resilienz und hs

Was gibt es neues und interessantes? Diskussionen zum Ursprung von Hochsensibilität!

Moderatoren: ja, Eule, winterrose, Anke

resilienz und hs

Beitragvon ja » Di 1. Feb 2011, 10:45

Hallo liebe forumianer!


Auch hier in diesem forum knobele ich weiter an dem zusammenhang (gibt es einen?) von resilienten menschen und menschen mit hs.



All euer wissen, eure überlegungen, eure meinungen zum thema resilienz sind herzlich willkommen!




Es grüsst,
ja.




ps:
tante wiki sagt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_ ... isziplinen)
vertrauen
Benutzeravatar
ja
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
Beiträge: 1810
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 19:39

Re: resilienz und hs

Beitragvon Mohnblume » Di 1. Feb 2011, 18:52

http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_ ... iplinen%29

Liebe Ja,

deine http-Adresse war etwas komisch, da kam nicht gleich der vollständige Wikipedia-Eintrag. Deshalb hab ich mir erlaubt, die Adresse noch mal zu posten.

Ich glaube nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen Resilienz und HS gibt. Oder besser gesagt, er wird nie nachweisbar sein, weil Resilienz so ein weites Feld und von so vielen verschiedenen Einflüssen abhängig ist.
Ich denke, Resilienz (Kurzzusammenfassung nach meinem Verständnis: ... ist die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen) ist etwas ganz individuelles.
Es gibt sicherlich HSler und auch nicht HSler, die eine hohe Resilienz haben, genauso aber auch anders herum.

Lieben Gruß,
Mohnblume
"Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst."
Benutzeravatar
Mohnblume
Hero Member
 
Beiträge: 777
Registriert: Do 2. Dez 2010, 22:30

Re: resilienz und hs

Beitragvon ja » Di 1. Feb 2011, 20:55

liebe mohnblume!


dank dir das du den link richtig gemacht hast!!!



ehrlich gesagt habe ich das mit der resilienz noch nicht wirklich verstanden....
(woher,wieso, was und warum?)

und die hs ja auch nicht wirklich

ergo vielleicht hat es ja was damit zu tun _grinsevil_


grüsschens,
ja.
vertrauen
Benutzeravatar
ja
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
Beiträge: 1810
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 19:39

Re: resilienz und hs

Beitragvon Mohnblume » Mi 2. Feb 2011, 00:17

Liebe Ja,

ich bezweifle überhaupt, dass man Resilienz "messen" oder gar vergleichen kann. Wie soll das funktionieren ?
Wann würde man merken, dass jemand resilienter ist als jemand anderes ? Da müssten ja wie bei Laborratten die ganz genau gleichen Bedingungen geschaffen werden. Und das geht nicht, weil ja auch jeder Mensch was Individuelles mitbringt.
Und was es dann letztendlich ist, dass einer besser mit einer Situation fertig wird und daraus lernt als ein anderer ..... pffffh ...... also ich halte solche Vergleiche oder Messungen für schlichtweg unmöglich. Das können doch dann nur Vermutungen sein oder man befragt die Menschen und dann wird es immer etwas Individuelles sein.

Lieben Gruß,
Mohnblume
"Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst."
Benutzeravatar
Mohnblume
Hero Member
 
Beiträge: 777
Registriert: Do 2. Dez 2010, 22:30

Re: resilienz und hs

Beitragvon ja » Do 10. Feb 2011, 12:57

hallo bonbon,


wo ist denn dein beitrag?

schade das ich nicht antworten darf.


grüsse sendet,
ja.
vertrauen
Benutzeravatar
ja
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
Beiträge: 1810
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 19:39

Re: resilienz und hs

Beitragvon bonbon » Do 10. Feb 2011, 16:07

Hallo Ja,

entschuldige. Ich bin schon ganz zerknirscht, daß ich mich so komisch benehme. Mich beschäftigt das Thema Resilienz nämlich auch immer wieder mal. Aber ich nähere mich aus einer anderen Richtung an dieses Thema. Mich interessiert es zum Einen von einer neurologisch-psychologischen Seite her. Zum Anderen auch aus meiner eigenen Geschichte heraus. Ich bin irgendwie keinen Stratz resilient und habe deshalb große Angst, daß ich zu negativ rüberkomme.
Und nachdem ich hier geschrieben habe und den Computer ausgemacht habe, ist mir richtig schlecht vor Angst geworden, daß ich wieder was Falsches geschrieben haben könnte. Ich habe mich so reingesteigert, daß ich es wieder löschen mußte.

Ich versuche es aber gerne nochmal, es zu rekonstruieren. Da muß ich aber erst nochmal drüber nachdenken, weil ich es nicht mehr so genau weiß. _gruebel_

Bis später
Liebe Grüße
Bonbon
bonbon
Gold Member
 
Beiträge: 275
Registriert: Do 9. Dez 2010, 14:23

Re: resilienz und hs

Beitragvon ja » Do 10. Feb 2011, 17:10

huhu bonbon!

vielen lieben dank fürs antworten!!!!


ich hatte den beitrag schon gelesen
und fand ihn total klar.


ich finde die neuro-seite auch total spannend,
von daher auch meine überlegung obesnichtdoch eine kombi mit hs gibt....

irgendwie scheint es mir einen faktor x zugeben (in den persönlichen anlagen),
welcher aktiviert die resilienz-sozialisation gedeihen lässt _hüüh_ _gruebel_ _hüüh_


grüsschens,
ja.
vertrauen
Benutzeravatar
ja
u.n.e.n.t.b.e.h.r.l.i.c.h.
 
Beiträge: 1810
Registriert: Sa 27. Nov 2010, 19:39

Re: resilienz und hs

Beitragvon bonbon » Fr 11. Feb 2011, 11:19

Hallo Ja,

danke für Deine Ermutigung.
Hm, jetzt setze ich meinen Beitrag doch anders an, als den letzten. Dir ging es darum, ob HS und Resilienz irgendwie einen ähnlichen biologischen oder neurologischen Ursprung haben. Also, daß beides miteinander gekoppelt sein könnte.
Dazu müßte man sich aber erstmal über die Ursachen jedes der beiden "Phänomene" klar sein. _gruebel_

In der "Gehirn&Geist" war Resilienz mal das Titelthema. Ich habe es damals mit Interesse gelesen. Es gab 2 Artikel dazu: in dem einen ging es eher um die erbliche Komponente, also in wie weit Resilienz durch bestimmte Genkombinationen begünstigt wird; im anderen, wie ein stabiles soziales Umfeld von klein auf zu einer gesteigerten Belastbarkeit in Krisenzeiten beitragen kann.

Ähm, boah, ich kriege gerade doch keinen klaren Gedanken hin.
Also, ich wollte eigentlich erstmal darauf hinaus, welche Usrsachen HS hat.
Wie Svarianer mal schrieb, daß HS anscheinend dadurch entsteht, daß Reize, egal welcher Art, weniger gefiltert in unser Bewußtsein eindringen. Der Thalamus, als Torhüter zum Bewußtsein, sondert bei HSPs anscheinend zu wenig Reize aus. Es kommt mehr an Informationen in unserem Bewußtsein an. Und zusätzlich sind verschiedene Gehirnareale stärker miteinander verschaltet, daß ein Informations- bzw. Reizfluss stärker/intensiver stattfindet, als bei Nicht-HSPs. All diese Besonderheiten führen zu den uns bekannten Symptomen der HS!

Gleichzeitig geht die Forschung aber auch dahin, daß bei HSPs von Geburt an ein erhöhter Cortisolspiegel meßbar ist. Ebenso wie der Botenstoff Vasopressin, der die verscheidensten Streßsymptome auslöst. Allerdings hat diese Erklärung eher was mit Streßbelastungen, die im mütterlichen Organsismus oder ihrer Lebensgeschichte stattfanden, zu tun. Solche Belastungen "vererben" sich epigenetisch und sind fest in der Gen-Austattung des Kindes verankert. Das Kind ist ebenfalls empfindlich, hellsichtig. Das Gehirn paßt sich dieser erhöhten streßbedingten Aufmerksamkeit schnell an. Es kommt auch zu geringeren inneren Filtern und starker Verschaltung der Hirnareale. Es stellt sich die Frage: gibt es 2 Varianten der Entstehung für HS?

Einmal, daß das Gehirn eben von Geburt an stark verschaltet ist. Zum Anderen, das Gehirn wird direkt nach der Geburt so von Streßhormonen überflutet, daß es die gleichen Verschaltungen vornimmt. Am Ende kommt das Gleiche Resultat heraus. Der Mensch hat eine erhöhte Reizaufnahme und eine erhöhte Streßhormonproduktion.

Ich erwähne das, weil in der ResilienzForschung die erhöhte Streßhormonproduktion auch eine große Rolle spielt. In Untersuchungen sind weniger widerstandsfähige Menschen in ihrer Grundstimmung schon schneller gestreßt. Das würde sich ja mit der Theorie beißen, in der HS und Resilienz in Kombination auftreten.

Oje, ich bin echt gerade voll durcheinander. Ich schreibe später nochmal weiter.

Liebe Grüße
Bonbon





Der Thalamus entscheidet praktisch was uns ins Bewusstsein kommt und was herausgefiltert werden soll, weils unwichtig ist! In Kombination mit den Basalganglien ist es DIE zentrale Schaltstelle unseres Bewusstseins. Da ein HSP scheinbar von Geburt an seine Fähigkeiten besitzt und alle Hirnteile (Limbisches System, Temporallappen, Basalganglien, Thalamus) auch einwandfrei und blitzschnell miteinader kommunizieren ist hier von bestehenden vererbbaren neuralen Verbindungen auszugehen. Denn wäre nur ein Teil "nicht normal" (zuwenig bestimmter Synapsen, Transmitterungleichgewicht, mechanische Beschädigungen) würde das ganze schlichtweg nicht funktionieren. Die wiss. Quelle lege ich nach, habs jetzt nur ausm Kopf. floet
bonbon
Gold Member
 
Beiträge: 275
Registriert: Do 9. Dez 2010, 14:23

Re: resilienz und hs

Beitragvon bonbon » Fr 11. Feb 2011, 11:47

bonbon hat geschrieben:
Der Thalamus entscheidet praktisch was uns ins Bewusstsein kommt und was herausgefiltert werden soll, weils unwichtig ist! In Kombination mit den Basalganglien ist es DIE zentrale Schaltstelle unseres Bewusstseins. Da ein HSP scheinbar von Geburt an seine Fähigkeiten besitzt und alle Hirnteile (Limbisches System, Temporallappen, Basalganglien, Thalamus) auch einwandfrei und blitzschnell miteinader kommunizieren ist hier von bestehenden vererbbaren neuralen Verbindungen auszugehen. Denn wäre nur ein Teil "nicht normal" (zuwenig bestimmter Synapsen, Transmitterungleichgewicht, mechanische Beschädigungen) würde das ganze schlichtweg nicht funktionieren. Die wiss. Quelle lege ich nach, habs jetzt nur ausm Kopf. floet


Oh, entschuldigt!
Das habe ich nicht selbst geschrieben. Das habe ich von einen Beitrag von Svarianer hierher kopiert und wollte es in meinem Beitrag einfügen. Natürlich unter Erwähnung, daß es von ihm kommt. Aber ich war gerade so gestresst, weil ich meinen roten Faden verloren habe, daß ich diesen kopierten Text, der die ganze Zeit unter meinem eigenen Geschriebenen weitergewandert ist, vergessen habe, zu löschen.

Liebe Grüße
Bonbon, die sich erstmal sammeln muß. _nüxweiss_
bonbon
Gold Member
 
Beiträge: 275
Registriert: Do 9. Dez 2010, 14:23

Re: resilienz und hs

Beitragvon bonbon » Fr 11. Feb 2011, 12:24

Sodele, der nächste Anlauf.

Ich habe ja eben über die vermutlchen Ursachen von HS geschrieben. Jetzt will ich noch schnell zusammenfassen, was ich über Resilienz gelesen habe.
Die üblichen Theorien, daß eine stabiles soziales Umfeld, liebevolle Bezugspersonen, frühe Ermutigungen usw, lasse ich mal weg. Das ist ja bekannt, daß so was starke Kinder und resiliente Erwachsene machen soll. Wichtig ist, daß resiliente Menschen ein klares Selbstkonzept und Selbstbewußtsein haben, Zuversichtlich sind und innere und äußere Lebenserfahrungen als weitesgehend vorhersagbar und konstant empfunden werden.

Nun hat man aber fest gestellt, daß auch Kinder, die in extrem schwierigen Verhältnissen aufwachsen (Gewalterfahrungen, Vernachlässigung, Verarmung), resilient sein können. Etwa ein Drittel solcher Risikokinder entwickelten dennoch ein stabiles Selbstwertgefühl, lebten als Erwachsene in befriedigenden Beziehungen, hatten Arbeit und waren nicht psychisch auffällig. Man kam deshalb auf die Idee, daß nicht nur ein ermutigendes Umfeld für Resilienz verantwortlich ist, sondern es auch andere BIOLOGISCHE Faktoren geben müßte.

Bla.......
die langwierigen Studienversuche lasse ich mal weg. Die Quintessenz ist: man fand heraus, daß resiliente Menschen zum einen niedrigere Cortisolspiegel im Blut hatten. Und auch nach belastenden Situationen, sich dieser Spiegel schneller wieder im Normalbereich einpendelte UND zum anderen daß sie eine Genvariante hatten, die den Stoffwechsel der Neurotramsmitter Serotonin und Noradrenalin anders beeinflussten, als bei Menschen, die einen Hang zu Depressionen oder negativem Denken haben.

Forscher haben die Theorie aufgestellt, daß es auch davon abhägig ist, ob man in Krisen psychsich stabil bleibt, welches Erbgut man in sich trägt.
Sie betonnten aber auch, daß man nicht nur "Opfer" seiner Gene ist, sondern daß man auch versuchen kann, sich selbst stabil zu halten, indem man an sich arbeitet, Risikfaktoren erkennt und entgegensteuert. Also, sich z.B. ein stabiles soziales Netz schafft usw.

Ähm, also, was wollte ich sagen?
Ich finde es gerade dann doch schwierig, eine Brücke zu HS zu schlagen.

Resilienz setzt sich also aus vielen Komponenten zusammen. Ist die Frage, aus was setzt sich HS zusammen? Laut der Resilienzforschung widerspräche sich HS und Resilienz. Denn HSP haben auch einen erhöhten Cortisolspiegel, der ja anfälliger für Verletzlichkeit machen soll.

Ich muß aufhören, mein Mann ist gerADE REINGEKOMMEN UND QUASCHTMICH VOLL
bonbon
Gold Member
 
Beiträge: 275
Registriert: Do 9. Dez 2010, 14:23

Nächste

Zurück zu Wissenschaft und Forschung

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron