Hochsensibel und das Leben

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Hochsensibel und das Leben

Beitragvon Sensibelchen78 » So 16. Okt 2016, 20:45

Guten Abend,

ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, ich möchte so vieles mitteilen. Ich habe einige Beiträge durchgelesen und war sehr gerührt. Aus dem geschriebenen kommt so viel Gefühl rüber.

Kennt ihr dass? Man wird belächelt. Man neigt dazu zu übertreiben. Man wäre zu sensibel?
Hat Probleme auf Menschen zu zu gehen? Oft (so ist meine Erfahrung) wird hinterm Rücken getuschelt,weil man anders ist. Es nur ganz wenig Freunde gibt? Öfter enttäuscht wird? Ich bin nicht gern unter Menschen bzw. wenn ich mich darauf eingelassen habe wurde ich auf kurz oder lang sehr enttäuscht. Meist ist man gut genug um sich Probleme anderer anzuhören und zu helfen. Es ist es sehr einseitig. Mein Mann versteht mich ,obwohl er auch manchmal sagt ich solle nicht übertreiben. Ich bin auch sehr ängstlich,mißtrauisch,skeptisch sehr empfindlich was Geräusche anbetrifft und meine Intuition zeigt sich meist bei negativen Dingen die meist wenig später eintreffen oder zutreffen. Es macht einen ganz fertig. Dieses Gefühl ist schlimm vorallem wenn es sich bewahrheitet.

Im Moment geht es mir nicht gut. Hätte ich nur auf mein Gefühl gehört nur hab ich gedacht ,,ach komm versuchs mal!" Leider ging wie man so sagt der Schuss nach hinten los. Mobbing und Schikanen.....des öfteren habe ich in meinem bisherigen Leben die ein oder andere Erfahrung darin machen dürfen. Es macht mich sehr,sehr traurig und man zweifelt an sich selbst.

So nun denke ich es reicht für den Anfang . Ich könnte soooooo viel schreiben. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend.

Lg Sensibelchen78
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon Moneypenny » So 16. Okt 2016, 21:44

Hallo Sensibelchen _Mij_
(hihi, so müssten sich hier wahrscheinlich sehe viele nennen)
Ich denke, Du wirst hier, zumindest virtuell, viel Zuspruch erhalten. Gerade, wenn man Schwierigkeiten hat, Menschen "in echt" zu finden, denen man sich öffnen möchte oder kann.
Ich bin weit über vierzig und mittlerweile mag ich mich nicht mehr rechtfertigen müssen, warum ich in mancher Hinsicht "anders" ticke. Da ich oberflächliches Blabla nicht besonders mag, ich aber nicht mit jedem tiefsinnige Gespräche führen kann bzw. will, ist die Anzahl "echter" Gespräche recht überschaubar U72(
Für mich war es daher ein Segen, dieses Forum gefunden zu haben _thum_

Viele Grüße
Moneypenny
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon gelöschter User » So 16. Okt 2016, 22:23

Hallo!

Ja, das kenne ich gut. Ich konnte schon immer gut zuhören und nahm es auch immer alles auf und habe mich nicht berieseln lassen und gesagt "Ja, naja, das wird schon wieder". Letzten Endes ist man aber immer als Seelenmülleimer für andere dagewesen, und wenn wieder alles gut war, war man wieder abgemeldet. Aber so lernt man dazu, das mache ich heute nicht mehr. Bei nahestehenden Personen schon, aber nicht mehr so wie früher. Nobidy is perfect - hin und wieder falle ich immer noch auf Energievampire rein, aber es sieht schon ganz anders aus :-)

Genau so wie mit dem "versuch es mal". Man hat eine soziale Erziehung und die eigene Intuition wettert dagegen. Ich hatte immer Probleme damit, Menschen einzuschätzen, als wenn man etwas macht, was man nicht machen darf oder es unfair ist. Trotzdem hatte man Recht. Dann war es immer doppelt mies, weil man zum einen darauf reingefallen ist, zum anderen aber immer ein Teil in sich unterdrücken mußte, weil es mit der Erziehung konkurrierte. Es kam mir immer falsch vor, Menschen so schnell zu beurteilen. Irgendwann habe ich dann auch gesagt, daß ich fast immer richtig lag und dann soll es so sein. Je mehr ich meinen Weg gegangen bin, desto besser wurde es für mich. Das war noch alles, bevor ich den Begriff HSP kannte, also war ich einfach ich und halt etwas anders als die anderen in meinem Umfeld.

Ich kann jedem nur empfehlen, primär auf den Bauch zu hören, damit fährt man meistens besser.

Was ist denn passiert, daß Du jetzt gemobbt wirst?
gelöschter User
 

Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon Sensibelchen78 » Mo 17. Okt 2016, 12:04

Hallo,

vielen Dank für die antworten. Ich kann mich ja richtig in das geschriebene von Euch hinein fühlen. Klingt komisch aber anders kann ich es nicht erklären. Im Laufe der Jahre habe ich Depressionen und Ängste entwickelt. Was mir sehr,sehr zu schaffen macht. Und ja auch heute passiert es mir noch ,dass ich der Mülleimer für andere bin. Ich denke das ich mal wieder in eine Rplle gerutscht bin,wo man fertig gemacht wird liegt einfach daran ,dass ich anders bin.

Wir sind in ein neues Mehrfamilienhaus gezogen vor 2 Jahren. Und seit dem Einzug haben mich die Nachbarn auf dem Kicker. Warum? Keine Ahnung weil ich anders bin. Weil ich mir getraut habe mal den Mund auf zu machen. Was gar nicht mein Ding ist eigentlich.

Nun wird alles daran gesetzt uns zu vertreiben. Mir passieren Dinge die passieren niemandem. Zumindest glaube ich das. Die eine Partei mag uns nicht und stampft und trampelt und macht uns schlecht. Ich wehre mich nicht. Rechtfertige mich nicht,da ich auch wenig Kontakte hier habe. Die andere Partei will so blöd es klingt unsere Wohnung. Ja nicht nur das?! Ich wurde erst gefragt,ob wir unseren Hund geben würden,dann unsere Katze,dann unseren Hasen. Ja ich war zum Teil sprachlos,denn sowas ist mir noch nie passiert.

Und immer bevor etwas passiert oder im Anmarsch ist sagt mir das mein Gefühl. Und das ist in vielen Lebenslagen aber meist nur das negative. Schrecklich. Ich fühle mich sehr ,sehr unwohl und weiss nicht wie ich es kompensieren soll. Ich stehe nur unter Stom und habe eine Reizüberflutung.
Ich möchte nicht so viel denken ,analysieren. Mein Mann sagt für mich sind das Probleme wo eigentlich gar keine sind.
Erst wenn man persönlich angegriffen wird.

Ich spüre auch wenn ich Menschen begegne die mich nicht leiden können. Das ist ein beklommenes Gefühl und man kann sich bei Gesprächen nicht öffnen und ist total verspannt. Wenn ich Menschen kennenlerne schwankt es . Zuerst denkt man ,,oh finde ich total nett." und bei der nächsten Begegnung genau das Gegenteil. Was leider dann auch meistens stimmt. Leider bin ich noch nicht vielen Menschen begegnet die mich verstehen oder auf einen eingehen .Emptional und einem das Gefühl geben das man wichtig ist. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen was mit mir los ist. Das ist jetzt knapp 1 Monat her.

Oh Gott hab ich viel geschrieben ich hoffe es liest jemand von Euch. Zumal ich mich auch frage ob es überhaupt jemand liest? Ob man mich als Jammerlappen wahrnimmt oder man einfach ignoriert was man da geschrieben hat. Der Zuspruch.

Vielen Dank und ich hoffe ich erschlage niemanden mit dem vielen geschriebenen.
Lg Sensibelchen78

Mich würde interessieren wie ihr mit dem Umfeld um geht? Die Menschen aushaltet? Wie bekommt man solche Situationen wieder in den Griff?
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon seelenbilder » Di 18. Okt 2016, 23:50

Hallo Sensibelchen78,

ich kann nur sagen, ich weiß auch von anderen sehr sensiblen Menschen, die ich in meinem realen Leben um mich habe, dass es immer wieder um die Frage des Abgrenzens geht. Und derzeit brauchen - so scheint es tatsächlich - wirklich viele Menschen Ausdauer und Kraft, um sich ihren verdienten Platz an der Sonne zu verschaffen.

Ganz allgemein muss ich leider bestätigen, dass die Distanzlosigkeiten von Leuten drastisch zunehmen. Ich selbst ärgere mich besonders über solche Personen, die ganz mies darin sind, sich selbst zu reflektieren und zu hinterfragen, jedoch andauernd dabei sind, sich über andere auszulassen. Ich selbst bin dabei anscheinend eine Art "Reibebaum", an meiner Arbeitsstelle kommt man überhaupt nicht mit meiner offenen, ehrlichen, jedoch sehr auf Takt bedachten Art zu Rande. Galt ich früher beim gleichen Dienstgeber als "ausgleichende" Persönlichkeit, so bin ich jetzt eine Person, die nicht mehr erwünscht ist.
Mobbing und Bossing stehen in meinem Unternehmen an der Tagesordnung, allerdings noch einigermaßen subtil, sodass diese Fakten schwer nachweisbar sind. Auch will sich natürlich niemand als Zeuge zur Verfügung stellen, wenn es darum geht, die Themen auf den Tisch zu bringen. Ich stehe außen und will auch gar nicht dazu gehören. Ich habe Haltungslosigkeiten einfach satt.

Ich verachte es, wenn hinter jemandem geredet wird, anstatt direkte Worte zu finden. Und ich kann es ganz sicher nicht leiden, wenn Unwahrheiten und Intrigen verbreitet werden. Dabei bin ich umso fassungsloser, wenn sich niemand findet, der dem Treiben Einhalt gebietet. Das "Anderssein" bietet dermaßen viele Angriffsflächen, dass ich oft denke, die Gesellschaft ist überhaupt noch nicht bereit für Querdenkende. Dabei braucht diese Welt ganz dringend Quer-, Anders- und Vorausdenkende.

Was ich auch überhaupt nicht leiden kann, ist Konkurrenzverhalten.

Wenn man Unterschwelliges ganz deutlich wahr nimmt, wird man leider auch von seinen Liebsten oft nicht wirklich verstanden. Es ist wohl schwierig, auf wirklich empathische Menschen zu stoßen. Vielleicht ist es allerdings auch unmöglich, uns tatsächlich nachempfinden zu können.

Auch mir geht es im Moment gar nicht gut. Ich fühle mich getrieben, Dinge anzusprechen, die ich überhaupt nicht mehr aushalte. Ich habe früher vieles hinuntergeschluckt, jetzt bin ich soweit, dass ich meinen Mund aufmachen muss. In meinem Privatleben kann fast jeder damit umgehen, beruflich ist diese Ehrlichkeit nicht erwünscht.

Viele HS sind sehr stark intuitiv veranlagt, so bemerken wir oft sehr viel früher und auch deutlicher, wenn Probleme vorhanden sind, jedoch unterschwellig dahinköcheln. Meistens liegen wir mit unserem Empfinden ganz richtig, auch, wenn sich zunächst noch keine Fakten zeigen. Dieses Gefühl, zu wissen, dass etwas falsch läuft, aber selbst und alleine nichts ausrichten zu können, das lähmt einerseits, andererseits macht es mich sehr ungehalten.

Was mir hilft, ist einerseits das Schreiben, ich blogge; andererseits, mich viel in der Natur aufzuhalten.
Und meine Gespräche mit Menschen, die reflektiert sind. Wobei mich auch hier Besserwisserei aufregt. Ich lege sehr großen Wert auf gute Kommunikation. Man muss nicht immer einer Meinung sein, doch sollten andere Meinungen nicht wie Angriffe formuliert sein.
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon SinnVoll » Mi 19. Okt 2016, 01:40

Ist definitiv so, dass ich viele Grenzüberschreitungen wahrnehme und sehr schnell Dinge erfasse, die andere erst später sehen - und bis dahin als Quatsch abtun.quote gehe ich damit um? Privat suche ich mir mein Umfeld sehr genau aus, und versuche, mich unabhängig zu machen, wo es geht. Beruflich ebenso, aber da hat man weniger die Wahl. Aber ich mache möglichst wenig, was mich zur Zusammenarbeit mit rücksichtslosen Kollegen zwingt, ziehe mich emotional aus manchem raus und sehe den Job eher nüchtern. Ich habe mir ein Berufsumfeld gesucht, das das unterstützt, ohne innerlich kündigen zu müssen.

Kurz: Ich sehe manches gelassener ihr betreibe konsequente Psycho-Hygiene. Ich kann die Welt nicht ändern, wohl aber mein Umfeld. Und ich vertraue meinen eigenen Urteil mehr als früher.
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon Sensibelchen78 » Mi 19. Okt 2016, 17:12

Hallo,

ich danke vielmals für das Geschriebene und dem Einblick wie ihr die Dinge so seht. Das erste Mal das ich mich so verstanden fühle und man hier einen ordentlichen Umgang pflegt. Das bedeutet mir soooooo viel. Es geht bestimmt einigen auch so dadurch wir so sind wie wir sind kennen wir die Einsamkeit. Die ich gar nicht so schlimm finde. Heute habe ich mir Gedanken über die Selbstbeherrschung gemacht in der ich mich gerade sehr üben muss. Dafür hat man auch oftmals eine richtige tiesitzende Wut.

In letzter Zeit ist mir vermehrt aufgefallen,dass sich so manch einer nicht beherrschen kann und ich finde das erschreckend. Zumindest denke ich das. Wie ist es bei Euch? Könnt ihr Euch beherrschen?

Meine Erfahrungen die ich sammeln durfte,wenn man seine Meinung sagt sind : Ignoranz, Schikanen , Ausgrenzung. Mit der Ausgrenzung kann ich heute sehr gut umgehen ,da ich nicht zu einer Gruppe gehören möchte. Auch kein Mitläufer bin.

Ich hoffe Euer Tag war erfolgreich und angenehm
Ich freue mich über die Kontakte hier und bin erfüllt von dem Austausch.
Lg Sensibelchen 78
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon seelenbilder » Mi 19. Okt 2016, 20:33

Hallo wieder, Sensibelchen78, _Mij_

ich kenne das Erschrecken über meine eigene Impulsivität. Meine Freunde können sich das gar nicht bei mir vorstellen, doch es gibt Menschen, bei denen ich regelrecht explodiere. Ich spüre nämlich heutzutage sehr deutlich, wenn mich jemand ausnützt und ich spreche das auch an. Anders als früher, als ich die Augen geschlossen hielt oder mich genierte, so etwas anzusprechen. Doch ich habe durchaus gelernt, für mich einzustehen, es ist sicherlich ein Prozess des Reifens. Das "Für-Mich-Einstehen" musste ich in einer langen Rekonvaleszenz-Phase nach meinem Burnout lernen.

Ich merke auch ganz deutlich, wenn sich jemand mit Lorbeeren schmückt, die er gar nicht verdient hat.
Ich lebe sehr das Motto "leben und leben lassen", solange keiner einem anderen schadet. Merke ich allerdings, dass jemand durch die Faulheit oder Bequemlichkeit eines anderen Schaden nehmen kann, dann bringe ich das mit Worten zum Ausdruck.

Vor allem bin ich heute auch bereit, meinen Protest einzubringen, wenn ich erkenne, dass ich vereinnahmt werde. Ich versuche es lange "im Guten", spüre ich allerdings keine Veränderungen, kann es zu einer Explosion meinerseits kommen.
Wo allerdings echtes gegenseitiges Verständnis herrscht, sind solche Prozesse gar nicht nötig. Da respektiert man die Grenzen des anderen, auch, weil man vor allem empathisch ist.

Ich höre auch von anderen sehr sensiblen Menschen in meinem Umfeld, dass sie sich immer mehr getrauen, auf sich zu schauen, wenn etwas unfair abgeht. Ich glaube, es überraschen sich einige HS selbst, dass sie es doch können: Klar Schiff machen!

Wut hat dann etwas Positives, wenn wir uns distanzieren müssen. Das habe ich auch in Hinblick auf Trennungen gemerkt: Erst wenn die Wut erwachte, konnte ich loslassen!

Da ich ebenfalls kein Herdentier bin, weiß ich, was es heißt, wenn man eben nicht angepasst sein will bzw. sein kann: Das Gefühl der Einsamkeit erlebe ich sehr oft! Gott sei Dank allerdings nicht in meinem privaten Umfeld, obwohl es auch hier Menschen gibt, die mit meinem Wesen nicht wirklich was anfangen können: meine Eltern!
Interessanterweise ist mein Vater selbst in manchen Bereichen überdurchschnittlich sensibel, allerdings auf eine eher egoistische Art und Weise. Er hat unlängst selbst - von sich aus - zugegeben, keine geeignete Empathie zu haben.
Seine Wortwahl ist oft verletzend, obwohl er selbst sehr empfindlich ist. Ich entlasse ihn da auch nie aus seiner Verantwortung und sage es ihm inzwischen auch, wenn er zu weit gegangen ist!
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon seelenbilder » Mi 19. Okt 2016, 20:40

Hallo SinnVoll,

ich danke für Deine Ausführungen!

Ich bin ebenfalls schon auf die Idee gekommen, mir einen "Job" zu suchen, der mir ermöglicht, dass ich mich emotional nicht mehr so reinhänge. Ich bin ein sehr unterstützender, großzügiger Mensch und leide definitiv darunter, wenn nichts zurückkommt oder gar Undankbarkeit der Lohn ist. Dabei bin ich alles andere als berechnend, ich helfe dort, wo es notwendig ist.

Ja, die Umwelt kann ich auch nicht ändern - jedoch kann ich versuchen, ein neues, anderes berufliches Umfeld zu finden. Das ist meine Erkenntnis und so arbeite ich im Sinne der Lösungsorientiertheit daran!
Meiner Intuition kann ich auch sehr vertrauen ...

Liebe Grüße!
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Re: Hochsensibel und das Leben

Beitragvon SinnVoll » Mi 19. Okt 2016, 21:44

Ich glaube, weniger sensible Personen sind ähnlich einsam mit ihren Besonderheiten. Aber wo eine Person mit mittlerer Ausprägung Verständnis bekommt von denen mit Ausprägung 15% darüber und 15% darunter, bleiben jemandem am einem Rand nur die 15% in Richtung Mitte.

Und wenn der Rand bedeutet: “Ich nehme nichts von Gefühlen Anderer wahr“, dann bedeutet Einsamkeit: “Pech für den Anderen, denn ich habe inner Recht“ (also bin nicht ich alleine, sondern der andere).

Nun zum anderen Rand: max. 15% Verständnis, und Zweifel an der eigenen Wahrnehmung... - Willkommen bei denen, die sich ständig einsam fühlen (und Dich umso mehr freuen, wenn sie merken, dass sie es nicht sind...).

Man muss halt einfach lernen, Dich auch - mal - als Mittelpunkt zu sehen.

@Seelenbilder:
Guter Ansatz. Pass nur auf, dass die Anerkennung für das Gute, das Du tun willst, nicht zu deiner Abhängigkeit wird - Dann ist es nicht schwer, Dich unter Entzug leiden zu lassen. Es wäre nur eine andere Form der Abhängigkeit. Das muss natürlich jeder selbst wissen, und wer mit einem helfenden Job gut fährt, meine Hochachtung. Ich möchte hier nur auf Zusammenhänge hinweisen, die man leicht übersehen kann.
Inaktiv.
SinnVoll
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