Überforderung durch "Tatendrang"

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon Dreaon » Do 20. Jun 2013, 21:02

Guten Tag zusammen iwikx
Ich würde mal gerne wissen, ob es anderen hier in diesem Punkt ähnlich geht oder ging.

Also bei mir ist es schon seit längerem jetzt so, dass ich mehr und mehr Möglichkeiten sehe, mehr offene Stellen, an die ich gerne anknüpfen würde. Seit Anfang des Jahres ist bei mir innerlich etwas ins Rollen gekommen, so sehr, dass ich langsam den Überblick verliere.
Ich würde gerne auf ganz viele Dinge eingehen und mich mit ganz vielen Themen beschäftigen, nur stoße ich immer mehr an meine Grenzen, einfach weil mir die nötige Energie und die nötige Zeit dafür fehlt. Dabei ist mir alles aber eigentlich wichtig und ich tue mich schwer damit, irgendwas abzuschreiben oder aufzugeben.

So sammeln sich bei mir immer mehr offene, unerledigte "Punkte" an. Sachen, die ich angefangen habe und weiterführen möchte; Sachen, die ich noch tun wollte und quasi aufgeschoben habe; und auch immer wieder neue Sachen, die ich am liebsten gleich ausprobieren oder anfangen würde..
Problem dabei sind ja wohl hauptsächlich die neuen Dinge - es begegnet immer mehr "Neues" und ich kann das gar nicht so schnell verarbeiten oder abschließen, will aber trotzdem auf alles eingehen. Sogesehen wie eine Schneekugel, die den Hang hinunterrollt und dabei immer mehr Schnee aufsammelt und immer größer wird - nur möchte ich das nicht, ich will nicht unten ankommen und durch die ganze Masse auseinanderbrechen..

Ich muss mehr und mehr einsehen, dass es zuviel wird und zuviel ist. Auch das Forum hier ist ein Teil davon, habe ich ja neu entdeckt und wollte mich auch hier gleich wieder auf sehr viele Themen stürzen, was ich zum Teil auch gemacht habe. Hier gibt es so viel zu entdecken und auch sehr viele Möglichkeiten für mich, etwas zu schreiben..
Dabei hätte ich noch einige andere Dinge, die ich tun müsste bzw. will.
Vielleicht bin ich auch zusehr auf "Neues" fokussiert und suche praktisch danach..

Bevor ich mich jetzt ganz in Gedanken verliere, frage ich an dieser Stelle mal nach.
Kennt das jemand? Oder hat jemand ein paar passende Gedanken dazu?
Schreibt ruhig, alles ist erwünscht :)


Danke und viele Grüße,
Dreaon
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Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon HopingSoul » Fr 21. Jun 2013, 07:07

Klar kenn ich auch :)
Aber ich kann mich eben nur auf eine oder wenige Dinge konzentrieren.
Also versuche ich, neues und aufgehobenes abwechselnd anzugehen. Manchmal merke ich, dass aufgeschobenes mich blockiert, dann hat das absoluten Vorrang.
Ein befreiendes Gefühl, wenn man merkt, dass man wieder ein Stück loslassen kann- und losgelassen wird. Ich atme Sonne und Leben. Habt einen schönen Tag voll positiver Momente und wenig Blicken zurück. Das Leben ist JETZT. Ihr steht mit euren Füßen drauf, umarmt es, umhüllt euch damit. Wie wollt ihr etwas belastendes festhalten, wenn eure Arme schon voller Leben sind?
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Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon kikilino » Fr 21. Jun 2013, 10:18

Einerseits ja...andererseits nein. _grinsevil_

Ich habe das 'Glück', dass sich mein besonders starkes Interesse auf 'wenige' größere Bereiche konzentriert. Innerhalb dieser Bereiche ist es aber auch ausufernd und ich möchte am liebsten mehrere Dinge auf einmal tun. Da gilt es dann eben Prioritäten zu setzen und sich stark zusammen zu reissen um nicht zu viele angefangene Dinge gleichzeitig zu haben die nach mir rufen (dieses Stimmengewirr wäre nicht zum aushalten). Es gelingt leidlich, will ich mal sagen. 647&/ Das Forum hier ist zum Glück etwas, das nicht darunter fällt weil es für mich vom Gefühl her keine Ansprüche stellt..ich muss nicht alles lesen, überall antworten sondern kann es eben als netten Zeitvertreib in einer Pause sehen.
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Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon Dreaon » Fr 21. Jun 2013, 16:59

Interessant, danke.

Und stimmt, das Forum stellt soweit keine Ansprüche - so bleibt wohl eigentlich nur einer, der bei mir Ansprüche stellt: Ich selbst an mich selbst.. ;)
Ich bin es im Grunde auch nur selbst, der mir diese ganzen neuen Sachen auferlegt und überall so sehr in die Tiefe gehen will.

Ich glaube hier liegen Unstimmigkeiten vor und ich muss auch mal meine "Prioritäten" finden. Ich werde mich demnächst mal zur internen Beratung (mit mir selbst) zurückziehen.. ;)
smur

ähh, ich meine so:
_miiting_
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Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon baumratte » Sa 22. Jun 2013, 09:15

Ohja, das kenne ich auch, wenn man am liebsten 1000 Sachen gleichzeitig anfangen will. Dann hat man schnell das Gefühl, sich zu überforden. Am besten hilft dann wirklich, sich eine Liste zu setzen und erst mal mit den maximal 3 wichtigsten Punkten anzufangen. Oder sich tageweise auf bestimmte Themen zu konzentrieren. Heute erst mal das intensiv, das andere dann morgen.
Das, was wir oft als falsch an uns betrachten, ist nur der Ausdruck unserer eigenen Individualität. (Louise Hay)
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Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon dieGrete » Sa 22. Jun 2013, 18:12

Hi,

ich stecke da auch gerade mittendrin, seit einer Woche helfe ich der Flutopferhilfe die sich hier im Ort gegründet hat und fahre Sachen schleppe Zeug und rotiere nur noch.... das geht jetzt noch bis nächsten Samstag so und ich merk wie meine Kräfte schwinden aber es langsamer anzugehen kriege ich irgendwie auch nicht hin.....
Habe gerade acht super anstrengende Stunden hinter mir und muss jetzt erstmal langsam wieder runter und zu mir kommen.

Mal schauen wie es weitergeht.

Liebe und müde Grüße
dieGrete
dieGrete
 

Re: Überforderung durch "Tatendrang"

Beitragvon HopingSoul » So 23. Jun 2013, 18:32

dieGrete hat geschrieben:Hi,

ich stecke da auch gerade mittendrin, seit einer Woche helfe ich der Flutopferhilfe die sich hier im Ort gegründet hat und fahre Sachen schleppe Zeug und rotiere nur noch.... das geht jetzt noch bis nächsten Samstag so und ich merk wie meine Kräfte schwinden aber es langsamer anzugehen kriege ich irgendwie auch nicht hin.....
Habe gerade acht super anstrengende Stunden hinter mir und muss jetzt erstmal langsam wieder runter und zu mir kommen.

Mal schauen wie es weitergeht.

Liebe und müde Grüße
dieGrete


_reschpekt_

Das find ich aber toll!
Bei mir geht es jetzt los, ganz aus der Ferne... hab mir aber extra nicht so viel vorgenommen, weil ich genau weiß, ich könnte es nicht schaffen.
Ein befreiendes Gefühl, wenn man merkt, dass man wieder ein Stück loslassen kann- und losgelassen wird. Ich atme Sonne und Leben. Habt einen schönen Tag voll positiver Momente und wenig Blicken zurück. Das Leben ist JETZT. Ihr steht mit euren Füßen drauf, umarmt es, umhüllt euch damit. Wie wollt ihr etwas belastendes festhalten, wenn eure Arme schon voller Leben sind?
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