Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon cyrill » So 8. Jun 2014, 23:11

Hallo,
oft habe ich das Gefühl von meinen Mitmenschen nicht respektiert oder ernst genommen zu werden. Ich bin sehr wissbegierig und habe mir im laufe der Zeit einiges an Wissen angeeignet und wenn ich versuche diese Informationen mitzuteilen habe ich häufiger das Gefühl das ich nicht ernst genommen werde vor allen wenn mit Menschen rede die älter als ich sind habe ich dieses Gefühl, weil sie denken das mir die Erfahrung fehlt und ich noch zu jung bin um über solche komplexen Themen bescheid zu wissen. Auch im Alltag habe ich das Gefühl nicht respektiert zu werden, immer dringen einige meiner Mitmenschen in meinen persönlichen Raum ein und reagieren nicht darauf wenn ich meine Meinung vertrete und wenn ich versuche zu sagen das ich damit ein Problem habe werde ich immer noch nicht ernst genommen oder respektiert. Ich habe oft das Gefühl das alle auf mir herum trampeln, weil ich sowieso nichts dagegen tun kann. Vielleicht liegt es wohl einfach an meiner Wahrnehmung weil ich zu dünnhäutig bin aber oft bringt mich das richtig auf die Palme und in meinen inneren Kocht die Wut, ich behandle meine Mitmenschen doch auch nicht so, warum werde ich dann immer so herum geschupst. Sollte es nicht so sein das wenn man seine Mitmenschen respektiert dann auch selbst respektiert wird.
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cyrill
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon irdeneinolli » Mo 9. Jun 2014, 10:47

Hi Cyrill,

das hatte ich eine Zeitlang auch ganz extrem. Und weißt Du woran es lag.. weil ich genau dieses Gefühl und diese Überzeugung in mir hatte.
Was wir denken und manifestieren, ziehen wir automatisch in unser Leben. Das passiert oftmals durch Kleinigkeiten, die wier erfahren. Und es ist schwer erst einmal den Auslöser dafür zu finden.

Und man kann das ändern, wenn man es ändern WILL _thum_

Ich hatte mal ein Buch gelesen "Das Geheimnis des Herzagneten" - wo viel über die Zusammenhänge, die ich oben erläutert habe verständlich geschrieben ist. Und (zumindest für mich empfand ich das so) sehr gute Tips (Hilfe zur Selbsthilfe), wie man das für sich ändern kann. Und es ist nichtmal viel Arbeit an sich selbst.

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Wen es interessiert, mein Beispiel an Erfahrung daraus:
Mir ging es ähnlich wie Dir, ich wurde kaum so ernst genommen, wie man es von einem Mann im Alter von 25-30 .. bis hin zu 40 erwarten würde. Also wie ich es für mich erwarten würde.
Ich hab mir stets mein inneres Kind bewahrt und benehme mich auch nicht der Norm entsprechend stets erwachsen (wobei die Gesellschaft unter erwachsen benehmen ansich eher Steif, zurückhaltend, überernst als äußere Wahrnehmung definiert)..
Mein erwachsen SEIN ist eher, Verantwortung tragen, und verbindlich arbeiten, was ich mein Leben lang immer tue.
Doch ich wurde immer als alberner, kindlicher Typ gesehen. Das hat mich immer voll auf die Palme gebracht!
Dann hab ich in dem Buch einen Abschnitt gelesen, wo eine ähnliche Situation beschrieben ist und wie sich die Person, die davon erzählt in dem Abschnitt, selbst geholfen hat.
Die Rede ist dort von einer Art virtullem Schalter, den man für sich selbst erschafft - das habe ich einfach mal ausprobiert (was kann schon schief gehen)

Auf dem Weg morgens zur Arbeit habe ich mir diesen Schalter also ausgedacht und ihm die Eigenschaft gegeben, wenn ich ihn einschalte, bin ich ein erwachsener, ernst zu nehmender Mann. Mehr hab ich nicht gemacht.. Und dann habe ich den Schalter in Gedanken *KLICK* eingeschaltet.
Wenn ich das nicht brauchte, habe ich den Schalter einfach aus geschaltet - alles nur rein in Gedanken.
Zum einen macht es mir Spaß wowas auszuprobieren, weil ich es auch als eine Art Spiel sehe für mich (bin halt verspielt und ständig neugierig)
Es ist mir leicht gefallen, weil ich es machen konnte, ohne das jemand anderes davon wusste und niemand hätte mich deswegen auslachen können. Also warum nicht ausprobieren...

Auf dem weiteren Weg zur Arbeit hatte ich mein Gedankenspiel bereits wieder vergessen, doch als ich dann auf der Arbeit saß ist mir etwas aufgefallen.
Meine Kollegen haben mich nicht mehr wie einen 16 Jährigen Lehrling behandelt, dem man zwar was sagt, aber ggf. nicht als verantwortungsvollen Mitarbeiter sieht (leider).. nein, sie haben mich plötzlich völlig anders behandelt, ernst genommen, nicht mehr belächelt und auch Bemerkungen bezüglich Kindisch.. werd erwachsen.. oder.. sei doch mal ernst.. blieben fortan aus.

Ich konnte das erst nicht glauben, habe mich da total drüber gefreut, das es so einfach funktioniert hat.
Es hat mich jetzt auch nicht steif, humorlos und spiessig gemacht, ich bin noch genau wie vorher, nur das die Menschen um mich herum mich ab da ernst genommen haben.
Den Schalter hab ich dann nach der Arbeit ausgeschaltet.

Weiteres Beispiel für was wir denken/glauben, ziehen wir in unser Leben:
nach meiner Trennung von der Mutter meiner beiden Kinder habe ich in einer 1Raum Wohnung gewohnt, die erste Zeit ohne richtige Möbel, Fernseher auf dem Boden, Matraze davor, zwei Koffer in der Ecke, wo ich meine Kleidung drin hatte.
Ich habe mich gefühlt wie ein Penner
Nach einiger Zeit im Zug auf dem Weg zur Arbeit ist mir aufgefallen, das die Leute mir aus dem Weg gingen, wenn ich in den Zug gestiegen bin. Das fühlt sich so demütigend an..
Ich habe jeden Morgen geduscht, habe also nicht gestunken - seiner Zeit hab ich meine Haare wachsen lassen, weil ich wissen wollte, ob mir längere Haare stehen...
Es hat mich wütend gemacht, wenn mich die Leute mit Abscheu angeschaut hatten und es hätte sich wie eine Spirale abwärts weiter entwickelt, sodaß ich mich hätte zurückgezogen und wäre noch mehr in diesem schlechten Gefühl versunken.
Einen Tag hatte ich dann Lust mir die Haare abschneiden zu lassen und bin zum Friseur - danach hab ich mich, komischerweise total gut und befreit gefühlt.
Vom Tag an, ist mir gleichzeitig aufgefallen, das im Zug die selben Leute, die mir vorher wirklich offen fühlbar und sichtbar gemieden haben, gelächelt haben und sich nicht mehr zurückgezogen haben.

Man mag jetzt denken, es lag an den Haaren, doch es war mein inneres Gefühl, meine Gedanken, die meine Ausstrahlung ausgemacht haben.
DENN.. ein Jahr später hab ich meine Haare wieder wachsen lassen - hatte da aber nicht mehr zusätzlich das Gefühl, das ich mir vorkam wie ein Penner.. weil Wohnungstechnisch und Trennung etc. war alles soweit in trockenen Tüchern.
Ich wurde teilweise sogar angesprochen, das mir das sehr gut steht und es ja selten sei, das sich ein Mann mal die Haare länger wachsen lässt - selbst von Fremden hab ich das zum Teil gesagt bekommen..

Das als Beispiel, was es für einen Einfluß hat, was wir denken und wie sich Gedanken in GEfühle und Ausstrahlung und Außenwirkung festigen können.

Ganz liebe Grüße
und einen schönen PfingstMontaaaag!

Oliver
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon Pierrot » Mi 11. Jun 2014, 22:57

_Mij_
Zuletzt geändert von Pierrot am Mi 11. Jun 2014, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
Erstaunlich, daß der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist.
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon Pierrot » Mi 11. Jun 2014, 23:02

irdeneinolli hat geschrieben:Hi Cyrill,

das hatte ich eine Zeitlang auch ganz extrem. Und weißt Du woran es lag.. weil ich genau dieses Gefühl und diese Überzeugung in mir hatte.
Was wir denken und manifestieren, ziehen wir automatisch in unser Leben. Das passiert oftmals durch Kleinigkeiten, die wier erfahren.


Da ist was wahres dran... smasz
Erstaunlich, daß der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist.
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon CarryD » Mi 11. Jun 2014, 23:41

[quote="irdeneinolli"]Hi Cyrill,

das hatte ich eine Zeitlang auch ganz extrem. Und weißt Du woran es lag.. weil ich genau dieses Gefühl und diese Überzeugung in mir hatte.
Was wir denken und manifestieren, ziehen wir automatisch in unser Leben. Das passiert oftmals durch Kleinigkeiten, die wier erfahren. Und es ist schwer erst einmal den Auslöser dafür zu finden.

Und man kann das ändern, wenn man es ändern WILL _thum_

Hi Oliver,

ich finde prinzipiell mal super und auch richtig was du sagst.... ich kenne viele solcher Ansätze wie du sie beschreibst und versuche seit viiiielen Jahren, sie umzusetzen. Manchmal funktioniert's auch, aber 1 Problem bleibt und das kriege ich einfach nicht weg _bash_
Wenn jemand im falschen Moment was falsches sagt, dann ist es, als würde ich angeschossen (wurde und werde ich hoffentlich nie _yessa_ ), aber so empfinde ich es. Und in diesem Moment fliegt der "Schutzschalter" und der Strom ist weg, d.h, ich kann auf diesen besagten Knopf drücken so oft und so fest ich will, aber er geht nicht. Das heißt, manche Situationen legen mich einfach lahm und selbst, wenn das Kontrollzentrum (Gehirn) schreit: Notgeneratoren an!- das System liegt lahm... auch wenn es immer heißt, der Geist siegt über den Körper... ich kämpfe seit Jahren gegen das umgekehrte Problem. Der Geist sagt: Kopf hoch, Schultern grade, du schaffst das... mein Körper verhindert, dass es umgesetzt werden kann... hmmm, aber wie gesagt: ich stimme dir ja eigentlich zu smgp*
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon yingyang » Do 12. Jun 2014, 13:45

Hallo Olli,

ich habe etwas über Deinen Beitrag nachdenken müssen, und es tut mir leid, wenn ich Dir in gewisser Weise widersprechen möchte, aber ich glaube, dass ist etwas zu einseitig.
Es geht ja m.E. nich nur darum, was jemand aussendet, sondern auch um das Gegenüber. Wenn ich also jemanden habe, der prinzipiell Menschen anderer Hautfarbe oder Religion nicht mag, Homosexuelle doof findet, die Liste liesse sich belieblig fortsetzen, kann ich die tollste Einstellung zu mir selbst haben, aber der Mensch wird mich trotzdem verachten, oder nicht ernst nehmen, etc.

Ich finde es leider etwas gefährlich zu sagen, man müsste nur seine innere Einstellung ändern, weil es letztendlich die Gefühle, die jetzt z.B. Cyrill empfindet, negiert, weil es nun so klingt als wenn er an dem Verhalten, was ihm andere entgegenbringen selber schuld ist. Ich stelle es mir auch schwierig vor, einfach einen Schalter umzulegen. Wir wissen ja nicht, warum andere Cyrill nicht ernst nehmen, vielleicht sind es einfach nur Idioten?

Ich möchte Dir gerne ein Beispiel nennen: ich habe meine Kindheit in einem kleinen Dorf verbracht, meine Eltern waren von aussen zugezogen. Ich wurde in der Schule nie akzeptiert, da ich den hiesigen Dialekt nicht sprach - gut den habe ich dann schnell gelernt. Ich wurde trotzdem nicht akzeptiert, da meine Eltern nicht in die Kirche gingen und auch sonst eine andere Einstellung hatten als die hiesigen Dorfbewohner - da meine Eltern nicht so greifbar waren, hat die nette Dorfgemeinschaft es halt an mir ausgelassen. Ich wurde gemobbt und gehänselt in der Schule. Ich habe häufig an mir gezweifelt, dachte, dass ich "irgendwie doof" sei und deshalb niemand mit mir spielen wollte... das Ganze hörte schlagartig auf, als wir in eine Grosstadt zogen, wo es niemanden interessierte, ob man nun in die Kirche ging oder nicht. Ich fand schnell Anschluss und hatte keine Probleme Freundschaften zu schliessen.

Hätte ich deswegen meine "innere Einstellung" ändern sollen, als ich auf dem Dorf wohnte, nur um von der Dorfgemeinde akzeptiert zu werden (ehrlichgesagt hätte ich damals als Kind so ziemlich alles getan, um akzeptiert zu werden)? Bin ich daran schuld, weil ich bzw. meine Eltern sich nicht an die dort gültigen Wertvorstellungen angepasst habe? Ist das Mobbing-Opfer letztendlich selbst schuld, weil es ja seine innere Einstellung hätte ändern können? Es tut mir leid, wenn ich etwas provokativ klinge, aber gerade solche Erlebnisse haben mich gelehrt, so etwas zu hinterfragen. Klar fördert ein selbstbewusstes Auftreten, dass man auch ernst genommen wird, aber es kommt ja nicht nur auf den Einzelnen sondern auch auf die Gesellschaft drauf an.

Sorry - food for thought :)

LG, yingyang
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon irdeneinolli » Do 12. Jun 2014, 14:47

Hi Zusammen,

hm, das wollte ich mit meinem Beitrag nun wirklich nicht, ggf. Dich - Cyrill negativ darstellen..
Ich hatte das Ganze eher als eine Art Möglichkeit geschildert, die man ganz leicht anwenden und ausprobieren kann.

Ich kenne mich zu wenig mit dieser Materie aus um zu erläutern, wie die Zusammenhänge genau funktionieren.
Zwischen allen Lebewesen besteht doch eine Art Energetische Verbindung. Warum habe ich ein schlehtes Gewissen, oder fühle mich als hätte ich etwas "ausgefressen" wenn meine Exfreundin da sitzt und auf irgendetwas sauer ist.. das dürfte ich doch normalerweise gar nicht merken.
Wir senden doch ständig Gefühle aus.. wir fühlen uns zu Menschen hingezogen, die z.B. sehr Hilfsbereit sind und immer ein offenes Ohr haben, wenn wir Probleme haben. Warum gerade zu diesen Menschen? warum nicht zu ALLEN? oder gar keinem..
Weil dieser Mensch eine Energie aussendet, die uns wiederum anzieht, weil wir genau das brauchen..

(ist jetzt alles Theoriedenken von mir)
Umgekehrt empfange ich die negaiven Energien von jemanden, der in meiner Nähe sauer ist - weil ich mich für alles in einer Beziehung verantwortlich fühle (ist aktuell noch eines meiner Schwächen)..
Wenn ich dieses Verantwortungsgefühl nicht mehr in mir trage, weil ich nicht für das Wohlergehen anderer Zuständig bin - empfange ich auch nicht mehr so stark die negativen Energien und fühle mich auch nicht verantwortlich.

Viele hier einschießlich mir, tragen viele Gefühle in sich der Unsicherheit, ziehen sich zurück, weil es schwer ist, den Mut aufzubringen, einfach aufreht nach vorn zu gehen.
In manchen Situationen habe ich das, in manchen nicht. Und genau diese Unsicherheit tragen wir in uns und senden sie aus (das ist nichts negatives, was man verachten würde) es ist einfach so..
Und bei unseren Mitmenschen kommt diese Energie an und sie reagieren unterbewußt darauf - jeder auf seine Weise. Das kann man auch wunderbar bei sich selbst beobachten, wie man andere Menschen sieht - nicht auf der Visuellen Ebene.. das auch, aber eher, wie fühlen wir andere Menschen - den Kunden vor uns an der Kasse, den Verkäufer im Supermarkt, den Obdachlosen auf der Parkbank, den Managertypen in seinem Luxusauto an der Ampel.. wen auch immer, wir sehen sie ja nicht nur, sondern nehmen ihre Energie auch wahr.

Je tiefer in uns eine Unsicherheit durch Verletzung oder sonst welche Umstände verankert ist, ist es auch um so schwerer, diese zu verarbeiten.
Mir hat niemand damit weh getan, wenn er mich nicht ernst genommen hat, ich hab mich nur stets gewundert und gedacht, was kann ich noch tun, damit man mich erstn nimmt.. und hab mich abgestrampelt.. Doch weh getan hat mir niemand.. vielleicht ist es deshalb mir leichter gefallen, das anzuwenden, bzw. einfach mal auszuprobieren.

sorry, wenn mein Beitrag oben jemanden ggf. negativ abgestempelt hat, bzw. es so rüber kam, das war wirklich nicht meine Absicht. Es ist kein Allheilmittel und vielleicht wird es wirkungslos, wenn wir es von vornherein anzweifeln (das ist ja wiederum ein Gefühl, was quasi als Gegenpohl dazu steht)
Ein wahrer Kern ist alledings, das wir das was wir in uns tragen an Gefühlen etc. unabdingbar ausstrahlen und das kommt bei unseren Mitmenschen an und löst verschiedene Arten von Reaktionen aus (unterbewußt)

LG
Olli
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon cyrill » Mo 16. Jun 2014, 10:44

Hallo Olli
Ich denke es liegt teilweise wohl wirklich daran, dass ich bei meinen Gegenüber auch eine negative Reaktion erwarte und deswegen meine Mitmenschen genau beobachte und auf jede Reaktion oder Geste achte die auch nur irgendwie gegen mich gerichtet sein könnte, damit ich wieder einen neuen Grund habe mich von meinen Mitmenschen abzuschotten. Der Grund diese Verhaltens ist aber auch das ich eine Zeitlang unter Menschen war die nicht so nett zu mir waren und mich ausgegrenzt oder verspottet haben, was ein ziemlich prägendes Erlebnis für mich war.
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon Darja » Mo 16. Jun 2014, 12:24

cyrill15 hat geschrieben: habe ich häufiger das Gefühl das ich nicht ernst genommen werde vor allen wenn mit Menschen rede die älter als ich sind habe ich dieses Gefühl, weil sie denken das mir die Erfahrung fehlt und ich noch zu jung bin um über solche komplexen Themen bescheid zu wissen.

Erwachsen werden ist anstrengend.

irdeneinolli hat geschrieben:(wobei die Gesellschaft unter erwachsen benehmen an sich eher Steif, zurückhaltend, überernst als äußere Wahrnehmung definiert)

Erwachsen sein auch.

Dein Gefühl nie ernst genommen zu werden kenne ich auch zu gut.
Inzwischen habe ich allerdings resigniert.
So gut es geht kann man aber versuchen Menschen zu finden, die einen ernst nehmen. Aber auch diese Suche dauert und kostet Kraft.
Aber grundsätzlich ist es, finde ich, wichtig bei sich selbst anzukommen und sich selbst zu mögen. Siehe Olli. Dann ist man weniger verletzlich. Und auch eher mal in der Lage zu denken: "Na und?".

cyrill15 hat geschrieben: damit ich wieder einen neuen Grund habe mich von meinen Mitmenschen abzuschotten.

Die Jobs als Einsiedler sind leider rar gesät ;-)
Gerne würde ich ja etwas positives schreiben wie: "Diese Zeit geht vorbei." oder so ähnlich. Nur kann ich das nicht wirklich bestätigen.
"Freunde, nur Mut!
Lächelt und sprecht:
Die Menschen sind gut,
bloß die Leute sind schlecht.“
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Re: Das Gefühl nie ernst genommen zu werden

Beitragvon irdeneinolli » Fr 20. Jun 2014, 09:04

Hi Darja,

das klingt jetzt eventuell etwas forsch, doch die Zeiten gehen nicht von allein vorbei.

Wir selbst bestimmen unser Leben - und wie andere damit umgehen. Wir haben immer eine Wahl.

Begrenzt wird unser Wille viel durch Gefühle und Erfahrungen, diese zu überwinden ist die größte Herausforderung. Es ist zum Teil wirklich schwer und kommt einem unüberwindbar vor, doch machbar ist ALLES.. (meine Theorie und zum Teil Erfahrung - ich lerne da auch noch immer dazu)

LG
OLLI
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