sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon MyOwnSummer » So 3. Feb 2013, 15:29

einen schönen Nachmittag wünsche ich :)

ich habe da mal eine für mich wichtige Frage an euch )/898u :
Wie habt ihr gelernt, euch & euer Wahrnehmung zu vertrauen?

Ich hab da so stark meine Schwierigkeiten, vor allem im Bezug auf andere Menschen...
Ich meine ganz konkret: ich nehme etwas am Verhalten von Person X war, verdränge es aber bzw. bagatellisiere es, weil ich das Gefühl habe, dass mir meine Vermutung nicht zu steht. Vor allem bei Autoritäts- oder Vertrauenspersonen taucht das bei mir auf.

Bei mir spielt hier sicherlich mit rein, dass ich es jetzt erst gelernt habe bzw. ja immer noch lerne, meine Gefühle wahrzunehmen. & oft kommt da eben auch so ein Mechanismus hoch, der mir sagt "Ach, was du dir wieder einbildest."

Kennt ihr das? Wie löst ihr solche Konflikte mit euch auf?
Beim anderen nachfragen, naja, ist ja eher kontraproduktiv, oder? bzw. habe ich schön öfter die Erfahrung gemacht, dass da dann einfach nichts bei raus kommt.
Jemand anderes in meinem Umfeld hab ich leider nicht direkt zum austauschen, sondern stehe dann eben oft mit meinen Gefühlen & der Frage: "Nehm ich tatsächlich bei anderen wahr, was sie selber bei sich nicht wahrnehmen?" alleine da.

Irgendwie wirkt das auf mich auch ein bisschen überheblich (Ich frag mich warum? Spielen hier die Aussagen anderer im Bezug auf mich mit rein?). Also, wenn mir jetzt wer auf der Straße begegnen & sagen würde: "Du, ich merk deine Gefühle viel besser als du, du kannst mir nichts vormachen.", würde ich vielleicht auch erstmal denken - okaaay ôO

Ihr seht schon, Gedanken über Gedanken 647&/

Wie also steht ihr zu den "Darf ich das jetzt so fühlen? Nehm ich das wahr? Kann ich mir & meiner Wahrnehmung vertrauen, auch wenn sie andere nicht bestätigen?" -Gedanken? Gebt ihr Ihnen nach, zweifelt oder sagt ihr ganz klar: "Ich bin weder überheblich, noch verrückt, sondern HSP & was ich wahrnehme, entspricht der Realität! Ich kann mir vertrauen!"

hoffnungsvolle Grüße _flov_
MyOwnSummer
 

Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon moewenfeder » So 3. Feb 2013, 17:49

Hey iwikx

Kann dich in diesen Punkten sehr gut verstehen. Mir geht es genauso und ich tendiere auch dazu, dann bestimmte Dinge die ich unterbewusst wahrnehme und wo mein Bauchgefühl schreit: VORSICHT dann eher in die Ecke, Unsicherheit des Anderen zu schieben. Z.B ich lerne einen Mann kennen der mir Komplimente macht und ich merke, dass wenn er sie macht unterbwusst, dass er diese vielleicht nicht wirklich ernst meint, dann schieb ich dies in die Katheogrie: ok, der ist nervös und er versucht es damit aufzulockern... und nicht in die Kathegorie: der will dich rumkriegen..
Also vielleicht ist ja hier auch noch dieses: an das Gute im Menschen glauben vorhanden!
So im Laufe der letzten Jahre habe ich mir aber angewöhnt, um mir meine Naivität bewahren zu können, einfach vorsichtiger zu sein. Das heißt dass ich zwar die innere Stimme realisiere, sie nicht verdränge, sondern bewusst bei mir lasse, aber mein Gegenüber auch nicht sofort aussortiere, sondern derjenige ist in seiner Vertrauensstufe etwas nach hinten gerutscht und muss sich dies wieder zurckerringen. hmmmmm ob dieser Weg jetzt ein Guter ist, bin ich schon neugierig zu hören.
Im Nachhinein betrachtet, muss ich leider feststellen, dass oft meine innere Stimme Recht hatte mit ihren warnungen... )/898u
Ob dies jetzt generell so ist... weiß ich nicht und ehrlichgesagt hoff ich ja doch dass meine Unsicherheitstheorie dann vielleicht bei vielen anderen zutrifft.
bin schon neugierig auf andere Antworten!
liebe grüße _Mij_
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Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon Maggie123 » So 3. Feb 2013, 20:09

MyOwnSummer hat geschrieben:einen schönen Nachmittag wünsche ich :)

ich habe da mal eine für mich wichtige Frage an euch )/898u :
Wie habt ihr gelernt, euch & euer Wahrnehmung zu vertrauen?

Ich hab da so stark meine Schwierigkeiten, vor allem im Bezug auf andere Menschen...
Ich meine ganz konkret: ich nehme etwas am Verhalten von Person X war, verdränge es aber bzw. bagatellisiere es, weil ich das Gefühl habe, dass mir meine Vermutung nicht zu steht. Vor allem bei Autoritäts- oder Vertrauenspersonen taucht das bei mir auf.

Bei mir spielt hier sicherlich mit rein, dass ich es jetzt erst gelernt habe bzw. ja immer noch lerne, meine Gefühle wahrzunehmen. & oft kommt da eben auch so ein Mechanismus hoch, der mir sagt "Ach, was du dir wieder einbildest."

Wie also steht ihr zu den "Darf ich das jetzt so fühlen? Nehm ich das wahr? Kann ich mir & meiner Wahrnehmung vertrauen, auch wenn sie andere nicht bestätigen?" -Gedanken? Gebt ihr Ihnen nach, zweifelt oder sagt ihr ganz klar: "Ich bin weder überheblich, noch verrückt, sondern HSP & was ich wahrnehme, entspricht der Realität! Ich kann mir vertrauen!"

hoffnungsvolle Grüße _flov_


Hallöchen MyOwnSummer iwikx , _J(_

du fragst, wie die User hier zu deinem Anliegen stehen.
So möchte ich mich auch an eine Antwort wagen, allerdings kann ich es nur aus meiner Sicht schildern,
diese kann sehr unterschiedlich zu deiner sein. Jeder hat seine eigene Sicht der Dinge, seine eigenen
Empfindungen, seine eigenen Wahrnehmungen, seine eigenen Schlussfolgerungen.
Auch wenn man sehr sensitiv ist, kann man trotzdem ein ganz gegensätzlicher Mensch sein, HSP hin,
HSP her!

Schwierigkeiten in Bezug auf andere Menschen habe ich heutzutage kaum noch.
Als Kind hatte ich das in hohem Maße, und das war gar nicht lustig, ich erinnere mich mit Schaudern
daran! Ich musste erst meinen Platz finden im Leben. Dieser Platz ist eine Parklücke! Ich freue mich,
sie endlich gefunden zu haben, eingeparkt habe ich aber noch nicht! Und ich habe es auch nicht vor,
denn dann würde ich mit dem Haufen rennen und stünde mit den anderen in einer Reihe!
Da sei Gott vor!

Wenn ich am Verhalten von Person X etwas wahrnehme, dann nehme ich es wahr und bagatellisiere
es nicht. Meine Achtsamkeit gegenüber der Welt und ihren Bewohnern erlaubt mir nicht, etwas oder
jemanden zu bagatellisieren, denn das empfinde ich als negativ gegenüber demjenigen, der mir gerade
gegenübersteht. Das wäre unfair! Wenn ich eine Vermutung hege, dann steht mir diese Vermutung zu.
Sie ist meine ureigenste Vermutung, meinem Innersten entsprungen, ich tue sie nicht ab, denn dann
wäre ich nicht mehr ich selbst, sondern stünde neben mir.

Autoritäten erkenne ich keine an, ich bin anarchistisch veranlagt, das war ich immer schon, und ich
werde es immer sein.
Wem ich einmal vertraue, dem vertraue ich immer, auch wenn er mich zwischendurch mal wieder
enttäuscht. Enttäuschungen müssen wir auch anderen zugestehen, denn wir selbst sind auch alles andere
als perfekt. Wir machen Fehler, der andere darf auch Fehler machen. Es ist nur wichtig, sich diese Fehler
bei sich - und nicht nur bei anderen - einzugestehen.

Meine Gefühle nahm ich immer schon sehr intensiv wahr.
Und wenn ich mir oberflächlich denke, "was bildest du dir wieder ein", was natürlich auch vorkommt, dann
sage ich auch gleich wieder zu mir selbst: Deine Einbildung enspringt nicht deiner blühenden Fantasie, deine
Einbildung ist omnipräsent, sie hat einen Hintergrund, und sie entspricht der Tatsache, sie ist keine Laune,
die aus dem Nichts entstand!"

"Darf ich jetzt so fühlen?"
Natürlich darf ich so fühlen, denn es sind meine Gefühle, die ich da fühle, und keine anderen. Sie sind mein
innerer Schatz, meine Quelle, ein Geschenk des Schicksals an mich, sie sind die Sprache meiner Seele, die nur
ich verstehe!

"Nehme ich das wahr?" Ja, natürlich nehme ich das wahr, sonst würde ich es ja nicht wahrnehmen!

"Kann ich mir & meiner Wahrnehmung vertrauen, auch wenn sie andere nicht bestätigen?"
Ich lasse mir schon lange nichts mehr von anderen bestätigen, ich gehe meinen Weg, den mein innerer Kompass
mir weist! Die anderen sind kein Qualitätszirkel für mich, kommen sie doch meist mit sich selbst nicht zurecht,
wie sollten sie dann mit so einer komplexen Zeitgenössin, wie ich es bin, zurecht kommen?
Meine Gedankengänge teile ich meiner Umwelt normalerweise nicht mit, denn andere stehen da auf dem
Schlauch! Es ist nur eine ganz kleine Gruppe von Menschen, mit denen ich auch über philosophische Dinge und die
Mysterien reden kann, die nicht von dieser Welt sind. Immerhin habe ich einige liebe Leutchen, mit denen ich mich
austauschen kann, die mich verstehen. Mehr braucht es nicht!

"Ich bin weder überheblich, noch verrückt, sondern HSP & was ich wahrnehme, entspricht der Realität!
Ich kann mir vertrauen!"
Überheblich bin ich schon gar nicht, sondern ein ganz bescheidener Mensch, der sehr zurückgezogen lebt, wenige
Ansprüche hat an das Leben, der anderen etwas Positives übermitteln möchte, und der keinen Mittelpunkt braucht,
in dem er stehen muss.
Verrückt im herkömmlichen Sinne bin ich nicht, weil das ja auch krankhaft wirr sein kann, ich bin aber
nicht wirr, sondern kann ganz geordnet denken, handeln und analysieren.
Ich bin nur ungewöhnlich und ausgefallen. Das ist die Meinung meiner Freunde über mich. Es ist eine liebevolle
Meinung, und ich lächle dazu.
Was ich wahrnehme entspricht der Realität, und ich vertraue mir, und ganz besonders meiner inneren Stimme!
Den Begriff "HSP" schätze ich nicht besonders, wie ich es überhaupt nicht mag, wenn man Menschen in Schubladen
steckt, wie zum Beispiel, das Mauerblümchen, das fleißige Lieschen, die gute Seele, der Spielverderber, das
tapfere Schneiderlein, der Sturkopf, der Autonome, die Hochnäsige, der Racheengel, das Sensibelchen, der Vielfraß,
der Habenichts ....... ;
das kennt man alles aus den Märchen der Gebrüder Grimm, und die hatten für die frühere Zeit einen Sinn!
Aber nicht jeder ist nur eine gute Seele, und auch das fleißige Lieschen ist mal bequem, der Sturkopf kann auch
mal nachgeben, das tapfere Schneiderlein kann in Todesangst geraten, wenn der böse Wolf hinter ihm her ist,
das Mauerblümchen kann unter den kundigen Händen des Liebhabers erblühen, auch ein Racheengel sinnt nicht sein
ganzes Leben auf Rache, und der Vielfraß muss auch einmal ruhen, um zu verdauen, der Habenichts kann im Lotto
gewinnen und über Nacht steinreich werden .... , diese Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen.
Und ich als Sensibelchen kann auch mal jemandem eine reinhauen, wenn es sein muss.
Soviel dazu.

Die Erfahrung lehrte mich, auf die Stimme meiner inneren Wahrheit zu hören und ihr zu vertrauen.
Tue ich das nicht, dann ist es für mich und meine Umwelt von großem Schaden.

Liebe Grüße von Maggie _moin_
Pax!
Maggie123
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Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon ja » Mo 4. Feb 2013, 09:08

Hallo liebe MOS!

Wie also steht ihr zu den "Darf ich das jetzt so fühlen? Nehm ich das wahr? Kann ich mir & meiner Wahrnehmung vertrauen, auch wenn sie andere nicht bestätigen?" -Gedanken? Gebt ihr Ihnen nach, zweifelt oder sagt ihr ganz klar: "Ich bin weder überheblich, noch verrückt, sondern HSP & was ich wahrnehme, entspricht der Realität! Ich kann mir vertrauen!"



Ich würde sagen da sprichst du die Königsdisziplin des seins mit hs an.
Persönlich bin ich auf dem weg das vertrauen zu lernen. Seit jahren. Ich glaube da wir in einer geselschaft leben die andere strukturen hat als menschem mit hs sie bräuchten, haben viele gelernt sich selbst zu misstrauen.

Das wieder zu verlernen scheint eher ein langer prozess zu sein. UND MÖGLICH!
Ich denke das üben der Klarheit ist ein gangbarer weg. klar in allen lebensbereichen, bietet an das man eine art automatismus der klarheit lernt und somit nachhaltig zu mehr vertrauen kommt! Gerade mit winzigen kleinigkeiten (linker oder rechter fuss zuerst?) kann man selbst schauen wieviel ok ist und wann es anfängt einen zu überfordern. Da hilft dann nämlich nur noch erstmal aufhören und milde sein, den üblichen rhythmus anschalten …


Ganz viel wohlwollen für dich,
ja.
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Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon Weatherman » Mo 4. Feb 2013, 10:12

Hallo,

ich kenne das Problem auch ganz genau, dass man sich nicht vertraut. Ich hab halt irgendwann durch die negativen Reaktionen meines Umfeldes angefangen nicht den anderen sondern meiner eigenen Wahrnehmung zu misstrauen. Das ist wirklich fatal...und echt schwierig umzulernen. Bei mir tut sich aber soo gaanz langsam etwas. Aber es hat wirklich Jahre gedauert.
Ich muss immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand rennen und mir dann im Nachhinein immer wieder klar machen, das die erste Wahrnehmung doch richtig war. Diese Erkenntnis kommt dann immer früher und früher, wenn man es durchzieht und irgendwann vertraut man sich sofort hoffentlich.
Weatherman
 

Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon MyOwnSummer » Mo 4. Feb 2013, 10:22

Hallo ihr :)

vielen Dank für eure interessanten Antworten!

liebe Moewenfeder,
"Das heißt dass ich zwar die innere Stimme realisiere, sie nicht verdränge, sondern bewusst bei mir lasse". Ich denke, dass das sehr wichtig & richtig ist. Auch wenn es mir oft noch so geht, dass ich nicht weiß, was die Stimme mir sagen will - sie taucht ja nicht ohne Grund auf oder weil ich spinne, sondern weil da etwas ist. Bleibt nur noch die Frage, was...

liebe Maggie123,
von deiner Antwort bin ich richtig BAFF. Sie ist sehr radikal (nicht negativ), sondern einfach, naja, BÄM. Wie hast du es geschafft, die Zweifel hinter dir zu lassen?
"Natürlich darf ich so fühlen, denn es sind meine Gefühle, die ich da fühle, und keine anderen. Sie sind mein
innerer Schatz, meine Quelle, ein Geschenk des Schicksals an mich, sie sind die Sprache meiner Seele, die nur
ich verstehe!" Diese Sätze find ich sehr schön wub Darf ich dazu noch etwas fragen?
Kannst du/wie schaffst du es, deine Gefühle zuzuordnen?
Ein Beispiel: Du hast einen vertrauten Freund, mit dem du über vieles sprichst. Irgendwann beschleicht dich ein Gefühl der Trauer, dass irgendwas nicht mehr stimmt zwischen euch. Andere sagen dir: "Quark, ist doch alles ok. Du bist zu sensibel."
Wie verfährst du dann? & was denkst du dir über die anderen Menschen, die so etwas sagen?
(Mein momentaner Schutzgedanke hierzu lautet: "Ich bin nicht zu sensibel, ich fühle nur intensiv, was für mich gut ist." :) )

liebe ja,
magst du deine Gedanken zu dem Weg der Klarheit etwas genauer/detaillierter äußern? Kann mir noch nicht so genau vorstellen, wie er in der "Praxis" aussieht. Würde mich freuen :)

lieber Weatherman,
das freut mich zu hören! :) So in etwa läuft es bei mir auch ab, aber einige Denkmuster sitzen noch so tief, da verhaspel ich mich immer wieder...
MyOwnSummer
 

Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon ja » Mo 4. Feb 2013, 12:08

Hallo liebe MOS!

magst du deine Gedanken zu dem Weg der Klarheit etwas genauer/detaillierter äußern? Kann mir noch nicht so genau vorstellen, wie er in der "Praxis" aussieht. Würde mich freuen :)


gerne will ich das versuchen. Wenn es allzu unklar _grinsevil_ ist bitte darauf hinweisen!

Ok,
ich fühlte mich der überforderung durch das von dir anfangs beschreibene erleben total überfordert. Es kann ja nicht sein, das ich mit meiner gesundheit dafür zahle, für einen mechanismus der weder ich noch mein gegenüber will! Nur wie um himmelswillen soll man sowas ändern _hüüh_ und das auch noch nachhaltig! Schnell war mir klar wenn ich im prozess drinne stecke habe ich keine chance mehr. Ich komm da nicht raus, also kann die lösung für mich nur sein, erst gar nicht rein zu kommen.
Wenn ich in meinem standing klar bin, bin ich nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert.
Soweit so gut. Nur fällt das mal eben nicht vom himmel, ergo lernen! Also Klarheit. Zunächst habe ich sie eingeladen bei mir zu sein und so erstmal gemerkt WIE unklar und fremdbestimmt ich so durchs leben falle.
Und klarheit steckt eigentlich in jedem prozess, bei der kleinsten alltäglichsten entscheidung fängt das schon an. Was will ICH. So kann man es üben, bewusst hin zu spüren was will ich denn, beispiel vom ersten posting.
Wenn ich klar bin habe ich das fundament geschaffen zu schauen was so von aussen (anderen) auf mich einprasselt und wie Ich dann jeweils damit umgehen möchte.


Im übrigen finde ich es hoch spannend das sich ‚heilige‘ menschen fast aller kulturkreise in weiss gewanden (oder noch weisse elemente an die ursprungsaufgabe errinnern – z. priesterkrägen), weiss ist nämlich die farbe die einen unterstützt sich vor diesem prozess zu schützen.
Das fange ich gerade an auszuprobieren – habe ich vor kurzem neu gelernt!


Entschuldige das es so ein langer roman geworden ist,
habe es nicht kürzer hinbekommen.


Alles gute für deinen weg,
ja.
weniger ist mehr

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Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon MyOwnSummer » Mo 4. Feb 2013, 14:19

Liebe ja,

die Entschuldigung ist absolut fehl wub Der "Roman" war sehr gut! & ich denke, ich habe verstanden, was du damit sagen willst.
Dieser Weg der Klarheit erscheint für mich absolut logisch & nachvollziehbar & ich finde es sehr toll, wie du da mit dir umgehst! _floating_heart
Es gibt Bereiche, in denen bin ich mir schon sehr klar, in anderen zweifle ich noch stark, eben aus vergangenen Erfahrungen heraus, denke ich.
Ich werde versuchen, mir Stück für Stück mit noch mehr Achtsamkeit zu begegnen.

DANKE!
dir auch alles Liebe :)

& ich freue mich auf noch mehr anregende Beiträge _J(_
MyOwnSummer
 

Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon Emmaphina » Mo 4. Feb 2013, 21:49

Hallo MyOwnSummer!

Wie habt ihr gelernt, euch & euer Wahrnehmung zu vertrauen?


Also ich habe das eigentlich gar nicht gelernt, weil es bei mir keinen Anlass gab, daran zu zweifeln. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass das andere Menschen genauso wahrnehmen, wie ich, weil ich nie offensichtlich komisch angeschaut wurde (jedenfalls als Kind) oder ich habs einfach nicht verstanden. Obwohl so im nachhinein..._gruebel_ .
Naja, meine, ich sag mal, Empfindungen behalte ich meistens für mich oder verwerfe sie, außer wenn ich merke, dass ich vielleicht helfen kann oder ein Verhalten als sehr ungerecht empfinde.
Ansonsten versuche ich immer, wenn ich merke, einem (fremden) Menschen geht es nicht so gut oder er/sie ist unsicher, einfach nur zu lächeln. Und es klappt meistens auch, dass sie zurücklächeln. Dann habe ich die "schlechten" Gefühle in mir verarbeitet und einem anderen Menschen wenigstens ein bisschen geholfen (hoffe ich zumindest )/898u ).


Beim anderen nachfragen, naja, ist ja eher kontraproduktiv, oder?


Ja, das sehe ich genauso. Entweder fühlen sich die Menschen dann angegriffen und machen zu oder es wird solange diskutiert, bis man sich fragt "Warum hab ich bloß damit angefangen???".

Ich würde gern noch auf die Frage antworten, die du an Maggie123 gestellt hast. Ich hoffe, das ist in Ordnung?! ) )/898u

Darf ich dazu noch etwas fragen?
Kannst du/wie schaffst du es, deine Gefühle zuzuordnen?
Ein Beispiel: Du hast einen vertrauten Freund, mit dem du über vieles sprichst. Irgendwann beschleicht dich ein Gefühl der Trauer, dass irgendwas nicht mehr stimmt zwischen euch. Andere sagen dir: "Quark, ist doch alles ok. Du bist zu sensibel."
Wie verfährst du dann? & was denkst du dir über die anderen Menschen, die so etwas sagen?


Wenn andere so etwas sagen, würde ich mich trotzdem auf mein eigenes Gefühl verlassen und bei der Person direkt anfragen. Das kann man aber, denk ich, nicht so verallgemeinern, da ich Probleme generell eher direkt anspreche, als andere nach ihrer Meinung zu fragen.
Ich denke, für andere Menschen ist es recht schwer nachzuvollziehen, was du fühlst, und von außen betrachtet, wird das Ganze noch einmal erschwert. Ich würde sagen: Vertrau dir selbst! Mehr als irren, kannst du dich nicht. Und wenn du den Freund vorsichtig (!) darauf angesprochen hast und du dich tatsächlich geirrt haben solltest, dann habt ihr wenigstens darüber geredet und seit euch emotional vielleicht etwas näher gekommen.

Ganz, ganz liebe Grüße _Mij_
Emmaphina
Emmaphina
 

Re: sich selbst & den Gefühlen vertrauen

Beitragvon -cho- » Mo 4. Feb 2013, 22:01

Hi MyOwnSummer,

ich kenne das auch, das ist mir zuletzt noch passiert wodurch es mir mal richtig aufgefallen ist. Vor Beginn einer Klausur hab ich mich mit einem Kommilitonen unterhalten. Er sagte dass er gar nix fühle, keine Hoffnung keine Wut, nix. Obwohl ich mich nicht so gefühlt hab sondern eher motivert war, wusste ich genau wie er sich fühlte, kann es aber irgendwie nicht erklären warum es so ist. Ganz komisch. Ich frag mich ehrlich gesagt manchmal auch ob das nicht einfach eine zu starke Vorstellung ist. Keine Ahnung ich finds seltsam und interessant zugleich _biggrin_.

LG
Cho
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