Ich hab HS,endlich, aber deswegen auch: HILFE !!!

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Ich hab HS,endlich, aber deswegen auch: HILFE !!!

Beitragvon Hak-kuH » Do 28. Mai 2015, 23:29

Hallo alle zusammen,

ich weiß momentan nicht genau wo und wie ich anfangen soll, weil es in meinen Leben mehr als katastrophal abläuft, ich versuche das Wichtigste zu filtern, und erhoffe mir nach tagelanger Recherche, Kopfzerbrechen und auch Bauchschmerzen auf ein gewissen Grad des Verständnisses zu stoßen, weil ich mir selber meines Lebens lang Sachen anhören durfte, die in Richtung Größenwahn oder dergleichen zu kategorisieren war. Ich hoffe, dass mir jemand Ratschläge oder Tipps bei der Entscheidungsfindung geben kann, oder vielleicht hat jemand schon mal was ähnliches erlebt.

Ich stehe vor folgendem Problem:
Ich habe vor 5 Jahren meine Frau kennengelernt, den liebevollsten Menschen, den ich je kennengelernt habe. Von Anfang an hörte ich Äußerungen im Bekanntenkreis, dass man doch bemerkt, dass sie behindert ist. Ich habe aber von Anfang an gesagt, dass sie nicht behindert ist, sondern es gibt da etwas, was sie behindert.
Dieses Jahr im Januar erlitt ich ein Burnout, und meine Frau wurde auf eine Mutter-Kind-Kur geschickt, die eine Welle von negativen Ereignissen ausgelöst hat. Seitdem war ich nicht mehr arbeiten, und habe mir, in Absprache mit meinen Arzt, einen Aufenthalt in einer Tagesklinik gesichert, weil ich mein Leben lang mit Stress nicht umgehen kann. Es schlägt mir alles auf den Magen, wieso dieses so ist brauche ich ja zum Glück nicht hier erläutern. Ich wollte halt daran arbeiten, an einem Ventil zu arbeiten, welcher Gedanke auch in meinen Augen sinnig war, weil meine Mutter auch an Krebs verstorben ist, und ich sie jetzt endlich verstehen kann.
Kurz gesagt, bin ich dieses Jahr im März, ihrer „Behinderung“ auf die Schliche gekommen. Sie hat ADHS, welches unbehandelt früher diagnostiziert wurde, und sie seither unbehandelt, unwissend lebt. Unser Sohn entwickelte sich nicht dementsprechend, weil meine Frau einige Verhaltensweisen an den Tag legte, die er meinte kopieren zu müssen. Ignoranz, Impulsivität und eine Reihe weiterer. Als ich darauf im Internet aufmerksam wurde, ADHS als passende Krankheit einzuordnen, und ich auch mit mehreren Selbsthilfegruppen in Kontakt getreten bin, war meine Frau mit starken Depressionen in einer Klinik. Dort habe ich mit der zuständigen Psychologin gesprochen, und ihr nahe gelegt, meine Frau diesbezüglich zu untersuchen, weil ja doch viele Faktoren darauf hinweisen, und die Tante meiner Frau auch bestätigt hatte, das es eine frühere Diagnostik der ADHS gab und bestätigt wurde. Antwort lautete nein, kommt nicht in Betracht, und sie wurde wieder nach Hause geschickt, weil wir ja nur eine Ehekrise hätten. Es war die schlimmste Zeit unseres Lebens. Meine Frau hat aufgrund Ihrer ADHS, die sie ja angeblich nicht hatte, und Ihrer Medikamente ein Verhalten an den Tag gelegt, sie war einfach nicht mehr sie selbst und hat gedanklich alles falsch verstanden. Ich räume momentan hier seit Monaten eine Spur der Verwüstung auf, in der vor nichts halt gemacht wurde. Wohl bemerkt, ich liebe meine Frau, immer noch, und unterstütze sie.
Mittlerweile befindet sie sich wieder in der gleichen Klinik, und wird wegen ADHS behandelt. Ich bin noch weiter am aufräumen, aber es kommen immer mehr Faktoren hinzu. In wahrscheinlich 3-4 Wochen fängt meine Tagesklinik an. Wir wurden seit ca. einem Jahr von einer Familienhilfe betreut, welcher ich im Nachhinein die Verhaltensmuster meines Sohnes erklärt habe, und ich es in mühevoller Kleinarbeit schaffe, Erfolge zu verbuchen. Wir alle wissen, dass ein hartes Stück Arbeit vor uns liegt, da sind wir uns sicher. Aber wir sind alle auf dem besten Weg, mittlerweile. Für mich ist die Tagesklinik eigentlich auch wichtig, weil ich dort in einer Verhaltenstherapie lernen soll, mit einer an ADHS erkrankten Frau umgehen zu können.

Und jetzt benötige ich Hilfe, wo ich nicht mehr weiter weiß:
Aufgrund der Tatsache, dass meine Frau unwissend Informationen falsch aufgenommen und verarbeitet hat, und falsch weitergeleitet hat, gehen alle davon aus, ich hätte gerade selber eine psychische Krankheit, was aber bei mir nicht der Fall ist. Letzte Woche hab ich alleine gegen KiTa, der Familienhilfe und dem Jugendamt gegenübergestanden, und habe darum gekämpft, zwei Tage lang, das mein Sohn bei mir bleibt, weil alle Bedenken haben, ich könnte ihm ja keine stabile Umgebung bieten. Ich habe den Kampf gewonnen, der schwierigste meines Lebens.

Die Tagesklinik wurde darüber informiert, das ich dort lernen sollte mit Stress umzugehen. Hinzu kommt noch jetzt eine Verhaltenstherapie seitens meiner Frau. Meine Vergangenheit sah zwar nicht rosig aus, aber ich habe nix dergleichen was mich von dort beschäftigt, an dem ich arbeiten müsste. Ich habe zwar keine Eltern mehr, dennoch blicke ich positiv auf mein Leben zurück.
Es soll dort eine Diagnostik erfolgen, weil denen unerklärlich ist, woher ich diesen Weitblick habe, und auch das Feingefühl jahrelang mit so einer schwierigen Frau zu Leben. Sollte diese Diagnostik in Richtung einer labilen Krankheit hin tendieren, werde ich unseren Sohn in Obhut einer Pflegefamilie geben müssen.

Ich liebe meine Frau, und meine Kinder über alles, und ich bin wie ich bin, und jetzt weiß ich auch was ich genau bin.

Ich bin jener, der sich zu den 15-20% dieser Menschen zu zählen hat, die halt was Besonderes sind.

Aber ich denke die Tagesklinik wird es nicht so sehen…
Hak-kuH
 

Re: Ich hab HS,endlich, aber deswegen auch: HILFE !!!

Beitragvon ja » Fr 29. Mai 2015, 09:05

Hallo Hak-kuH,

ersteinmal ganz herzlich willkommen hier im forum!
zur info für dich, schnelle und persönliche antworten bekommst du direkt im 'kummerkasten' (ist weiter oben angepint),
wenn du dich tiefe in das forum einliast wirst du feststellen, das einiges der von dir benannten themen und gedanken hier thema sind. vielleicht ist ja etwas für dich dabei.


viel spass beim stöbern und entdecken wünscht dir,
ja.
weniger ist mehr

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+ ja ist im März 2017 nach langer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen +
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