Schlafstörungen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Schlafstörungen

Beitragvon René1987 » So 15. Jan 2012, 22:51

Da das gleich für mich wieder eine unerfüllbare Aufgabe sein wird, würde ich gerne mal darauf ansprechen.

Ich kann nicht einschlafen.
Ich lege mich ins Bett, da ich um 6 auf der Arbeit sein muss. Das ist für mich ein Zwang. Ich denke dann die ganze Zeit ich will aber nicht. Jeden Abend geht mir alles durch den Kopf, was mir fehlt und womit ich unzufrieden bin. Ich kann einfach aufs verrecken nicht abschalten und habe das Gefühl, das es noch so viele Dinge gibt, die ich hätte tun und erleben müssen. Dann werde ich manchmal sogar sauer darüber und dadurch wieder hellwach. Manchmal zieht sich das bis in die Nacht rein. Wenn ich schlafen kann, erhole ich mich nicht. Morgens bin ich dann total zerrissen.

Hat das auch was mit Hs zu tun?
René1987
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon bumblebee » So 15. Jan 2012, 23:02

Kann, aber nicht zwingend muss. Geht auch nichthsp so, die dann halt "oberflächlichere" (für sie persönlich schwerwiegende) Sorgen haben oder gar wirklich schwere Sorgen haben. Du hast ja auch eine Sorge und zwar scheinst du unzufrieden mit deiner momentanen Situation, wenn ich das vermuten darf. Arrangieren oder verändern helfen dir, wieder Schlaf zu finden. Frage dich, "was kann ich nicht verändern oder was glaube ich nur nicht verändern zu können?" "habe ich vielleicht angst, dass es nicht richtig ist, etwas zu verändern?" "aber wenn alles richtig wäre, warum kann ich dann nicht einschlafen?" Ich konnte zumindest an mir beobachten, dass ich nur dann Einschlafstörungen hatte, wenn mich etwas mehr beschäftigte, als mir lieb war. Das ist immer ein Zeichen, dass etwas verändert werden sollte. Entweder seine Einstellung oder der Weg, auf dem man sich befindet. HS kann Schlafstörungen begünstigen, wenn man eben eine große Anlage zum Grübeln hat oder auch, wie ich zb oft aufwache, aufgrund von akustischen Reizen, heftigen Träumen usw. Man kann unterteilen in Einschlaf, Durschlaf- und Aufwachstörungen. Letzteres ist aber eher Narkolepktikern zuzuschreiben. Man denkt, man ist wach, träumt aber noch oder man hat eine Schlaflähmung im Wachzustand. Letztere Anteile musste ich auch schon erleben.
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon Siggi » So 15. Jan 2012, 23:09

Hallo Rene,

das kann schon sein.
Mir geht es ähnlich, wenn mich etwas belastet.

ich sage beim ablegen der Kleider immer zu meinen Kleidern:

Vorname, da liegt dein Äußeres, da sind jetzt auch deine Sorgen und Gedanken. Dein Körper aber braucht Ruhe.

Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad bei mir, wenn Liebe oder starkes Unrechtsbewusstsein mit ins Spiel kommt , geht es nicht mehr, aber im "normalen" Alltag ist es zum Ritual geworden das zumindest für mich funktioniert. Wenn die Gedanken kommen, sag ich es einfach nochmals. Irgendwann brauchst du es nicht einmal mehr zu sagen, der Gedanke reicht...

Probiers mal aus, vielleicht hilft es dir ja auch.

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Re: Schlafstörungen

Beitragvon René1987 » So 15. Jan 2012, 23:20

Vielen danke2 für den Tipp,
Ich geb mir Mühe _grin_
René1987
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon ellen71 » Mo 16. Jan 2012, 08:46

Mein Tipp: Notizbuch neben das Bett legen und Wichtiges aufschreiben. Dann musst du es nicht mit in den Schlaf nehmen.
Beobachte mal deinen Biorhythmus. Wieviele Stunden Schlaf benötigst du?
Wichtig sind regelmäßige Zeiten (Rituale), also immer zur gleichen Zeit hinlegen und zur gleichen Zeit aufstehen.
Umfeld im Schlafzimmer checken: zu warm/zu kalt, Matratze drückt, Bettdecke unangenehm, Radiowecker surrt, Wanduhr tickt, Partner daneben schnarcht ständig usw.
Störfaktoren ausschließen _bash_ (so in etwa _grin_ )

Ab 17 Uhr nichts Schweres mehr essen! Lieber mal eine warme Milch mit Haferflocken. Wärmt von innen.
Lavendelbad nehmen, Lavendelkissen zum Schlafen. Lavendelöl auf die Stirne.
Keine laute Musik hören oder lange Radiosendungen.
Beim ersten Müdigkeitsimpuls sofort ins Bett gehen! Dann klappts auch mit dem Einschlafen.
Wünsche allen einen schönen Herbst! Ozapft is!
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Re: Schlafstörungen

Beitragvon hope2010 » Di 17. Jan 2012, 14:40

Mir geht es auch so. Ich liege im Bett, bin wirklich Müde, aber kann einfach nicht einschlafen. Mir gehen dann so viele Gedanken durch den Kopf, alles erlebte vom Tag oder sogar auch von vergangenen Tagen. Ich würde so gerne abschalten, aber es geht einfach nicht.

Ich brauche teilweise bis zu 3 Stunden bis ich eingeschlafen bin. Ich weiß auch nicht wie ich das abschalten kann. Ich würde gerne mal erleben mich ins Bett zu legen und nach 15 minuten zb. einfach einschlafen. _nüxweiss_
hope2010
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon Raven » Di 17. Jan 2012, 15:12

Das kenne ich auch, ich brauche mindestens ne Stunde um einzuschlafen, wenn nichts außergewöhnliches gewesen ist, sonst länger. Mittlerweile plane ich die Zeit schon mit ein. Wenn ich weiß, dass ich noch weggehe und erst spät wieder da bin, nehme ich mir bewußt die Zeit fürs Nachdenken, bevor ich mich hinlege. _gruebel_

Meine Schwester hat mir mal autogenes Training empfohlen, ich habe es aber noch nie versucht. Hat einer von euch damit schon mal Erfahrung gemacht? _hüüh_
Raven
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon hope2010 » Di 17. Jan 2012, 16:00

Autogenes Training? Kenn ich auch noch nicht.Was genau wird da gemacht?
hope2010
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon René1987 » Di 17. Jan 2012, 16:29

http://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training

Schön, dass ich nicht die einzige Person, mit dem Problem bin. Meistens erinnert mich das, was gerade nicht gut ist auch noch an die Dinge, die schon vor nem Jahr oder so passiert sind. Dann überlege ich, was da schief ist und warum.

Was so Dinge wie autogenes Training angeht... Da muss man sich drauf einlassen können. Das geht bei mir garnicht. Ich empfinde auch keine Entspannung, wenn ich Tee trinke. Ich werde von Kaffe nicht wach. Und so weiter!

Keine Ahnung, warum das so ist.

Schönen gruß
René1987
 

Re: Schlafstörungen

Beitragvon Tabea » Mi 18. Jan 2012, 21:07

Lieber René,

ich kann sehr gut verstehen was du erzählst.
Schlafstörungen sind auch bei mir etwas was ich lange versucht habe in den Griff zu bekommen. Diese ganzen Gedanken und Gefühle des Tagens, die in mir rumschwirren wenn ich versuche zur Ruhe zu kommen, sind oft fast nicht zu unterbrechen und auszuhalten. Es ist wie ein Karusell - fast keine Möglichkeit auszusteigen wärend der vollen Fahrt :-)
Da ich ein gläubiger Mensch bin hilft mir das Beten vor dem Einschlafen sehr! Oftmals schlafe ich mitten dabei ein... sehr angenehm.
Aber natürlich ist dies etwas, womit der eine mehr oder weniger anfangen kann.
Auch ich kenne das, wenn ich über dinge nachdenke die vor Jahren passiert sind, bei denen ich dachte sie wären schon längst abgeschrieben. Und dann tauchen sie plötzlich auf. Meist Dinge, die ich irgendwie noch nicht habe mit den Menschen besprechen können, oder die ich mir selbst irgendwie unterbewusste nicht verzeihen kann.
Ich denke jeder muss leider seinen eigenen, oft mühsamen Weg finden damit zurecht zu kommen. Wahrscheinlich braucht jeder etwas anderes um zur Ruhe zu kommen, je nachdem was im gut tut.
Zwar bin ich auch ein Mensch, der sehr stark auf Geräusche reagiert, dennoch hilft mir beim Einschlafen oft auch eine schöne Geschichte zu hören. Über meinen MP3 Player, ganz leise, höre ich Hörbücher. Eine schöne Geschichte und eine ruhige, angenehme Stimme helfen mir dann oft ganz leicht in den Schlaf.
Das zuhören lenkt mich ab, von oft sinnlosen und negativen Gedanken. Es hilft mir, mich auf etwas ruhiges zu konzentrieren und dabei selbst ruhig zu werden.

Alles gut für dich
Tabea
Tabea
 

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