Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon hs_positiv » Mi 10. Okt 2018, 10:36

Nun habe ich einiges über HS gelesen und frage mich, ob ich das eigentlich alles richtig verstehe oder ob ich etwas verwechsele oder andere.

Nach meiner Auffassung bedeutet ein feines Gehör so etwas wie gut Frequenzen und Akkorde heraushören können oder auch das Absolute Gehör und gut in Musik. HS-Kreisen ist eher von einer Belastung durch Geräusche zu lesen. Überreizung ist ebenfalls auf anderen Gebieten ein Thema. Wer hat das eigentlich so definiert, das HS etwas mit Überreizung zu tun hat? Vielleicht hat jemand ein Zitat aus Arons Klassiker zur Hand, denn das Buch hatte ich seinerzeit nur ausgeliehen und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, dass man als HSP automatisch an Belastungen durch alles mögliche leidet.


Beim Thema Empathie geht es mir ähnlich. Empathie heißt doch gar nicht, Gefühle eines anderen aufnehmen und selbst darin zerfließen und nicht mehr Herr seiner eigenen Emotionen sein. Ich hatte gedacht, Empathie ist so gemeint, wie sie z.B. laut Duden oder bei Wikipedia beschrieben wird. In HS-Kreisen ist aber eher von der Übernahme von Gefühlen und allerlei Triggern die Rede.

Hat Aron es so gemeint, dass HSP gar nicht belastbar sind? Oder wird das nur von vielen HSP so interpretiert? Ich meine mich zu erinnern, dass sie sogar irgendwas von Berufen für HSP schrieb. Das waren alles Berufe, in welchen man eher überdurchschnittlich starke Nerven und sehr viel Energie und Kreativität braucht? Journalist, Künstler usw. _help_
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon Nefertiri » Mi 10. Okt 2018, 12:47

Ich kann dir nicht sagen, was Aron gemeint hat, aber ich kann dir meine Sicht dazu sagen. Ich habe noch nirgendwo gehört, dass jeder HSP Probleme haben muss. Es gibt nur eben viele, die mit ihren Fähigkeiten nicht so umgehen können, dass sie sie als Bereicherung erleben, sondern eben darunter leiden. Und da Menschen halt dazu neigen eher mal über das negative als das positive zu reden kann da vielleicht auch ein etwas verzerrtes Bild entstehen.

Was die Empathie betrifft, so gibt es die kognitiver und die emotionaler Empathie. Bei letzterer "fühlst" du die Gefühle des anderen. Wenn du in deiner Lebensgeschichte nich gelernt hast da abzugrenzen hast du eben ein Problem. Allein die Tatsache, dass Erwachsene oft lügen um den Schein zu wahren kann bei Kindern eine totale Verwirrung hervorrufen, wenn sie immer anders fühlen als hören / erleben. Sie verlieren dann das Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung. Davon muss man sich als Erwachsener dann erst mal wieder lösen könne.

Was Reize betrifft, so kann jeder Mensch nur eine bestimmte Menge davon vertragen. Für einen Musiker kann es durchaus bereichernd sein, wenn er mehr akustische Reize wahrnimme als andere Menschen. Ein Mensch, der konzentriert in Stille arbeiten will, weil es ihn gar nicht zur Musik zieht, wird unerwünschte akustische Wahrnehmungen, vielleicht sogar in einem Bereich, den andere nicht hören können, eher als Störung seiner Konzentration empfinden. Möglicherweise hällt er sich sogar für etwas spinnert, wenn er immer etwas wahrnimmt das andere nicht hören. Der Reiz wird hier zu einem unerwünschten und nimmt den Raum für die gewünschten und gewollten Reize.

Reize sind weder gut noch schlecht, genauso wie HS weder gut noch schlecht ist. Es ist nur eine Frage, wie ich gelernt habe mit ihnen und mir umzugehen. Ich brauche nach einer Veranstaltung mit vielen Menschen Erholungszeit. Heut gönne ich sie mir und komme gut klar. Früher habe ich versucht angepasst zu sein, sprich, wenn andere heute auf den Weihnachtsmarkt, morgen aufs Konzert und übermorgen noch auf eine Messe gehen können, wollte ich da auch mithalten. Kann ich aber nicht, führte nur zu übermäßigem Stress mit gesundheitlichen Folgen. Das Problem ist da aber nicht die HS, sondern die erfahrenen gesellschaftlichen Normen durch Erziehung und Co. Und gerade in unserer Zeit ist Leistung und Funktionieren halt mit hohem Stellenwert versehen - nicht für jeden einfach, sich davon zu befreien ohne auch noch das Gefühl von Versagen und Wertlosigkeit zu erleben.

Leiden ist vor allem etwas, was in einem selber passiert. Kein Mensch wir darunter leiden, wenn er in den Farben eines Sonnenuntergangs ertrikt, weil er sie viel intensiever wahrnimmt. Aber er kann, je nach Erfahung und Umfeld, eben darunter leiden nicht verstanden zu werden, nich so zu sein wie andere etc. pp. Und vor allem daran, nich nach seinen eigenen Bedürfnissen zu leben sondern nach vermeintlichen Anforderungen von sich selber oder seinem Umfeld.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon melly » Mi 10. Okt 2018, 15:24

Jetzt war Nefertiri schnelle als ich... =)
Sprich ich sehe das genau so, es kommt ein bisschen auf die Toleranz an, die man selber gewissen Reizen gegenüber hat denke ich.
Was natürlich jenachdem durchaus negative Auswirkungen haben kann, aber nicht heißt dass man als HSP grundsätzlich unter dauerbelastung stehen muss.
Ich persönlich spüre in meiner Belastbarkeit sehr große Unterschiede, manche Tage verbringe ich besser alleine in vertrauter Umgebung mit möglichst wenig Input und manchmal kann es sogar mehrere aufeinander folgende Tage geben an denen ich auch ein hohes Maß an Reizen, Eindrücken und Aktivitäten gut gemeistert kriege.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon hs_positiv » Fr 12. Okt 2018, 10:19

Vielen Dank für eure Antworten. :-)


Nefertiri hat geschrieben:Ich kann dir nicht sagen, was Aron gemeint hat, aber ich kann dir meine Sicht dazu sagen. Ich habe noch nirgendwo gehört, dass jeder HSP Probleme haben muss. Es gibt nur eben viele, die mit ihren Fähigkeiten nicht so umgehen können, dass sie sie als Bereicherung erleben, sondern eben darunter leiden. Und da Menschen halt dazu neigen eher mal über das negative als das positive zu reden kann da vielleicht auch ein etwas verzerrtes Bild entstehen.


Ja, allerdings gibt es doch einen Unterschied zwischen Fähigkeiten und unangenehmen Zuständen, die ja erstmal positiv sind und Themen, die du weiter unten beschreibst.

Nefertiri hat geschrieben:Was die Empathie betrifft, so gibt es die kognitiver und die emotionaler Empathie. Bei letzterer "fühlst" du die Gefühle des anderen. Wenn du in deiner Lebensgeschichte nich gelernt hast da abzugrenzen hast du eben ein Problem. Allein die Tatsache, dass Erwachsene oft lügen um den Schein zu wahren kann bei Kindern eine totale Verwirrung hervorrufen, wenn sie immer anders fühlen als hören / erleben. Sie verlieren dann das Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung. Davon muss man sich als Erwachsener dann erst mal wieder lösen könne.


Das ist ebenfalls nachvollziehbar und nennt sich nach meinem Stand Doppelbindung oder Double Bind. Doch was hat DB mit HSP zu tun? Wird DB durch HS ausgelöst oder umgekehrt? Soweit ich weiß, kann es zufällig jeden treffen, denn sein Umfeld kann man sich nicht aussuchen. Besonders Kinder nicht. Jemand, der durch DB traumatisiert ist, wird dadurch doch nicht empathischer. Oder im Sinne der HS dann doch? Eigentlich ist diese Form der Empathie doch keine besondere Fähigkeit, die die HS mit sich bringt, sondern ein eher unangenehmer Zustand, der zufällig jeden treffen kann. Warum nennt man das dann HS, obwohl es eindeutig mit DB zu tun hat?

Nefertiri hat geschrieben:Was Reize betrifft, so kann jeder Mensch nur eine bestimmte Menge davon vertragen. Für einen Musiker kann es durchaus bereichernd sein, wenn er mehr akustische Reize wahrnimme als andere Menschen. Ein Mensch, der konzentriert in Stille arbeiten will, weil es ihn gar nicht zur Musik zieht, wird unerwünschte akustische Wahrnehmungen, vielleicht sogar in einem Bereich, den andere nicht hören können, eher als Störung seiner Konzentration empfinden. Möglicherweise hällt er sich sogar für etwas spinnert, wenn er immer etwas wahrnimmt das andere nicht hören. Der Reiz wird hier zu einem unerwünschten und nimmt den Raum für die gewünschten und gewollten Reize.

Hm. Auch wieder nachvollziehbar, doch noch ein Einwand. Wenn ein Musiker 12 Stunden am Tag probt und hochkonzentriert arbeitet und mit allen möglichen Geräuschen zu tun hat ist es von der kognitiven Belastung etwas ganz anderes als wenn jemand durch eine Posttraumatische Belastungsstörung nur 4 Stunden arbeiten kann, weil er durch seinen offenen Reize ganz normal durchschnittliche Bürogeräusche um sich hat oder weil er soziophob ist, gestresst wird. Ist man in beiden Fällen nun ein HSP? Es liegen schließlich ganz andere Voraussetzungen in diesen Beispielen vor und man orientiert sich doch immer am Durchschnitt und nicht an Erkrankungen.

Noch mal an deinen Beispiel zu den Fähigkeiten, von denen du oben sprichst: ich denke, eine Fähigkeit ist etwas wie das Absolute Gehör oder Synästhesie, da sie nicht erworben sind, sondern man hat diese kognitiven Fähigkeiten. Bei der Geräuschempfindlichkeit des Menschen mit der posttraumatische Belastungsstörung, der nur 4 Stunden arbeiten kann, kann man nicht von besonderen Fähigkeiten in der Wahrnehmung = HS sprechen, sondern eher von ernstzunehmender Krankheit, die durch die Lebensumstände ausgelöst wurden.

So etwas Besonderes ist ein PTBS gar nicht und ich meine, sie hat viel mehr mit den politischen und sozialen Umständen zu tun und nicht mit HS des einzelnen Menschen, der überlastet ist. Überlastung gibt es durch Ausbeutung wie Zeitarbeitsfirmen, Dumpinglöhne, Gentrifizierung ..... Es gibt viel zu viele Menschen, die überlastet sind und aus dieser Tretmühle nicht herauskommen, och in meinen Augen ist es das systembedingt, denn die Betroffenen sind bestimmt nicht alle HSP.

Im Begrüßungstext des Forums steht, dass HSP besondere Menschen sind. Wenn ich genauer darüber nachdenke, finde ich an z.B. einer PTBS oder Depression nichts besonderes im positiven Sinn, sondern eher Opfer der gesellschaftlichen oder familiären Umstände. Und leider sehe ich es auch nicht als besondere Fähigkeit an. Das sagst du ja auch so ähnlich:
Das Problem ist da aber nicht die HS, sondern die erfahrenen gesellschaftlichen Normen durch Erziehung und Co. Und gerade in unserer Zeit ist Leistung und Funktionieren halt mit hohem Stellenwert versehen - nicht für jeden einfach, sich davon zu befreien ohne auch noch das Gefühl von Versagen und Wertlosigkeit zu erleben.
. smuld
Andererseits beklaren immer mehr Lehrer, dass die Kinder sich immer weniger konzentrieren können und die Bildungsforschung sagt, dass das Bildungsniveau im Keller ist.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon DesdiNova87 » Fr 12. Okt 2018, 14:31

Was genau hat es eigentlich mit der Überschrift auf sich? Die enharmonische Verwechslung ist ein Fachbegriff aus der Musiktheorie (benenne ich z.B. ein G# als ein Ab oder umgekehrt und welche Auswirkung auf die Zuordnung zu einer Tonart ergeben sich daraus). Sehe nicht den Zusammenhang zum hier besprochenen, etwas Erklärung dazu wäre nett.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon hs_positiv » Sa 13. Okt 2018, 12:39

Es sollte ein "Hinweis" sein, dass Begriffe, die bereits definiert sind, von Menschen unterschiedlich interpretiert oder neu definiert werden. Für den einen ist Empathie so gemeint, wie sie definiert ist, ein anderer (im HSP-Kontext) definiert sich als Empath, wenn er die Stimmungen und Emotionen anderer aufnimmt, darin zerfließt und sich nicht mehr steuern kann. Das ist mit Empathie aber gar nicht im allgemeinen Sprachgebrauch gemeint. Offenbar wird es im HSP-Zusammenhang aber oft genau so ausgelegt. Ein anderes Beispiel ist, wenn Begriffe doppelte Bedeutungen haben und jemand sie beispielsweise umgangssprachlich auslegt. Ganz viele sagen zum Beispiel "Psychopath" meinen damit aber in Wirklichkeit "Soziopath". Das ist jetzt aber eine andere Form der Verwechslung. Manche meinen mit "intonieren" ein Stück beginnen, andere verstehen darunter die Veränderung der Klangfarbe. Was dem einen sein "es" ist, ist dem anderen sein "dis", je nachdem wie man es auslegt - gaz falsch kann man dabei wohl nicht liegen. Im HSP-Kontext ist eine Geräuschempfindlichkeit durch eine Belastung ein "sensibles, facettenreiches ... Gehör" weil man als HSP angeblich "mehr" wahrnimmt und ich dachte eigentlich, dass ein sensibles Gehört mit Musikalität, Absolutem Gehör oder auch Synästhesie zu tun hat und man durch so etwas hochsensibel genannt werden kann. Wäre nett, wenn du mir es erklärst. :-) Wenn nicht, wäre es im Gegenschluss.....hmmm.... _gruebel_ un-nett? Neee, wäre nicht so schlimm. icon_winkle

Mir hat mal jemand in einer HSP-Gruppe erzählt, sie könne Ultraschall hören und das würde sich Absolutes Gehör nennen und habe mit ihrer Hochsensibilität zu tun. Als ich dann nach den Messungen ihrer Hörschwelle und den entsprechenden Frequenzbereichen fragte, und nach den Fledermäusen, wie das alles gehen solle, wurde sie pampig, da sie offenbar wenig Ahnung von diesen Themen hatte und sich ertappt fühlte.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon DesdiNova87 » Sa 13. Okt 2018, 17:25

Ok, verstehe. Was z.B. auch oft verwechselt wird ist der Ausdruck Platzangst, der im Volksmund oft fälschlicherweise für Klaustrophobie verwendet wird, wobei eigentlich Agoraphobie der entsprechende Fachausdruck ist. Was mich persönlich oft nervt, ist wenn Wespen als Bienen bezeichnet werden. Werden Hummeln als Bienen bezeichnet, so macht dass ja schon noch irgendwo Sinn, da sie zur Familie der echten Bienen gehören.

hs_positiv hat geschrieben:Im HSP-Kontext ist eine Geräuschempfindlichkeit durch eine Belastung ein "sensibles, facettenreiches ... Gehör" weil man als HSP angeblich "mehr" wahrnimmt und ich dachte eigentlich, dass ein sensibles Gehört mit Musikalität, Absolutem Gehör oder auch Synästhesie zu tun hat und man durch so etwas hochsensibel genannt werden kann. Wäre nett, wenn du mir es erklärst. :-) Wenn nicht, wäre es im Gegenschluss.....hmmm.... _gruebel_ un-nett? Neee, wäre nicht so schlimm. icon_winkle


Da kann ich nicht wirklich was zu beitragen. Ich selbst habe tatsächlich ein feines Gehör, in dem Sinne wie du es angesprochen hast. Also in dem Sinne das ich Akkorde gut raushören kann aber auch schon leise Geräusche eher wahrnehme als viele Mitmenschen. Das hat sich beim HNO-Arzt in der Untersuchung auch so bestätigt. Fluch und Segen zugleich. In Diskos etc. ist es mir dafür schnell zu laut.

Inwieweit das mit HS zu tun hat, da kann icht nichts zu sagen.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon Moony » So 14. Okt 2018, 10:59

Die Bioakustik ist schon ein feines Thema.
Ich kann schon seit meiner frühen Pubertät Fledermäuse hören. Dazu ist auch viel im Netz zu lesen.
Einige Freunde haben mir früher immer erzählt, dass ich spinne und wir Fledermäuse nicht hören können ...
Heute bin ich sehr glücklich mit meinem Gehör. Auch ich habe zu laute Geräuschquellen immer gemieden.
Ich habe schon Geräusche von quietschenden Autos wahrgenommen, die waren so schrecklich und schmerzhaft
dass mein Kopf fast in sich zerrissen wäre ...

Ich glaube sehr daran, dass musikalische Wahrnehmung stark mit unserem biologischen Aufbau zu tun hat.
Schwingungen übertragen sich über Schwingkörper an die Bereiche, welche sie dann weiterverarbeiten.
Wale "hören" primär mit ihren Kiefer. In meiner Hochsensibilität habe ich schon oft wahrgenommen, dass
ich irgendwie nicht nur mit den Ohren hören kann.
Interessant wäre, ob es Forschungen speziell zur akustischen Hochsensibilitätsforschung gibt ?
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon hs_positiv » Mo 15. Okt 2018, 08:35

Moony hat geschrieben:Die Bioakustik ist schon ein feines Thema.
Ich kann schon seit meiner frühen Pubertät Fledermäuse hören. Dazu ist auch viel im Netz zu lesen.

Ja, die normalen Geräusche der Fledermäuse kann jeder gesunde Mensch mit einem normalen Gehör wahrnehmen, denn sie schreien schließlich über die Schmerzgrenze hinaus. Manche Menschen hören sogar, wenn die Fledermäuse an den Hauswänden kratzen oder die Köttel auf eine bestimmte Bodenart fallen. Die Lautstärke ist damit aber nicht gemeint, sondern die Frequenz (Höhe), auf der sie ebenso kommunizieren. Sie orten damit z.B. ihre Beute.
Moony hat geschrieben:Einige Freunde haben mir früher immer erzählt, dass ich spinne und wir Fledermäuse nicht hören können ...

Ultraschall können Menschen nicht hören, höchstens Grenzwerte. Es ließe sich als Beleg auch messen/abgleichen, ob jemand es tatsächlich könnte.
Moony hat geschrieben:Heute bin ich sehr glücklich mit meinem Gehör. Auch ich habe zu laute Geräuschquellen immer gemieden.
Ich habe schon Geräusche von quietschenden Autos wahrgenommen, die waren so schrecklich und schmerzhaft
dass mein Kopf fast in sich zerrissen wäre ...

Ich denke, dass es jedem Menschen mit intaktem Gehör betrifft. Wahrnehmen von Schmerzgrenze/Alltagsgeräuschen hat mit HS speziell jedenfalls nichts zu tun, sondern mit Durchschnitt. Ich kenne niemanden, der den Sound quietschender Autoreifen angenehm findet.
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Re: Enharmonische Verwechselung bei Hochsensibilität

Beitragvon Moony » Mo 15. Okt 2018, 13:39

hs_positiv hat geschrieben:
Moony hat geschrieben:Heute bin ich sehr glücklich mit meinem Gehör. Auch ich habe zu laute Geräuschquellen immer gemieden.
Ich habe schon Geräusche von quietschenden Autos wahrgenommen, die waren so schrecklich und schmerzhaft
dass mein Kopf fast in sich zerrissen wäre ...

Ich denke, dass es jedem Menschen mit intaktem Gehör betrifft. Wahrnehmen von Schmerzgrenze/Alltagsgeräuschen hat mit HS speziell jedenfalls nichts zu tun, sondern mit Durchschnitt. Ich kenne niemanden, der den Sound quietschender Autoreifen angenehm findet.


Das verstehe ich nicht genau.
Da doch gerade die intensivere Wahrnehmung von Geräuschen zur Hochsensibilität gehört.
Zuletzt geändert von cindy sun am Mo 15. Okt 2018, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatfunktion vervollständigt, cindy sun
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