Smalltalk

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Hs und „die kunst des smalltalk“

Beitragvon ja » Do 15. Sep 2011, 07:10

hallo liebe forumianer!


Gerade bewegt mich das themenfeld „smaltalk“
Vielleicht gerade weil menschen mit hs einen schwerpunkt in der tiefe haben und somit der smaltalk dem erst mal nicht entgegenkommt.

Nachdem ich ihn früher ziemlich komplett abgelehnt habe versuche ich gerade eine neue perspektive auf ihn zu entwickeln.


So habe ich zwei schwerpunkte ausfindig gemacht
Die „soziale fellpflege“,
also inhaltlich völlig unbedeutend (wetter, fussball und co), allerdings nonverbal umso wichtiger da wohlwollen und freude am kontakt transportiert wird
und
„schutzschild“,
als schutz gegen verbalen „briefkasten-tanten-missbrauch“ und dem vermeiden energie in fremde lebensgeschichten zu stecken




Wie ist das für euch?
Welchen stellenwert hat der smaltalk für euch?
Wann/wie wendet ihr ihn an?
Könnt ihr „gut“ smaltalken?





Wissbegierige grüsse sendet,
ja.
weniger ist mehr

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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon Jamania » Do 15. Sep 2011, 07:43

ja schrieb:
Die „soziale fellpflege“,
also inhaltlich völlig unbedeutend (wetter, fussball und co), allerdings nonverbal umso wichtiger da wohlwollen und freude am kontakt transportiert wird


_yessa_ "soziales Schmiermittel" sagte mir mal jemand und von da an habe ich es tatsächlich anders sehen können.
Es geht gar nicht um Inhalt, genau, sondern um die Beziehungen zu Menschen und die müssen nun wirklich nicht alle tief und wahrhaftig sein, im Gegenteil, die Angemessenheit von Situation und Verhalten hat für mich mittlerweile höchste Priorität.
Und da eröffnet sich ein wunderbares Potenzial, wenn man sich die Fertigkeiten erwirbt, denn auch oberflächliche Situationen sind vielschichtig und komplex - oder können es sein, wenn man an die Details geht.
Man kann Stimmungen beeinflussen, Blockaden lösen, Menschen miteinbeziehen, ihnen einen Einstieg ermöglichen - und das alles auf einer Ebene, auf der es nichts oder wenig zu verlieren gibt, da wo alle gleich sind und Abweichungen noch nicht zum Stigma führen. schönes Wetter - schlechtes Wetter... _nüxweiss_

Das war jetzt begeisterte Theorie.
Ich bin einfach nur schlecht im smalltalk. _grin_
Bzw. funktioniere ich ganz gut im öffentlichen Raum, habe keine Probleme Menschen anzusprechen, sie um was zu bitten.
Vor einer Geburtstagsparty dagegen graut es mir.
Familienfeiern - bloß nicht!
Essen gehen im geselligen Kollegenkreis - Hilfe!

Nachtrag nach der Überlegung warum eigentlich diese Grenze:
Ich vermute, dass ich den Übergang vom smalltalk zu privatem, tieferem Denk-, Sprechgut nicht hinbekomme.
Da versagen bei mir die Messinstrumente, wieviel Tiefe und eigenes zur lockeren Oberfläche kommen dürfen, sollen, können.
Was ist angemessen bei Leuten, die ich kenne, die was von mir wissen, wo Wetter und schlechter Straßenbelag dann doch zu wenig an Thema ist.
Bin ich zu abweisend, gebe ich Dinge preis, nur um der Harmonie willen - hmmm..., schwierig

ja schrieb:
„schutzschild“,
als schutz gegen verbalen „briefkasten-tanten-missbrauch“ und dem vermeiden energie in fremde lebensgeschichten zu stecken


Das hätte ich jetzt gar nicht zum Thema "smalltalk" gezählt, eher ganz periphär den smalltalk als evtl. eine der möglichen Strategien zur Abgrenzung von Energievampiren anerkannt.
Aber mir persönlich wäre da der Angriff mit smalltalk zu anstrengend, ich bin da eher der Mauer-hochzieh oder sich-umdreh-Typ.

Dabei dämmert mir, dass ich den smalltalk mittlerweile ein wenig zu verklären scheine.
Oder ist das vielleicht gar kein smalltalk, wenn ich 2 Menschen miteinander reden höre, die sich auf banalstem Niveau womöglich über das Leben anderer ellenlang auslassen und ich denke nur: was bringt sowas?
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon DrKatZe » Do 15. Sep 2011, 09:16

ja hat geschrieben:„soziale fellpflege“,
also inhaltlich völlig unbedeutend (wetter, fussball und co), allerdings nonverbal umso wichtiger da wohlwollen und freude am kontakt transportiert wird
und
„schutzschild“,
als schutz gegen verbalen „briefkasten-tanten-missbrauch“ und dem vermeiden energie in fremde lebensgeschichten zu stecken


Soziale Fellpflege finde ich recht treffend. Sich mit jemandem - den man noch gar nicht kennt, mit dem man sich zwangsläufig abgeben oder gut stellen muss, oder den man gern kennenlernen möchte - unterhalten über Belangloses kann sehr auflockernd wirken. Mir nimmt es den Druck, die Spannung, die durch Schweigen zwischen mir und dem/der Unbekannten entstehen kann. Wenn man sich anschweigt (egal ob lächelnd oder nicht) steht man ja alleine da. Man weiß nicht, was in dem anderen vor sich geht, was er von einem selbst und der Situation hält, wie es ihm geht. Smalltalk vermittelt mir durch ein gemeinsames Thema ein wenig Zusammengehörigkeit in diesem Moment. Mimik und Gestik zeigen dazu, ob Sympathien oder Antipathien im Spiel sind. Gut, das geht auch ohne Sprechen ... _gruebel_ Aber etwas Sicherheit, etwas gemeinsam zu haben in der Situation, die man zusammen irgendwie verbringt, tut gut.

Zum Schutzschild wird mir Smalltalk, wenn ich genau weiß, dem Gegenüber möchte ich nichts von mir mitteilen. Irgendwie sollte ich aber die Situation dennoch entspannt mit ihr/ihm gemeinsam überstehen. Andererseits dient es mir hin und wieder auch gegen „briefkasten-tanten-missbrauch“. Das mag ich auch überhaupt nicht, über andere herziehen, um sich selbst besser zu fühlen, besser darzustellen oder sich zusammengehörig zu fühlen. Das ist eine Abart mancher Menschen, die ich überhaupt nicht tollerieren mag. Diesen Leuten gehe ich lieber aus dem Weg oder plaudere maximal übers Wetter. Wobei das allein schon ausreicht, dass sich diese Person dann mit einer anderen sicher über meine Art übers Wetter zu reden auslassen könnte. _nüxweiss_

Smalltalk finde ich gut, um eine Unterhaltung in Gang zu bringen oder der Person, die mir sympatisch ist ungezwungen und auf lockere Art näher zu kommen.
Smalltalk finde ich auch dann gut, wenn ich mich mit Kollegen oder Mitstudenten in der Pause über nichts Wichtiges unterhalten möchte, ihnen von mir nichts preis geben möchte.
Prinzipiell finde ich Smalltalk, allein von meinem inneren Gefühl her, lächerlich. Manchmal ist es mir regelrecht unangenehm damit in eine Situation einzusteigen, weil es so offensichtlich schematisch abläuft. Es beginnt immer mit dem Wetter... Bild

Bei Menschen, mit denen ich überhaupt keinen Kontakt haben möchte, smalltalke ich auch gar nicht, sondern gehe ihnen strickt aus dem Weg.

Ob ich gut smalltalken kann? Ich glaube, das ist bei mir stark stimmungsabhängig und auch abhängig davon, welchen Stellenwert ich mir selbst an diesem Tag zuschreibe. Fühle ich mich fähig und selbstbewusst, läufts wie am Schnürchen. Fühle ich mich doof, dann klappt auch das meist nicht.
Gib mir Kraft, zu verändern, was ich verändern kann, und die Gelassenheit, geschehen zu lassen, was ich nicht verändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden. .Seneca.

Ich bin verantwortlich für das, was ich sage. Aber ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst.
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon Lavendele » Do 15. Sep 2011, 11:12

DrKatZe hat geschrieben:
ja hat geschrieben:„soziale fellpflege“,
also inhaltlich völlig unbedeutend (wetter, fussball und co), allerdings nonverbal umso wichtiger da wohlwollen und freude am kontakt transportiert wird
und
„schutzschild“,
als schutz gegen verbalen „briefkasten-tanten-missbrauch“ und dem vermeiden energie in fremde lebensgeschichten zu stecken


Soziale Fellpflege finde ich recht treffend. Sich mit jemandem - den man noch gar nicht kennt, mit dem man sich zwangsläufig abgeben oder gut stellen muss, oder den man gern kennenlernen möchte - unterhalten über Belangloses kann sehr auflockernd wirken. Mir nimmt es den Druck, die Spannung, die durch Schweigen zwischen mir und dem/der Unbekannten entstehen kann. Wenn man sich anschweigt (egal ob lächelnd oder nicht) steht man ja alleine da. Man weiß nicht, was in dem anderen vor sich geht, was er von einem selbst und der Situation hält, wie es ihm geht. Smalltalk vermittelt mir durch ein gemeinsames Thema ein wenig Zusammengehörigkeit in diesem Moment. Mimik und Gestik zeigen dazu, ob Sympathien oder Antipathien im Spiel sind. Gut, das geht auch ohne Sprechen ... _gruebel_ Aber etwas Sicherheit, etwas gemeinsam zu haben in der Situation, die man zusammen irgendwie verbringt, tut gut.

Zum Schutzschild wird mir Smalltalk, wenn ich genau weiß, dem Gegenüber möchte ich nichts von mir mitteilen. Irgendwie sollte ich aber die Situation dennoch entspannt mit ihr/ihm gemeinsam überstehen. Andererseits dient es mir hin und wieder auch gegen „briefkasten-tanten-missbrauch“. Das mag ich auch überhaupt nicht, über andere herziehen, um sich selbst besser zu fühlen, besser darzustellen oder sich zusammengehörig zu fühlen. Das ist eine Abart mancher Menschen, die ich überhaupt nicht tollerieren mag. Diesen Leuten gehe ich lieber aus dem Weg oder plaudere maximal übers Wetter. Wobei das allein schon ausreicht, dass sich diese Person dann mit einer anderen sicher über meine Art übers Wetter zu reden auslassen könnte. _nüxweiss_

Smalltalk finde ich gut, um eine Unterhaltung in Gang zu bringen oder der Person, die mir sympatisch ist ungezwungen und auf lockere Art näher zu kommen.


Bei Menschen, mit denen ich überhaupt keinen Kontakt haben möchte, smalltalke ich auch gar nicht, sondern gehe ihnen strickt aus dem Weg.

Ob ich gut smalltalken kann? Ich glaube, das ist bei mir stark stimmungsabhängig und auch abhängig davon, welchen Stellenwert ich mir selbst an diesem Tag zuschreibe. Fühle ich mich fähig und selbstbewusst, läufts wie am Schnürchen. Fühle ich mich doof, dann klappt auch das meist nicht.



Liebe ja, liebe DrKatZe!

unterschreib ich Euch so- blind _grin_ _yessa_ auch wenn ich dort arbeite, wo man den Menschen einen besseren Durchblick verschaffen möchte. Tja und da ist halt smalltalk angesagt- zum einen um den Menschen, die Angst zu nehmen, zum andern arbeite ich auffm Dorf- wo halt jeder jeden kennt.
Zu Partys wo ich keinen kenne oder nur die Gastgeber- gehe ich nicht mehr hin- selbst auf die Gefahr hin, dass die Gastgeber ne Schnute ziehen. Hatte ich noch Anfang des Jahres, dabei waren mein Mann und ich uns sowas von einig und haben der Gastgeberin ehrlich unseren Grund erklärt: Wir kennen keinen, würden uns unwohl fühlen und wir würden lieber ein anderes Treffen vereinbaren, wo wir die Gastgeberin mit Partner alleine für uns haben würden. Hat sie nicht verstanden und war beleidigt.Gibt wohl Menschen, die werden lieber angelogen- aber das ist wieder ein anderes Thema.

Ansonsten ist smalltalken bei mir Tagesformabhängig, wie ich schon unterschrieben hab _grin_

Liebe Grüße
Lavendele
So ist das Leben" , sagte der Clown und malte sich
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon Nine » Do 15. Sep 2011, 12:26

Ihr lieben!!
Ich hab grad hier kurz gelesen, posting reicht nimmer, sohnie kommt gleich, muss essen machen, aaaber:

Ich finds so super, dass es euch auch so geht, mir wird grad warm ums herz!!! wub _knüddel_

Soziale fellpflege find ich witzig, wird jetzt mein wort der woche.. _grinsevil_

Wollt mich nur schnell bedanken, in eurem kreis zu sein und schenke euch spaeter auch meinen senf zum thema dazu!! _10_

Bis gleich! _schf_
Herzliche grüsse,

Nine
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
. Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das was du verstehst


GELASSEN SEIN ~ kommt von sein lassen :-)
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon betty » Do 15. Sep 2011, 15:25

Liebe Lavendele ,

Lavendele hat geschrieben:[
Zu Partys wo ich keinen kenne oder nur die Gastgeber- gehe ich nicht mehr hin- selbst auf die Gefahr hin, dass die Gastgeber ne Schnute ziehen. Hatte ich noch Anfang des Jahres, dabei waren mein Mann und ich uns sowas von einig und haben der Gastgeberin ehrlich unseren Grund erklärt: Wir kennen keinen, würden uns unwohl fühlen und wir würden lieber ein anderes Treffen vereinbaren, wo wir die Gastgeberin mit Partner alleine für uns haben würden. Hat sie nicht verstanden und war beleidigt.Gibt wohl Menschen, die werden lieber angelogen- aber das ist wieder ein anderes Thema.
Lavendele[/color][/b]


Ich finde, das ist sehr mutig von Dir so ehrlich zu sein. Ich habe mich sowas bisher noch nicht getraut. Und es passiert mir leider relativ oft, dass ich mich auf Partys (v.a. tatsächlich auf denen, wo ich kaum jd kenne) ziemlich verloren fühle. Was das Ganze für mich dann oft noch "verschlimmert" ist, dass mein Partner meistens dieses, mein Empfinden nicht teilt, sprich prinzipiell sehr gerne auf Partys geht und meistens auch viel länger dort bleiben möchte als ich, was dann wiederum regelmäßig zu Konflikten in unserer Partnerschaft führt...:-(

Lg,

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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon Lavendele » Do 15. Sep 2011, 16:30

Liebe Betty!

Ich mach das so auch noch nicht sehr lange...früher bin ich überall mit hingegangen und hab mich gefühlt wie Du _knüddel_

Und es kam die Zeit, da wollte ich mein wichtigster Mensch in meinem Leben sein...ein anstrengender Schritt, aber es ging. Ich will nicht mehr Lügen oder mir irgendwelche Ausreden ausdenken, wobei ich dennoch hier und da wie der Engländer sagt white lies anwende das kann ich mit mir vereinbaren, oder eine Freundin sich ein Kleidungsstück gekauft hat und es gefällt mir nicht, dann bin ich diplomatisch _grin_ und sage es sieht interessant aus _grin_

Auch das kommt vor, dass mein Mann gerne irgendwohin möchte- ich aber nicht- er kann dann natürlich gehen und andersrum auch...das ist bei uns ganz klar geregelt und auch so gewünscht.
Und sind wir zusammen irgendwo und einer möchte länger bleiben- auch das ist möglich.
War aber auch nicht immer so. Wir haben erst vor ein paar Jahren angefangen unsere Ehe neu zu definieren und Vieles ist für uns einfacher geworden. Nicht jeder versteht unser "neues" Eheleben...muß auch niemand, wir fühlen uns seitdem wohl. Sobald sich jemand von uns wieder unwohl fühlt wird das besprochen und das Problem gemeinsam behoben.Auch das erfordert sehr viel Mut, doch weiß dann jeder wo er dran ist.

Alles Liebe Lavendele
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon DrKatZe » Do 15. Sep 2011, 17:08

Hallo Betty und Lavendele,

in euren Postings sehe ich gerade meinen Mann wieder. er ist auch nicht derjenige, der gern zu großen Partys geht und viele Leute um sich hat. Eine überschaubare Runde reicht ihm schon völlig aus, so dass er die Möglichkeit hat mit jedem zu sprechen und jedem zu lauschen. Sind es mehr Personen, dann ist das nichts für ihn.

Wir leben unsere Beziehung ähnlich wie du, Lavendele. Wir lassen und geben uns den Freiraum, den jeder für sich braucht und nutzen dann die gemeinsamen Stunden umso intensiver und genussvoller. Tolleranz ist hier das Stichwort. Wenn man in der Beziehung tollerant sein kann und die "Macken" des anderen akzeptieren und respektieren kann, dann - so jedenfalls bei uns - hat man eine sehr reiche und gehaltvolle, glückliche Beziehung.

Wenn mein Mann sich einer Festivität, der ich gern beiwohnen möchte, nicht anschließen mag, dann lasse ich ihn auch. Kommt er doch mal aus völlig freien Stücken mit, richte ich mich nach ihm, wann wir gehen.

Aber das gehört ja gerade gar nicht zum Thema hier. icon_redface

Also weiter im Text. _hello_
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon betty » Do 15. Sep 2011, 20:34

Liebe Lavendele, liebe DrKatZe,

vielen Dank für Eure mutmachenden Beiträge. Ein bisschen besser als früher ist es im Laufe der Jahre, in denen wir uns aufeinander eingestellt haben, schon auch bei uns geworden, trotzdem finde ich diesen Bereich nach wie vor schwierig und komme mir dabei oft selbst "unzulänglich" vor. Auch -um wieder auf's eigentlich Thema zu kommen ;-)- im Bezug auf die Fähigkeit zum Smalltalk. Auch hier ist mein Partner sehr viel "fähiger" als ich, oder besser gesagt, ihm macht Spass, was mich Überwindung kostet. Dabei finde ich Smalltalk an sich noch nicht mal so schwierig, sondern noch viel mehr -wie von Jamania (Hallo liebe Jamania! :-))- beschrieben den Übergang von Smalltalk zu einem "tieferem Gespräch".

LG,

betty
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Re: Hs und „die kunst des smaltalk“

Beitragvon ja » Fr 16. Sep 2011, 07:56

Hallo ihr lieben!


Schön das ihr mir antwortet – verneig!
Das hilft mir sehr,
so konnte ich sehen das mein weg ein guter sein kann.


Aus eueren interessanten beiträgen formuliere ich in für mich wohl noch einen punkt:
Offenheit,
den einladenden charakter der smaltalk haben kann. Also smaltalk angemessen angewendet beinhaltet die möglichkeit „brücken zu anderen menschen zu bauen“.




Namaste,
ja.



Ps: nachdenklich stimmt mich der von euch beschriebene aspekt des überganges,
ich schätze das ist meine „ebenen-hüpferei“ – ich denke dran rum.
weniger ist mehr

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