"Scanner" Typ

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Walter66 » Sa 9. Feb 2019, 13:59

Hier noch ein paar fehlende Antoworten auf sol`s Fragen von mir.
1.) Soll Scanner-Typus heißen, dass manche Menschen meinen, ebenso detailgenau fremde Menschen zu beobachten, so dass sie tief in die Persönlichkeit des unbekannten Menschen "objektiven" Einblick erhalten? [...]

Nein, so wie ich den Begriff im Zusammenhang mit HSP gelesen habe, definitiv nicht. Ich dachte das aber anfangs auch, dass das so gemeint ist und das irritierte mich auch. Habe aber dann schnell rausgefunden, dass das nicht mit "HSP - Scannertyps" gemeint ist.
2.) Ist Scanner-Typus jemand, der sich thematisch ständig verzettelt und keine Prioritäten setzen kann?

Die Gefahr besteht, weil einfach vieles auf einen einströmt und man den Focus schneller verlieren kann. Ich habe es aber - schon bevor ich HS und Vielbegabung entdeckte - gelernt, damit umzugehen und bekomme es meistens, ausser, wenn ich um Superstress bin, im Griff. Jetzt bei der aktieven Auseinandersetzung mit HS finde ich noch leichter Strategien, um mich nicht zu schnell ablenken zu lassen.
3.) Soll Scanner-Typus das Gegenteil von Selektiver Wahrnehmung bedeuten, dass also alle Details, egal wie relevant, gleich priorisiert werden?

Das habe ich sinngemäß unter 1.) geschrieben. Die Priosierung kann schon mal wegrutschen. Es ist dann manchmal hilfreich, wenn einem jemand beim Sortieren hilft. Aber man kann auch lernen, alleine Prio zu setzen, ist für mich auch sehr wichtig.
5.) Meint es ein breites oberflächliches Halbwissen?

Das klingt sehr negativ, ist hat aber eine gewisse Logik. Entweder "Viel" und dabei nicht in allen Bereichen tief oder mehr spezialisiert und tief. Wenn man Halbwissen gegen "weniger tiefes Wissen" ersetzt, klingt es etwas weniger negativ. In meinen Hauptbereichen wird mir ein ein tiefes Fachwissen reflektiert.
Walter66
 

Re: "Scanner" Typ

Beitragvon Erdbert » So 10. Feb 2019, 14:58

granit hat geschrieben:Ich glaube, ich bin auch ein Scanner.....In Texten fallen mir wie automatisch Rechtschreibfehler auf, ohne das mich ich extra darauf konzentrieren muß. Wenn ich irgendwo aufs WC muß, fallen mir sofort Fehler im Fliesenbild auf und ich frage mich daher, wieso der Auftraggeber solche Arbeiten abgenommen und Geld dafür bezahlt hat. Das ganze rührt rührt vielleicht auch mit daher, dass ich selbstständiger Handwerker bin. Aber auch da wäre mir ein Gewerk auf Dauer zu langweilig. Durch meine Selbstständigkeit konnte Ich mir den Traum erfüllen, nicht nur Maler, Fliesenleger, Fensterbauer, Zaun- und Türenmonteur, Trockenbauer, Hausmeister, Fußbodenleger usw. zu sein, sondern alles zusammen. Daher denke ich auch bei den Arbeitsabläufen umfassender und weiter, als die normalen Handwerker, die nur auf die möglichst einfache und schnelle Ausführung ihrer Tätigkeit aus sind. Denen ist es dann eben egal, ob das nachfolgende Gewerk Probleme bei seiner Arbeit hat oder diese mit Mehraufwand verbunden ist, was nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie manche oder die meisten Leute so kurzsichtig sind und nicht weiter denken. Aber die Erklärung scheint zu sein, das ich zu den Scannern gehöre, und die meisten Leute leider nicht.


unter dem begriff scanner bastelt sich jeder sein eigenes ding zusammen. vermutlich soll es so sein, damit sich jeder zu mindestens 90% darin wiederfindet. so will es der mensch schließlich, er will übereinstimmungen und keine bücher kaufen, die ihm nicht entsprechen.
in deinen beschreibungen finde ich mich am ehesten wieder.

ein intakter scanner als peripheriegerät springt nicht von einem dot zum nächsten oder wild hin und her ohne dass der arbeitsgang abgeschlossen ist. daher würde ich nie auf die idee kommen, im übertragenenen sinn auf menschen zu schliessen, die sich für alles mögliche interessieren, alles mögliche beginnen, nichts abschließen und sich verzetteln, ihr chaos auch noch "kreativ" nennen. _%_ (waren bisher die schlimmsten kollegen, die so redeten und andere das chaos bereinigen liessen...)

ein gerät wie ein scanner arbeitet detailgenau von vorne bis zum abschluss, ansonsten wäre er defekt. beim wissenschaftlichen arbeiten ist es ebenfalls so dass man beim überfliegen der texte detailgenau das wichtige herausfiltern oder auch -scannen muss. verzetteln und herumgespringe wäre kontraproduktiv für haus-, abschlussarbeiten und forschung.

granit hat geschrieben:Sogenannten Fachidioten wissen natürlich auf dem jeweiligen Gebiet bedeutend mehr, als ich, aber dafür kennen sie sich auch nur auf ihrem Gebiet aus. Wie sagt ein Bekannter Satz? "Alles ist mit allem verbunden" und das ist auch so. Aber leider betrachten die meisten sogenannten Experten und Wissenschaftler die Dinge viel zu einseitig und nur auf ihr Gebiet bezogen. Um alles besser zu verstehen müßten alle irgendwie mehr verknüpft zusammenarbeiten, um wirklich verstehen zu können.
Leider kann ich auch oft nicht verstehen, wenn die Leute im Bekanntenkreis so einseitig denken.

es gibt schon einige experten, die interdisziplinär arbeiten oder auch solche, die hybridausbildungen absolviert haben. immer wenn ich mal nach bestimmten personen die mich interessieren google, finde ich nicht selten sowas wie multibegabung und mehrere abschlüsse, die manchmal auf den ersten blick auch nichts miteinander zu tun haben. daher gehört vielbegabung für mich zum scanner-dasein. persönlich kenne ich fast nur leute, die mehrere abschlüsse haben. vermutlich erkennt man sich unbewusst untereinander.
Erdbert
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