"Scanner" Typ

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon hs_positiv » Do 29. Nov 2018, 17:49

Multi- und Vielbegabung? = Scanner? Darf man da denn tiefer gehen, so als HSP? Ich habe etwa drei Jahre lang während meiner zweiten Ausbildung mit Trommelscannern gearbeitet und später als studentische Hilfskraft in einem Projekt einer historischen Sammlung Glaßplattennegative mit einem normalem Scanner bearbeitet und in eigens angelegte Datenbanken angelegt. Dass da eine hohe Auflösung und ein "kleinliches" Arbeiten gefragt ist, isst klar, wa?
"Der Weg ist das Ziel." Oder wer war das noch?
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » So 2. Dez 2018, 23:56

Ja, der Begriff wird mit Multi- und Vielbegabung zusammengebracht. Für mich ist es aber auch nur ein Begriff und eine für mich hilfreiche Beschreibung.

> Darf man da denn tiefer gehen, so als HSP?

Warum nicht? Ich schließe aber auch nicht aus, dass es ähnlich oder gleich gelagerte "Scanner" - Eigenschaften auch unter nicht - HSP gibt. Aber wie gesagt: Mir hat es geholfen, als ich mich beim Entdecken meiner HS mit dem Thema "Scanner" - Persönlichkeit beschäftigt habe.
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon sol » So 3. Feb 2019, 15:10

Fräulein hat geschrieben:Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber...

Der Begriff "Scanner" ist mir so nicht geläufig. Allerdings finden sich dazu einige Seiten im Netz, die vermuten lassen, dass es sich dabei um nichts weiter als ein Geschäft handelt. Der Begriff ist nützlich.


Den Eindruck hatte ich gerade beim Googeln auch.

Und auch beim Lesen der ersten 5 Seiten hier im Thread gelang es mir nicht, zu verstehen, worum es geht, weil es viele unterschiedliche Bereiche umfasste und doch fanden sich viele wieder in diesem Typus.

Darum interessiert mich, was dieser neuere Begriff älteren voraus hat.


Wenn ich mithilfe von Technik einen Text einscanne, erscheint er Detailgenau in meinem PC. (hoffentlich)

1.) Soll Scanner-Typus heißen, dass manche Menschen meinen, ebenso detailgenau fremde Menschen zu beobachten, so dass sie tief in die Persönlichkeit des unbekannten Menschen "objektiven" Einblick erhalten? Abgesehen von Zweifeln an der Objektivität dieser "Fähigkeit" und vom übergriffigen Aspekt eines solchen "Abcheckens" fremder Menschen: Wäre das dann nicht Einfühlen bzw.Empathie? Was auch automatisch mit enthält, dass zum empathischen Einfühlen kein aufdringliches beobachten und Abchecken von Personen gehört.

2.) Ist Scanner-Typus jemand, der sich thematisch ständig verzettelt und keine Prioritäten setzen kann?

3.) Soll Scanner-Typus das Gegenteil von Selektiver Wahrnehmung bedeuten, dass also alle Details, egal wie relevant, gleich priorisiert werden?

3a.) Meint es Interessensvielfalt?

4.) Meint es einen breiten Wissenskanon?

5.) Meint es ein breites oberflächliches Halbwissen?

6.) Meint es Vielbegabung im Sinne von Hochbegabung?

All das kam vor und hat mich ganz durcheinander gebracht. Das ist doch alles was Unterschiedliches und dafür gibt es bereits Begriffe, die ihrerseits schon schwierig genug sind. Was also bringt dieser neue Begriff?
Vor allem, da es ein Begriff aus dem Bereich der Technik ist und da ganz anderes betrifft. Menschliche Wahrnehmung ist doch was ganz anderes.
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » So 3. Feb 2019, 22:07

Ich fand "Vielbegabung" am treffendsten, allerdings gibt es noch einen Unterschied zwischen Viel- und Hochbegabung. Ich würde mich selber als viel- aber nicht hochbegabt bezeichnen, zumal die Beschreibungen von "Vielbegabung" auf mich zutreffen.

3a.) Meint es Interessensvielfalt?
Ja, für mich bedeutet es auch das
4.) Meint es einen breiten Wissenskanon?
ja, das hängt mit 3a.) zusammen
6.) Meint es Vielbegabung im Sinne von Hochbegabung?
Ja, aber Vielbegabung kann auch ohnen Hochbegabung existieren.

Und wie gesagt: Der Begriff "Scanner" taucht immer wieder im Zusammenhang mit HS auf. Ich kann sehr gut mit dem Begriff "Vielbegabung" leben. Und ich bin mir dessen bewußt, dass HSP die Vielbegabung nicht für sich gebucht haben. Es gibt vielbegabte HSP und vielbegabte, die nicht HS sind.
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Erdbert » Do 7. Feb 2019, 16:06

Jamania hat geschrieben:Mit keinem Wort wird z.B. in Erwägung gezogen, dass Menschen sich GERNE ablenken lassen und das heutzutage mit der größte Kraftakt ist, sich nicht mitziehen zu lassen.
Oder dass es fast immer einfacher ist, etwas anzufangen, als es durchzuziehen oder gar zu beenden.
Und dass Neues fast immer faszinierender ist als das bekannte alte...
und dass Normalität nicht selten langweilt und man sich Abwechslung wünscht, besonders wenn die Welt draußen einem zeigt, was alles in einem Menschenleben möglich wäre, wenn man in z.B. Filmen denkt...
Eigentlich ist es ziemlich banal.

wo es jetzt steht oder nicht, ist mir nicht klar. in büchern über den scanner-typ oder im www?
etwas lustig finde ich diese neue schublade für HSP, obwohl man sich eigentlich ungerne in schubladen (ge-)steckt sieht. wenn die schublade dann aber passt, ändert man seine meinung stillschweigend.
aber spass beiseite.
in der scanner-schublade fühle ich mich wohl wenn ich mir die fehlenden attribute individuell nach meinen bedürfnissen dazudenken kann. ich baue sich nach meinen wünschen aus bis sie passt, bin also ein scanner, da ich mehreres erfolgreich abgeschlossen habe, über breites wissen verfüge und verbindungen zwischen allerlei fachgebieten sehe. puhhh, ein richtiger überflieger bin ich also, in meiner bequemen schublade - selbst wenn es nur bücher und texte sind, die ich gar nicht komplett lese weil sie mich nur teilweise interessieren. soakes
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » Do 7. Feb 2019, 20:37

Die simple Eingabe von "HSP Scanner" in Google wirft Tonnen an Suchergebnissen aus, warum HS mit dem "Scanner" in Verbindung gebracht wird.

Da sich der Faden im Moment im Kreis dreht, verabschiede ich mich hiermit erst mal aus der Begriffsdiskussion.
Walter66
 

Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Erdbert » Fr 8. Feb 2019, 10:24

Walter66 hat geschrieben:Die simple Eingabe von "HSP Scanner" in Google wirft Tonnen an Suchergebnissen aus, warum HS mit dem "Scanner" in Verbindung gebracht wird.

die suche spuckt kaum ergebnisse aus, wie scanner-typ-eigenschaften ins positive hervorgehoben werden und wie menschen normalerweise ticken. das ist das interessante, wo die kreisdreherei gedanklich aufbrechen könnte. interessant ist, was dort NICHT steht und was positiviert wird.
wie Jamania schreibt:
Mit keinem Wort wird z.B. in Erwägung gezogen, dass Menschen sich GERNE ablenken lassen und das heutzutage mit der größte Kraftakt ist, sich nicht mitziehen zu lassen.
Oder dass es fast immer einfacher ist, etwas anzufangen, als es durchzuziehen oder gar zu beenden.
Und dass Neues fast immer faszinierender ist als das bekannte alte..
= grund für das zitieren.

Walter66 hat geschrieben:Da sich der Faden im Moment im Kreis dreht, verabschiede ich mich hiermit erst mal aus der Begriffsdiskussion.

die kreisdreherei und die unklarheiten bestehehen bereits zu beginn des threads.
Erdbert
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » Fr 8. Feb 2019, 14:07

Nein, zu Beginn wurde mehr über Inhalte und eigene Erfahrungen gesprochen und in den letzten Beiträgen wird nur noch der Begriff "Scanner" zerredet und hinterfragt.

Ich kann Deine Aussagen zur Suche nicht nachvollziehen, ich habe erschöpfende und hilfreiche Info`s zu den Möglichkeiten und Grenzen eines Scannertyps bekommen.

Mit keinem Wort wird z.B. in Erwägung gezogen, dass Menschen sich GERNE ablenken lassen und das heutzutage mit der größte Kraftakt ist, sich nicht mitziehen zu lassen.
Oder dass es fast immer einfacher ist, etwas anzufangen, als es durchzuziehen oder gar zu beenden.
Und dass Neues fast immer faszinierender ist als das bekannte alte..


Doch: Genau diese Problematik habe ich im Zusammenhang mit HSP - "Scanner-Typ" gelesen und dann auch in meinem Arbeitsleben z.B. erkannt und relativ einfache Schritte ergriffen, um die Ablenkungen zu reduzieren. Ein Beispiel ist, dass ich in der Regel nur die Sache im Blickfeld habe, die ich gerade bearbeite. Das erhöht meine Konzentrationsfähigkeit sehr. Das mag alles nicht neu sein, ich habe es halt in diesem Zusammenhang für mich entdeckt und umgesetzt.
Walter66
 

Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Erdbert » Sa 9. Feb 2019, 09:47

Walter66 hat geschrieben:Nein, zu Beginn wurde mehr über Inhalte und eigene Erfahrungen gesprochen und in den letzten Beiträgen wird nur noch der Begriff "Scanner" zerredet und hinterfragt.


Hallo Walter66,
ist doch gut dass für dich alles geklärt ist. für mich nicht. ein forum lebt davon wenn sich mehr als ein paar teilnehmer gegen ende oder zu beginn auf etwas einigen, denke ich.

Walter66 hat geschrieben:Ich kann Deine Aussagen zur Suche nicht nachvollziehen, ich habe erschöpfende und hilfreiche Info`s zu den Möglichkeiten und Grenzen eines Scannertyps bekommen.

ja, du. ich noch nicht. darf ich deshalb diese diskussion nicht fortführen oder muss ich nun ein neues thema eröffnen?

Walter66 hat geschrieben:
Mit keinem Wort wird z.B. in Erwägung gezogen, dass Menschen sich GERNE ablenken lassen und das heutzutage mit der größte Kraftakt ist, sich nicht mitziehen zu lassen.
Oder dass es fast immer einfacher ist, etwas anzufangen, als es durchzuziehen oder gar zu beenden.
Und dass Neues fast immer faszinierender ist als das bekannte alte..


Doch: Genau diese Problematik habe ich im Zusammenhang mit HSP - "Scanner-Typ" gelesen und dann auch in meinem Arbeitsleben z.B. erkannt und relativ einfache Schritte ergriffen, um die Ablenkungen zu reduzieren. Ein Beispiel ist, dass ich in der Regel nur die Sache im Blickfeld habe, die ich gerade bearbeite. Das erhöht meine Konzentrationsfähigkeit sehr. Das mag alles nicht neu sein, ich habe es halt in diesem Zusammenhang für mich entdeckt und umgesetzt.

ich nicht, ein paar google-infos zum scanner reichen mir - als scanner, wie ich ihn sehe - nicht. was für dich stimmt, muss nicht für andere stimmen und ich denke, in einem demokratischen forum muss man andere meinungen aushalten können, auch wenn man "deinen" text zitiert. ausserdem wird hier im tread auf eine seite einer frau (Anne Heintze/Open-Mind-Akademie) hingewiesen, die an anderer stelle laut forenregeln "verboten" ist und ich mir nicht sicher bin, ob man darauf nun eingehen darf oder nicht.
MfG
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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » Sa 9. Feb 2019, 11:56

Erdbert, ich habe kein Problem damit, zu diskutieren.

Es besteht aber für mich an der Art der letzten Fragen und Beiträge für mich der Eindruck, dass das Ergebnis für den Fragesteller schon feststeht und durch die schon leicht negativ gestellten Fragen nur bestätigt werden soll, dass das Konzept "Scannertyp" nicht schlüssig, sondern nur eine Modeerscheinung oder sonstwas ist.

In meinen Antworten sieht man aber, dass ich trotzdem zumindest teilweise auf die Fragen antworte und praktische Beispiele bringe. Und ja, es geht auch darum, herauszufinden, was für mich und auch für Dich gut ist.

Ich glaube aber nicht, dass wir uns über einen Konsenz "einigen" können. Die Meinungen werden - gerade in diesem Forum, wo es an vielen Stellen nicht um wissenschaftlich harte Fakten geht, sondern um Erfahrungen und Hilfestellungen im Leben, - immer auseinander gehen.

Und dass man beim Googlen auch "komische" bzw. in diesem Forum nicht erwünschte Beispiele findet, ist doch eigentlich klar. Das gilt aber nicht nur für "Scanner-Typ", sondern für den ganzen Bereich der HS. Da gibt es für mich genug Beiträge im www, wo sich mir die Zähnägel aufrollen.

Trotzdem bin ich HS und suche mir eben die Informationen zusammen, die für mich zielführend und mich weiterbringen, ohne die kritischen Anfragen ganz auszublenden. Wenn ich den Focus auf die Negativbeiträge und -beispiele lege, lerne ich auf Dauer nix, weil ich mich nur über den "Unsinn" aufrege, der durchs Netz geistert. Um HS - "Trittbrettfahrer", die den schnellen Euro sehen oder so mache ich einen großen Bogen...

...die an anderer stelle laut forenregeln "verboten" ist und ich mir nicht sicher bin, ob man darauf nun eingehen darf oder nicht...


Müsstest Du mal einen Moderator fragen. Ich kann mir aber vorstellen, wenn man nichts verlinkt und keine Inhalte aus den Seiten hierein kopiert, sondern nur eine konkrete Frage stellt, auf die man beim Suchen auf besagten Seiten gestoßen ist, dass das OK ist, aber besser nachfragen...
Walter66
 

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