf dem op-tisch zu sehen und hat für mich extra in einem anderen spital als für ihn üblich operiert, weil ich in "sein" spital nicht gehen wollte, wegen schlechter erfahrungen, die ich gemacht habe...und siehe da, jetzt kommt es knüppeldicke: da merkt doch diese reiki-tante, dass sie den typen richtig ins herz geschlossen hat...und sowas geht doch eigentlich gar nicht, weil reiki und schulmedizin sich ja gar nicht vertragen....es sei denn....es ist eben in der spirituellen schublade und nicht in der esoterischen ;-).

und meine persönliche meinung ist eben die:
wenn wir endlich aufhören würden, uns alle immer gegenseitig zu bewerten und alles zu hinterfragen und anfangen würden, heraus zu finden, wer wir sind und noch schlimmer, was uns gut tut und was an etwas fremden vielleicht gut sein könnte, das wir noch nicht kennen, statt es zu bekriegen, abzuwerten oder kaputt zu reden...dann und nur dann könnten wir beginnen, synergien zu nutzen...und wir könnten so viel lernen, erreichen und erschaffen...

aber wie ihr seht...auch reiki-meister und reiki-lehrer haben manchmal diesbezüglich ihre hausaufgaben noch nicht so ganz richtig gemacht...aktuell bin ich persönlich gerade dabei, mich mit der schulmedizin zu versöhnen und wenn ich das dann hingekriegt habe...tja, wer weiss, dann versuche ich das dann vielleicht auch mal mit der esoterik....aber nur vielleicht ;-).

herzlich oder wie wir reiki-meister und reiki-lehrer sagen:mit licht und liebe ;-)
herbststurm
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon mike lowrey » Fr 22. Sep 2017, 17:57

Hallo ihr Lieben!

von Herbststurm

ich unterscheide ganz klar zwischen esoterik und spiritualität. hat für mich ganz klar nix miteinander zu tun.


Dem stimme ich zu!

von Herbststurm

und meine persönliche meinung ist eben die:
wenn wir endlich aufhören würden, uns alle immer gegenseitig zu bewerten und alles zu hinterfragen und anfangen würden, heraus zu finden, wer wir sind und noch schlimmer, was uns gut tut und was an etwas fremden vielleicht gut sein könnte, das wir noch nicht kennen, statt es zu bekriegen, abzuwerten oder kaputt zu reden...dann und nur dann könnten wir beginnen, synergien zu nutzen...und wir könnten so viel lernen, erreichen und erschaffen...


War auch mal der Meinung das man damit aufhören sollte, nun ist das halt ein Prozess. Der seine volle Berechtigung hat und auch Sinnvoll, für mich empfinde ich es so.
Nix habe ich gegen die, die Urteilen, ich kenne die Gefühle die dazu verleiten, die Gedanken die hineinspielen.
Wenn sie es für sich brauchen, dann ist das völlig okay und nun mal für mich kollektiv zu sehen, manchmal eine Herausforderung.
Doch grad wenn es zur Herausforderung kommt und die Gefühle unangenehm scheinen, komme ich leichter in die Transzendenz. Manches Erwachen brauch halt leid :)
Sie machen bei mir nix kaputt, wenn denn stärken sie mich. Da hab ich persönlich viel mehr mit mir selbst zu tun und meinem Egoismus in vermeidlich schönen Zeiten, diese "Lust" immer, zu gern gebe ich ihr nach aber das ist okay.

Lieben Gruß

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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon Herbststurm » Fr 22. Sep 2017, 19:14

Hallo Mike....hilfst du mir kurz mit deinem wording? Transzendenz und Egoismus...die Begriffe sieht ja jeder etwas anders...und danke für deinen Text.

Manches Erwachen braucht halt leid... ja, das ist ein gerade für mich sehr stimmiges und auf mich passendes Statement ;-)... danke!
herzlich, Herbststurm
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon mike lowrey » Fr 22. Sep 2017, 20:00

Hallo Herbststurm :)

von Herbststurm

Hallo Mike....hilfst du mir kurz mit deinem wording? Transzendenz und Egoismus...die Begriffe sieht ja jeder etwas anders...und danke für deinen Text.


Sehr gern :)

Transzendenz bedeutet für mich, dass Gefühl was man hat zu überschreiten, zuerst kommt aber das erleben, Mitfühlen. Wenn möglich und ich es zulasse meine Gefühle nicht zu werten und mich ihnen nicht hinzugeben.

Darin bin ich kein Meister :) doch dessen bewusst, dass dies möglich ist. Zu gern gebe ich mich der Lust hin ohne sie zu erleben. Ich Ziele also auf was ab, dass wäre der Egoismus für mich, als Beispiel.

Kannst du damit was anfangen?

Manches Erwachen braucht halt leid... ja, das ist ein gerade für mich sehr stimmiges und auf mich passendes Statement ;-)... danke!
herzlich, Herbststurm



In diesem Sinne einen herzlichen Dank an alle, egal welches euer Tun ist, ich darf es lieben lernen und dafür bin ich dankbar!

Lieben Gruß

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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon kikilino » Fr 22. Sep 2017, 20:40

Hi mike lowrey,

wie meinst Du das....dass Du Dich Deinen Gefühlen nicht hingeben möchtest? Hat es damit zu tun in sie hinein zu fallen? Also aus meinem Erleben gibt es nichts besseres als seine Gefühle tief zu spüren und sie da sein zu lassen...sie zu leben und zu erleben aber ja, unter der Prämisse sich nicht in ihnen auf zu lösen und hinein zu fallen. Nur so kann ich sie doch durch mich hindurch fließen lassen und auch wieder gehen lassen ohne sie in mir zu verschließen und (oftmals unbewusst) fest zu halten. Oder? Wie siehst Du das?
kikilino
 

Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon mike lowrey » Fr 22. Sep 2017, 21:29

Hallo kikilino!


von kikilino

wie meinst Du das....dass Du Dich Deinen Gefühlen nicht hingeben möchtest? Hat es damit zu tun in sie hinein zu fallen? Also aus meinem Erleben gibt es nichts besseres als seine Gefühle tief zu spüren und sie da sein zu lassen...sie zu leben und zu erleben aber ja, unter der Prämisse sich nicht in ihnen auf zu lösen und hinein zu fallen. Nur so kann ich sie doch durch mich hindurch fließen lassen und auch wieder gehen lassen ohne sie in mir zu verschließen und (oftmals unbewusst) fest zu halten. Oder? Wie siehst Du das?


Ja :) sehe das so wie du formulierst! Aber in manchen Gefühlen verliere ich mich dann doch gerne. Die Disziplin fehlt mir, besitzt du diese? Achtsamkeit :)
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Re: HS und Esoterik? - Erklärungsversuche

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Fr 22. Sep 2017, 22:06

Hallo,
Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Umgekehrt brauchen die Vertreter dieser hier angesprochenen Ansichten ja nicht mitlesen, wenn sie sich dadurch verletzt fühlen würden. Oder sie haben sogar Lust, sich zu beteiligen?

Das Thema war jetzt von mir nicht in dem Sinne initiiert, dass man sich über den Begriff Esoterik und seine eigenen esoterischen Ansichten unterhält, dafür gibt es schon einen Strang („Esoterik?“), hier sehr gerne noch mal entsprechend empfohlen.

Beteiligung im Sinne der Überschrift ist noch mal bitte so gemeint:

Die Verbindung Esoterik und HS? + Erklärungsversuche … und Überlegungen zu folgenden Fragen:

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:a) Über welche Wege es zu solchen möglichen Esoterik-HS-Verbindungen kommen kann?
b) Wozu diese Verbindungen womöglich dienen?
c) Was sie womöglich für Konsequenzen für den Einzelnen und auch für seinen Umgang mit anderen haben?


@abstract: vielen Dank für die sehr interessanten Erläuterungen zum Thema.
abstract hat geschrieben: … so könnte man einen Grund erklären, warum ausgerechnet viele HSP sich von Esoterik angezogen fühlen.

Wenn nun Personen, die sich eher von ihren Gefühlen, Schwingungen, Stimmungen usw. leiten lassen und in erster Linie die periphere Route der Informationsverarbeitung bevorzugen, kann es sein, dass sie sich von Inhalten wie Gefühle, Auftreten eine Gurus usw. sehr angezogen fühlen oder auch beeinflussen lassen. Habe schon oft irgendwo gelesen "Ich lese zwar nicht, aber mein Gefühl sagt mit, das..." usw. Bei Esoterik geht es ja auch vermeintlich um die ganz großen spirituellen Gefühle.


So ähnlich habe ich mir das auch mal schon gedacht, etwas plakativ: HS --> Reizfilterschwäche bezieht sich ggf. auf Stimulation von innen (physiologische und emotionale) --> extremere Ausschläge in der Gefühlswelt („ganz große Gefühle“) --> Potenzial für Verabsolutierung auf der kognitiven Bewertungsebene („ganz richtige/gültige Gefühle“).
Und dieses Potenzial könnte nun, durch deine periphere Route der Informationsverarbeitung ergänzt, zu einem größeren Hang zu Esoterik führen? Interessante Überlegung, danke sehr!
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