Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Alles rund um die Besonderheit der Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlswelt hochsensibler Menschen.

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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon cindy sun » Do 2. Nov 2017, 08:35

Ich habe hier zwei Tests mitgemacht und im Netz noch einen mit 120 Fragen. Das Ergebnis war bei allen dasselbe, nur je nach Umfang waren sie etwas feiner, heißt in mehr Unter- und Unteruntergruppen, aufgegliedert.

LG, cindy
Zuletzt geändert von cindy sun am Do 2. Nov 2017, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Do 2. Nov 2017, 08:56

Hallo abstract,

ich stelle mir vor, das ist wie mit der Astrologie: alle haben ihren Spaß daran, aber glauben tut daran keiner. icon_winkle

Nur nebenbei: Ernsthafte psychologische Testverfahren müssen den Gütekriterien Objektivität, Reliabilität, Validität genügen.

Für Interessierte: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCte ... _Verfahren

Keine Ahnung, ob dieser Persönlichkeitstest diesen genügt? Weiß vielleicht jemand?
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Jamania » Do 2. Nov 2017, 10:04

Hallo zusammen,

ich sehe es auch eher als Spielerei, habe den Test auch nochmal gemacht und könnte z.B. einzig den ersten Punkt mit einer relativ klaren Tendenz beantworten.

Bei den anderen müsste ich je nach Lebensbereich ganz unterschiedlich gewichten.

Ob ich sorgfältig bin, alles durchstrukturiere, mich lieber mit praktischer Arbeit oder theoretischen Gedanken beschäftige kommt bei mir auf die unterschiedlichen Lebensbereiche an.

Wenn ich dann die Deutungen sehe, die umfangreich und detailliert sind und sich anscheinend sehr voneinander unterscheiden, suggeriert das erst mal, dass evtl. mehr Komplexität gegeben ist.
Aber eigentlich arbeiten sie mit ähnlichen Kausalketten wie auch der HS-Test.

Wenn die Grobeinteilung einigermaßen stimmt, also ob jemand z.B. introvertiert oder extravertiert ist, dann passt das meiste, denn es wird wieder mit den üblichen Aussagen gearbeitet, die einen Menschen entweder direkt als positiv darstellen oder Erklärungen liefern, warum er gerade - aufgrund der Umstände - nicht so positiv sein kann.

Von dem Psychologen Bertram Forer wurde das mal untersucht.
Er traf jemanden, der anhand der Handschrift die Persönlichkeit deutete und fragte, warum er glaubte, dass er diese Fähigkeit hätte.
Der Graphologe sagte, er fragte seine Kunden und die sagten alle, es würde weitgehend alles zutreffen.

Anstatt den Wahrheitsgehalt nun zum Untersuchungsobjekt zu machen, interessierte er sich für die psychologischen Vorgänge, die dazu führten, dass die meisten Menschen sich mit relativ vagen Persönlichkeitsprofilen meist problemlos identifizieren können - und wollen.

Hier eine Seite, die auch zum Link mit der ausführlichen Studie führt:

https://mindhacks.com/2009/11/16/you-ar ... -critical/

Hier noch mal was in deutsch dazu:

http://www.daswissensblog.de/der-forer- ... horoskope/
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon cindy sun » Do 2. Nov 2017, 14:37

Hallo Jamania,

Leider kann ich dir so nicht zustimmen.
Ich habe im Rahmen meiner Psychotherapie einen wissenschaftlich anerkannten Test zu den Big Five gemacht.
Da ich mich privat oft völlig anders verhalte als auf der Arbeit bzw. im Ehrenamt, habe ich den Test drei Mal ausgefüllt. Wie es zur Arbeit passt, dann privat und ein weiteres Mal habe ich gemittelt, also das genommen, wo bei mir der Schwerpunkt ist.
Da einige Antworten doch sehr konträr ausfielen, war selbst mein Therapeut überrascht, dass trotzdem bei allen Auswertungen am Ende dasselbe Ergebnis herauskam.

Daher glaube ich nicht, dass die hier verlinkten Tests nur.... na, eben nicht aussagekräftig sind. Viele der Fragen standen auch in meinem Fragebogen. Ich denke, dass sie zumindest eine Tendenz angeben.


LG, cindy
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Do 2. Nov 2017, 15:05

Hallo cindy,

der Big Five Persönlichkeitstest gehört zu den überprüften Verfahren hinsichtlich der oben genannten Gütekriterien.
Hast du denn dieselben Ergebnisse für dich in diesem "umfassenden Persönlichkeitstest" hier auch erhalten?



Hallo Jamania,

danke für die Erwähnung des Barnum-Effekts :-)
Zum einen: Tür und Tor auf für Manipulation.
Zum anderen: will man sich denn wirklich in seiner persönlichen "Selbsterkenntnis" selbst so festnageln? - Ich finde es viel interessanter, sich selbst immer wieder neu zu erforschen und zu "erkennen" _magic_

Viele Grüße!
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Jamania » Fr 3. Nov 2017, 08:57

Hallo cindy sun,

cindy sun hat geschrieben:Ich habe im Rahmen meiner Psychotherapie einen wissenschaftlich anerkannten Test zu den Big Five gemacht.
Da ich mich privat oft völlig anders verhalte als auf der Arbeit bzw. im Ehrenamt, habe ich den Test drei Mal ausgefüllt. Wie es zur Arbeit passt, dann privat und ein weiteres Mal habe ich gemittelt, also das genommen, wo bei mir der Schwerpunkt ist.
...
Daher glaube ich nicht, dass die hier verlinkten Tests nur.... na, eben nicht aussagekräftig sind. Viele der Fragen standen auch in meinem Fragebogen. Ich denke, dass sie zumindest eine Tendenz angeben.


Ich habe mich bis jetzt noch nicht mit den wissenschaftlich anerkannten Tests auseinander gesetzt, aber ich finde schon, dass da auch eine gehörige Eigenleistung von dir (oder angeregt durch deinen Therapeuten) eingeflossen ist, die z.B. in dem Test hier nicht vorgesehen ist.

Du hast zwischen Lebensbereichen differenziert, außer der Eigenbetrachtung noch die von außen (in deinem Fall sogar die fachliche) mit einbezogen.
In einem solchen Zusammenhang würde ich Tests als Hilfsmittel sehen, die neben anderen Instrumenten hilfreich sein können, um Dinge vielleicht auch mal auf den Punkt zu bringen, die man dann ja auch wieder auf den Prüfstand stellen kann.
Man hangelt sich von da eben weiter, nimmt aber nicht DAS EINE Ergebnis und drückt sich diesen Stempel auf.

Auf den Test hier bezogen habe ich noch nie von jemandem gelesen, dass er diese Vorgehensweise in Betracht gezogen hätte, sondern immer nur: Etikett und: ja stimmt.
Und auch die Ersteller des Tests suggerieren doch, dass man den Test einmal macht und dann einen gültigen Stempel bekommt.
Was man damit dann macht, bleibt wieder jedem selbst überlassen, aber von sich aus einschränken tun sie nur, dass nicht jede rechte oder linke Spalte in Reinform auf jeden zutrifft.

Wenn ich die Beschreibungen der jeweiligen Typen lese, stoße ich eben immer wieder auf diese Aussagen, die jeder gerne von sich liest und deshalb würde ich sie mit dem Barnum-Effekt in Verbindung bringen.

Hallo Anima, :-)

Anima (Lufthauch) hat geschrieben:Zum einen: Tür und Tor auf für Manipulation.
Zum anderen: will man sich denn wirklich in seiner persönlichen "Selbsterkenntnis" selbst so festnageln? - Ich finde es viel interessanter, sich selbst immer wieder neu zu erforschen und zu "erkennen" _magic_


Ja, das sehe ich auch so!
Ich habe dominierende Anteile, die sind auf eine Weise gut, aber wenn ich sie zu sehr auslebe, dann eben nicht.
Dazu muss ich die Anteile, die bei mir unterentwickelter sind schulen und die anderen ruhig auch mal mäßigen.
Das sehe ich nicht als verbiegen an, sondern als Entwicklung, die mir gut tut, aber sie ist anstrengender als nur das zu sein, was ich eben bin.

Solche Tests wie diesen hier finde ich super, um meine dominanten Anteile immer wieder zu bestätigen und um sie zu kreisen.
Aber wozu sollte das gut sein, mache ich doch sowieso, das liegt in der Natur der Sache, dass ich mich mit ihnen mehr und intensiver beschäftige, wenn sie bei mir ausgeprägt sind.

Um sich kennen zu lernen, sind diese Tests m.M. nach weniger geeignet, vielleicht in den Fällen, in denen jemand sich noch nie mit dem auseinander gesetzt hat, was hinter seinem Verhalten liegt und tatsächlich von sich aus nicht weiß, ob er in den Grundzügen intro- oder extravertiert, sicherheits- oder freiheitsstrebend, ängstlich oder zuversichtlich an Dinge heran geht, etc.
Dann kann er es in (womöglich noch von Autorität abgesicherte) Worte gegossen als Erleichterung empfinden.

Ansonsten: eigentlich handelt es sich um eine reine Bestätigung dessen, was man gerne von sich denkt oder wie man sich gerne sehen würde.
Gerade ja auch, WEIL nur der eigene innere Stand zum Maßstab genommen wird.

Der Erfolg solcher Tests begründet sich also eigentlich damit, dass das, was man von sich selbst denkt, so toll und schlüssig formuliert ist. _grinsevil_

Falls der Gedanke der kritischen Betrachtung der Tests hier noch weiter Resonanz findet, passt er aber dann vielleicht besser in den Strang "HS-Tests und Barnum Effekt" ...

Viele Grüße!
Jamania
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon abstract » Fr 3. Nov 2017, 11:00

Hallo ihr!

Also, ich beziehe mich mal auf diesen Test, da ich bisher nur diesen aus dem Strang hier gemacht habe:

http://charaktertest.net/persoenlichkeitstest/

Darin kann ich das wiederfinden, was in Jamanias Link zum Banum- und Forer-Effekt steht. Es gibt nur zwei Antworten und diese sind wie in einem sich widersprechenden Satz (Beispiel im Link) gehalten. Die Auswahl ist also nicht besonders groß. Diese Effekte kenne ich als "Bestätigungsfehler" oder positive Teststrategie, wobei der Mensch dazu neigt, sich das herauszusuchen, was ihm am besten in den Kram passt und auch bei Testerstellern oder bei der Herangehensweise eines Experiments zu beachten - die sind ja auch nur Menschen. icon_winkle

Jamania hat geschrieben:Ich sehe es auch eher als Spielerei, habe den Test auch nochmal gemacht und könnte z.B. einzig den ersten Punkt mit einer relativ klaren Tendenz beantworten.

Bei den anderen müsste ich je nach Lebensbereich ganz unterschiedlich gewichten.


In Bezug auf den Lebensbereich: So erging es mir bei dem Entweder-Oder-Test und es kam irgendwas mit "Mechaniker" heraus. Ok, das würde zu meiner ersten, der handwerklichen, Ausbildung passen, hat aber nichts mit der zweiten und dem Studium zu tun, die ganz anders gelagerte Dinge beinhalten. Oder Verhalten daheim, bei Hobbys und unter Kollegen ist ja auch oft unterschiedlich. Der Rest wird also ausgeschlossen.

Anima hat geschrieben:danke für die Erwähnung des Barnum-Effekts :-)
Zum einen: Tür und Tor auf für Manipulation.
Zum anderen: will man sich denn wirklich in seiner persönlichen "Selbsterkenntnis" selbst so festnageln? - Ich finde es viel interessanter, sich selbst immer wieder neu zu erforschen und zu "erkennen" _magic_

Da der Test nicht besonders komplex ist, sehe auch ich ihn als Manipulation an oder auch als überflüssig, denn viele Menschen kennen ihre Stärken und Schwächen ja relativ gut. An sich arbeiten könnte man also, sofern Tests auf bestimmte Dinge hinweisen und so als Erinnerung dienen.

cindy sun hat geschrieben:Ich habe im Rahmen meiner Psychotherapie einen wissenschaftlich anerkannten Test zu den Big Five gemacht.
Da ich mich privat oft völlig anders verhalte als auf der Arbeit bzw. im Ehrenamt, habe ich den Test drei Mal ausgefüllt. Wie es zur Arbeit passt, dann privat und ein weiteres Mal habe ich gemittelt, also das genommen, wo bei mir der Schwerpunkt ist.
Da einige Antworten doch sehr konträr ausfielen, war selbst mein Therapeut überrascht, dass trotzdem bei allen Auswertungen am Ende dasselbe Ergebnis herauskam.

Den Test kenne ich nicht, aber als ich mal Autismus- und AD(H)S-Tests gemacht. Das waren ganze Stapel von Blättern und teilweise war bei der Fragestellung auch angegeben, aus welcher Sicht man den Test ausfüllen soll, z.B. wie man sich selbst einschätzt oder was man glauben würde, wie andere einen zu einem bestimmten Punkt einschätzen. Es waren sogar Blätter dabei, die Verwandte ausfüllen sollten. Insofern jedenfalls wesentlich komplexer als der hier verlinkte, den ich gemacht habe.
Energievampire lässt man nicht saugen, sondern ausbluten.
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon cindy sun » Sa 4. Nov 2017, 18:51

Amina (Lufthauch) hat geschrieben:Hallo cindy,

der Big Five Persönlichkeitstest gehört zu den überprüften Verfahren hinsichtlich der oben genannten Gütekriterien.
Hast du denn dieselben Ergebnisse für dich in diesem "umfassenden Persönlichkeitstest" hier auch erhalten?

Hallo Amina,
ich muss mich erst mal korrigieren. Den Kurztest hier habe ich auch irgendwann gemacht, ist in meinen Augen eine nette Spielerei. Meine Antwort bezog sich aber auch den längeren. Und wie ich feststellen musste, habe ich nur einen langen hier und wohl zwei im woanders mitgemacht. Das nur kurz vorweg.
Dann zu deiner Frage. Die Test sind nicht wirklich vergleichbar. Mir ging es aber um etwas anderes.
Mein Ergebnis der "Big Five", wich in zwei Kriterien vom Mittelmaß ab, Extraversion, das andere war glaube ich Neurotizismus. Auf jeden Fall war die Auswertung bei Extraversion absolut daneben. Laut Auswertung müsste ich demnach eine Person sein, die sozial völlig zurückgezogen ist, die es nicht einmal zu den einfachsten Kontaktaufnahmen fähig ist. Isoliert eben. Angst vor Menschen. Nur stimmt das nicht. Wir haben darüber gesprochen und festgestellt, dass das Ergebnis eine völlig überzogene Sicht ist. Ich wollte damit nur sagen, dass selbst ein überprüftes und wissenschaftlich anerkanntes Verfahren nicht unbedingt aussagekräftig ist, es auch nur Tendenzen aufzeigen kann, die genau betrachtet werden müssen.

Jamania hat geschrieben:Ich habe mich bis jetzt noch nicht mit den wissenschaftlich anerkannten Tests auseinander gesetzt, aber ich finde schon, dass da auch eine gehörige Eigenleistung von dir (oder angeregt durch deinen Therapeuten) eingeflossen ist, die z.B. in dem Test hier nicht vorgesehen ist.

Du hast zwischen Lebensbereichen differenziert, außer der Eigenbetrachtung noch die von außen (in deinem Fall sogar die fachliche) mit einbezogen.

Hallo Jamania,
da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt. Es ist alles auf meinem eigenen Mist gewachsen, weil ich oft so schrecklich kompliziert denke, immer alles von allen Seite beleuchte und möchte, dass man mich auch versteht bzw. ich mich selbst auch verstehe. Nur darum, habe ich den Bogen dreifach ausgefüllt. Weil ich immer alles "Richtig" machen will. Meine Antworten waren nur meine eigene Einschätzung von mir selbst, nicht die von außen, was ich meine, das andere von mir haben, schon gar nicht Seitens meines Therapeuten. Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstanden habe, ob deine Antwort tatsächlich dahingehend gemeint war, aber so habe ich sie verstanden. Und das musste ich eben gerade rücken.


Schönen Abend noch, cindy
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Anima (Lufthauch) » Sa 4. Nov 2017, 20:12

cindy sun hat geschrieben:Auf jeden Fall war die Auswertung bei Extraversion absolut daneben. Laut Auswertung müsste ich demnach eine Person sein, die sozial völlig zurückgezogen ist, die es nicht einmal zu den einfachsten Kontaktaufnahmen fähig ist. Isoliert eben. Angst vor Menschen. Nur stimmt das nicht. Wir haben darüber gesprochen und festgestellt, dass das Ergebnis eine völlig überzogene Sicht ist. Ich wollte damit nur sagen, dass selbst ein überprüftes und wissenschaftlich anerkanntes Verfahren nicht unbedingt aussagekräftig ist, es auch nur Tendenzen aufzeigen kann, die genau betrachtet werden müssen.


Hallo cindy,

ein hoher Wert hinsichtlich Introversion (z. B. im Big Five, aber auch in anderen geprüften Test-Verfahren ist sie eine gut erforschte Persönlichkeitsdimension) beschreibt eigentlich nicht einen so extrem sozial phobischen Menschen, wie hier von dir dargestellt.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Introvers ... traversion).

Hochsensibilität wird übrigens schlüssig mit der Introversionsdimension in Verbindung gebracht. Auch E. Aron geht bei HSPs immerhin von 70% Introvertierten aus (30% Extravertierten). - Ich selbst zähle mich auch eindeutig dazu (auch wenn ich immer wieder versuche, mich nicht völlig darauf einzulassen und meiner Introversion immer mal wieder ein Schnippchen zu schlagen icon_winkle ).

Dir auch einen schönen Abend!
Anima
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Re: Umfassender Persönlichkeitstest Fragebogen

Beitragvon Jamania » So 5. Nov 2017, 10:28

Hallo cindy sun,

cindy sun hat geschrieben:Hallo Jamania,
da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt. Es ist alles auf meinem eigenen Mist gewachsen, weil ich oft so schrecklich kompliziert denke, immer alles von allen Seite beleuchte und möchte, dass man mich auch versteht bzw. ich mich selbst auch verstehe. Nur darum, habe ich den Bogen dreifach ausgefüllt. Weil ich immer alles "Richtig" machen will. Meine Antworten waren nur meine eigene Einschätzung von mir selbst, nicht die von außen, was ich meine, das andere von mir haben, schon gar nicht Seitens meines Therapeuten. Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstanden habe, ob deine Antwort tatsächlich dahingehend gemeint war, aber so habe ich sie verstanden. Und das musste ich eben gerade rücken.


Das mit dem Therapeuten hatte ich falsch verstanden, ich dachte, dass du den Test, mehrfach gemacht und dann mit ihm ausgewertet hättest, wobei es dann ja vermutlich nicht eine fertige Fremdeinschätzung gegeben hätte, aber evtl. Fragen und Nachhaken zur Selbsteinschätzung.

Ansonsten fand ich es schon sehr komplex den Test mehrfach und unter jeweils anderen Schwerpunkten zu machen.
Das wäre für mich was Selbsteinschätzung angeht schon ideal, mehr ist einfach nicht drin.

Denn genau das ist der Knackpunkt für mich:
unsere Selbsteinschätzung kann zutreffend sein oder auch nicht.
Das Gefährliche daran für mich: dort, wo sie nicht zutreffend ist, kann sie mit den richtigen Argumenten und Verknüpfungen wirklich im Handumdrehen zutreffend gemacht werden, weil wir selbst es so sehen wollen und die Erklärungen uns genau diesen gewollten Interpretationsspielraum lassen.

Wenn man im Leben zu diesem Schluss gekommen ist, dann fällt einem auf, wie unglaublich einfach es ist, zu manipulieren - immer wieder - sich selbst, andere...und den leichten Weg zu nehmen.
Gründe zu suchen und finden, warum man Dinge nicht kann oder will.
Wo man auf die tatsächlichen Gründe stößt und sie anschaut: gut!
Ich bezweifle nur, dass so ein Test das kann, für mich bedient er eher die Schiene der leichten und angenehmen Erklärungen, alles was komplexer ist, fällt hinten rüber.

Und wo Gründe an den Haaren herbei gezogen sind und sich damit gekleidet wird, weil sie einen gut, bedauernswert oder unschuldig da stehen lassen - da werde ich schnell skeptisch.
Das ging mir hier bei den Beschreibungen der einzelnen Typisierungen schon sehr stark so.
Zuletzt geändert von Jamania am So 5. Nov 2017, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
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