Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon Snevson » Fr 27. Nov 2015, 10:47

Guten Morgen, liebe HSPler!

Eine einfache Frage: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?
Also ich meine, ob sich euer Leben allein durch das Lesen von Büchern verbessert hat, konntet ihr für euch nützliche Tipps in die Tat umsetzen? Hat sich eure Lebensqualität dadurch verbessert? Könnt ihr besser mit eurer Hochsensibilität umgehen?

Ich habe jetzt schon 2 Bücher jew. zur Hälfte gelesen und ich weiß nicht so recht.
Mit solchen Tipps, dass man sich einen Luftballon vorstellen soll, den aufblasen und dann da hineinsteigen soll zur Abgrenzung von anderen - damit kann ich nichts anfangen. Wie soll mir das helfen mich besser abzugrenzen?
Es hilft mir auch nicht, zu lesen, dass ich "wertvoll und genau richtig bin" - mein Selbstwertgefühl ist trotzdem nicht vorhanden.
Wie ist das bei euch?

Eine Psycho-Therapie anstreben heißt ja, man muss erst einmal zum Hausarzt und dem dann die persönliche (Lebens?)Geschichte erzählen. Davor habe ich persönlich aber Hemmungen. Körperlich geht's mir ja gut - werden die psychischen Probleme einer HSP überhaupt ernst genommen? Sind es überhaupt psychische Probleme?
Sollte der Hausarzt eine Therapie verschreiben, bekommt man in einer da auch solche "Luftballon-Tipps"?

Ein Coaching zahlt die Krankenkasse ja nicht - oder bin ich da falsch informiert?

Was hat euch geholfen, das würde mich interessieren.
Snevson
 

Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon ja » Fr 27. Nov 2015, 17:11

Hallo snevson,

einfache frage, einfache antwort:
ja.


Zum choaching gibt es einen thread hier im allgemeinem und deine frage rund um therapien werden kreuz und quer (viel im wissenschaftlichen bereich) behandelt.

Speziell mit ausrichtung aus mensch mit hs sein ist keines von beiden nötig. Vorrausgestzt du hälst hs nicht für eine krankheit, sondern ein persönlichkeits merkmal und mit deiner haarfarbe zb musst du ja auch umgehen.

Persönlich kann ich sagen, einiges an büchern und forumsbeiträge zu lesen hat mich bereichert und für manch einen achso! Moment gesorgt, viele tipps und anregungen habe ich für meinen alltag modifiziert und umgesetzt.
Es ist und bleibt ein probieren üben und so weiter ...

Es grüsst dich gerne,
ja.
weniger ist mehr

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Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon atemlos » Fr 27. Nov 2015, 20:01

Hallo Snevson _cre_
Snevson hat geschrieben:..Eine einfache Frage: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?
Also ich meine, ob sich euer Leben allein durch das Lesen von Büchern verbessert hat, konntet ihr für euch nützliche Tipps in die Tat umsetzen? Hat sich eure Lebensqualität dadurch verbessert? Könnt ihr besser mit eurer Hochsensibilität umgehen?

Einfache Antwort: Ja, wie ja auch schon ja geschrieben hat. Außer du sprichst dir selbst jedwede Lernfähigkeit ab? Bei einer Therapie bekommst du in der Regel ja auch keine Gehirnwäsche, sondern "nur" Hilfe zur Selbsthilfe. Zumindest sehe ich das so.. und warum sollte der Inhalt von Büchern nicht helfen können?
Snevson hat geschrieben:Ich habe jetzt schon 2 Bücher jew. zur Hälfte gelesen und ich weiß nicht so recht.
Mit solchen Tipps, dass man sich einen Luftballon vorstellen soll, den aufblasen und dann da hineinsteigen soll zur Abgrenzung von anderen - damit kann ich nichts anfangen. Wie soll mir das helfen mich besser abzugrenzen?
Es hilft mir auch nicht, zu lesen, dass ich "wertvoll und genau richtig bin" - mein Selbstwertgefühl ist trotzdem nicht vorhanden.
Wie ist das bei euch?

Das kommt natürlich drauf an WAS man liest! Text ist geduldig, darum muss man sich heute (leider) oft durch einen Haufen Bull#### lesen, bis man auf die richtige Spur kommt oder nach dem Ausschlußverfahren an die 'Perlen der Weisheit' gelangt; an Material das einem die Gehirnwindungen umkrempelt. Schlechte Nachricht ist, dass das was mir vielleicht was bringt, dir eventuell gar nicht hilft. Gibt nicht auf! Vielleicht liest du ja auch mal ein Buch ganz zu Ende? Aber ich verstehe gut was du mit dem letzten Satz meinst! Mit sehr vielen "achso-schlauen Kuschel-Ratgebern" und Selbsthilfebüchern konnte ich auch nicht so viel anfangen. Wie du wahrscheinlich auch, kann ich mir so einiges rational erschließen, Stichwort Selbstwert, was zählt ist jedoch ob man es tatsächlich glaub und spürt, innendrin (ohne jetzt esoterisch werden zu wollen). Mach dich auf die Suche nach der richtigen Methode für dich, um das zu erreichen. Vielleicht helfen dir die Worte eines Mentors (Guru, Partner, Eltern, etc. ..who knows), einer Person deren Meinung Gewicht für dich hat, etc. Oder was Praktisches, Meditation, anderen Menschen helfen, was Gutes tun etc. oder was weis ich? Verstehst du was ich meine?
Snevson hat geschrieben:Eine Psycho-Therapie anstreben heißt ja, man muss erst einmal zum Hausarzt und dem dann die persönliche (Lebens?)Geschichte erzählen. Davor habe ich persönlich aber Hemmungen. Körperlich geht's mir ja gut - werden die psychischen Probleme einer HSP überhaupt ernst genommen? Sind es überhaupt psychische Probleme?
Sollte der Hausarzt eine Therapie verschreiben, bekommt man in einer da auch solche "Luftballon-Tipps"? Ein Coaching zahlt die Krankenkasse ja nicht - oder bin ich da falsch informiert?

Es gibt auch Therapieangebote welche Krankenkassen übernehmen (Hilfswerk, Caritas, etc.) Da kann man sich vorstellen (Hemmungen helfen hier leider auch nicht..) oder zumindest mal kostenlos beraten lassen. Wenn Platz ist (die meisten solcher Angebote sind überlaufen/überlastet.. Überraschung!) und Therapiebedarf besteht (kann auch sein, dass man "Hochsensibilität, was soll den das sein?" zu hören bekommt!?), müsste der Hausarzt dann nur noch seinen Sanktus dazugeben, dass du dich in Therapie begibst. Ganz wichtig ist hier aber, dass du mit dem jeweiligen Therapeuten oder Therapeutin und dem verwendeten Ansatz was anfangen kannst!, sonst wird das nicht nur nervenaufreibend (kann es aber auch sein, wenn es gut läuft/funktioniert) sondern ist auch Zeitverschwendung und jemand anders (dem vl mehr geholfen werden könnte) wird abgewiesen.

..das waren meine Gedanken dazu. iwikx
atemlos
 

Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon philnickel » Sa 28. Nov 2015, 01:25

Tja, ich kann mich meinen beiden Vorrednern nicht so wirklich anschließen smuld

Bücher haben mir bis heute nur insoweit geholfen, dass es mich aufbaute, nicht allein zu sein.
Sprich, da schrieb jemand etwas, worüber ich mir selbst schon Gedanken gemacht habe und worüber ich ebenso zu den selben Schlußfolgerungen gekommen war- was einen ja tatsächlich auch weiter hilft, die Gedanken die man sich macht, machten sich bereits auch andere!
Dies fand ich für mich bislang als das wertvollste an Büchern.

Und was "Therapeuten" betrifft, hab ich leider aus Jugendjahren ein geprägtes nicht wirklich gutes Bild.
Mit Anfang 20 (als ich unteranderem auch Freud und Jung las) hatte ich das Gefühl, dass ich mich gerne einer Psychoanalyse unterziehen würde.
So kam es in einer Zeit als ich auf einer Baustelle arbeitete, die mich durch die dortigen "Kollegen" so fertig machte, dass ich meine damalige Migräne im 8-10 Tage Rythmus bekam und ich kurz vor einem Amoklauf mit meinem Zimmermannshammer stand.

Tja und nach einer überstandenen akuten Migräne dachte ich nicht nur an eine Krankschreibung sondern auch an eine "Therapie" und suchte mir einen für mich ansprechenden in meiner Nähe im Branchenbuch heraus- von Psychoanalyse bis allem möglichen hatte er vorzuweisen.
So erschien ich also bei einem solchen...schilderte meine Probleme mit meinem Job, ständiger Migräne und das ich kurz vor einem Amok stände...und um eine Krankschreibung+Therapie bat.

Naja, der Gute meinte dann, dass er doch gar nicht beurteilen könne ob ich Migräne hätte und ich hätte zu ihm kommen sollen, als ich Migräne gehabt hatte und nicht danach...und auch so würde er mich als völlig gesund betrachten, weswegen er keine Krankschreibung für nötig betrachte, aber ich einen Termin machen sollte, für eine weitere "Therapie"- nach gut 5min Gespräch!

Nun ja, jeder der Migräne jemals schon hatte oder sich damit auskennt, weiß, dass es in diesem Zustand unmöglich ist, überhaupt irgendwas zu machen und schon gar nicht das eigene Bett zu verlassen- du bist nicht nur sowas von Geräusch-und Lichtempfindlich, sondern dermaßen am Kotzen, dass du irgendwann nur noch Magensäure kotzt und nach dem die weg ist, nur noch Luft am kotzen bist!
Und das ganze kann wie bei mir damals, bis 2 Tage gehen!
In solchem Zustand bindest du dir nur Augen und Ohren zu, hast einen Eimer an deinem Bett und bist immer wieder nur am kotzen..oder "erbrechen" wenn das genehmer klingt...und du kannst gar nichts mehr machen...und schon gar nicht einen Besuch zu irgend jemanden..auch keinem Arzt!

So ging ich also und gab mir den nächsten Termin..und beim rausgehen dachte ich, wenn er dich also schon für gesund hält, soll er dir auch einen Attest geben, dass du gesund bist.
Wartete bis er die nach mir "behandelte" hatte und betrat unaufgefordert wieder seinen Raum mit der Bitte, mir einen Attest zu geben, dass ich gesund sei...nur zu Sicherheit für mich, falls ich doch meinen Hammer über einen meiner Kollegen fallen ließe..(kann ich mich bis heute erinnern^^)..er dann:
"Ich kann doch in den 5min unseres Gespräches überhaupt keine Aussage darüber treffen, dass sie gesund sind"
Und als ich ihn daraufhin breit angrinste, wurde er rabiat!
Stand von seinem Stuhl auf, ging auf mich zu und packte mich dermaßen, dass ich tatsächlich nichts dagegen tun konnte (was sicher nicht nur seiner Körpergröße und viel mehr an Gewicht geschuldet war, sondern viel mehr seiner Tätigkeit in der Psychatrie, wie ich danach dachte), hob mich aus seinem Zimmer hinaus (ich wog damals auch keine 70kg), schrie eine seiner Arzthelferin an, die Tür zu Praxis zu öffnen und ließ mich dann imn Hausflur los...

Naja, so nicht...ich dréhte mich sofort als er mich losgelassen hatte und trat ihm in seine Weicheteile...er sank zusammen und bevor ich nochmal zutreten konnte, schmiß seine Helferin die Tür zu.
So endete meine erste und einzige Erfahrung mit einem "Therapeuten" (Glücklich, denn er hatte als "Arzt" ja die viel besseren Karten als ich).

Wie auch immer, nicht nur das mich diese Erfahrung geprägt hätte, ich lernte in meinem weiteren Leben nicht nur so genannten "Therapeuten" näher kennen, ich war auch mit einer über 3 Jahre zusammen- leider schienen sie alle mehr Probleme für mich zu haben, als ich selber habe _läch_

Wobei ich aber auch sagen muß, dass all diese Erfahrungen mehr als 15 Jahre zurück liegen und seitdem sich durchaus einiges positives in Sachen Therapien getan hat!
Und das Internet kann auch sehr gute Informationen darüber bieten, nicht nur welche Therapie einen anspricht, sondern auch, ob der jeweilige Therapeut etwas taugt!

Last but not least- mein Lehrer war der Baum.
Es hat Natur mich lieben lehren.....
philnickel
 

Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon Equilibrium » Sa 28. Nov 2015, 05:31

Ich finde deine Frage etwas unpräzise. Um mit der Hochsensibilität umgehen zu lernen, braucht man m.E. kein Coaching. Und Therapie hat erst mal ein anderes Setting und ist i.d.R. auf Krankheiten ausgerichtet, HS ist keine Krankheit.

Das andere sind so Probleme, wie ein zu geringer Selbstwert, dabei kann Therapie (oder Coaching oder ein Heilpraktiker für Psychotherapie) gewiss helfen. Ohne geht es ebenso, sonst hätten wir als Menschheit wohl kaum bis heute überlebt. Die Frage kannst du dir imgrunde aber nur selbst beantworten, denn auch wenn andere keine äußere Hilfe gebraucht haben und Bücher ausgereicht haben, muss das für dich nicht so sein und umgekehrt.
Die Frage ist doch, wann du meinst Hilfe zu wollen und ob du das umsetzt. Die Frage ist, ob du selbstständig die Informationen aus Büchern umsetzten und verstehen kannst.

Wie habe ich das in meinem Leben gemacht?
Viele Bücher, viel Reflektionen und Diskussionen mit Freunden, ständige Selbstreflektion, Seminare, Heiler und auch eine Psychotherapie. Ich habe von allem profitiert. Meine Lage war derweil eher ernst. Ich habe lange keine professionelle Hilfe annehmen können, im Nachhinein muss ich sagen, hätte ich das früher versuchen sollen.
Wenn du dir was suchst, was auch immer, Vertrau deinem Bauchgefühl/Intuition. Das wichtigste ist m.E. das es Menschlich passt und selbst bei einem Buch, fühlt sich eines stimmiger an, als ein anderes.
Findet euch selbst, seid ihr selbst, folgt euren eigenen Eingebungen und Impulsen, nichts und niemand anderem. Zerstört alle Bilder, die ihr euch von euch selbst, von den anderen und von den Rollen der Geschlechter gemacht habt, und vertraut dem Wildwuchs eurer eigenen Natur.
Safi Nidiaye


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Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon Snevson » Sa 28. Nov 2015, 12:25

Zum Thema Therapie dachte ich mir schon fast, dass man erst körperliche Symptome oder halt ein Burnout haben muss, bevor man wirklich Hilfe bekommt. Das Kind muss erst in den Brunnen fallen, bevor es gerettet wird. So ist unser Gesundheitssystem aufgebaut.
Eigentlich bin ich ja auch gesund, nur eben anders. Und wie es in mir drin aussieht, sehen "die da draußen" ja gar nicht. Das kann man gut verbergen, hat man ja die letzten fast 40 Jahre gut gelernt.

Ich frage mich halt, ob man selber herausbekommen kann, wer man ist - wenn man schon sooo lange versucht hat, sich anzupassen.
Wie findet man das heraus? Muss man vielleicht den Jakobsweg erwandern...? icon_winkle

Ich habe zB verlernt, Gefühle rauszulassen. Bei traurigen Filmen zB bekomme ich zwar einen Kloß im Hals, aber so loslassen, dass ich mal rumheulen könnte, geht irgendwie nicht. Irgendetwas blockiert mich da. Dabei denke ich, dass es mal gut wäre, die Gefühle rauszulassen.
Snevson
 

Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon schwarz » Sa 28. Nov 2015, 15:12

Hi Snevson,

vielleicht hast Du ja auch körperliche Symptome, die Du gar nicht mehr als solche wahrnimmst, weil sie so "normal" geworden sind? Und...hast Du das Gefühl, dass es kurz davor ist, dass das Kind in den Brunnen fällt? Um eine Therapie ärztlich bescheinigt zu bekommen, braucht das ganz eigentlich nur eine Diagnose, und die gibt es ja heute fast zu allem. HS ist zum Glück keine, und ich weiß nicht, ob das, weshalb Du vielleicht gerne eine Therapie machen würdest, überhaupt damit zu tun hat? Dass man alles intensiver empfindet und sich tiefere Gedaken dahingehend macht, hat sicher was mit HS zu tun, aber nicht, die eventuelle Problematik, die damit verbunden ist. Sie wäre dann die Ursache, nicht die HS.
Und das, was die da "draußen" von uns sehen, ist ja auch ein Teil von uns. Oder hast Du das Gefühl, dass das bei Dir zu weit auseinanderdriftet?
Ich nenne das ganz gern Innen- und Außen-Ich. Natürlich muss ich viele Schutzschichten auftragen, um das Außen-Ich zu erhalten, um überhaupt am Leben da draußen in der Art teilnehmen zu können (gerade in der Berufswelt); diese dann abends wieder zu abzulegen, ist sicher die größere Kunst, die ich auch noch nicht beherrsche. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb Dich der Film dann zwar sehr berührt, die Tränen aber noch blockiert sind und nicht fließen können....durch die Schutzschichten?
Dazu würde mir noch Akkupunktur einfallen...sie löst innere Blockaden, und das hat nicht nur körperliche Auswirkungen. Du spürst dabei wie Du wieder in den Fluss des Lebens und in Deinen eigenen Fluss kommst. Vielleicht wäre das ja auch was für Dich als Alternative zur Therapie?
Ich weiß nicht....meiner Meinung nach, ist jede Therapie nur so gut wie der Therapeut...und das wiederum ist sehr individuell. Selbst wenn du ne Diagnose hast, kann Therapie hilfreich sein, muss es aber nicht. Das Hilfreichste dabei ist wohl immer, dass da ein Ort ist, an dem es mal nur um einen selber geht und ein Mensch dir gegenüber sitzt, der sich in dem Moment nur mit dir beschäftigt (wie gesagt bei einem guten Therapeuten^^). Da kann man dann schon gut in sich hineinspüren, und die Fragen des Therapeuten treffen sicher auch den oder anderen Punkt in Deinem Herzen.
Ich denke überigens, dass das der Schlüssel zum eigenen Selbst-Bewusstsein ist: alles, was dein Herz berührt, das bist DU. Dazu musst Du keinen Jakobsweg gehen; ) aber den Weg in Dein Inneres, das Du vielleicht schon zu lange versteckt hast...aber weg isses nicht und ist es nie gewesen. In Deiner Vorstellung habe ich gelesen, dass Du eine hochsensible Frau zur Seite hast...wie schön...auch wie Du Eure Beziehung kurz beschreibst. Gemeinsam könnt Ihr Euch gut auf Euren eigenen Weg machen. Wer könnte Dich besser spiegeln als Deine Lebenspartnerin? Was sagt sie, wer Du bist? Wie sieht sie Dich? Was bringt das in Dir zum Klingen?

Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft
auf Deinem Weg zu Dir selbst,
und bin mir sicher, allein mit Deiner Erkenntnis,
ihn finden zu wollen, wird er sich vor Dir bahnen! _rosegirl_

Beste Grüße
schwarz
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Re: Geht's auch ohne Coaching / Therapie?

Beitragvon Sore » Di 1. Dez 2015, 09:59

Meiner Meinung nach hat grundsätzich jeder die Fähigkeit, sich selbst zu helfen. Da aber jeder Weg individuell ist, braucht es wohl auch für jeden unterschiedliche "Wegbegleiter"...und für jeden unterschiedlich viele in unterschiedlicher Reihenfolge. Mir z.B. hat jetzt gerade das Buch "Der Emotionscode" sehr geholfen, mich wieder selbst wahrzunehmen. Aufgrund der Empathie bin ich immer sehr im "Außen" und mein Körper ist leider irgendwann mein "Schutzpanzer" geworden, der sich in einer Art "einbetonierter Muskulatur/Gewebe" zeigt.

Ich habe allerdings für mich die Erfahrung gemacht, dass mir im Außen nichts begegnet, das ich nicht schon in mir habe. Und so meine ich, dass ich Dank der Arbeit an mir durch dieses Buch weniger Resonanzen habe, denn ich fühle mich immer mehr selber und nehme nicht mehr soviel auf. Vielleicht bewertet mein Unterbewusstsein auch nicht mehr soviel als "negativ" und hat deshalb ein geringeres Bedürfnis nach Schutz.

Upps...bin etwas abgeschweift...reduziert mein Post einfach auf den ersten Satz )/898u
Sore
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