Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Ni8ke » Mi 2. Aug 2017, 11:37

Habt ihr das auch oft? Das ihr ein schlechtes Gewissen habt, obwohl es nicht nötig wäre oder den Drang euch für etwas oder die Wahrheit zu entschuldigen, obwohl die Worte, die ausgesprochen wurden, echt mal nötig waren?
Mir geht´s in letzter Zeit oft so. Dann ringe ich mit mir selbst. Teufelchen vs. Engelchen. Der Engel, der sagt, man hätte es besser verpacken können oder es erst gar nicht aussprechen sollen. Der Teufel, der sagt, es war doch die Wahrheit, wieso sollte ich mich dafür schämen und meine Gefühle zurück stecken. Kennt ihr das?
Klingt evtl doof, aber ich find den Teufel in dem Spiel sympatischer :-) nur leider krieg ich den Engel nicht ganz raus.
Beispiel:
Jedes mal, wenn ich auf meine Neffen/Nichten aufpasse, hab ich und das Kind (4,5) kein Problem damit, die Windel weg zu lassen. Im Gegenteil. Voller Stolz, wenn´s auf dem Klo funktioniert. Dann Auftritt Mutter: entweder sie fragt sofort *wo ist denn deine Windel* oder das Kind macht sie aufmerksam. Klar, durch die Windel, bekommt es von Mami die Aufmerksamkeit, die es sucht (traurig :-( ). Sofort ist die Windel wieder drauf. Mir rutschte es wirklich raus, wahrscheinlich, weil ich mit der Situation überladen war. Das man dann eben bis 7 in die Windel sch...t. Hauptsache bequem (Mami war damit gemeint). Von ihr kam nix. Sie wird lästern, das weiß ich, das ihr Recht und stört mich auch nicht. Ich weiß, es wahr die Wahrheit, die ich sagte und das es längst fällig war, das es laut ausgesprochen wird, aber kaum daheim angekommen, tauchen die zwei Kontrahenten auf meinen Schultern auf und fangen an zu diskutieren. Und das läuft immer so ab. Egal bei wem es geht. Wieso kann ich nicht oder generell kann man nicht einfach das Gesagte ruhen lassen und dazu stehen?
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Morgentau2 » Mi 2. Aug 2017, 13:13

danke2 Du sprichst mir aus der Seele.......mich blagt auch bei allem, wenns auch die Wahrheit war, ein schlechtes Gewissen...nur siegt bei mir wohl immer das Engelchen denn ich entschuldige (pardon ich bitte um Entschuldigung) immer wenn etwas war.....ich glaube ich habe ein kleines Problem damit weil es echt häufig vorkommt wegen jeder klitzen Kleinigkeit ich glaube manchmal würde ich für meine reine Existenz um Entschuldigung bitten.....

Wieso wir das nicht so stehen lassen können liegt vermutlich an einem erhöhten Harmoniebedürfnis zumindest ist das bei mir der Fall. Ich hasse Streit und ich hasse es wenn jemand sauer auf mich ist weshalb ich so schnell wie möglich wieder Harmonie herstellen möchte und dazu bitte ich eben um Entschuldigung. smasz

Mehr fällt mir gerade dazu nicht ein ich hocke aber auch noch auf Arbeit. smuld
Gott gebe mir Gelassenheit,
hinzunehmen, was nicht zu ändern ist.
Mut, zu ändern, was ich ändern kann.
Und Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden.

_angel_
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon DesdiNova87 » Mi 2. Aug 2017, 16:32

Das kommt bei mir auch immer mal wieder vor. Oft habe ich mich dann entschuldigt, aber wenn mir dann im Nachhinein klar wurde, dass die Entschuldigung nicht nötig gewesen wäre, dann komme ich mir noch dämlicher vor. Deshalb versuche ich es inzwischen meist einfach dabei beruhen zu lassen, bei mir entschuldigt sich auch nicht dauernd jeder, also was solls. Nach ein paar Tagen lässt das schlechte Gewissen dann nach.
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Draconia Cala » Mi 2. Aug 2017, 18:57

Hi,
ich denke das solche Gedanken oder das Entschuldigen wirklich mit dem Harmoniebedürfnis zu tun haben.
Denn wenn du Menschen evtl vor den Kopf stößt mit Dingen hat man irgendwo Angst, den Menschen deswegen zu vergraulen. Das der sich von dir abwendet.
Grade schlimm bei den Menschen die man mag.

Ist zwar jetzt kein Streit, aber passt zum ersten Post... ein Freund von mir musste seinen Hund einschläfern und mir geht das entsprechend nahe.
Vor allem weil ich ihm keine Hilfe bzw kein Beistand sein kann. Obwohl ich grade nicht weiß, ob er lieber alleine wäre oder froh wäre, wenn sich doch jemand nach seinem Befinden erkundigt... trau mich auch irgendwie nicht ihm zu schreiben. Obwohl er sonst auch immer antwortet. Is so´n Ding eben.
Also hab ich ihm geschrieben, dass mir das so leid tut und wenn ich was für ihn tun kann, mein Handy wäre immer an.
Ich weiß aber, das er sich so von selbst nicht melden wird. Da is er nicht der Typ für und die sensible Seite versteckt er ganz gern.
So kam dann später auch die Engelchen/Teufelchen Situation in meinen Kopf. Das ich hätte besser schreiben sollen, ich wäre für ihn da, wenn er mich braucht.
Mir kam die Formulierung...mein Handy is immer an, (soll er sich halt melden) im Nachhinein zu distanziert vor. Weil es nicht wirklich ausdrückte was ich meinte.

Das ist ganz oft mein Dilemma in solchen Dingen. Ich möchte nicht so gleichgültig klingen oder sein wie andere Menschen die in so einem Fall sagen....tut mir leid mit deinem hund....die es halt nicht wirklich betrifft, berührt, nicht wirklich interessiert...was auch immer. Ich würde dann gern auch ausdrücken können wie ich mich fühle, kann oder will das manchmal aber auch nich. weil ich denke damit die Leute zu verschrecken.


Das ich mich am liebsten für meine bloße Existenz entschuldigen möchte, habe ich besonders, wenn ich meine Wünsche äußere oder äußern soll und der Wunsch entweder abgelehnt wird oder sonst irgendwie "komische" Reaktionen hervor ruft.
Denk mir dann oft....wieso hab ich überhaupt gefragt. Tut mir leid das ich auch n Lebewesen mit wünschen und Bedürfnissen bin. So etwas in der Art.
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Mi 2. Aug 2017, 19:57

Hallo,

zuerst mal: die Geschichte mit der Windel finde ich super; die Fratzen können froh sein, dass sie so eine Tante (oder Onkel?) haben!

Und ja, ich kenne auch die zwei komischen Gestalten in mir: das weiß-geflügelte Harmoniewesen, das niemandem zu nahe treten will und andrerseits den aufrechten Ritter, der auch immer gerne sagen will, was Sache ist. Und ich dazwischen: mal mault der eine "Hättste was gesagt, ist doch deine Meinung", mal mosert der andere "Hättste mal besser nichts gesagt, jetzt haste vielleicht wieder jemanden brüskiert."

Irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, dass man die beiden unter einen Hut bringen muss und sich am besten nicht komplett für einen entscheidet. Wenn mir was wichtig ist, sage ich es, auch wenn mein Harmoniewesen jammert, und wenn mir was nicht so wichtig ist, lasse ich es, auch wenn der Ritter mit mir schimpft. Ein mieses Gefühl hat man also einfach in jedem Fall, also entscheide ich eben nach der Wichtigkeit. Und Ton und Musik, wie man was sagt, sind ja auch noch ein Thema.

@ Draconia: Ich glaube, ich würde deinem Freund mit dem Hund noch mal schreiben, vielleicht ist es ihm ja doch ein Trost, dass du da bist?

Schönen Abend an euch!
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Draconia Cala » Do 3. Aug 2017, 08:58

Morgen,

ich finde es schlimm, dass Kinder in so einer Art behandelt/erzogen werden. Wenn ich keine Lust auf Kinder habe, sollte ich auch keine kriegen, wenn es mir zu anstrengend ist oder ich bekomme zumindest nicht noch ein zweites. So einfach finde ich das.
Was dich, Ni8ke, dabei wohl nicht in Ruhe lassen wird, ist wohl weniger das gesagte direkt oder ob es richtig oder falsch wart das zu sagent, sondern dass du im inneren weißt, wie es für das Kind weiter laufen wird. Und auch durch diese durchaus nachvollziehbare Aussage von dir, wird sich nichts ändern. Die is brüskiert über dich, aber sie findet den Fehler nicht selbst.

@ Anima,
hab ihm auch noch mal geschrieben. Und es kam genau die Antwort die ich erwartet habe _yessa_
Er hat sich bedankt, dass ich das gesagt habe und es sehr lieb von mir wäre. Aber, er würde das wie immer mit sich selbst aus machen.
Hab ihm geantwortet, dass ich ihn ja kenne, dass das auch völlig ok ist. Ich ihn zu nichts zwinge was er nicht möchte. Das ich es aber genau aus diesem Grund gesagt habe. Es soll für ihn eine Option sein, die ihm jeder zeit offen steht.

Ich mache auch viele Dinge mit mir selbst aus. Und obwohl ich dann für mich sein will, würde ich mir dennoch manchmal wünschen, dass jemand einfach von sich aus fragt oder einfach nur sagt...wenn´s dir schlecht geht, ich bin da...auch wenn ich die "Hilfe" in dem Moment für diese Problematik nicht annehmen möchte. Aber das überhaupt jemand fragt, vermittelt wenigstens das klitze kleine Gefühl, dass da irgendwo jemand sitzt, dem du nicht egal bist...naja.
Und da ich das für mich weiß, versuche ich das irgendwie weiter zu geben. Besonders an ihn, weil wir da einfach sehr ähnlich ticken.

DesdiNova87 hat geschrieben:....Deshalb versuche ich es inzwischen meist einfach dabei beruhen zu lassen, bei mir entschuldigt sich auch nicht dauernd jeder, also was solls. Nach ein paar Tagen lässt das schlechte Gewissen dann nach.

Das sich andere nicht entschuldigen, hab ich auch schon oft erlebt. Trotz dem ich es mir immer wieder vornehme, dass mir das selbst doch genauso gleichgültig sein könnte wie eben den anderen, kriege ich das nicht hin. In mir arbeitet das dann.
Ist bei einer Meinungsverschiedenheit, wo ich schon offensichtlich "recht" hatte mit der Argumentation und dann auch wahre Dinge endlich mal ausgesprochen habe, passiert...das ich nach so etwas "angekrochen" kam und mich entschuldigt habe, nur damit man sich nicht mehr anschweigt.
Denn dieses ignorieren und schmollen des anderen ist emotional für mich jedes mal eine Tortur. Deswegen schlucke ich auch jeden Mist runter, statt was zu sagen, wenn mich was stört.
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Träumerle » Do 3. Aug 2017, 11:39

Mit einem schlechten Gewissen plagt man sich als HSP regelmäßig rum, weil wir einerseits so harmoniebedürftig sind, was Morgentau2 ja bereits erwähnt hat, aber es liegt wohl auch an dem ständigen Nachdenken. Dadurch steigert man sich in dieses Gedankenkarussell immer weiter hinein.

Wenn ich auch nur den KLEINSTEN Verdacht habe, ich könnte durch irgendetwas unangenehm bei jemandem aufgefallen sein, dann ist Ende. Und wenn ich mich dann nicht dazu bereit fühle, die betroffene Person anzusprechen oder mich nicht traue (Introversion), so muss ich warten. Warten, bis die Person mir das nächste Mal irgendetwas Nettes entgegenbringt und sei das noch so winzig. Dann fällt eine riesen Last von mir, nach dem Motto: "Puh, sie mag mich noch!" Es ist natürlich unnötig, da in 99,9 % der Fälle, wo HSP's ein schlechtes Gewissen haben, überhaupt kein Anlass besteht. Ich versuche neuerdings, mir einzureden, dass das doch überhaupt nichts war. Helfen tut das aber nur bedingt und ist keinesfalls ein Ersatz für die nächste nette Geste der jeweiligen Person. Kommt diese nette Geste nicht, so geht auch mein schlechtes Gewissen weiter. Vor drei Monaten hatte ich einen unangenehmen Wortwechsel mit einer Klassenkameradin. Ein richtiger Streit war es nicht wirklich, aber auch kein wirklich nettes Gespräch, sagen wir es mal so. Tja, in dem Fall habe ich immer noch ein schlechtes Gewissen, da ich seitdem nichts von ihr mir gegenüber bemerkt habe, was mir die Bestätigung gibt, ich müsse mir keine Sorgen machen.

Und sollte eine Person dann mal mich direkt ansprechen, weil ich echt etwas getan habe, was ihr nicht gepasst hat, würde ich mich sofort entschuldigen. Das ist ja wohl das mindeste, was ich tun kann.

LG Träumerle
Ich weiß, ich bin ein HSP,
da ich die Welt ganz anders seh'.
Ich tue dies auf meine Weise,
nämlich ruhig und auch sehr leise.

Für mich ist's eine große Gabe,
wenn ich's auch nicht immer leicht habe.
Drum nehmt euch's nicht zu Herzen,
Ewig sind nicht mal die schlimmsten Schmerzen.

~Träumerle :-)
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Draconia Cala » Do 3. Aug 2017, 16:08

Hmm ja, ich trau mich solche Dinge auch nicht anzusprechen.
Obwohl es durch ansprechen womöglich ganz leicht aus der Welt zu schaffen wäre und man dadurch Klarheit im Kopf bekommt. Aber da ist ja so das eigene Denken, was könnte alles (schlimmes) folgen, wenn ich es anspreche...args

Ich denke, wenn man jemanden als Freundin betiteln kann, sollte es nicht so ein Problem sein, solche Dinge anzusprechen. Wenn das nicht geht, ist es auch keine wirkliche Freundin. Man sollte ab nem bestimmten Punkt wieder normal miteinander umgehen können. Wenn das nicht geht...selbe Sache, dann is es auch keine wirkliche Freundin.
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon Rauhnacht » Do 3. Aug 2017, 17:23

"Mache niemand graue Haare, doch wenn du Recht tust, hast du um die Haare nicht zu sorgen."

Matthias Claudius (1749 - 1815)
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Re: Schlechtes Gewissen, obwohl nicht nötig - noch jemand?

Beitragvon mark. » Di 15. Aug 2017, 12:59

Wow! Interessante und auf komische Art für mich erleichternde Annekdoten, die ich hier von Euch lese. Und sehr viele kluge Dinge und Erkenntnisse sind auch dabei.

Mich plagt mein schlechtes Gewissen auch und das eigentlich schon mein ganzes Leben. Um ein paar Bespiele zu nennen:

– Als Kind und Jugendlicher hatte ich meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen weil ich mich kleidete, wie sie mich nicht gekleidet hätten oder Musik gehört habe, die ihnen nicht gefallen hat. Ich wurde nie dafür verurteilt oder beschimpft, aber trotzdem – wohl unterschwellig – habe ich das Gefühl bekommen, ich mache etwas falsch, verletzte oder beschäme die beiden.

– Auch während der Studienzeit (meine Eltern haben nicht studiert), wenn ich zu Hause von Themen gesprochen habe, in die die beiden nicht so wirklich eintauchen konnten, hatte ich ein schlechtes Gewissen.

– Ich habe viele Freunde, schon immer gehabt. Wenn ich als Kind mit jemandem zum Spielen verabredet war und mich jemand anders auch gefragt hat bin ich oft in eine Zwickmühle geraten und mochte nicht absagen. Ergebnis war, dass wir uns dann zusammengetan haben, worunter ich im Endeffekt gelitten habe, weil ich die Zeit entweder nicht genießen konnte, weil es mich überfordert hat oder ich dann eher auf dem Abstellgleis stand. Das gibt es heute auch noch oft, wenn es um Verabredungen zum Kino oder so geht.

– Meine Eltern und meine Freundin haben keinen sehr guten Draht zueinander. Es ist nicht so, dass sie sich nicht ausstehen können. Sie sind höflich zueinander und es ist objektiv gesehen alles ok. Aber ich habe beiden "Parteien" gegenüber ein schlechtes Gewissen.

In zwei Psychotherapien habe ich darüber gesprochen und versucht es zu verstehen. Im Moment bin ich soweit, dass ich dieses Gefühl oft versuche einfach nicht ernst zu nehmen. Denn in beinahe allen Situationen in denen ich es habe, habe ich es zu Unrecht. Stichwort: "Harmoniebedrüfnis" trifft es tatsächlich sehr gut. Denn man braucht ja kein schlechtes Gewissen für seine eigenen Bedürfnisse und Interessen, seine eigene Entwicklung, ja sich selbst zu haben. Solange man sich bemüht gut und fair und offen zu sein. Von daher finde ich das Zitat von Dir

Rauhnacht hat geschrieben:"Mache niemand graue Haare, doch wenn du Recht tust, hast du um die Haare nicht zu sorgen."

Matthias Claudius (1749 - 1815)


ganz toll und unheimlich passend! :)

Trotzdem würden mich auch Eure Umgangsweisen mit dem falschen schlechten Gewissen interessieren! Habt Ihr da konkrete Tipps? Dinge, die Ihr Euch selber sagt um Eure Gefühle wieder gerade zu rücken?
mark.
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