"In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon silverlady » Sa 15. Dez 2018, 10:06

So manches mal wünsche ich mir einen "Dolmetscher", der meine Sprache übersetzt.

Nur wen wähle ich als Mediator aus, einen Hochsensiblen oder einen Nicht-Hochsensiblen?
Vorsichtshalber mal beide, denn ein Gespräch zu viert wird bestimmt ganz interessant!?
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon Shannon » Sa 15. Dez 2018, 13:19

Schnelldenken, auch komplexere Zusammenhänge schneller erfassen, vorausschauend denken...

...das heißt für mich im Umgang mit meinen Mitmenschen unter anderem auch, in der Lage zu sein einen Manipulationsversuch rechtzeitig zu erkennen und aus dem Weg gehen zu können.
Liebe Grüße
Shannon
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon baus » Mi 19. Dez 2018, 13:32

DesdiNova87 hat geschrieben:Klar gibt es auch immer wieder Gesprächspartner, die mich für außerordentlich intelligent halten, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir bei vielen dieser Leute auch eine gewisse Bequemlichkeit aufgefallen ist; sie scheinen sich mental nicht sehr zu fordern und wenig Interesse an Weiterbildung oder dergleichen zu haben, sich sozusagen auf ihrem Level ausruhen, obwohl sie vielleicht mehr erreichen könnten.


Einem Langsamdenker wie mir sprichst du damit aus der Seele. Natürlich mein ich das ohne damit anzudeuten, dass du auch einer bist. Jedenfalls wurde mir vor allem in der Schulzeit von anderen ständig gesagt, ich sei super intelligent, aber meistens kam das von Leuten, die sich selbst nicht wirklich gern mental herausfordern.

Wenn ich es dann mit jemandem zu tun habe, bei dem das nicht der Fall ist, merke ich den Unterschied wie Tag und Nacht. Während ich noch an der Problemstellung hänge, weiß die andere Person schon die Lösung.

Und klar gibt es auch Areale in denen ich schneller die Antwort weiß, das aber auch nur weil ich mich schon etwas auskenne. Für neue Konzepte brauch ich ewig bis ich die wirklich verstehe und die mich nicht verwirren.
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon hs_positiv » Do 20. Dez 2018, 12:31

mika1983 hat geschrieben:Leider habe ich auch beruflich oft das Problem, das ich sehr komplexe Problestellungen sehr schnell mit z.T. sehr komplexen Antworten löse, oder noch schlimmer, wenn ich mal nicht weiter komme, andere mit gefühlt meinem 5. von 93499834 Gedanke meinen, sie haben "alles" durchdacht und mich belehren wollen (finde ich immer äußerst amüsant ).


Das kenne ich etwas anders. Ich habe zu scheinbar komplexen Problemen eher einfache Lösungen oder auf einfachem Weg die Lösung.
IQ-Tests sind zum Teil auch so konzipiert, dass man zu scheinbar komplexen Problemstellung kreativ eigene Eselsbrücken als Lösungsstrategie entwickelt und zum richtigen Ergebnis kommt.

Shannon hat geschrieben:ich bin auch Schnelldenker(in), habe aber gelernt mich zurück zu nehmen, um es mir nicht mit meinem Umfeld zu verderben. Beliebt macht man sich nämlich nicht damit, und als Frau schon garnicht, wenn man zu jedem Problem schon die Lösung parat hat.

Schnelldenken hat viele Vorteile. In der Schule war ich immer schnell mit Aufgaben fertig und die Hausaufgaben habe ich teilweise bereits auf dem Nachhauseweg oder während des Unterrichts gemacht, wenn es mal wieder langweilig war. Oder ich habe gelesen. Nachmittags hatte ich dann viel Zeit für meine Hobbies. Man hatte auch mal überlegt, ob ich eine Klasse überspringe, aber das wollte ich erstens nicht wegen zwei Freunden und aus Faulheit, da ich befürchtete, dass ich dann doch vielleicht schulisch nicht hinterherkomme und dann keine Zeit mehr für meine Hobbies habe.

Als Frau hatte ich durchs Schnelldenken eigentlich nur beruflich Probleme mit anderen Frauen, die anders, also "zurückhaltend" und vor allem schön passiv erzogen wurden und dann zu Stutenbissigkeit und unterschwelligem Gezicke neigten, wenn jemand anderes das getan oder gesagt hat, was sie sich selbst nicht ge- oder zutrauten. Daher habe ich schon immer lieber mit Männern gearbeitet und glücklicherweise bin ich auch eher in Männerdomänen gut. Wenn ich mich mit gleichaltrigen oder etwas älteren Frauen vergleiche, empfinde ich diese sehr oft als eher passiv und denke manchmal, dass sie sich selbst Probleme konstruieren, um dann darunter zu leiden und anderen die Verantwortung zuzuschieben. Grundsätzlich bin ich froh, dass ich nicht zur Passivität erzogen wurde. Meine Eltern haben immer sehr darauf geachtet, dass ich meine Stärken ausbaue und meine Mutter wurde als Geschäftsfrau von meinem Vater sehr unterstützt.

Frank_SH hat geschrieben:Solange ich in klassischen Teams gearbeitet habe, war das schwierig für meine Kollegen und Vorgesetzten.
Neid und Angst vor Machtverlust waren sehr präsent und sind keine gute Gruppenbasis.


War bei mir eigentlich nie ein Problem, da ich bisher immer gut auf andere Menschen einstellen konnte. Als Jugendliche habe ich Nachhilfe gegeben und da musste ich mich schon auf unterschiedliche Denkarten anderer Menschen einstellen, das hat mit immer sehr viel Freude bereitet.
Ich habe woanders gelesen, dass du im sozialen Bereich arbeitest. Vor rund 20 Jahren kam das Thema Mobbing auf und seinerzeit war es so, dass statistisch betrachtet besonders der soziale oder gesundheitliche Bereich betroffen ist. Wie es heute ist, weiß ich nicht, aber ich bin froh, dass ich mit Sozialpädagogik und -arbeit nichts mache, da ich einige aus dem Bereich kenne und diese es mit den Kollegen nicht so einfach haben. An der Humanwissenschaftlichen mit den Pädagogen war es nicht selten so, dass alle besonders intelligent sein wollten, aber wenn dann jemand tatsächlich schneller oder besser war, kam es nicht besonders gut an... Es waren sogar Spezis dabei, die tatsächlich behaupteten, durch klassische Musik während der Schwangerschaft würde das Kind hochbegabt. Da hat man wohl was wild verwechselt... _läch_
Shannon hat geschrieben:Schnelldenken, auch komplexere Zusammenhänge schneller erfassen, vorausschauend denken...

...das heißt für mich im Umgang mit meinen Mitmenschen unter anderem auch, in der Lage zu sein einen Manipulationsversuch rechtzeitig zu erkennen und aus dem Weg gehen zu können.


Das heißt für mich eher, mit wenig Aufwand gute Leistungen erbringen, egal ob in Schule, Beruf oder auch in einigen Domänen/Hobbies. smeil Mit Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Pädagogik habe ich mich bereits in und neben Schule befasst und bestimmte Kommunikationsmuster oder Verhaltensmuster erkennen gelernt, indem ich mir einfach viel angelesen habe. Beispiel: Doppelbindungsverhalten, Manipulation durch "verschlüsselte" Anspielungen bei Klassenkameraden, Verwandten und Arbeitskolleginnen (Stutenbissigkeit und Gezicke).
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon Blackhills » Do 20. Dez 2018, 20:43

Hallo mika1983,

eine solche Aussage kenne ich ebenfalls bzw. die dem entsprechende Reaktion.
Früher hatte ich mich darüber sehr oft geärgert, bis ich mich fragte, weshalb es das tut. Es ist doch nur eine Aussage, wie sich derjenige fühlt und dessen Konsequenzen, die er daraus zieht. Sein gutes Recht, oder?

Was stört dich daran, ganz persönlich? ich entnahm deinen letzten Sätzen, dass man deine Schnelligekit und Gründlichkeit im Denken nicht schätzt, war das richtig verstanden? Wie macht sich dieses Nichtschätzen konkret bemerkbar, was fehlt dir, was hättest du gerne?

Mich störte daran, dass man mich dann schnitt, links liegen ließ. Ich fühlte mich ausgegrenzt. Okay, aber passen solche Leute dann zu MIR? Die Masse denkt immer, weil sie Masse bzw. Mehrheit ist, müssten sie richtig liegen und richtig sein. Da könnte man aber viele Beispiele nennen, wo sich "die Masse" irrte und falsch verhielt. icon_winkle

Heute freue ich mich, dass ich zu so etwas in der Lage bin, wozu andere Ewigkeiten brauchen... oder nicht mal hinbekommen. Seither sind solche Bemerkungen sogar eine Bestätigung und mir tut es nichts. Ich kriege da nun sogar raus zu sagen: "Oh, das ist aber schlimm für dich, kann ich nachvollziehen." Weil es stimmt.

Schöne Grüße!
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon hs_positiv » Do 20. Dez 2018, 22:10

Blackhills hat geschrieben:Die Masse denkt immer, weil sie Masse bzw. Mehrheit ist, müssten sie richtig liegen und richtig sein. Da könnte man aber viele Beispiele nennen, wo sich "die Masse" irrte und falsch verhielt. icon_winkle

_roseboy_ _roseboy_ _roseboy_
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon Blackhills » Fr 21. Dez 2018, 11:47

icon_winkle _tanz_
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon mika1983 » Mi 2. Jan 2019, 10:12

Blackhills hat geschrieben:Was stört dich daran, ganz persönlich? ich entnahm deinen letzten Sätzen, dass man deine Schnelligekit und Gründlichkeit im Denken nicht schätzt, war das richtig verstanden? Wie macht sich dieses Nichtschätzen konkret bemerkbar, was fehlt dir, was hättest du gerne?


Hallo Blackhills,

das hast du genau richtig verstanden.
Seit einigen Jahren stelle ich den Erfolg der Gruppe/des Teams immer vor meinen Eigenen. Dies ergab sich aus einer Situation im Fussball. Für mich war es immer wichtig viele Tore zu schießen, leider gingen auch einige Bälle daneben und einige Spiele verloren wir deswegen auch. In einem meiner letzten Spielen, stand ein Mannschaftskollege besser zum Tor und ich spielte in auswegloser Situation ab und er machte das Siegtor, allein deswegen, weil ich uneigennützig war.

Genau dies passiert beruflich bei mir im Umgang mit den Ellebogen meiner Kollegen und Vorgesetzten (oder auch Freunden) leider nicht. Statt auf Meinungen von Experten zu hören und deren Wissen und Kompetenz anzuerkennen, schreiben diese sogar ihre Namen unter von anderen erstellten Texte, oder tun es als Unsinn ab, nur um nicht als Versager dazustehen.

Konkret fühle ich mich ausgenutzt und schlichtweg beleidigt, wenn ich mich von solchen Leuten unberechtigt kritisieren lassen muss. Mein Wissen und meine Intelligenz sind mir ja nicht zugeflogen. Es ist das Resultat jahrelanger schwerer Arbeit, Studien und Fleiß. Für mich ist einfach der Respekt davor wichtig. Ich persönlich respektiere ja auch in vollem Maße die Leistungen anderer und höre aufmerksam zu, wenn mir jemand etwas erklärt, stelle nichts in Frage oder tue dies als lächerlich ab, bloß weil ich es nicht verstehe.

Ich versuche mich inzwischen immer mehr selbst aus der Gleichung rauszunehmen, es ist aber manchmal sehr schwer, nicht das zu sagen, was man sagen will.
Gerade dann nicht, wenn man als einziger die richtige Antwort auf eine Frage kennt.


DesdiNova87 hat geschrieben:Ich bin eher jemand der seine Leistungen unterschätzt, weil es einfach so unendlich viel zu wissen und zu lernen gibt in unserer Welt. Ich habe bereits einige Intelligenztests machen dürfen, mit dem Ergebnis, dass ich leicht überdurchschnittlich intelligent bin, wo ich mich auch selbst einordnen würde.

Genau das ist auch mein Credo. Leider ist es eben so, dass viele Menschen nicht wissen, was sie eigentlich nicht Wissen aber gleichzeitig meinen, sie wissen alles.
Diese Form der Selbstüberschätzung anderer ist genau das, was mir das Leben schwer macht.


LG und ein frohes neues Jahr,
mika
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon Blackhills » Mi 2. Jan 2019, 12:35

Hallo Mika,

das kann ich sehr gut nachvollziehen. Du glaubst gar nicht wie gut. Die Wertschätzung und Anerkennung, die dir zusteht, aufgrund deiner Leistung, kommt einfach nicht. Und wenn du es aussprichst, wirst du auch noch als arrogant bezeichnet und danach stürzen sie sich erst recht auf jeglichen Fehler, der einem passiert. Fehler, die ja eigentlich nur dazu da sind, um zu lernen und die schlichtweg zum Leben dazu gehören. Liege ich richtig?

Es war auch mal mein Thema und ganz zum Schluss kam ich zu dem Ergebnis: Ich ändere sie nicht. Sie sind so, es hat sogar viele davon, und ich werde sie nicht ändern, egal was ich selber mache. Es hat nämlich nichts mit mir selbst zu tun, es ist ihr Wesen, ihr Wissensstand, ihr Fundus an Können, ihr Charakter. Ich kann aber entscheiden, ob ich mit ihnen zu tun haben möchte oder nicht und in welchem Umfang. Ob ich sie in mich hinein lasse oder lieber auf innere Distanz gehe.

Ich empfinde mittlerweile diese Abgrenzung als ein sehr wichtiges Thema gerade von sensiblen Personen. Es mangelt ihnen oft genau daran. Erst als ich nichts mehr persönlich nahm, weil es ja auch nichts mit mir zu tun hatte, bekam ich in dieser Hinsicht meinen inneren Frieden. Zuvor hätte ich am liebsten die ganze Welt verändert. icon_winkle

Um es direkter zu sagen: Wenn die Anerkennung nicht kommt, warum bist du dann für diese Leute noch da? Sie verweigern dir doch das, was dir zusteht. Und es steht dir zu, jedem, der etwas vollbringt, von dem auch andere profitieren. Es ist dein gutes Recht, in der Hinsicht beachtet zu werden.
Es stimmt, du fühlst dich ausgenutzt, WEIL sie dich ausnutzen. Denen würde ich keine Bälle mehr vor die Füße legen, wenn sie danach so mit mir umgehen. (Das war ein gutes Beispiel, eignet sich auch im übertragenen Sinn.) Team hin oder her, es hat jeder seinen Anteil am Sieg zu bringen, nicht nur du. Und wenn, dann ist das eine Mannschaftsleistung, also gebührt jedem das Lob und nicht nur einem. Bleibt deins aus, würde ich „nicht mehr mitspielen“. Sie nutzen dich aus, weil du schön brav weiterhin mitspielst.
Auch ich habe mich dann, früher, noch mehr bemüht, noch mehr angestrengt, in der Meinung, dann muss es doch werden und ich selbst habe nur noch nicht genug... Nein, es liegt nicht an dir, es sind sie.

Auch wenn sich einer in deiner Gegenwart dumm fühlt, ist es SEIN Ding, nicht deins. Du bist wie du bist, klug, begabt und was sonst noch, hast sicher auch deine Ecken, wo es klemmt, und sie sind das eben nicht. Damit müssen sie fertig werden und nicht du. Die Verantwortung dahin, wo sie hingehört.

Boah, sorry, das hört sich jetzt wie ein riesen Vortrag an und vielleicht arg belehrend. Ich kriege das aber nicht anders hin. Außerdem bin ich in dem Thema noch immer zu sehr involviert. Es hat mich so oft selbst betroffen und ich habe richtig darunter gelitten. Habe massiv draufgezahlt, dass es sich andere hübsch einfach machten. Was anderes ist das nämlich nicht, was sie tun. Sich Können und Wissen aneignen kann ja jeder. Es mag nur nicht jeder. Ist aber deren Sache und die Konsequenzen davon sollen sie auch hübsch mal alleine tragen.

Also lehne dich zurück und lasse sie eiern, und erst, wenn sie dich um dein Wissen und deinen Beitrag bitten, würde ich etwas tun, aber vorher mir noch ausdenken, was ich als Gegenleistung dafür haben will und das auch äußern. Sie steht dir zu. Gib dir selbst den Wert, den du verdienst. Und keine falsche Bescheidenheit, du weißt, was du kannst und auch, was du nicht kannst.
Das ist übrigens keine Arroganz, das ist ganz bei sich sein, denn du spielst ja nichts vor, es sind Tatsachen.

Ein gutes Neues Jahr und herzliche Grüße

Blackhills
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Re: "In deiner Gegenwart fühle ich mich dumm"

Beitragvon DesdiNova87 » Mi 2. Jan 2019, 16:55

Blackhills hat geschrieben:Es war auch mal mein Thema und ganz zum Schluss kam ich zu dem Ergebnis: Ich ändere sie nicht. Sie sind so, es hat sogar viele davon, und ich werde sie nicht ändern, egal was ich selber mache. Es hat nämlich nichts mit mir selbst zu tun, es ist ihr Wesen, ihr Wissensstand, ihr Fundus an Können, ihr Charakter. Ich kann aber entscheiden, ob ich mit ihnen zu tun haben möchte oder nicht und in welchem Umfang. Ob ich sie in mich hinein lasse oder lieber auf innere Distanz gehe.

Ich empfinde mittlerweile diese Abgrenzung als ein sehr wichtiges Thema gerade von sensiblen Personen. Es mangelt ihnen oft genau daran. Erst als ich nichts mehr persönlich nahm, weil es ja auch nichts mit mir zu tun hatte, bekam ich in dieser Hinsicht meinen inneren Frieden. Zuvor hätte ich am liebsten die ganze Welt verändert. icon_winkle

Um es direkter zu sagen: Wenn die Anerkennung nicht kommt, warum bist du dann für diese Leute noch da? Sie verweigern dir doch das, was dir zusteht. Und es steht dir zu, jedem, der etwas vollbringt, von dem auch andere profitieren. Es ist dein gutes Recht, in der Hinsicht beachtet zu werden.
Es stimmt, du fühlst dich ausgenutzt, WEIL sie dich ausnutzen. Denen würde ich keine Bälle mehr vor die Füße legen, wenn sie danach so mit mir umgehen.[...]


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