Harte Musik als "Gegengift"?

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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Puck » Fr 9. Dez 2016, 12:29

"Harte" Musik ist in meinen Augen ein Zeichen grosser Rücksichtname.

Off:
Bin auf meinem Weg hat geschrieben:Wir sind ja nicht alle nur seichte Weicheier.

Sorry, aber das brennt mir unter den Nägeln.
Ich bin überhaupt gar kein Weichei und ich denke die wenigsten HS sind das.
Weichei ist für mich etwas absolut Schlechtes.
Man muss nichtmal sensibel sein, um ein Weichei zu sein - es beschreibt einfach ein ansozialisiertes Verhalten, hat nix mit Veranlagung zu tun.
Bei meiner kleinen Nichte kann ich das derzeit sehr gut beobachten:
Wir ziehn einfach mal ne herzzereissend schmerzvolle Schnute, weil wir wissen dass es bei Mutti ne Reaktion hervorruft, bei jeder Kleinigkeit.
Aber wenn der Onkel Faxen macht könn wir uns nich entscheiden und die Schnute wechselt auf knopfdruck mit nem breiten Grinsen.
Puck
 

Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Arios » Fr 9. Dez 2016, 13:46

ich bin wohl etwas zu weit vorgestoßen. Dafür entschuldige ich mich.

Beste Grüße,
Arios
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Kleeblatt » Fr 9. Dez 2016, 20:04

Och, warum Arios? Es kann doch nur dem geholfen werden der redet bzw. fragt.

Ich mag härtere Musik. Weil ich mich in der Musik verlieren kann und sie mich also wie ein Schutzmantel umgibt. Konkret höre ich sogar gerne wütenden Menschen beim Singen zu. Es ist als würde die Musik für eine Weile die Gefühle aus meinem Inneren nehmen und in mir ist dann sogar Stille. Und das ist ausgesprochen angenehm.

Wir sollten nie aus den Augen verlieren dass wir zwar HSPs sind, aber in erster Linie Individuen. Und Geschmack ist bekanntlich was was sehr breit gefächert sein kann.
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Bin auf meinem Weg » Sa 10. Dez 2016, 16:13

Hallo Puck,
tut mir leid, habe befürchtet dass die Bezeichnung "seichte Weicheier" zu provokant sein könnte. Ich wollte niemandem auf die Füße treten, aber das musste mal so raus. Es war nämlich nach der ersten riesigen Erleichterung (wie sie wohl fast jeder hier so erlebt hat) sich als HS zu erkennen, die große Befürchtung: `Ach du Sch....., hört sich an als wäre man doch ein totales Weichei!´ Obwohl ich sehr stark sein soll, sonst würde ich nicht mehr hier sein.(Aussage anderer!) Ich selbst erlebe mich auch eher als hart, vor allem mir selber gegenüber. Aber wehe ich lasse Gefühle zu, dann ist es vorbei.....
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Puck » Sa 10. Dez 2016, 21:21

Bin auf meinem Weg hat geschrieben:Ich wollte niemandem auf die Füße treten, aber das musste mal so raus.

Nö, aus meiner Sicht hast das nich, ich wollts auch nur mal los werden.

Generell verstehe ich Kunst als Sprache der Seele - hat sie der Welt nichts Schönes mitzuteilen is das nun mal so.
Alles is besser als verstummen.
Die Spritties vorm Rewe und im Park...gefällt auch niemandem, ist aber das letzte Aufbäumen.
Ganz am Ende sind sie erst, wenn sie Zuhause ganz allein trinken.
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Ringelblume100 » Sa 10. Dez 2016, 23:10

Hallo Arios,

irgendwie hört sich das für mich so an, als ob das für Dich sonderbar ist, wenn man harte Musik hört.
Für mich ist das überhaupt nicht sonderbar.
Über Musik kann man auch eine Botschaft transportieren, die einem wichtig ist.
Jeder ist irgendwo z.B. auch ein politischer Mensch, den Entwicklungen aufregen können, besonders auch hsP,
mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit.
Wenn Musiker das thematisieren, kann man sich da wiederfinden, sie kleiden in Worte, was man fühlt.
Wenn man unglücklich verliebt ist oder Probleme in der Partnerschaft hat ( nur als Beispiel ), kann man Musik gut finden, die das ausdrückt.
Man fühlt sich besser, man fühlt sich verstanden, man hat im besten Fall das Gefühl, einen Seelenverwandten gefunden zu haben, wenn man diese Musik gehört hat.
Der Mensch besteht nun mal nicht nur aus angenehmen Gefühlen, sondern hat Zweifel, Wut, Trauer etc.
Das alles kann Musik kanalisieren.
Ich weiß nicht, ob Dir das was hilft, das ist jedenfalls meine Erfahrung mit Musik.
Musik ist mein Seelenversteher in jeder Lebenslage.

LG
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Bin auf meinem Weg » Sa 10. Dez 2016, 23:14

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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Arios » So 11. Dez 2016, 15:36

Guten Tag,

ich will mich keineswegs verkriechen. Ich hab einfach einmal mehr gesehen, daß Diskussionen in einem Forum schnell mal in alle Himmelsrichtungen verlaufen (können, nicht müßen). Das gibt es so nicht, wenn man sich persönlich gegenübersteht. Da kommt einfach noch ein wortloser Austausch hinzu (man spürt das Gegenüber), was in einem Forum nicht möglich ist. Deshalb läuft hier der Intellekt schnell mal heiß, weil man dann mit Worten versucht diesen "vollumfänglichen" Austausch zu erreichen.
Werde aber trotzdem versuchen mein Bestes zu geben im Forum.

Gruß,
Arios
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Wolke2009 » Di 15. Aug 2017, 03:45

>>Ich finde, Musik soll "Schönheit" ausdrücken/vermitteln, alles Andere gibts zur genüge auf dieser Welt. Von solchen Dingen sollte Musik frei sein. Es heißt ja nicht umsonst "Musik gehört zu den schönen Künsten".<<

Lieber TE, da sprichst Du mir aus der Seele. Ich persönlich mag auch keine harte Musik, vor allem keine dissonante Musik - bei mir muss alles schön harmonisch sein, in Dur oder auch in Moll - aber harmonisch. Ich komponiere u. a. auch selber und mag vor allem weiche, harmonische Klänge. Auch mal Moll - aber nix 12-ton-mäßiges. Schön harmonisch innerhalb des Quintenzirkels.

Allerding mag ich auch viele der New-Age-Musiken wie zB. von Secret Garden, Enya oder Mc. Kennitt. Auch Celtische Relax-Musik mag ich sehr. Eben weiche, harmonische Klänge - an Harten Sachen gibt es in der Welt schon genug..............
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon sha » Di 15. Aug 2017, 07:52

Wie definiert man harte Musik? Aggressive Musik? Mir graut vor Rap und Hip, Hop, ich höre aber oft liebend gerne Metal aus den 80ern, Metallica ist mein Favorit ("Master of puppets" Album oder auch das geniale "Blackend"), aber auch Iron Maiden zb. Aber auch Dance Floor. Aber nie die abgedoschene Mainstream/Plastikmusik vom Radio.

Es ist der treibende Rhythmus bei Dance/Techno, die Energie der Stromgitarren bei Metal, die ich geniesse, besonders beim Autofahren. Ich fühle mich da sehr lebendig und vergleiche es wie einen zusätzlichen Energieschub (wie bei Koffein), wenn ich am morgen zb. beim Fahren in die Arbeit im Auto die Musik aufdrehe. Zulange brauche ich das jedoch dann auch wieder nicht...
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