Harte Musik als "Gegengift"?

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Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Arios » Mi 7. Dez 2016, 20:22

Guten Abend,
ich habe mich etwas in den Musikthreads rumgeschaut/gehört. Warum lieben so viele von euch harte Musik? Ist es als Ausgleich zu verstehen zur "weichen Seite" (Sensibilität) die man "ja schon zur Genüge" hat, also als ein "Gegengift"? Ich als Musiker der stets bestrebt ist, alle Facetten meiner hochsensiblen "Struktur" (für mich ist das ein Geschenk) in Musik umzusetzen, kann das nicht so ganz verstehen. Bitte klärt mich auf, warum ihr solche Musik hört.

Beste Grüße,
Arios
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Lylia » Mi 7. Dez 2016, 22:39

Ich höre sie als Gegenpol und auch um nicht zu vergessen, dass es im Leben leider nicht sanft zugeht. Sie stellt für mich eine Art der Reflektion auf die Gesellschaft dar und so höre ich sie um mich selber auch darin wiederzufinden. Es kommt mir dabei mehr auf die doch recht häufigen Textinhalte an, die eben nicht brav und angepasst sind.
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Walrun » Do 8. Dez 2016, 08:56

Bei mir spricht der Rhytmus den Körper an und löst so einiges an Druck und Anspannung.
Durchrüttelnd, anspannend, entspannend.
Ich habe bei mir beobachtet, dass ich nach einem Entwicklungsschritt neue Musik für mich suchen musste.
Motörhead war bis dahin einer meiner Favoriten - jetzt mag ich nichts mehr davon hören, weil es nichts mehr in mir auslöst, nicht mehr passt.
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Rauhnacht » Do 8. Dez 2016, 11:55

Auch harte Musik kann entspannend sein in der richtigen Situation. Beim Sport pusht mich harte Musik und ich kann bessere Leistung erbringen.

Was genau siehst du denn als harte Musik an?
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Arios » Do 8. Dez 2016, 13:45

Rauhnacht hat geschrieben: Was genau siehst du denn als harte Musik an?
Musik mit aggresiven Elementen, wie Metal, Rap, oder Musik die der Musiker als Vehikel benuzt, um Probleme zu bewältigen/ausduzdrücken. Also prinzipiell Musik, die statt ins Herz in die Magengegend einfährt. Eine HSP weiß sicher wovon ich spreche. Ich finde, Musik soll "Schönheit" ausdrücken/vermitteln, alles Andere gibts zur genüge auf dieser Welt. Von solchen Dingen sollte Musik frei sein. Es heißt ja nicht umsonst "Musik gehört zu den schönen Künsten". Wobei das nicht Genrebezogen sein muss. Ich höre z-.B. auch gerne gewissen Techno, wenn ich spüre, dass der Musiker sein Herzblut in die Sache gibt, das kommt sofort rüber. Andererseits gibt es auch sanfte Musik, die unerträglich sein kann und einem runterzieht. Z.B viele New Age-Musiken sind so. Da schimmert ein völlig verkehrtes Verständnis von Musik durch, das diese Musiker veranlasst, überhaupt kein Herzblut (Intensität) in die Musik zu geben (d.h. ein Stück so Aufnehmen wie es gerade kommt, ja nichts bewegen daran). So hingeworfenes Zeug hat keine tragende Energie, null Gänsehautfaktor, deshalb unerträglich laaaangweilig.

Gruß,
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Hortensie » Do 8. Dez 2016, 13:52

Arios hat geschrieben:Eine HSP weiß sicher wovon ich spreche. Ich finde, Musik soll "Schönheit" ausdrücken/vermitteln,


Na klar, wissen die HSP hier, wovon du sprichst. Aber Musik ist eben Geschmacksache, wie alles andere auf der Welt auch. Und auch bei HSP ist nicht alles weichgespült.

Herzliche Grüße aus einem anderen Musikerhaushalt,
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Rauhnacht » Do 8. Dez 2016, 15:55

Arios hat geschrieben: Also prinzipiell Musik, die statt ins Herz in die Magengegend einfährt. Eine HSP weiß sicher wovon ich spreche. Ich finde, Musik soll "Schönheit" ausdrücken/vermitteln, alles Andere gibts zur genüge auf dieser Welt. Von solchen Dingen sollte Musik frei sein.


Ich denke es ist immer subjektiv was man schön findet. Und wenn ein Lied keine schönen Dinge anspricht kann es gut sein, solange man selbst damit etwas verbindet/es positive Emotionen in einem hervorruft.

Wintersun - Time
https://www.youtube.com/watch?v=alo7A0NLmxU

Das Lied zum Beispiel würde ich als schön ansehen auch wenn es härter ist.
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon schwarz » Do 8. Dez 2016, 19:55

...wenn ich spüre, dass der Musiker sein Herzblut in die Sache gibt, das kommt sofort rüber.


Warum sollte das nicht für härtere Musik gelten?
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Walrun » Do 8. Dez 2016, 23:13

Nach deiner Logik dürfte dann auch "der Schrei" kein Kunstwerk sein. Oder was ist mit "Der Ritt der Walküren"?
Das Leben ist nicht nur Liebe, Lachen, Leichtigkeit. Schmerz, Wut, Angst und Tiefgang gehören genauso dazu und sind nicht weniger wert.
Als HSP dürftest du das ja wissen ;)
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Re: Harte Musik als "Gegengift"?

Beitragvon Bin auf meinem Weg » Fr 9. Dez 2016, 04:18

Naja, wenn ich das so an meinem Schwager beobachte und seiner Bandkumpels, das sind alles sehr sensible Menschen. Meinen Schwager würde ich heute sogar als HS einschätzen, allerdings hatte er das damals sehr gut unter einer harten, coolen Schale versteckt. Sie machen Death Metall Musik. Ich denke mal das gerade auch HS Menschen ihre ganzen extremen Gefühle (frustrierte Gefühle wegen der ganzen Ungerechtigkeiten, Machtlosigkeiten und so.....) einfach irgendwo mal raushauen müssen. Außerdem haben einige HS durchaus ja auch eine harte Seite (vielleicht anerzogen oder ein Selbstschutz). Wir sind ja nicht alle nur seichte Weicheier. Entschuldigt den Ausdruck.
Don´t Panic. Hauptsache du weißt immer wo dein Handtuch hängt. icon_winkle
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