die lieben Mitmenschen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Kelar » Mo 9. Feb 2015, 21:33

Wahrscheinlich wird es so sein. Wirklich schade, gerade für HSP Leute. Ist eben schwierig tiefgründige Freundschaften oder wenigstens Bekanntschaften aufzubauen, wenn fast alle nur aufs warmhalten aus sind bzw. Freunde nur für bestimmte Gelegenheiten wollen (Freund X ist für den Sport, Y für Konzerte etc.).
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Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon burkhard » Mo 9. Feb 2015, 21:53

Kelar hat geschrieben:Wahrscheinlich wird es so sein. Wirklich schade, gerade für HSP Leute. Ist eben schwierig tiefgründige Freundschaften oder wenigstens Bekanntschaften aufzubauen, wenn fast alle nur aufs warmhalten aus sind bzw. Freunde nur für bestimmte Gelegenheiten wollen (Freund X ist für den Sport, Y für Konzerte etc.).

Ich stimme da zu.
"Ich melde mich" - bzw "Wir melden uns" wird gerne von Personalentscheidern benutzt und bedeutet "Sie können davon ausgehen, dass Ihnen unsere Absage in wenigen Tagen zugeschickt werden wird".
Zwei neue Kontakte aus einer Selbsthilfegruppe wollten laut eigener Worte auch den Kontakt vertiefen.
Dabei ist es dann auch geblieben.
"Ja, sicher können wir mal einen Spielabend machen, tolle Idee

............................... ich bin aber die nächste Zeit ausgebucht"; aber sich daran erinnern und sich selbst deswegen mal melden, wenn die ausgebuchte Zeit vorbei ist, kommt auch nicht in Frage.
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Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Rain. » Mo 9. Feb 2015, 22:10

Ich distaziere mich allgemein von Menschen. Wenn sie nicht wollen, ist das halt so. Ich habe liber meine Ruhe. Ich habe zwei echte Freundinnen die mir helfen und auch ehrlich sind. Ehrliche Menschen sind immer noch am besten.
Rain.
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Kelar » Mo 9. Feb 2015, 22:38

Bzgl. Ehrlichkeit stimme ich dir zu. Ehrlich und zuverlässig. Leider sind das Qualitäten, die die wenigsten Menschen heutzutage noch besitzen. Männer als auch Frauen.
Ruhe habe ich mittlerweile aber genug gehabt. Im Studium immer relativ passiv gewesen, komme ich damit jetzt im Arbeitsleben nicht mehr damit klar. Sicher muss nicht jeder Tag am Wochenende voll verplant sein, aber es gäbe genug tolle Dinge, wo man hin gehen kann. Nur allein macht das nicht wirklich Spaß und selbst mit ein zwei tollen Freunden wird es für die auf Dauer sicher auch zu viel, immer mit derselben Person etwas am Wochenende zu machen.
Daher müssen es für mich zumindest mehr Leute werden, nur gestaltet sich das leider unglaublich schwierig :/
Kelar
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Rain. » Di 10. Feb 2015, 08:17

Ich gebe dir Recht Kelar. Ich würde gern mehr unternehmen, wenn es auch ein gemeinsamer Lesenachmittag wäre. Mit meinen Freundinninen mache ich sehr wenig, früher haben sie immer total viel nach Kino gefragt und so. Ich hatte keine Lust/ dieses ganze Laute und die vielen Menschen sind mir unbehaglich-.- Weißt du wie ich die ehrlichen Menschen in meinem Leben gefunden habe? :D Ist warscheinlich nicht so hilfreich aber: Ich war immer ehrlich zu anderen. Und ich meine damit die harte Ehrlichkeit. Wenige haben mich dann noch angesprochen und die, die es taten, waren ebenfalls sehr ehrlich. Damit konnte ich ANfangs nicht so gut umgehen aber jetzt weiß ich es zu schätzen;)
Rain.
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Kelar » Di 10. Feb 2015, 17:53

Das mit der harten Ehrlichkeit kam mir auch schon in den Sinn. Nur weiß ich, dass ich dann einige Bekannte (von den eh wenigen) verliere. Und wenn das zur Zeit passieren würde, will ich mir lieber nicht ausmalen, wie schlecht ich mich dann erst fühle.
Oder wie viele Wochen es dann wieder dauern würde, neue Bekannte zu finden. In den Wochen wäre dann auch in der Freizeit wenig los.
Ach, es ist echt nicht leicht.
Kelar
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Regenbogenlicht » Di 10. Feb 2015, 20:27

)/898u
Kelar hat geschrieben:Das mit der harten Ehrlichkeit kam mir auch schon in den Sinn. Nur weiß ich, dass ich dann einige Bekannte (von den eh wenigen) verliere. Und wenn das zur Zeit passieren würde, will ich mir lieber nicht ausmalen, wie schlecht ich mich dann erst fühle.
Oder wie viele Wochen es dann wieder dauern würde, neue Bekannte zu finden. In den Wochen wäre dann auch in der Freizeit wenig los.
Ach, es ist echt nicht leicht.


So ist das halt im Leben, man kann sich immer weiter was vormachen und das Glück im Außen suchen (andere Leute als Versuch, der vermeintlichen Eínsamkeit zu entgehen) oder vielleicht versuchen, bei sich selber anzukommen. Mir kommt es so vor, als hättest Du gerade in noch ziemlich jungen Jahren die Chance dazu.

Was macht Dir Spaß? Und warum kannst Du nicht alleine zum Konzert gehen und dort einfach Leute anquatschen - die meisten freuen sich doch, wenn's mal neue Kontakte gibt. Ich war lange Zeit beruflich weit weg tätig und bin am Wochenende meistens mit dem Zug nach Hause/zum Kunden gefahren. Die Reise dauerte jeweils 6 Stunden und wurde immer genutzt, um Runterzukommen und einfach nichts machen zu müssen - und keine Erwartungen zu haben, außer der einen, in der 1.Klasse Ruhe und Frieden zu finden. Rückblickend kann ich sagen, auf vielen dieser Fahrten ganz zwanglos mit Mitreisenden ins Gespräch gekommen zu sein - und ich habe den Eindruck, daß die gemerkt haben, daß sie sich auch etwas öffnen konnten ohne befürchten zu müssen, daß das Gesagte gegen sie verwendet wird. Das ist nämlich die Rückseite der Medaille "Oberflächlichkeit": wenn mal die Möglichkeit besteht (am besten im Rudel gegenüber einem Einzelnen), dann wird kräftig ausgeteilt und über den Einzelnen hergezogen. Und wenn jemand anders ist und gerade nicht anwesend, dann sowieso.

Also, sei doch froh, daß DIESE Leute mit Dir nicht so viel zu schaffen haben wollen, da hast Du mehr Zeit, Dich um deine Dinge zu kümmern - das Leben ist nämlich ganz anders, als es uns die Freitagabendfilme der ARD glattgebügelt präsentieren. Und wenn man alleine gut zurecht kommt und auch gut mit sich umgeht, dann kommen die Dinge/Leute/Situationen, die man gerne hätte, ganz von allein vorbei - und man ist dann auch in der Lage, sie zu sehen und wertzuschätzen. Das Problem ist m.E. einzig die Erkenntnis, was einem selber Freude bereitet und das dann auch umzusetzen.

Und wenn man das absolut nicht weiß, könnte man z.B. auch mal am Wochenende in einem Altenheim oder einer Klinik einsame und kranke Mitmenschen besuchen, die sonst niemanden haben und etwas Zeit mit ihnen verbringen. Das ist sicherlich ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke und erfordert auch Mut, aber schlecht fühlen wirst Du dich da ganz sicher nicht!

Liebe Grüße vom
Regenbogenlicht
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Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Rain. » Di 10. Feb 2015, 21:38

Niemand hat gesagt, dass Leben is einfach.

Warte einachfach ab Kelar. irgendwann wirst du Personen treffen, die du dir viel eher gewünscht hättest. Vllt. findest du auch hier Menschen, die nett sind. Ich meine, hier haben alle die selbe Schwierigkeit zu überwinden. Suche nicht, sondern lebe dein dir gegebenes Leben und staune, welche Menschen es bereichern werden. Es werden Menschen kommen mit denen du dich verstehst. Wir haben ja genug Menschliche Wesen auf diesem Planet;)
Rain.
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon theguynextdoor » Mi 11. Feb 2015, 16:32

Hi Teetrinkerin :-)

Ich habe mich von den "Ich melde mich"-Typen aus meinem privaten Leben verabschiedet..ich habe einfach irgendwann gemerkt, dass ich mit Bekanntschaften dieser Art nichts mehr anfangen kann. Meine Hochsensibilität hat mir sehr dabei geholfen auch bei Menschen, die ich neu kennenlerne, zu merken, ob da echtes Interesse an mir da ist, oder ob ich nur als Seelenstressmülleimer oder Ähnliches fungieren soll. Wenn ich das Letztere merke, ziehe ich die Notbremse und bin weg. Vielleicht kannst Du dein Bauchgefühl auch bei neuen Bekanntschaften nutzen, mich hat das meine selten getäuscht. Und mich so sicherer da draußen gemacht. So ist über all die Jahre bei mir ein Kreis von Menschen gewachsen, von denen ich weiß, woran ich bin. Das gibt mir ebenfalls Sicherheit. Ein paar wenige gute Freunde reichen mir, Oberflächliches empfinde ich als emotions- und zeitraubend..dafür gibt es Bud Spencer und Terrence Hill :-) Ich wünsche Dir alles Gute!

Viele Grüße!
M
theguynextdoor
 

Re: die lieben Mitmenschen

Beitragvon Rain. » Do 12. Feb 2015, 17:31

Ich weiß noch, wie viele Menschen mich ausgenutzt haben. Ich bin ein sehr gutgläubiger Mensch und glaube immer an das gute im Mensch. Ich wusste dass sie mich ausnutzen. Mit der Zeit habe ich es übersehen. Ich wollte einfach nur mit Freunden rumrennen. Aber das hat sich ausgezahlt. Viele kennen mich durch Freunde, und die haben meisst nur schlechtes erzählt.
Vergesst nie wer euch ausnutzt-.-
Rain.
 

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