HS "behandeln" mit Homöopathie?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Kasha » Fr 22. Aug 2014, 11:23

Hi Leute,
das Behandeln habe ich extra in Anführung gesetzt, denn ich will natürlich nicht meine Medium-Sensibilität (Hochsensibel scheine ich doch nicht zu sein) weghaben, sondern die negativen Auswirkungen. Genauer gesagt sind meine anderen Wesensmerkmale oder Diagnosen (je nachdem) mir oft im Weg dabei, die Sensibilität für mich positiv zu leben.
Z.B. dass ich durch (echtes oder unechtes?) AD(H)S meine Wahrnehmungen bei anderen sofort hinausposaune. Das kann man belächeln und für eine Charakterschwäche halten, für mich ist es etwas, wogegen ich schlecht bis gar nicht angehen kann. Die Wahrheit muss raus, da gibt's kein Nachdenken. Mit den Folgen leben muss ich dann schon.
Ich bin da wie ein Kind, das unverblümt fragt: "Warum bohrt der denn in der Nase, ich denke, das darf man nicht" - oder so.
Meint ihr, dass man dagegen was machen kann? Hat jemand Erfahrungen? Methylphenidat habe ich genommen, hat auch wunderbar geholfen, aber dafür genauso viele neue Probleme (Nebenwirkungen) gebracht. Tja ...
Ich würde mich freuen, wenn mir hier ebenfalls Betroffene ihre Erfahrungen mit der klassischen Homöopathie berichten könnten.Vielen Dank schon einmal.
Kasha
PS: Damit ist vielleicht auch eine Frage bezüglich Impulskontrolle beantwortet, die ich irgendwo gelesen, aber nicht beantwortet habe und jetzt nicht wiederfinde.
Kasha
 

Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon DieSeerose » Fr 22. Aug 2014, 12:07

Hallo Kasha,

soweit ich weiß geht es bei der Homöopathie nicht so einfach, dass man sagen kann: A hift gegen diese Symptome und B gegen die, usw. sondern es wird in einem Erstgespräch herausgefunden, welches das richtige Mittel ist. Danach richtet es sich dann, was du nehmen kannst.
Bei unserem Sohn wurde z. B. damals Sulfur empfohlen, das passte auch zu ihm, weil es bei ihm (!!) gleichzeitig stimmungsaufhellend gewirkt hat und gegen seine Pickelplage. Bei seinem Cousin hat es wiederum gar nicht geholfen. Es gibt scheinbar auch nicht "das" Mittel gegen oder für etwas.

Es gibt aber auch gute Bücher, in denen du Informationen findest und alles gut beschrieben ist, um die Behandlung besser nachvollziehen zu können. Aber um einen homöopathisch arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker kommt man da wohl nicht drumherum.

Liebe Grüße
Seerose
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Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Kasha » Fr 22. Aug 2014, 12:34

Danke Seerose, ich bin schon seit langem in homöopathischer Behandlung und weiß das, was Du schreibst. Im Moment reicht mein Geld aber nur für eine Heilpraktikerin, die mich nicht so richtig versteht. Sie interpretiert in meinen Kummer und meine Verzweiflung immer etwas ganz anderes hinein. Daher ging meine Frage dahin, ob jemand hier solche HSP-spezifischen Sachen mit Homöopathie besser meistern konnte. Dann würde ich vielleicht noch einmal zu einer anderen Heilpraktikerin gehen. Bei den guten gibt es lange Wartezeiten und hohe REchnungen :-(
Vielen Dank aber für Deine Antwort.
Kasha
 

Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Anke » Fr 22. Aug 2014, 13:34

Mmh, ich bin nicht sonderlich gut darin ausdauernd irgendwelche Mittelchen zu nehmen egal ob homöopathische oder schulmedzinisch. Vor allem ist bei mir mit Befinden und Problemen so, dass alles immer sehr phasenweise ist. Ein besseres Nervenkostüm und mehr Gelassenheit habe ich bisher schon mit verschiedenem mal erreicht. Ich bin allerdings nie über mehr als 1-2 Monate dabei geblieben. Ich vergesse irgendwann wenn es mir länger besser geht gerne das Zeug weiter zu nehmen...
Also Bachblüten haben mal geklappt oder Schüssler Salze. Aber bezgl. Impulskontrolle hab ich leider keine Erfahrung...

Liebe Grüße
Anke
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Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Verity » Fr 22. Aug 2014, 17:44

Ja, bei mir ist es auch so, daß ich mehr Gelassenheit und Nervenstärke, sowie weniger Müdigkeit durch ein homöopathisches Kombi-Präparat (Manuia) sowie Baldrian und Passionsblume erreicht habe.
In der Vergangenheit habe ich mich zeitweise recht intensiv mit Homöopathie beschäftigt und ebenfalls wegen Geldmangels versucht, mich selbst zu therapieren. Das ist aber sehr schwierig, denn man kann sich halt schlecht selbst beurteilen.
Kasha, wenn Du Dir eine Heilpraktikerin leisten kannst, kannst Du nicht versuchen, jemand anderen zu finden. Es wäre sicher sinnvoll, eine ausführliche Anamnese zu erstellen und das Mittel zu finden, das am besten zu Deiner Persönlichkeit passt.

Liebe Grüße
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Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Kasha » Fr 22. Aug 2014, 17:52

Hallo Anke,
geht mir genauso mit der fehlenden Ausdauer fürs Mittel-Einnehmen. Daher klassische Homöopathie, da kriegste ein Mittel und das wirkt dann erstmal. Wochen und Monate.
Erfordert allerdings eine langwierige Anamnese, das stimmt. Lohnt sich aber, wie ich finde. Bei körperlichen Beschwerden hat meine Heilpraktikerin auch immer richtig gelegen und es sind Sachen weggegangen, wo die Ärzte keine Lösung gefunden haben. Aber bei dem Psychokram ...
Lieben Gruß
Kasha
 

Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Kasha » Fr 22. Aug 2014, 17:57

Hallo Verity,
wieso kann ich keine andere suchen? Ich hatte zwischendurch mal eine andere, aber die hatte dann nach unserem ersten Gespräch einen Unfall und fiel monatelang aus.
Ich sehe es im Prinzip auch so, dass man sich selbst gegenüber blind ist. Aber die Mittel, die ich von der Heilpraktikerin kriege, passen laut Beschreibung nicht so gut zu mir wie die, die ich aussuche. Haha, ausgesucht habe ich Platinum, das steht vor allem für Stolz und Hochmut.
Sie hatte mir aber Ignatia und Natrium muriaticum gegeben. Ja, das Nat. mur steht für eine Mauer, die man um sich baut. Aber nach meinem Gefühl sieht sie nicht die richtigen Gründe, warum ich hinter dieser Mauer bin.
Da komme ich gleich noch zu einem anderen Thema, nämlich wie sehr wir unseren eigenen Wahrnehmungen trauen. Dafür mache ich vielleicht mal noch ein Thema auf.
Vielen Dank für Deine Antwort und bis bald hoffentlich
Kasha
Kasha
 

Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon DieSeerose » Fr 22. Aug 2014, 23:35

Hallo Kasha,

Kasha, wenn Du Dir eine Heilpraktikerin leisten kannst, kannst Du nicht versuchen, jemand anderen zu finden. Es wäre..........
Ich glaube, Verity hat bloß das Fragezeichen vergessen und meinte eigentlich: 'Kannst du nicht versuchen, jemand anderen zu finden??'

Ja, manche sind wirklich sehr teuer, ich könnte mir das im Moment auch nicht leisten.
Vielleicht findet sich ja bei den Schüsslersalzen etwas für dich, wie Anke schon überlegt hat.
Da ist die Auswahl auch nicht so riesig und dein Mittel vielleicht besser zu finden. Wäre das noch eine Idee für dich?

Liebe Grüße
Seerose
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Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon jules1976 » Sa 23. Aug 2014, 07:56

Huhu Kasha!

Es gibt doch auch die Möglichkeit via einer einfachen Muskelprüfung zu schauen, ob es das Richtige homöopathische Mittel ist.
Also quasi nach dem Repertorisieren nochmal an Dir testen, ob es Dir gut tun würde- da kann man dann auch die Dosis und das Einnahmeintervall bestimmen.

Manchmal gibt es ja auch erst Störfaktoren, die dazu führen, dass die Homöopathie nicht wirkt.
Und ich glaube es ist nicht zwingend, dass eine gute Heilpraktikerin teuer sein muss...

Liebe Grüße Jules1976
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Re: HS "behandeln" mit Homöopathie?

Beitragvon Verity » Sa 23. Aug 2014, 16:07

Ja, Seerose, Du hast Recht, ich habe das Fragezeichen vergessen.

Kasha, die Frage, wie sehr wir unserer eigenen Wahrnehmung trauen, finde ich interessant. Ich stelle mir aber auch die Frage, ob wir unserer eigenen Wahrnehmung trauen können ? Wenn uns allerdings andere falsch beurteilen, ist es sicher besser, uns auf unsere eigene Wahrnehmung zu verlassen.

Wenn bei mir ein Mittel nicht gewirkt hat, kann dies zwar an der falschen Mittelwahl gelegen haben, aber vielleicht auch daran, daß die Ursachen für meine Beschwerden immer noch vorhanden waren. Die HS verschwindet ja nicht durch die Einnahme (wäre auch schade, finde ich). Das Wichtigste ist doch, zu lernen, mit der HS gut zu leben. Das bedeutet auch, manche Dinge im Leben zu verändern. Das richtige Mittel kann da vielleicht helfen.

Liebe Grüße
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