Lärmempfindlichkeit

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon buster » Mi 10. Apr 2019, 16:49

Hallo an die Forenteilnehmer.

Ich empfinde Lärm ebenfalls als sehr störend. Leider lösen Kunden im Saturn-Markt, in dem ich arbeite, häufig den Alarm aus, wenn ein Smartphone zu weit von der Halterung entfernt wird. Es ist ein schriller Pieps-Ton, den ich bereits in ähnlicher Form von meinem Tinitus kenne. Das macht mich wahnsinnig. Vor allem, wenn ich mitten in der filigranen Reparatur eines Smartphones stecke. Die Arbeit als solches macht eigentlich Spaß. Mich macht der Lärm jedoch oft fix und fertig. Auch wenn viele Leute bzw. Kunden wild durcheinander reden, kann ich mich nicht davon distanzieren oder entfernen. Was macht ihr beruflich, wenn ich das fragen darf? Ich stelle fest, dass mir die momentane Situation auf Dauer gesundheitlich nicht guttut.

Liebe Grüße

Buster
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon Hortensie » Mi 10. Apr 2019, 18:07

Hallo buster,

herzlich willkommen hier im Forum. Damit der Thread zum Thema Lärmempfindlichkeit nicht zerpflückt wird, schau doch bitte bzgl. deiner Frage nach den Berufen anderer User mal in den Bereich "HS Arbeit und Ausbildung". Dort findest du den Thread "Als was arbeitet ihr?".

LG, Hortensie
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon Sassa68 » Sa 20. Apr 2019, 15:49

Hallo, ich habe seit 3 Wochen ohrgeräusche. Es wechselt sich ab zwischen Zischen und Klingeln. Ich bin ein Mensch der es am liebsten still hat. Schlafe auch nur mit ohrstöpseln seit Jahren und jetzt der Tinnitus. Ich Dreh durch und bin am verzweifeln. Ich weiss weder ein noch aus und merke dass ich depressiv werde. Ich versuche nicht dran zu denken und zu entspannen aber ständig dieses Theater im ohr. Geht es noch jemanden so? :-(
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon wassertropfen » Sa 20. Apr 2019, 23:47

Hallo Sassa68,
also bei Tinnitus würde ich mir gleich Hilfe suchen. Vielleicht gibt es einen Spezialisten in deiner Nähe (Psychologe)?
Ich glaube, dass es spezielle Yoga-Übungen bei Tinnitus gibt (Beispiele im Internet).
Hast du regelmäßiges Yoga schon probiert fürs allgemeine Seelenwohl?
Hab das für mich entdeckt und es hilft - allerdings ist eine gewisse Regelmäßigkeit wichtig, hab ich gemerkt. LG
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon DesdiNova87 » So 21. Apr 2019, 01:47

Sassa68 hat geschrieben:Hallo, ich habe seit 3 Wochen ohrgeräusche. Es wechselt sich ab zwischen Zischen und Klingeln. Ich bin ein Mensch der es am liebsten still hat. Schlafe auch nur mit ohrstöpseln seit Jahren und jetzt der Tinnitus. Ich Dreh durch und bin am verzweifeln. Ich weiss weder ein noch aus und merke dass ich depressiv werde. Ich versuche nicht dran zu denken und zu entspannen aber ständig dieses Theater im ohr. Geht es noch jemanden so? :-(


Ich empfehle dir dringend medizinischen Rat einzuholen. Ein HNO-Arzt dürfte als erste Anlaufstelle eine gute Wahl sein. Ich bin gerade ehrlich gesagt schockiert, das du schon 3 Wochen solche Symptome hast und dann noch in einem Internetforum nachfragst, statt zum Arzt zu gehen.
Ich will es natürlich nicht hoffen, aber solche schwerwiegenden Symptome können auf ernsthafte Krankheiten hinweisen und/oder die Ohrengeräusche können chronisch werden! Bitte tue es deiner Gesundheit zu liebe und begib dich in ärztliche Behandlung.

Gute Besserung.
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon songbird86 » So 21. Apr 2019, 11:57

^Ich habe einen Tiefton-Tinnitus, wenn ich einen verspannten Nacken habe. Es ist also nicht immer. Zum Glück kenne ich jetzt den Grund für das Brummen und was ich dagegen tun muss, wenn es mal wieder da ist.


Zum Thema:

Ich weiß nicht genau, wie lärmempfindlich ich bin. Es kommt auf die "Qualität" des Lärms an. Ich mag es zum Beispiel mal ganz laut Musik zu hören und ich liebe auch das Beben im Brustkorb, wenn auf einem Konzert das Schlagzeug losgeht.

Wenn aber ein Auto mit laufendem Motor in der Straße steht, aus dem "Utz utz utz" tönt und ich es von meiner Wohnung aus nur ganz dumpf wahrnehme und einfach nicht aufhört, regt es mich auch tierisch auf und beschäftigt mich. Oder eben so andere Geräusche aus der Nachbarschaft wie Hämmern, Autotüren-Geknalle, Kindergeschrei....

Auch auf Arbeit bringt es mich tierisch aus'm Konzept, wenn durcheinander gebrabbelt wird und man nicht mal sein eigenes Wort versteht.
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon Sassa68 » Mo 22. Apr 2019, 14:10

Danke ihr Lieben, natürlich war ich schon beim Arzt. HNO, ZahnArzt und noch zum Orthopäden. Kortison und Ginkgo wegen der Durchblutung und Schiene für nachts Wegen dem knirschen. Physio und Heilpraktiker wegen dem Nacken trotzdem wirkt nichts. Das macht mich irre. Ich will nicht mein restliches Leben mit diesem Ton leben...
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon Krümelkeks » Do 25. Apr 2019, 21:56

buster hat geschrieben:Hallo an die Forenteilnehmer.

Ich empfinde Lärm ebenfalls als sehr störend. Leider lösen Kunden im Saturn-Markt, in dem ich arbeite, häufig den Alarm aus, wenn ein Smartphone zu weit von der Halterung entfernt wird. Es ist ein schriller Pieps-Ton, den ich bereits in ähnlicher Form von meinem Tinitus kenne. Das macht mich wahnsinnig. Vor allem, wenn ich mitten in der filigranen Reparatur eines Smartphones stecke. Die Arbeit als solches macht eigentlich Spaß. Mich macht der Lärm jedoch oft fix und fertig. Auch wenn viele Leute bzw. Kunden wild durcheinander reden, kann ich mich nicht davon distanzieren oder entfernen. Was macht ihr beruflich, wenn ich das fragen darf? Ich stelle fest, dass mir die momentane Situation auf Dauer gesundheitlich nicht guttut.

Liebe Grüße

Buster


Den Alarm habe ich heute im Saturn zufällig auch gehört, das würde mich, um ehrlich zu sein, auch fertig machen, wenn ich den mehrmals am Tag ertragen müsste. Verstehe dich da voll und ganz. :-)

songbird86 hat geschrieben:Ich weiß nicht genau, wie lärmempfindlich ich bin. Es kommt auf die "Qualität" des Lärms an. Ich mag es zum Beispiel mal ganz laut Musik zu hören und ich liebe auch das Beben im Brustkorb, wenn auf einem Konzert das Schlagzeug losgeht.

Wenn aber ein Auto mit laufendem Motor in der Straße steht, aus dem "Utz utz utz" tönt und ich es von meiner Wohnung aus nur ganz dumpf wahrnehme und einfach nicht aufhört, regt es mich auch tierisch auf und beschäftigt mich. Oder eben so andere Geräusche aus der Nachbarschaft wie Hämmern, Autotüren-Geknalle, Kindergeschrei....


Das geht mir ähnlich. Laute Musik finde ich, sofern ich gerade Bock darauf habe, sehr angenehm und intensiv. Allerdings muss ich in der richtigen Stimmung sein und es muss die für mich richtige Musik laufen. Ansonsten kann mich das auch leicht überfordern.
Anders ist es bei "Krach". Es gibt auch bestimmte Geräusche, die mich extrem verrückt machen. Ich hasse es z.B., die Spülmaschine auszuräumen, weil ich das Schlagen von Porzellan auf Porzellan unglaublich anstrengend finde. Ebenso ist es bei Martinshörnern (wobei die mich auch schon nerven, wenn ich sie nur von Weitem höre) und Motorrädern. Wenn ein extrem lautes Motorrad an mir vorbei braust, ist das, als würde man einen großen Speer einmal quer durch meinen Körper jagen. Das macht mich echt wahnsinnig.
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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon wind-und-wellen » So 4. Aug 2019, 10:49

Hallöchen _Mij_

Gibts denn jetzt irgendwas Wirksames und Verträgliches bei Hyperakusis? U72(
Liebe Grüße von wind-und-wellen

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Re: Lärmempfindlichkeit

Beitragvon cindy sun » So 4. Aug 2019, 13:09

wind-und-wellen hat geschrieben:Gibts denn jetzt irgendwas Wirksames und Verträgliches bei Hyperakusis? U72(


Hallo wind_und_wellen,

das liegt daran, was du unter wirksam und verträglich verstehst.
Das Einzige, was mir zu schlimmsten Zeiten geholfen hat, und die waren wirklich schlimm, ist mich zu desensibilisieren, sprich, Geräuschen nicht aus dem Weg zu gehen.
Das habe ich in der Reha gelernt. Vorher habe ich mich nämlich immer weiter zurückgezogen, Geräusche immer mehr gemeiden. Je mehr ich mich jedoch in die Stille zurückgezogen habe, desto schlimmer wurde meine Hyperakusis. Genau DAS habe sie mir dann auch in der Reha gesagt.

Und so habe ich mich langsam wieder an Geräusche gewöhnt. Großen Lärm meide ich nach wie vor so gut es geht und wenn das nicht möglich ist, gönne ich mir danach eine Auszeit, sprich Ruhephase un mein Gehör zu regenerieren. Das geht mittlerweile viel schneller als zu Anfang. Inzwischen habe ich sogar ein Konzert von Santiano, und das war extrem laut, mit Ohrstöpseln und einem Erholungstag danach überstanden.

Ich wünsche dir gute Lösungen für dich.


LG, cindy
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