Höflichkeit, Danke und Bitte...

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Terrylein » Sa 17. Sep 2011, 08:40

Hallo an alle _grin_
ich habe mich hier schon viel durchgelesen aber noch nichts zu dem Thema gefunden.
Ich wurde sehr Höflich erzogen und bedanke mich sehr viel und entschuldige mich auch für alles auch wenn ich es nicht war.
Oft bin ich entäuscht von Leuten um mich herum z.b. mein Freund wenn er sich nicht bedankt. Zb. stehe ich morgens auf weil es klingelt und gehe zur Tür, ich lag auch noch im Bett, ich nehme seine Bestellung vom Postboten entgegen und bekomme kein Danke.
Er sagt dann ich hätte ja liegen bleiben können. Ich weis nicht warum es so schwer ist sich zu bedanken.
Ich empfinde das oft so und weiß nicht ob das an meiner Erziehung liegt oder an meiner HSP.
Vielleicht hat einer von euch eine Idee. Soll ich auf ein Danke bestehen oder einfach vergessen damit mein Kopf nicht noch mehr kurbelt??
Alles Liebe... _flöwer_
Terrylein
 

Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Eule » Sa 17. Sep 2011, 09:09

Hallo Terrylein,

ich finde es unhöflich, wenn dein Freund, aber auch sonstwer nicht danke sagt. Das sollte unter Fremden so sein, aber auch bei nahestehenden Personen. Genau wie sich auch jemand duschen und Zähne putzen sollte, wenn er einen Tag zu Hause bleibt und sich "nur" der Familie oder dem Partner zeigt.

Dann bleib halt das nächste Mal liegen oder mach was anderes nicht und warte mal die Reaktion ab, wenn du es das übernächste Mal wieder tust.

Liebe Eulengrüße und herzlich Willkommen im Forum
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Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon ja » Sa 17. Sep 2011, 10:29

guten morgen terry!

höflichkeit ist meiner meinung nach eine frage der "guten kinderstube",
also erziehung und für alle menschen universell gültig!
(völlig egal ob mit oder ohne hs)

sie ist eine sache der achtsamkeit!


wünsche dir einen freudvollen tag,
ja.
weniger ist mehr

-------------------------------------------------------------------------------



+ ja ist im März 2017 nach langer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen +
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Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Terrylein » Sa 17. Sep 2011, 20:24

Hallo,
ja ich sehe das ja auch so das es eine Sache der Kinderstube und der Höflichkeit ist. Werde versuchen das nächste mal in Ruhe abzuwarten. Aber auch so ist das manchmal schwierig wenn man eigentlich auf ein Danke wartet und es kommt nichts.
Ist manchmal schwierig und ich trau mich dann auch nicht zu sagen.
Kann sowas immer so schlecht sagen.
Danke an euch.
Thea
Terrylein
 

Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Jaque » Sa 17. Sep 2011, 21:14

Hallo ihr Lieben,

ich finde das ist reine Selbstverständlichkeit! Hat doch auch etwas mit Respekt zu tun? Ich sag auch im Supermarkt Danke und schönen Tag zur Kassiererin, zum Busfahrer oder wem auch immer! Das ist schon vielen meiner Freunde, etc. aufgefallen. Hat vielleicht etwas mit der gesteigerten Empathie zu tun...

In dem Sinne: Schönen Abend euch! _flöwer_
Jaque
 

Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon DrKatZe » So 18. Sep 2011, 20:27

Höflichkeit gehört zum guten Umgang zwischen Menschen und zollt dem Gegenüber Respekt. So sehe ich das auch. Allerdings fällt es jenen Menschen sehr schwer diese Floskeln und Knigge anzuwenden, wenn sie es aus der Kinderstube nich vermittelt bekommen haben. Von dem Freund meiner Mutter weiß ich, dass man sich diese Dinge in einem höheren Alter wirklich nur sehr schwer zur Gänze anlernen kann. Für ihn ist es keine Selbstverständlichkeit diese Dinge anzuwenden. Er hat nicht gelernt, darin einen Sinn zu sehen. Es kommt einem stupiden Auswendiglernen gleich, wenn Höflichkeit erst im Erwachsenenalter erlernt werden muss. Denn nicht alles scheint sinnvoll zu sein für diese Menschen. Das Verhalten von dem Mann ist geprägt durch Pragmatismus und das spiegelt sich auch im Umgang mit anderen Menschen wieder. Höflichkeitsformen sind (für ihn) keine praktischen Dinge, die er aus dem FF beherrscht. In der Familie wird das intuitiv tolleriert, warmherzig belächelt und abgetan mit: "So ist er eben." Doch anderswo kann ihm das schon mal auf die Füße fallen. Glücklicherweise ist er ein dennoch sehr sympatischer Mensch, so dass ihm das Fehlen der höflichen Umgangsformen schnell verziehen und als witzige Marotte abgetan wird. Glückspilz, der! _nüxweiss_ _gruebel_

Andererseits schafft Höflichkeit auch Kontakt und Sympathie. Mehr noch, Wohlbefinden. Ein Lächeln eines Fremden mit einem "Danke" oder "Bitte" oder einem freundlichen "Guten Tag!" lässt uns das Herz aufgehen. Oder nicht? _gruebel_

Somit kann ich für mich sagen, ich nutze Höflichkeitsformen vor allem unterwegs als eigennützige Form mir selbst Glück zu verschaffen. icon_redface _grin_ freüde 1güt _flöwer_
Gib mir Kraft, zu verändern, was ich verändern kann, und die Gelassenheit, geschehen zu lassen, was ich nicht verändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden. .Seneca.

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage. Aber ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst.
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Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Terrylein » Mo 19. Sep 2011, 19:30

Hallo DrKatze,
das ist alles echt wahr was du schreibst. Werde wohl lernen damit klar kommen zu müssen. Ich habe mir auch ein Buch gekauft über HSP, das hilft mir auch schon echt weiter.
Ich gehe leider oft davon aus das wenn ich was mache andere das auch so machen. Ich muss jetzt an mir arbeiten.
Das mit dem Glück verschaffen durch sowas mache ich auch so, ich arbeite in einer Arztpraxis und bin zu unseren Patienten immer super nett weil mir das viel bedeutet wenn die Wissen "das ist die Liebe Arzthelferin die ist immer so lieb, da gehe ich gerne hin".
LG terrylein
Terrylein
 

Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Sarina » Mo 19. Sep 2011, 19:57

mmmh ich gehe höflich, freundlich und nett mit Menschen um weil ich Menschen mag und das aus meinem Herzen kommt, aber nicht um für mich selbst etwas dabei zu erreichen. Genau das ist mir aber mal an den kopf geschmissen worden, als wenn ich mit meiner persönlichen Art und Weise andere manipulieren wollte, als wenn ich da strategisch vorgehen würde.
Das ist mir absolut fremd und entspricht mir gar nicht. Ich lächel gerne Menschen an und merke wenn sie ein nettes Wort, eine nette Geste brauchen, hab das immer gemacht ohne darüber nachzudenken, erst seit dem man mir falsche Dinge unterstellt hat, fing ich an nachzudenken.

Heute ist es eher so, dass ich darauf achte ob es da auch so etwas wie Ausgleich gibt und ja das gibt es und das finde ich schön und berührend, wenn es echt ist, eben aus dem Herzen kommt.

lieben Gruß
Sarina
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Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Joey » Mi 21. Sep 2011, 11:00

Hallo,

ich bedanke mich auch oft, um dem anderen meine ehrliche Wertschätzung zu zeigen. Ob sich andere bei mir bedanken, ist mir egal. Entweder sehe ich auch so, dass er sich freut, oder es hat mir nicht viel ausgemacht zu helfen, oder ich merke, dass meine Hilfe für den anderen gar nicht wichtig war und lasse es eben beim nächsten Mal sein.
Als ich Kind war, hat sich meine Mutter immer beschwert, dass sie ihre Arbeit ja gerne tut, aber auch Anerkennung dafür haben will. Damals habe ich das nicht verstanden, heute schon, aber auch, dass man diese Anerkennung nicht einfordern kann. Aufmerksam machen schon, aber mehr auch nicht.

Noch eine Sichtweise:
In Indien ist es unüblich sich zu bedanken. Wenn man einem Bettler ein Almosen gibt, bedankt sich eher der Geber dafür, dass der Bettler ihm die Chance gibt, sein Karma zu verbessern.

Joey
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Re: Höflichkeit, Danke und Bitte...

Beitragvon Lavendele » Mi 21. Sep 2011, 17:27

Sarina hat geschrieben:mmmh ich gehe höflich, freundlich und nett mit Menschen um weil ich Menschen mag und das aus meinem Herzen kommt, aber nicht um für mich selbst etwas dabei zu erreichen. Genau das ist mir aber mal an den kopf geschmissen worden, als wenn ich mit meiner persönlichen Art und Weise andere manipulieren wollte, als wenn ich da strategisch vorgehen würde.Ich würde mal sagen, dieser Mensch hat da mit seinen Maßstäben gemessen..hat er sich meiner Meinung nach ein Armutszeugnis geschrieben. _yessa_
Das ist mir absolut fremd und entspricht mir gar nicht.Nee, mir auch nicht! Ich lächel gerne Menschen an und merke wenn sie ein nettes Wort, eine nette Geste brauchen, hab das immer gemacht ohne darüber nachzudenken, erst seit dem man mir falsche Dinge unterstellt hat, fing ich an nachzudenken.

Heute ist es eher so, dass ich darauf achte ob es da auch so etwas wie Ausgleich gibt und ja das gibt es und das finde ich schön und berührend, wenn es echt ist, eben aus dem Herzen kommt.

lieben Gruß
Sarina


Ich bin grade dabei wenigstens hin und wieder auf den "Ausgleich" zu achten, fällt mir aber schwer, weil ich ungern drüber nachdenke....auf der anderen Seite bin ich aber dadurch gefährdet ausgenutzt zu werden. Vielleicht auch der Grund, warum es mit meiner Freundin nicht mehr so am klappen kommt....ich habe jahrelang gegeben und gar nicht drüber nachgedacht ob etwas zurückkommt...oder eher gesagt es kam nur was, wenn ich etwas gegeben habe.Fällt mir aber auch jetzt erst auf- als mein Mann und ich die Ehekrise hatten- konnte ich einfach nichts mehr geben- in mir war nur noch Leere....und von ihr-kam auch nichts mehr...und unsere Treffen sind immer weniger geworden.

Bitte und Danke sagen finde ich sehr wichtig..wir haben es unseren Kindern immer vorgelebt und sie haben es übernommen...hihi einmal hab ich meinen Sohn ziemlich oft durch die Gegend gefahren..dann sollte ich ihm noch helfen bei einem Kuchen für die Freundin usw....ein paar Tage später ist er zu mir in die Praxis gekommen und hat mir ne Rose geschenkt.....weil du soviel für mich gemacht hast die letzten Tage...hatte ich natürlich gleich den Pippi inne Augen stehen....und meine Kolleginnen mal gleich mit _10_ _läch_

Liebe Grüße Lavendele
So ist das Leben" , sagte der Clown und malte sich
mit Tränen in den Augen, ein strahlendes Lächeln ins Gesicht.
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