Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Frieden0194 » Sa 29. Okt 2016, 14:31

Hallo!
Ihr seid hier meine letzte Hoffnung, denn wenn das so weitergeht, dann schaffe ich es nicht mehr und bin erst 22.
Ich bin seit ein paar Wochen in meiner ersten eigenen Wohnung. Das war immer mein Traum, da ich vorher im Wohnheim und WG gewohnt habe und natürlich bei meinen Eltern im Haus.
Seit ein paar Wochen wohnt ein neuer Nachbar direkt neben mir. Uns trennt eine sehr dünne Wand. Er liebt Techno und Hardrock. Er versteht es nicht, macht einfach weiter. Die Vermieterin hilft auch nicht, will keine Probleme. Glaubt, ich wäre empfindlich, weil die anderen Mieter sich nicht gestört fühlen, aber sie haben nicht diese Wand.
Ich hab mich noch nie so schlecht gefühlt und ich kann nicht mehr, meine Eltern sind auch am Ende, weil ich sie ständig höre.
Ich kann auch nicht für die Uni lernen unter der Kulisse.
Ich bin nur am Heulen. Sobald er in der Wohnung ist, horche ich auf und schon geht die Musik an. Und der Bass dringt durch oder ich höre seine Musik. Mir wird schlecht und egal wie laut die Musik ist, ich höre sie durch!!!
Innerhalb von ein paar Tagen habe ich jegliches Interesse an allem verloren. Meine Verdauung ist nicht mehr existent, ich weine nur, schlafe unter Beruhigungsmitteln, lese nicht mehr, esse und trinke nicht- ich lebe nicht. Mir macht nichts eine Freude und ich habe keine Kraft mehr.
Ich brauche eure Hilfe!
Wie finde ich zu mir, kann ich lernen mich von seinen Geräuschen zu defixieren und mich abzulenken?
Ich will hier wohnen bleiben, aber er hört nicht auf und meine ganze Familie leidet auch darunter und ich bin mich nur mit ihnen am streiten.
Frieden0194
 

Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Walrun » Sa 29. Okt 2016, 18:11

Da möchte ich nicht mit dir tauschen.
Es gibt sicher verschiedene Möglichkeiten.
Du könntest Nachbarn und Vermieter so lange und penetrant nerven, bis sie aufgeben. Das kommt vermutlich nicht in Frage?
Hörschutz (ich nehme Schaumstoff Ohropax) oder gute Voll Schutz Kopfhörer, dann kannst du dich mit deiner eigenen Musik beschallen ;)
Entspannungs Meditationen helfen auch, genauso wie Erden.
Wenn du dort wirklich wohnen bleiben willst, Dämme die verfluchte Wand doch einfach selbst - ich glaube nicht, dass das die Welt kostet.

Ich wünsche dir, dass für dich alles gut ausgeht.
Walrun
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Libellchen » Sa 29. Okt 2016, 18:58

Oh je, dass ist ja furchtbar. Bei den Geräuschen würde ich auch verrückt werden.

Sind sie wirklich so laut oder empfindest du sie nur so? Wie hören sie deine Eltern?
Wohnen sie auch in diesem Haus?
Zu welcher Zeit spielt die Musik?
Die Ruhezeiten müssen aber eingehalten werden.
Ich würde mal den Nachbarn und den Vermieter einladen, damit sie die Musik hören.
Ein neutrales nettes Gespräch hilft auch Wunder. Ich weiß, es ist schwer.

Die Idee von Walrun mit den Kopfhörern hätte ich auch. Da bist du abgelenkt.

Die Wand dämmen ist eine gute Idee. Du mußt aber vorher den Vermieter fragen.
Dann weiß er auch, dass du es ernst meinst.

Wenn die Musik wirklich zu laut ist, würde ich sie mal aufnehmen.
Mietkürzung wäre auch eine Möglichkeit, wenn sie zu laut ist. Hilft dir aber erst einmal nicht, aber der Vermieter muss aktiv werden.

Ich wünsche dir viel Erfolg.
Liebe Grüße
Libellchen
Libellchen
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Aurora » Sa 29. Okt 2016, 22:34

Hallo Frieden0194 und fühle dich ganz herzlich willkommen im Forum! _moin_

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht und was Du gerade durch machst. Genau das selbe Problem hatte ich Jahre lang auch und es kostete mich unendlich viel Kraft. Inzwischen wohne ich in meiner 2. eigenen Wohnung, dies Mal in einer komplett anderen Stadt und habe bisher Glück mit den Nachbarn. Überraschenderweise ist so ein Altbau besser gegen Geräusche von den Nachbar gedämmt, als so ein Neubau Betonbunker / Wohnblock.

Seit jeher habe ich ein sehr feines Gehör und so schön und nützlich es beim musizieren auch ist, so quälend wird es, wenn man abends einschlafen möchte oder Dinge hört, die man ignorieren möchte. Zu den schlimmsten Zeiten hatte ich 3(!) Nachbarn um mich herum die lärmten. Sei es Fernsehen, Telefonie oder Musik hören und Computerspielen. Der Nachbar kann noch so "leise gestellt" haben, ich hörte es und fühlte mich sehr gestört. Dementsprechend hing ich frühs wie ein Schluck Wasser in der Kurve und meine Eltern konnten auch nicht jedes Mal den Samariter spielen und den Nachbarn erneut höflich bitten leiser zu sein. Anstatt wieder auf der Couch im Wohnzimmer zu übernachten, ging ich nach einiger Zeit zu einer anderen Taktik über: Beim Nachbarn unter mir stampfte ich mehrmals mit dem Fuß auf den Boden, beim Nachbarn neben an hämmerte ich auf die Wand ein und der Raum des Nachbars über mir (die telefonierten) nahmen im Raum auf ein Mal ein sehr lautes, wiederschallendes Schlagen des flachen Plasteteils des Wischmops wieder. Alles begleitet von einem kräftigen "EY!" oder "RUHE JETZT!" (Ich bin auch ein großer und starker Kerl, muss man dazu sagen). Danach war es meist bedeutend leiser und die Nachbarn merkten es sich mit der Zeit _läch_

Nichts desto Trotz half am Ende, um glücklich zu werden, nur ein Umzug - entweder der Nachbarn oder von einem selbst. Im Wohnheim hatte ich anfangs auch Probleme mit Lärm der Nachbarn. Mit der Nachtruhe von 22:00 Uhr und der Kontrolle durch das Wohnheimspersonal war das aber sehr selten. Außerdem zog ich recht fix in eine WG des Wohnheims um, da diese gerade frei geworden war und man sich um meine geschilderten Probleme mühte.


Wie es sich herausstellt hat man nur ein paar Möglichkeiten um seine verdiente Ruhe zu bekommen. Entweder an Ort und Stelle bleiben, Musik hören, Ohropax tragen oder sich Kopfkissen und Decken über den Kopf ziehen bis man nix mehr hört _müh_ oder flüchten - aber das geht nur in einem begrenzten Rahmen und ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Deshalb würde ich es so machen, dass ich deinen Nachbar eine letzte Chance gebe, dass er bitte Zimmerlautstärke einzuhalten und am besten Kopfhörer zu tragen habe, da er ansonsten von seiner Musik nicht mehr viel genießen kann, wenn Du anfängst beständig auf die Wand einzuhämmern ^^

Wenn sich dein Vermieter nicht für das Problem verantwortlich fühlt, kannst Du ihm einfach Mal den Vorschlag unterbreiten eine Mietminderung von 30% vorzunehmen, so wie Walrun vorgeschlagen hat, da deine Lebensqualität in erheblichen Maße beinträchtigt ist! Solltest Du auch noch krank davon werden, was ich nicht hoffen will, aber aus deinen Zeilen langsam heraus lesen, wird er mit dem Nachbarn verantwortlich gemacht werden, da Du ihn bereits mehrmals darauf hingewiesen hast. Bist Du oder sind deine Eltern Mitglied im Mieterschutzbund? Wenn nicht wäre das eine perfekte Gelegenheit um sich Rechtssicherheit, Beratung und vor allem Zuspruch zu sichern! _yessa_

Diese Nacht habe ich 2 Stunden auf meiner Couch im Wohnzimmer geschlafen, da im Innenhof unseres Hauses einige Nachbarn eine Fete geschmissen haben und ich unfreiwillig - sobald sich die Tür vom Partykeller geöffnet hat - Teil des Ganzen in meinem Schlafzimmer im Dachgeschoss sein durfte. Im Wohnzimmer war dann davon nichts zu hören, außer die wenigen Autos auf der Straße, die sich aber mit viel Fantasie wie Meeresrauschen anhörten _grinsevil_

Eine Bitte hätte ich an Dich: Pass bitte ganz sehr mit den Schlaftabletten auf! Sicher, sie helfen wunderbar und lindern das Leid, aber irgendwann kommt ein Punkt, an welchem Du ohne diese Tabletten nicht mehr einschlafen kannst - und das ist eine Abhängigkeit die keinen Spaß macht. Setze deshalb möglichst alles daran das Problem dauerhaft zu lösen, nur nicht mit den Tabletten. Du schaffst das ganz sicher! Irgendeine Möglichkeit eröffnet sich immer icon_winkle


Viele Grüße und noch viel mehr Erfolg! :-)
Nicht vergessen: In Poesie steckt auch ein Körperteil! #bäh#
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Frieden0194 » So 30. Okt 2016, 17:30

Danke für euer zahlreichen Antworten. Es kommt noch hinzu, dass hier praktisch über mir ständig Flugzeuge fliegen...

Ich will diese Wohnung wirklich behalten!

Ich wohne das erste Mal richtig allein und ich hab gemerkt, ich kann nicht allein sein. Ich vermisse meine Eltern schrecklich, besonders meine Mutter. Ich vermisse mein Haus und das Gefühl, dass das jemand ist.
Momentan stecke ich fest, wie in so einem Loch, nicht einmal das schöne Wetter bereitet mir Freude oder meine Musik, Bücher. Ich habe Angst vor dem Abend, wenn es dunkel wird und ich alleine bin.
Dabei habe ich es mir gewünscht und jetzt will ich es zwar durchziehen, aber es tut mir nicht gut.
Kann es sein, dass ich auf eine Depression zusteure und der Stress mit dem Nachbar mir noch den Rest gibt?

Ich fühle mich so einsam, es tut so schrecklich weh und fällt mir schwer mein eigenes Leben zu führen...
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon selpie » So 30. Okt 2016, 17:53

Hallo Frieden0194,
ich bin mit 16 zu Hause ausgezogen (wegen der Scheidung und dem städnigen Streit meiner Eltern) und kann dein Leiden gut nachvollziehen.

Soweit ich HSP verstanden habe, wirst du gegen deinen Nachbarn und lärmende Flugzeuge keine Chance haben - auch ein Rechtsstreit mit deinem Nachbarn würde dich zermürben. Ich würde mich versuchen von der Wohnung zu lösen. Es ist nicht die Wohnung, sondern die positive gefühlte Selbständigkeit einer eigenen Wohnung - der Ort ist relativ egal (hauptsache ruhig). Wir HSPler brauchen Ruhe und Verständnis in unserem nächsten Umfeld, sonst gehen wir zu Grunde. Ich selbst habe bereits immer wieder depressive Episoden und Panikattacken; und bin vermutlich mangels Unkenntnis meines HSPs immer in psychotherapeutischer Behandlung - was ich zwar ändern möchte, jedoch noch nicht geschafft habe. Das Abstreifen "falscher" Sozialisation braucht wohl Zeit.

Gegen abendliches Alleinsein helfen vielleicht sportliche Hobbies - ich selbst fing' als 17jähriger an Handball zu spielen in einer Mannschaft, in der man nicht zwangsweise immer da sein musste (nur wenn man Lust hat). Dann bin ich abends im Studium nachts immer regelmäßig zum Billard in eine Kneipe gegangen - dabei habe ich nette Leute kennengelernt (und immer nur Apfelschorle getrunken).

Was ich nicht verstanden habe ist deine Aussage "meine Eltern sind auch am Ende, weil ich sie ständig höre" - was meinst du damit, dass du sie ständig "hörst"?

Melde dich doch bitte noch mal wie du das siehst,
Gruß, S
Zuletzt geändert von selpie am So 30. Okt 2016, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Haeschen » So 30. Okt 2016, 17:55

Hallo du,

eine Diagnose Depression kann hier niemand stellen. Dennoch war schon beim lesen meines ersten Postings genau dieser Gedanke bei mir da - ich kenne die Gefühle, die dein Thread transportiert, nur zu gut. Kann es sein, dass es dir einfach insgesamt momentan zu viel ist? Neue Wohnung, die erste eigene, dann der Lärm, das Alleinsein...
Ich kann verstehen, dass du unabhängig sein möchtest, aber achte auf dich. Was du beschreibst, klingt garnicht gut, und eine Depression braucht wirklich kein Mensch, also pass auf dich auf!

Das ist jetzt wahrscheinlich wenig hilfreich, aber ich wollte es nicht einfach so stehen lassen...
***stille Mitleserin / Gelegenheits-Wochenend-Schreiberin***
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Frieden0194 » Mo 31. Okt 2016, 10:46

Guten Morgen!

Ich werde versuchen mir etwas Neues zu suchen, am besten im Wohnheim, denn unter Studenten fühle ich mich wohler. Gestern Abend hat der Nachbar von schräg unten seine Techno-Musik aufgedreht und ich hab gedacht, ich raste aus. Gut, dass ich am Abend noch weg gegangen bin.

Was ich gemerkt habe, dass ich am Tag eigentlich relativ gut mit dem Allein sein zurecht komme. Sobald es dunkel wird, bekomme ich Angst, ein ungutes Gefühl und fühle mich nicht wohl.
Kennt ihr das? Ist das normal oder wird das wieder besser?

Ich bin eine HSP, aber kann damit manchmal nicht umgehen, weil mich die Gefühle überwältigen und die Einsamkeit und Sinnlosigkeit meines Daseins kaum zu ertragen ist.
Und an einem schönen, sonnigen Morgen wie heute, ist wieder alles irgendwie besser...
Frieden0194
 

Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Aurora » Mo 31. Okt 2016, 12:04

Frieden0194 hat geschrieben:Ich werde versuchen mir etwas Neues zu suchen, am besten im Wohnheim, denn unter Studenten fühle ich mich wohler.

Das klingt doch nach einem sehr guten Plan. Dann drücke ich Dir mal sehr die Daumen, dass Du schnell fündig wirst! :-)
Was ich gemerkt habe, dass ich am Tag eigentlich relativ gut mit dem Allein sein zurecht komme. Sobald es dunkel wird, bekomme ich Angst, ein ungutes Gefühl und fühle mich nicht wohl.
Kennt ihr das? Ist das normal oder wird das wieder besser?

Du machst gerade eine ziemlich große Lebensumstellung durch. Du möchtest nun selbstständig in einer eigenen Wohnung leben, hast Stress durch die Nachbarn und musst erst Mal einen Rhythmus finden. Davor warst Du ja im Wohnheim oder Zuhause bei deinen Eltern mit anderen Menschen umgeben. Dass man sich da überfordert fühlt und am Abend zurückdenkt, als es vor ein paar Tagen noch ganz anders war, ist vollkommen normal.

Ich wohne jetzt schon 5 Monate alleine und es gab immer mal wieder Tage, an denen ich mich abends einsam gefühlt hatte. Von daher ist es nicht Schlimmes. Da ich aber extra wegen meiner Freunde hier her gezogen bin und mit diesen auch öfters etwas unternehme, bin ich gar nicht so einsam, wie ich mich in dem Moment fühlen mag. Über das Internet / Telefon sind sie außerdem alle ganz schnell und unkompliziert zu erreichen.
'paint#

Ich bin eine HSP, aber kann damit manchmal nicht umgehen, weil mich die Gefühle überwältigen und die Einsamkeit und Sinnlosigkeit meines Daseins kaum zu ertragen ist.
Und an einem schönen, sonnigen Morgen wie heute, ist wieder alles irgendwie besser...

Es gibt nicht nur gute Tage im Leben, auch schlechte gehören dazu. Das musst Du verinnerlichen und akzeptieren, denn diese Tage sind wichtig. Ohne etwas Schlechtes kann es kein Gutes geben, weil es sonst zwischen beiden keinen Unterschied gibt. smasz

Die Hochsensibilität hat nicht nur unangenehme Seiten. So sehr manche Aspekte störend und unpassend wirken möchten, sind sie doch Teil deiner Persönlichkeit. Aber das sind ja nicht alle Aspekte. Genauso sehr gibt es positive Aspekte und die sind bei einer hochsensiblen Person, die mit sich im Einklag ist, ein wahres Geschenk.

Der schöne, sonnige Morgen ist dein Lohn, dass Du wieder einen Tag weitergemacht hast mit dem Leben! Es geht immer weiter und auf jede Nacht folgt ein neuer Tag an dem alles besser werden kann. Wenn Du dazu noch eine positive Sicht auf das Leben entwickelst, treten die positiven Aspekte der Hochsensibilität nämlich in den Vordergrund und Du möchtest nicht mehr darauf verzichten.

sblätter

Und zum Sinn des Lebens: Leider musst Du dir diesen selbst suchen. Kausal gesehen gibt es eine biologische Erklärung, aber das meinst Du sicher nicht. _%_ Das Leben ist nicht Sinnlos, obwohl es manchmal so scheinen mag. Das Leben ist dafür da, es mit Sinn zu füllen - Jeder Menschen soll / kann seinen Teil dazu beitragen. Wenn Du das Leben als Chance und als Geschenk siehst, macht es auf ein Mal Sinn, jeden Tag erneut aufzustehen - So sehe ich es jedenfalls. Wenn Du mit Dir im Einklang stehst, Freunde / Familie um dich hast und Du dich wohlfühlst in deinem Umfeld, dann klingt das doch nicht so, als wäre es sinnlos, oder? Das Leben ist reine Ansichtssache
*yoda*

Viele Grüße am Reformationstag!
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Re: Am Ende mit den Nerven, kurz vor dem Aufgeben.

Beitragvon Frieden0194 » Mi 2. Nov 2016, 16:02

Ich kenne mich selbst so gar nicht, so unentschlossen, unruhig, treibend, aber irgendwie nicht am Ankommen.
Momentan hab ich eher das Gefühl, ich bin nicht bereit erwachsen zu werden. Eigene Wohnung - das bedeutet wirklich alleine wohnen. Und ich hab das einfach unterschätzt. Auf der anderen Seite ist das auch eine Herausforderung für mich und die nehme ich auch gerne an.
Wir haben jetzt auch Herbst, es wird früh dunkel und na ja, ich fühle mich einfach ziemlich einsam und verloren. Ich kann einfach nicht mir umgehen und am Abend ist es besonders schlimm, dann kommen die Dämonen hoch und ich drehe durch - ich verstehe die Welt nicht mehr und hab jegliche Hoffnung und Freude auf die Zukunft verloren. Wenn ich an mich vor einem Jahr zurückdenke, dann werde ich traurig. Ich hatte auch da meine Phasen, in denen ich down war, aber alles in allem war ich zufrieden. Ich vermisse Sie (mich vor einem Jahr) so sehr...so unbeschwert, voller Hoffnung und Freude, Lebenslust. Ich bin nicht mehr ich.

Ich hätte die Möglichkeit zum 01.12 in mein Wohnheim zu ziehen, aber dann müsste ich jetzt auf die Schnelle einen Nachmieter suchen und ich weiß auch gar nicht, ob ich dann Ende November kündigen darf und der Nachmieter dann zum 01.12 einziehen darf.
Auch ist die Frage, ob ich jetzt jemanden finde und, ob dann das Zimmer im Wohnheim noch frei ist.
Frieden0194
 

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