Maladaptives Tagträumen?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon kurenai » Fr 5. Dez 2014, 14:35

Hallo an alle. _Mij_

Schon seitdem ich ein Kind bin habe ich sehr intensive Tagträume. (Ich weiß, es gibt hier schon ähnliche Themen von Sabo und cyrill, aber ich würde die Thematik gerne etwas weiter führen.) Erst seitdem ich um meine Hochsensibilität weiß, mache ich mir viele Gedanken darüber, ob ein Zusammenhang zwischen meinen Tagträumen und HS bestehen könnte. Vor ein paar Jahren erst ist mir bewusst geworden, dass nicht alle Menschen solche intensiven Tagträume erleben. Für mich sind sie bis dahin so selbstverständlich und wie eine zweite Haut gewesen, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte ohne sie zu leben. Ich habe sehr komplexe innere Welten mit eigenen Charakteren geschaffen mit denen ich mich stundenlang beschäftigen kann. Sie sind alle von der Realität inspiriert, aber letztlich natürlich nur ein Abbild von mir selbst. Bis heute brauche ich diese Tagträume als Ausgleich, um mich zu entspannen, meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, Themen zu verarbeiten, die mich stark beschäftigen. Kurzum: Ich brauche meine Tagträume, um mich im Gleichgewicht zu fühlen.

Vor ein paar Tagen bin ich durch Zufall auf den Begriff "maladaptive daydreaming" gestoßen und habe mich in den Beschreibungen von anderen Betroffenen komplett wiedererkannt. Wie schön, dass das Ganze einen Namen hat und andere ähnliches erleben!, war mein erster Gedanke. Was mich jedoch beunruhigt hat, war die Klassifizierung des "maladaptiven Tagträumens" als psychische Störung (daher auch das englische Kürzel MDD – "maladaptive daydreaming disorder"). Dabei ist anzumerken, dass dieses Feld offenbar noch nicht viel erforscht wurde und der Begriff selbst sehr jung ist. Dies war der erste Artikel, den ich zum Thema gelesen habe: http://www.psych2go.net/maladaptive-day ... e-harmful/
Des Weiteren habe ich einen Support-Blog gefunden, der auch nochmal erklärt, was unter MDD zu verstehen ist: http://maladaptivedaydreamingsupport.tumblr.com/ (Es gibt noch einige andere Blogs zum Thema...)

Ich fasse die wichtigsten "Symptome", die dort aufgeführt werden, frei zusammen:
- Das exzessive Tagträumen beginnt häufig in der Kindheit.
- Die Tagträume sind so exzessiv, dass sie häufig mit einer Sucht verglichen werden können.
- Bücher, Filme, Musik, Videospiele und andere Medien können ein Auslöser/Verstärker für Tagträume sein.
- Die Tagträume sind oft detailliert und ausgefeilt.
- Üblich sind repetitive Bewegungen während des Tagträumens (aber nicht immer präsent), z.B. durch den Raum schreiten.
- Manche Betroffene liegen stundenlang tagträumend im Bett und haben deshalb entweder Schwierigkeiten schlafen zu gehen oder Schwierigkeiten aufzustehen, obwohl sie wach sind, weil sie ihren Tagträumen nachhängen. Es kann aufgrund des exzessiven Tagträumens zur Vernachlässigung grundlegender Bedürfnisse, z.B. regelmäßiger Mahlzeiten, kommen.
- Manchmal reden, lachen, weinen, gestikulieren (etc.) Betroffene während des Tagträumens.
- Die Betroffenen kennen den Unterschied zwischen Tagträumen und Realität und vermischen diese nicht.

Die Gründe für maladaptives Tagträumen können in traumatischen Erfahrungen liegen, die durch das Träumen kompensiert werden. Ich habe den Eindruck, dass man erst von einer Störung spricht, wenn der Betroffene das Gefühl hat, dass das Tagträumen einen negativen Einfluss auf sein alltägliches Leben hat.

Zugegebenermaßen habe ich mich in all diesen Punkten wiedergefunden. Jedoch habe ich dieses Verhalten noch nie als Problem wahrgenommen, da ich es ja brauche, um mich wohl zu fühlen. Dann bin ich eben süchtig nach Tagträumen – ist das wirklich so problematisch?
Ich finde mich nämlich genau in dem Punkt der Traumakompensation nicht wieder. Es ist viel mehr eine Gewohnheit, die ich von Kindesbeinen an schon immer mit mir herumtrage. Ich würde mich im Alltag sehr furchtbar langweilen, wenn ich mich dazu zwingen würde, die Tagträume zu unterdrücken. Obwohl ich also kein Trauma durchlebt habe, kann ich an mir dennoch sehr gut beobachten, dass das alles eine Form der Kompensation ist. Eine Kompensation der täglichen Realität, die einfach niemals so gefühlstief, durchdacht und sinngebend sein kann, wie meine Träume. Ich bin sehr idealistisch und perfektionistisch, was dazu führt, dass ich mir in Anbetracht der Weltgeschehenisse, die mich gedanklich beschäftigen, ohnmächtig und klein vorkomme. In meinen Tagträumen spiele ich meistens eine zentrale Rolle dabei, wichtige Probleme zu lösen und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Irgendwie arbeite ich in der Realität ja auch darauf hin, aber das ist alles noch ziemlich weit entfernt und ich fühle mich von so vielen Menschen missverstanden oder einfach nicht als die Person gesehen, die ich tatasächlich bin (oder gern wäre). In meinen Tagträumen gibt es diese Missverständnisse nicht oder aber sie sind so konzipiert, dass ich zu ihrer Lösung beitragen kann (denn ich hab sie selbst erschaffen). Es spielt auch keine Rolle, wie viele Freunde ich im wahren Leben im Moment habe. Das Gefühl tiefer Verbundenheit fehlt mir eigentlich immer. In so gut wie jeder sozialen Situation spielt man eine bestimmte Rolle und jeder kann nur einen Ausschnitt meiner Persönlichkeit erleben, aber nie all die Emotionen, die tatsächlich in mir schlummern und nur in meinen Tagträumen Ausdruck finden. Wahrscheinlich ist das ein Nebeneffekt von starker Introversion. In dieser Hinsicht fühle ich mich sehr einsam, selbst wenn ich mit Menschen zusammen bin, die mich mögen und sich für meine Belange interessieren. Ich brauche meine Tagträume, damit ich nicht den Dialog mit mir selbst verliere. Denn nur dadurch kann ich mich auf eine unbeschreibliche Weise sehr stark mit mir selbst verbunden fühlen.

Ich würde gern eure Gedanken dazu lesen, vor allem zum Tagträumen allgemein.

Wem geht es ähnlich?
Denkt ihr, es gibt einen Zusammenhang zwischen Tagträumen und HS?
Ab welchem Punkt sind Tagträume eher kontraproduktiv? Findet ihr die Klassifizierung von Tagträumen als Persönlichkeitsstörung (unter dem Begriff MDD) angebracht? Wäre es nicht sinvoller, zwischen Tagträumen als Traumakompensation und Tagträumen als Persönlichkeitsmerkmal (?) zu unterscheiden?

Das sind die Fragen, die mich im Moment am meisten interessieren. icon_winkle
Zuletzt geändert von kurenai am Fr 5. Dez 2014, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Susa » Fr 5. Dez 2014, 21:26

Hallo kurenai,

ich bin auch so ein Tagträumer. Obwohl ich von dem Begriff "maladaptives Tagträumen" bisher noch nie gehört habe. Interessant, dass es jemand betitelt hat und sogar krankhaft sein kann...
was mich angeht, verliere ich mich auch seit Kindesbeinen an gern in Tagträumen. Das ist für mich Entspannung, sowie andere vielleicht autogenes Training oder ähnliches anwenden. Früher dachte ich auch immer, dass ist normal und macht jeder, aber dem war nicht so. Hab schon mal überlegt, darauf zu verzichten, aber da würde mir was fehlen. Ich denke, solange man die Realität nicht vernachlässigt, ist es nicht krankhaft und nicht bedenklich.
Bücher müssen schwer sein, weil die ganze Welt in ihnen steckt. (Cornelia Funke: "Tintenherz")
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Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Pia138 » Sa 6. Dez 2014, 09:27

Das trifft sehr stark auf mich zu. Leute, die mich kennen, sagen, ich würde sehr oft in einer ganz anderen Welt leben. Das ist auch der Grund, warum ich es gar nicht nötig habe, in ferne Länder zu reisen. In meiner Phantasie ist alles möglich, ich kann sogar fliegen. Ich weiß, es klingt absurd, aber es bereitet mir wirklich große Freude. Aber von maladativem Tagträumen habe ich noch nie etwas gehört.

Und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass diese exzessive Form des Tagträumens Teil von HS ist.
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Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon TinaL. » Sa 6. Dez 2014, 16:44

Die Tagträumerei kenne ich auch schon von der Kindheit her. Auch in meiner langen unglücklichen Ehe, habe ich mich oft in Tagträume geflüchtet.
Seit einigen Jahren hat es aber fast aufgehört, denn ich lebe nun endlich so, wie ich möchte (zumindest annähernd). Es gibt jetzt wohl keinen Grund mehr, mich aus der Realität wegzuträumen.
Habe schon öfters davon gelesen, dass das Tagträumen zur HS gehört. Finde es nicht bedenklich, solange man trotzdem am "wahren Leben" teilnimmt.

Gruß
Tina
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Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon cyrill » Sa 6. Dez 2014, 23:36

Hallo Kurenai,
Ich würde mich auch dazuzählen. Ich habe diese intensiven Tagträume schon seit ich denken kann und habe sie mit der Zeit immer mehr weiter entwickelt. Meistens nutze ich auch Musik um meine Tagträume zu intensivieren. Oft bin ich so versunken in meinen Träumen das ich auch noch meinen Kopf bewege als würde ich etwas in der echten Welt sehen _läch_ .

Meine Charaktere sind auch bei mir alle Teile meiner Selbst, häufig stelle ich mir vor wie ich in unzählige verschiedene Personen zersplittere.
Die Tagträume sind für mich wie eine Medizin, immer wenn es mir schlecht geht finde ich in meiner Traumwelt Trost und komme aufgeladen mit neuen Lebensmut wieder heraus. Ich könnte mir mein Leben ohne Tagträume einfach nicht vorstellen.

Liebe Grüße
Cyrill
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Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Miss Blackbird » So 7. Dez 2014, 00:27

Hallo Kurenai,

ich kenne diese Tagträume ebenfalls, habe aber auch noch nie von dieser Bezeichnung gehört. Ich glaube, dass dieses "maladaptive Tagträumen" in Verbindung mit oder auf Grund psychischer Störungen gemeint ist. Wenn man sich in Folge der Träume auf nichts anderes mehr richtig konzentrieren kann und somit Probleme in der Alltagsbewältigung hat.
Ich finde mich aber sehr in dem wieder, was du geschrieben hast. Ich habe diese Träume auch seit der Kindheit. Und klar ist das eine Kompensation von Mängeln die man hat,Dinge die in der realen Welt nicht erfüllt werden oder erfüllt worden sind. Gerade für HSP ist es schwierig jemand zu finden, mit dem man all seine Gedanken und Gefühle teilen kann, ich glaube die wenigstens Leute haben so jemanden. Und die daraus entstehende oder eher gefühlte Einsamkeit verleitet einen zu solchen Träumen. Eine Nicht-HSP wird einem das alles niemals geben können, oder zumindest mir nicht geben können. So wie ich in meinen Träumen fühle, fühle ich in der Realität nur selten, eben auch weil die meisten Menschen anders sind. Wenn man mehr fühlt als andere, hat man dementsprechend auch eine andere Messlatte und es wird schwieriger diesem Anspruch gerecht zu werden. Deshalb ist diese Tagträumerei für HSP so typisch, weil sich die Meisten von ihnen einsamer fühlen als der Rest der Menschheit. Und solange das so sein wird, wird man auch weiter träumen...
Ich finde das jetzt auch nicht so schlimm oder bedenklich, es sei denn man bekommt nix anderes mehr auf die Kette und dämmert nur noch so vor sich hin...Die Häufigkeit der Träume variiert bei mir auch ständig, habe zudem bei mir festgestellt, dass es auch zyklusabhängig ist. Wenn ich prämenstruelle Depressionen habe, kommt es häufiger vor...
Ich glaube nicht, dass bei Tagträumen generell eine Persönlichkeitsstörung oder ein Trauma zu Grunde liegen muss. Zumindest Phantasien hat doch jeder Mensch mehr oder weniger (und da wollen wir glaub ich gar nicht genau wissen, was sich in manchen Köpfen für Abgründe auftun...) und das ist ja auch eine Form von einem Traum. Für mich haben diese Träume ganz klar was mit HS zu tun und mit Mängeln die dadurch zu kompensieren versucht werden.

Viele Grüße
M B
Miss Blackbird
 

Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Motorbiene » Mi 10. Dez 2014, 09:16

Das Tagträumen kenne ich auch, würde es bei mir allerdings nicht als krankhaft bezeichnen.

Fing bei mir als Kind schon an, daß ich mir eine eigene Welt aufgebaut habe mit Freunden, die ich in der "echten" Welt so nicht fand. (Wohl bedingt durch meine Außenseiterposition.) Freunde eben, die mich so akzeptieren, wie ich bin. Diese Freunde sind bis heute mit mir "mitgewachsen". Aber "da" sind sie nur, wenn ich allein bin. Wenn ich mit meinem Liebsten was unternehme, habe ich das Bedürfnis nicht, die anderen Freunde um mich zu haben. (Letztendlich hat jeder von denen auch sein eigenes Leben ;-) )

Diesen Freunden konnte ich immer mein Herz ausschütten, sie hatten (und haben) gute Ratschläge und bringen mich zum Lachen. (Wie gesagt, nur wenn ich allein bin.) Ist und war für mich im Grunde immer Entspannung, sie um mich zu haben.

LG,
Motorbiene
Motorbiene
 

Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Miezi » Do 11. Dez 2014, 18:33

Hallo.

Ja, ich kenne das auch. Auch seit der Kindheit.
Okay, ich muss dazu sagen, dass ich komplex traumatisiert bin (dazu habe ich eine DSNNS) und das damals schon eine gute Lösung war, eine heile Welt zu haben. Auch waren (und sind) da wesen, mit denen ich mich besprechen konnte/ kann.
Ob es jetzt einen Zusammenhang mit HSP gibt, kann ich nicht sagen; aber sicherlich einen Zusammenhang zur kPTBS.
Interessant ist auch (ja, ich kenne mich mit den Traumasachen besser aus als mit HSP), dass diese Art von "Träumen" auch in der Traumatherapie als sogenannte Imagination eingesetzt wird, um z.B. dem Schrecken zu entfliehen. Also mit einem Trauma macht man automatsch schon das Richtige, wenn man sich im Inneren eine angenehmere Welt schafft.
Aber als HSP könnte es sehr ähnlich sein; denn oft ist ja auch da die Außenwelt recht anstrengend- und warum nicht auch da einfach ins Innere fliehen? Sinn machen würde das schon.

Also auf jedenfall hab ich das auch und hab früher ehr immer gedacht, dass das doch mal aufhören müsse, weil ich ja nicht mehr Kind bin. Aber ich kann nicht ohne und würde mich dann wohl oft sehr unwohl fühlen.

Und in Bezug auf krankhafte Tagträume denk ich, dass dies ehr so gemeint ist, dass sie einen beim Tagesablauf dauerhaft behindern... ich kann z.B. nicht Auto fahren, wenn ich ein Hörspiel (ist ja auch so ähnlich wie "normale" Tageträume) an habe- ich seh dann so stark die Bilder in der Geschichte, dass ich die Strasse nicht mehr komplett wahrnehmen kann... wenn sowas von der Art her fast nur noch auftreten würde ohne irgendein äußeres Zutun ist das sicherlich krankhaft.
Miezi
 

Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Fortunately » Sa 13. Dez 2014, 11:53

Ich tagträume auch schon seit meiner Kindheit, stand aber nie selbst im Mittelpunkt dieser Tagträume, sondern habe Charaktere erfunden - die natürlich Teile meiner Selbst repräsentierten, wenn auch unbewusst.

Als Kind habe ich mir sogar laut selbst Geschichten erzählt, bis ich mal dabei "erwischt" worden bin, danach habe ich das nur noch lautlos gemacht. Ich habe mir oft Geschichten erzählt oder Tagträume gehabt, wenn ich gelangweilt war, z.B. auf langen Autofahrten. Oder vor dem Einschlafen.

Ich muss dazu sagen, dass ich immer Spaß daran hatte, mir Geschichten auszudenken, die habe ich dann im Teenageralter auch begonnen aufzuschreiben - später wurden das dann teilweise auch Romane.

Ich schätze, solange man das Tagträumen nicht zu exzessiv betreibt, ist das nicht krankhaft, sondern einfach ein Zeichen für viel Phantasie.

Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass Tagträumen zur Verarbeitung seines Alltags sogar hilfreich sein kann, z.B. wenn man zukünftige Ereignisse im Geiste schon mal durchspielt, wie Prüfungen, Vorstellungsgespräche o.ä.

Heute mache ich das nur noch vor dem Einschlafen - es hilft mir sogar beim "Abschalten", ansonsten bei "Traumreisen" (also der Entspannungsmethode) oder wenn ich mir Szenen für eine Geschichte ausdenke oder diese vor dem inneren Auge ablaufen lasse.
Fortunately
 

Re: Maladaptives Tagträumen?

Beitragvon Kenruem Satouzaki » Di 27. Okt 2015, 23:25

Hallo erstmal, ich hab genau das gleiche : denn ich bau mir aus Tagträumen Welten zusammen und wenn ich andere frage ob sie das gleiche haben gucken sie mich nur komisch an . Bei mir fing es an seit ich denken kann und ich hab es nie als großes Problem angesehen da ich es wahnsinnig praktisch finde wenn der schul unterricht (wie immer) sehr langweilig ist da ich mich ganz einfach in meine von mir gemachte Welt zurück ziehen kann . Ich brauche das Tagträumen auch da ich ansonsten sehr nervös werde wenn ich mit anderen menschen (egal wie viele; egal wer) rede oder sonst irgendwas mache und ich auch sonst auch nervös werde wenn ich nicht Tagträume . Zu den Tagträumen ansicht : denke ich auch immer daran das ich die Hauptfigur bin und die Welt rette und irgendwas cooles mache (bei mir halt in einem Videospiel ,Manga oder Anime ) und ich muss sagen ich LIEBE es da ich mich dort auch mal wichtig fühle und gebraucht was im "Realen" leben nicht so der Fall ist so sehe ich Maledaptives Tagträumen als Segen (ich bin Atheist) an anstatt einer Krankheit oder Störung . Ich hatte mal eine schwere Depression und das Tagträumen hat mir mehr als alles andere geholfen. auf jeden Fall bin ich jetzt sehr glücklich da es mehr Leute gibt die das gleiche haben und können.
PS: cooler Name Kurenai-sensei _thum_
Kenruem Satouzaki
 

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