Die Unfähigkeit zu genießen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Eremit » Sa 21. Dez 2013, 22:32

Hallo Leonard und Hopingsoul,

das passt nu wieder _läch_ Genau das wäre ja der Ansatz - was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Der Spieler trifft den Ton nicht, du bekommst die Frau nicht oder verpatzt das 1. Examen - und nun, lebst du nicht mehr? Was genau geht denn kaputt dabei?

Der Womanizer ist mir heute auf dem Weg von Mama eingefallen - schönen Gruß von außerhalb der Matrix _läch_ - noch bevor ich dein neues Thema hier gelesen habe. Erstaunlicherweise ist nämlich Erfolg auch nur ein Gefühl, eine Stimmung. Gerade am möglichen Womanizer hab ich das am besten beobachtet und kanns am besten erklären _yessa_

Ein Typ, klein, dick, poplig weder geistig noch körperlich sonderlich attraktiv oder charmant hält sich für nen tollen Feger. Völlig glücklich ist er davon überzeugt, was er doch für ein geiles Kerlchen is "ich Schlingel ich". Tatsächlich fallen ihm sämtliche schönen Frauen auf, auch deren Bilder in der Stadt. Doch wenn man mal seine tatsächlichen Flirts, geschweige denn echten Erfolge zählen würde, wär er mal rein objektiv nicht sehr erfolgreich als Casanova. Doch er übersieht das völlig in sein Spiel vertieft. Hab ich real genauso erlebt. Und auf sein Aussehen oder seine mangelnden Erfolge angesprochen sagte er nur: "Oh, das ist aber nicht schön von dir." Nur um im nächsten Moment wieder freudestrahlend "Weiber aufzureißen". _läch_ _yessa_

Wie gesagt, persönlich genauso kennengelernt, nicht nur einmal - objektiver Erfolg und subjektives Erfolgserleben haben überhaupt nichts mit einander zu tun! _yessa_

Und mit den Empfehlungen was mir so geholfen hatte meinte ich tatsächlich auch nichts nur zum Reinlesen. Natürlich musste da deins finden - doch nicht nur von außen am Honigglas lecken. Das heißt, nicht nur theoretisch reinlesen, sondern echte Übungen suchen, die funktionieren - Atmung, Achtsamkeitsmeditation, was auch immer - reingehen obs funktioniert _yessa_

Was kann im schlimmsten Fall schon passieren? iwikx

Diese Übungen eröffnen dir die Möglichkeit, diese unbewusste Kompetenz aufzubauen. Hmmm - das stärkste dafür ist ein positives Ziel im Ewigen und das beste was ich dort kenne, die Mantra-Einweihung durch einen passenden echten spirituellen Meister. Da ich da zurzeit niemanden in Deutschland kenne, den ich empfehlen könnte, verweise ich auf das, was ich als erreichbar kenne.

Weißt du - Leonard - deine Ängste kommen aus dem Unbewussten und dort willst du die Kompetenz finden - weißt du wo diese liegt, wo du hin musst? - richtig, ins Unbewusste - jenseits der Matrix heißt nix anderes. Und genau wie du für dein Examen übst, kannst du das auch üben. Genau wie du dir deine Ängste einredest kannst du dir auch was besseres einreden. Versuchs mal so zu sehen - wenns geht _yessa_

Ach so - bevors jemand falsch versteht - das heißt nicht, auf professionelle, therapeutische Hilfe - so erhältlich - zu verzichten. Mir hat auch eine vierjährige Gruppentherapie sehr geholfen neben meinen spirituellen Erkundungen. Bin nebenbei doch perplex wie ausgebucht Therapeuten mittlerweile sind - hör ich immer wieder. Und es heißt auch nicht ungeprüft mal jeden Kurs mitzumachen wenn man sich zu unsicher fühlt. Immer aufs eigene Herz hören, auf die eigenen Gefühle achten und möglichst kompetente Leute im vertrauensvollen Umfeld suchen - und dann rein obs funktioniert - so hab ich mich bislang in vielem ausprobiert und das Beste davon gesammelt bis es geklappt hat _yessa_

Hoffe, es hilft iwikx Eremit

Und nochmal kurz achso - funktionieren heißt, sie müssen früher oder später die Kraft entwickeln, deine Aufmerksamkeit zu bündeln, deinen Geist zu beruhigen, dir die Angst zu nehmen. Sie müssen dich dazu bringen, nicht mehr nachzudenken, sondern zu tanzen wie der Tausendfuß -
_wav_
- damit darfst du sie testen . . .
Eremit
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Leonard » Sa 21. Dez 2013, 23:58

Vielen Dank wiederum, ich freu mich wahnsinnig, dass hier so viel mitdiskutiert wird :)

Ich versteh durchaus, dass man sich loslösen muss von dem Gedanken, dass man versagt hat, sobald etwas nicht geklappt hat. Aber kann man das denn so leicht. Um wieder das Beispiel des Solisten aufzugreifen. Er spielt falsch, gut an und für sich kein Drama, aber es wird mit Sicherheit Leute geben, die sagen: Hey, der hats ja gar nicht drauf. Das ist das, was mir so zu schaffen macht und was ich auch keinem anderen wünsche. Diese Bewertung durch andere Personen. Es ist natürlich so, dass man trotzdem ein wertvoller Mensch ist, auch wenn man nicht jedes Mädel aufreißt, nicht jedes Solo super runterspielt, nicht das Staatsexamen locker besteht. Allerdings bleibt die Bewertung von außen, vielleicht ist das bei mir über die Zeit neurotisch geworden, weil diese negative Bewertung bei mir unmittelbar von Freunden kam. Dazu ne kleine Geschichte, ist mir etwas unangenehm, aber der Sache vermutlich dienlich.
Ich war am längsten Jungfrau in meinem Freundeskreis und das haben meine sogenannten Freunde damals als wahnsinnigen Spaß angesehen, mich damit aufzuziehen, dass vor Bekannten auszuplaudern und mich einfach damit zu ihrem Spaß bloßzustellen. Mir war das sehr unangenehm und ich kam mir eh schon als Loser vor und wurde dadurch irgendwie bestätigt, dass ich ein Loser wäre. Noch dazu, dass sie mir so in den Rücken gefallen sind. Das hat mich so mitgenommen, dass ich regelrecht einen Panzer um mich rum gebaut habe für die Zukunft. Ich versuche alles so zu machen, dass sich kein Misserfolg einstellt, mit dem mich irgendjemand angreifen kann. Ich hab regelrecht Panik davor, unter Beobachtung etwas schlecht zu machen, von dem ich weiß, dass andre darüber lachen könnten. Das projiziere ich auch auf andere, als ob es nicht schon genug wäre, selbst diese Angst mit mir rumzutragen, fühle ich sie sogar noch für andere mit, auch wenn diese teilweise diese Angst selbst gar nicht leben.

Mir gefällt dieser Gedanke des Textes von HopingSoul sehr. Vielleicht sollte man sich wirklich öfter gezielt die ganz normalen Tätigkeiten bewusster vor Augen führen, mehr in der Sache zu sein, damit man das irgendwann unbewusst so macht und nicht ständig das Horrorszenario "Was kann falsch laufen oder was hab ich schreckliches vor mir" im Hinterkopf hat.
Auch das Üben-üben-üben Prinzip von Eremit gefällt mir. Ich sollte definitiv wieder öfter aus meinem Panzer herauskommen, mehr zeigen. Quasi eine Art Konfrontationstherapie starten, denn es stimmt schon. Auch wenn etwas schief geht. Es geht immer weiter. Wenn mich jemand für einen Loser hält, meine Güte, es gibt Leute die das nicht tun. Das habe ich hier im Forum gemerkt und dann gibt es solche Menschen ja auch im normalen Leben :)

Ich freu mich wahnsinnig, dass ihr so Anteil nehmt auf so ausführliche Weise. Aus dem realen Leben bin ich das nicht gewohnt, weil es keiner Nachvollziehen kann. Mir wird hier klar, dass ich schon auch etwas Pech mit Freundschaften oder Frauen hatte und ich nicht immer nur die Schuld bei mir suchen sollte und gleich an jedem vorgehen zweifeln sollte. Denn Menschen, die gerade Menschen mögen, die Schwächen zeigen, gibt es wohl wirklich. Danke auch an Shivani, meine Feinfühligkeit als Schatz zu sehen, ich bräuchte wirklich mehr Leute um mich wie hier im Forum. Ich muss wohl einfach weitersuchen :)

Vielen Dank
Leonard
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon herzblut » So 22. Dez 2013, 00:15

Lieber Leonhard,

danke für den thread - er beschreibt mein Fühlen und Erleben zu 100%

was ich noch dazusagen möchte - ich bin unfähig, Essen zu genießen -

wenn es gut schmeckt, schlinge ich und wenn es nicht gut schmeckt, kann ich es nicht essen.
( muss allerdings dazusagen, dass ich immer viel zu lange warte, bis ich total unterzuckert bin!?)

aber genießen konnte ich das so oder so noch nie.

auch Sex übrigens nicht.

Gruß, herzblut
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Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Leonard » So 22. Dez 2013, 01:09

Was passiert bei gutem Essen, wenn du dich zwingst, langsamer zu essen. Trübt das dann auch den Genuss, weil es dich nervt, solange zu warten?

Sex ist so ne Sache, da kommt halt noch ne andre Person hinzu, da find ichs auch immer schwierig die Balance zu finden, zwischen das, was man selber mag und das, was der andre mag, wenn sichs nicht zu 100% deckt, was wohl seltenst der Fall ist. Ist aber auch ein großes Thema, was man wohl separat besprechen müsste.
Leonard
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Eremit » So 22. Dez 2013, 10:13

Hallo Leonard,

zunächst mal möchte ich mich Herzblut und den anderen hier noch anschließen - ich erlebe dich bereits sehr offen, emotional reflektiert und hab die gleichen Erfahrungen durch einschließlich Panzer. Da ich früher eher kommunikationsgestört war, hätte ich mir immer gewünscht, so offen darüber reflektieren und mich mit anderen austauschen zu können. Hab mich sogar lange Zeit echt gewundert, wie offen Menschen über alles reden und immer noch Probleme haben können. Bis ich mitbekommen habe, dass sie entweder selten über Wesentliches oder selten über sich geredet haben. Es gab selten den konsequenten Weg der Umsetzung "ich bin das, um mich geht es und ich muss das tun" Ich glaube, da muss was im Gefühl, im Bewusstsein fehlen, wenn sich das nicht so umsetzt sondern in Ängsten und Problemen stecken bleibt. Als ich da nachgeforscht habe, kam ich weiter . . .

Ich versteh durchaus, dass man sich loslösen muss von dem Gedanken, dass man versagt hat, sobald etwas nicht geklappt hat. Aber kann man das denn so leicht. Um wieder das Beispiel des Solisten aufzugreifen. Er spielt falsch, gut an und für sich kein Drama, aber es wird mit Sicherheit Leute geben, die sagen: Hey, der hats ja gar nicht drauf. Das ist das, was mir so zu schaffen macht und was ich auch keinem anderen wünsche. Diese Bewertung durch andere Personen.

Ich hab mal einen Musiker kennengelernt, der hat mir das etwas anders dargestellt: "Die anderen hören was da ist, man selber hört was noch fehlt." Die Selbstkritik, der eigene Perfektionismus liegt nach meiner Erfahrung meist höher als die Bewertung von anderen. Sonst würden die Bewertungen anderer uns auch gar nicht so viel ausmachen . . .
icon_kidra
Ähm - hast du mal nachgeprüft, beobachtet, ob der Solist oder der Patzer sich wirklich so fühlt, wie es ihm tatsächlich damit geht oder ist das eher dein eigenes Gefühl, was du auf andere überträgst? Beides möglich und entweder sensibel oder sensitiv, medial . . .

Dein Beispiel wo dich deine eigenen Freunde hochgenommen haben kann ich nachvollziehen. Mir ging es in vielem so, dass ich den Eindruck hatte, andere würden mir was vorprahlen wie toll sie doch wären. Und konkret mein Vater und mein Bruder hatten es besonders drauf, mich kleinzumachen - Lahmi, Süßchen, haha, als ob das was Tolles wär was du da machst - hab immer aufgesteckt und viel in mich reingefressen damals . . .

Hast du deine Freunde mal ehrlich fragen können wie es wirklich für sie war mit ihrem ersten Mal, wie viele tolle Erfahrungen sie da denn tatsächlich schon hatten und wie es ihnen wirklich damit ging?

Irgendwann kam dann die Frage - wer sind die anderen und was wissen sie von mir? Waren sie noch nie in der Rolle zu versagen? Wissen sie nicht wie sich das anfühlt, wie es einem damit geht? Sind sie wirklich immer so toll und erfolgreich, dass sie vor mir prahlen und mich auslachen können weil ich das nicht schaffe?

Danach kamen dann einige aufrichtige Gespräche mit solchen "Haudegen" _yessa_ Und siehe da - sie haben auch nur mit Wasser gekocht - ihre Püpse rochen auch nich besser _läch_

smitanc
Ich glaub, das ist wie mit allem lernen - lesen, schreiben, schwimmen, Fahrrad - erst klappt gar nix nur die Tür - Krakeln, Wasser saufen, hinfallen - dann die ersten Erfolge "guck mal" und gleich wieder hinfallen, absaufen - aber wenns dann erstmal richtig funktioniert - genießerisches hmmmmmmm - als wärs nie anders gewesen, Kinderkleckerkram - und von mal zu mal immer noch besser _yessa_ _läch_
smur sdj9
Eremit
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Ellana » So 22. Dez 2013, 11:36

Danke für diesen Thread. Wobei ich da nur durch Zufall drauf geklickt habe, gar nicht mal so wegen dem Titel, sondern einfach, weil ich mich heute morgen hier mal weiter durch geklickt habe. Ich bin froh, diesen Thread gefunden zu haben, weil ich auch das Thema mit dem Üben (von Möglichkeiten, leichter zu leben) habe und des Konzentrieren auf das, was grade geht. Auf die eigene Stimme hören und ihr folgen, wäre da auch noch so ein Thema. ..aber...das ist jetzt wohl erstmal mehr meins. Deswegen einfach erstmal danke für diesen Thread. Ich lese mit! _yessa_
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Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Leonard » So 22. Dez 2013, 12:52

Zu Eremit:

Ich kann mir mittlerweile ganz gut vorstellen, dass jemand die Sachen anders empfindet als ich das tue. Ich bin lange Zeit von mir als Maßstab ausgegangen, weil ich dachte, dass jeder irgendwie ähnlich tickt und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, so dachte ich, dass man genau drauf schließen kann, wie es anderen in ähnlicher Situation ergeht. Das war ein Trugschluss. Gerade die Versagensangst betrifft wohl eher einen kleineren Teil der Menschen. Ein Großteil steckt wohl Misserfolg einfach weg und denkt nicht drüber nach. Win some lose some.

Zu den anderen Fragen. Mein Freundeskreis war eher ein prolliges Umfeld, da war kein Platz für Gefühle. Ich hab gesagt, dass es mir unangenehm ist und dachte, das wäre verständlich. War dann nur umso lustiger und ich hab einfach so getan als würde es mir nichts ausmachen. Ein Gespräch zu suchen wäre zwecklos gewesen. Das Ende war sowieso, dass ich den Kontakt abgebrochen hab und ich aufgrund von Studium eh weggezogen bin. Was mich im nachhinein eigentlich mehr Verletzt hat, war die Tatsache, dass andere gute Freunde, die zwar keine Witze gerissen haben, sich aber dennoch nicht vor mich gestellt haben und gesagt haben: Ey, lasst ihn mal in Ruhe. Das fand ich sehr schade, ich bin nämlich jemand, der das macht. Haken dran und weiter machen :)
Leonard
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon habnochbisslhoffnung » So 22. Dez 2013, 12:59

Leonard hat geschrieben:die Tatsache, dass andere gute Freunde, die zwar keine Witze gerissen haben, sich aber dennoch nicht vor mich gestellt haben und gesagt haben: Ey, lasst ihn mal in Ruhe. Das fand ich sehr schade, ich bin nämlich jemand, der das macht. Haken dran und weiter machen :)

=> klasse! _thum_
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Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Eremit » So 22. Dez 2013, 17:28

Tja, merkwürdiger Weise - oder vielleicht sogar folgerichtig ist mir heute mein eigenes Verhalten von damals eingefallen. Ich bin zwar selbst selten angegriffen worden, konnte aber auch immer mit denen gut, die sonst keiner mochte. Hab mich heute sogar an den Namen von einem Mädel damals erinnert - etwas pummlig und ich kann mich nicht mehr erinnern ob sie überhaupt Freunde in der Klasse gehabt hätte. Die typischen anderen Mädels jedenfalls - heute würde man sagen "mobbten" sie - ärgerten sie immer wieder bis sie hilflos weinte, weil sie sich nicht wehren konnte - Haare zecken, Stifte klauen, Federtasche auskippen - "Kerstin ist fett und stinkt" - fand ich allerdings gar nicht, im Gegenteil roch das gehässigste Mädchen viel schlimmer als sie . . .
Ich hätte mich allerdings auch nicht als ihr Freund bezeichnet, war nur jemand, der sie in Ruhe ließ und mit ihr gut konnte auch mal rumalberte. Doch eingegriffen hab ich glaub ich nie - nur beobachtet wies eben meine Natur war und meine Kommunikationsstörung zuließ . . .

Ich hatte allerdings auch deswegen so nachgefragt weil ich wieder mal dabei bin rauszufinden, ob in meiner Sensibilität nicht noch mehr von sowas wie nem sechsten Sinn stecken könnte, irgendwas außergewöhnlich nützliches wie Medialität. Naja, oder wenn mans mal einfacher ausdrücken will - meine natürliche Intuition eben von irgendwelchen "Falschmeldungen" aus persönlicher Verletztheit zu unterscheiden _läch_

Ich habe an mir bereits ein ziemlich sicheres Gespür für Gelegenheiten, Situationen und Personen entdeckt. Eine Art Frühwarnsystem, was ich mittlerweile auch deutlich von Vorurteilen unterscheiden kann. Ich weiß gewissermaßen was auf mich zukommt, ob und wann sich für mich Türen öffnen oder schließen oder auch eine gewisse Bandbreite von Möglichkeiten was mich dann da erwartet - so in etwa _yessa_

Daher wärs wohl auch interessant ob du wirklich "nur" verletzt und sensibel wahrnimmst oder auch sowas wie nen besonderes Gespür, Talent, ne Medialität drinstecken könnte?
Hast du das mal checken lassen?

Ach ja - die Prolls, die mit der lauten Klappe - was ham die mich damals genervt diese Typen. Ich konnte auch mit ihnen wie mit jedem anderen gut - soziales Betragen immer sehr gut und ausgeglichen - oder eher schüchtern? icon_winkle War im Unterricht oft verträumt und unkonzentriert, wusste aber immer worum es ging und was richtig war. Wenn ich mich doch mal beteiligt hatte immer volle Punktzahl, wertvolle Beiträge - aber nie so wirklich die Ambition, mich durch die Großmäuler durchzukämpfen, nie den Sinn darin gesehen, vorne erster zu sein, den besten Platz zu ergattern - bis heute nicht. Damals hat mich das insgeheim mächtig geärgert und irgendwann wollte ich es allen zeigen _yessa_ Heute freu ich mich über meine unscheinbare, passiv-friedliche Natur, meine harmonisch-verträumte Welt und weiß daraus meine Punkte zu setzen und gerade zu stehen - allerdings erst nach Überwindung der schlimmsten Ängste . . . _yessa_

Mir gefällt das gerade sehr, nochmal in all diese Themen und Ängste reinzuschauen durch dieses Forum hier und zu erleben wie es mir heute damit geht - empfindlich oder stabil? - das berührt und stärkt mich gerade zugleich _yessa_
Eremit
 

Re: Die Unfähigkeit zu genießen

Beitragvon Ellana » So 22. Dez 2013, 22:17

Eremit hat geschrieben: Damals hat mich das insgeheim mächtig geärgert und irgendwann wollte ich es allen zeigen _yessa_ Heute freu ich mich über meine unscheinbare, passiv-friedliche Natur, meine harmonisch-verträumte Welt und weiß daraus meine Punkte zu setzen und gerade zu stehen -

Und wie hast Du das hinbekommen?
Ellana
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